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Basco geht weg

  • Matt
  • 10. September 2020 um 21:10
  • FlatHeart1256
    Gast
    • 11. September 2020 um 14:52
    • #31
    Zitat von schwedenfan

    Das ist natürlich eine emotionale Diskussion. Aber das hilft weder dem Hund noch dem Besitzer wirklich weiter.

    Ich würde versuchen die Entscheidung zu treffen, die für Basco das Beste ist. Wenn du dich entschließt ihn abzugeben, dann schau dir die Familie an. Sind sie wirklich gewillt einem evtl. kranken Hund ein langes Leben in der Familie zu gewähren? Wenn ja und alles passt, ist es vielleicht wirklich besser ihn abzugeben.

    Und natürlich gibt es genügend Menschen die ihren Hund deswegen nicht abgeben würden, aber deswegen muss man doch jemand nicht gleich verurteilen als ob er den Hund misshandelt hätte.

    sorry aber ich sehe das anders. Da wird ein Hund abgegeben weil er krank ist. Es wird für mich der leichteste Weg gesucht, ich bin mir nicht mal sicher aus eigenen Erleben mit Elli das die aufnehmende Familie wirklich informiert ist über die Erkrankung. Wenn man selber schwer krank wird ist das was anderes, wenn sich die eigenen Lebensumstände verändern ist es was anderes, wenn man mit dem Hund nicht klar kommt es gefährlich wird ist das was anderes. So ist das einfach nur eine Flucht vor der Verantwortung. Ich bleibe da bei meinem Urteil. Und von Vernunft zu reden wenn man so unvernüftig war sich einen Hund anzuschaffen wenn man im 6 Stock wohnt, ihn nicht tragen kann wenn mal was sein sollte sorry das ist und bleibt für mich absolut nicht nachvollziehbar.

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 11. September 2020 um 15:39
    • #32
    Zitat von Tilli

    Huhu,

    eigentlich ist hier schon alles gesagt und gute Hinweise zu der Diagnose, dem Umgang damit und welche Möglichkeiten es gibt, hast du ja bekommen. Vielleicht wäre es nach dem ersten Schreck erst mal sinnvoll sich eine Liste zu machen, welche rein praktischen Probleme es gibt und wie man sie angehen kann. Physio, Rampe fürs Auto, usw....

    Ich wollte nur kurz auf das Trageproblem eingehen. 40kg auf dem Arm die Treppe runter ist tatsächlich nicht ganz ohne. Treppe runter finde ich am unangenehmsten, wir haben Tilli beigebracht, sich halb über die Schulter zu legen, das nimmt Gewicht von den Armen und du hast das Sichtfeld Richtung Treppe frei. Jetzt wo der Hund noch leicht ist, könnt ihr das gut trainieren. Ist bei uns zwar nur zur Übung, aber mir macht es das leichter. Sollte ich sie tatsächlich in den sechsten Stock tragen müssen, würde ich für den Fall des Aufzugausfalles nach einem guten Trage- und Abseilgeschirr schauen. Die sind preislich nicht ohne, soweit ich weiß, sollen sie unten rum stabil genug sein, damit der Hund nicht durchhängt. Vielleicht kann jemand hier mehr dazu sagen und notfalls kannst du einen Physiotherapeuten darauf ansprechen. Für dich wäre der Vorteil, dass das Ganze als Rucksack zu tragen ist. Ich hab zwar eine leichte Hündin, aber auch bei 27kg wäre das auf Dauer mein Mittel der Wahl. Es gibt inzwischen so viel Hilfsmittel, da kann man viele Probleme lösen. Die Entscheidung kann dir letztendlich keiner Abnehmen. Und ganz ehrlich, sollte ich tatsächlich im 6 Stock das Pech haben, dass der Aufzug ausfällt und Frau Hund übelsten Durchfall hat, würde ich auch den Balkon nehmen. In so einer Situation hat man nun wirklich keine Zeit für nix....da stand ich auch schon mal im Schlafanzug auf der sanitären Grünanlage.

    LG

    Babsi & Tilli

    das ist laut dem Namen ein Mann und als solcher sollte man in der Lage sein sowas zu tragen, Evtl. bin ich jetzt ein Arsch aber wenn ich zusehen würde wie meine Tierärztin eine ältere zierliche Frau und eine ihrer Helferinnen meinen Hund auf den Behandlungstisch heben und ich gemütlich daneben sitze würde ich mich in Grund und Boden schämen. Es ist natürlich hart, aber sowas kann man einfach nicht schönreden. Wer sagt denn, das der TE sich nicht wieder einen großen schweren Hund sich holt sobald der Problemhund weg ist. Einsicht sieht anders aus.

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 11. September 2020 um 15:51
    • #33
    Zitat von Waschbär

    Es wundert mich ja immer wie wenig Welpenkäufer vor dem Kauf recherchieren. "Papiere" sind keine Garantie für einen erbgesunden Hund. "Papiere" sind die Möglichkeit recherchieren und selektieren zu können aus was für einer Verpaarung man einen Welpen erwirbt. Man kann sich im Vorfeld darüber informieren welche HD-, ED- und inzwischen auch LÜW- und OCD-Befunde die Elterntiere eines Welpen besitzen. Welche HD-, ED- und inzwischen auch LÜW- und OCD-Befunde die Geschwister der Elterntiere besitzen, die Großeltern, die Geschwister der Großeltern, evtl. schon vorhandene Nachzucht von Vater und/oder Mutter usw.

    Aber das Recherchieren ist doch eigentlich Aufgabe des Züchters, bevor er seine Zuchthündin verpaart. Von den unwissenden Käufern, die da keine Ahnung von haben, gibt es doch genug.

    Das die Welpenkäufer selber Recherchieren sollen, zeigt doch mal wieder, daß viele Züchter nur an`s Geld denken oder selber keine Ahnung haben.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Kimmo
    Beiträge
    1.585
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    6
    • 11. September 2020 um 15:55
    • #34

    Mir geht es ausschließlich um den Hund, der Mensch dahinter Interessiert mich in diesem Fall, Null.

    Gib den Hund weg und BITTE BITTE, lass die Finger von Hunden über 10kg.

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 11. September 2020 um 15:59
    • #35
    Zitat von ostholstein
    Zitat von Waschbär

    Es wundert mich ja immer wie wenig Welpenkäufer vor dem Kauf recherchieren. "Papiere" sind keine Garantie für einen erbgesunden Hund. "Papiere" sind die Möglichkeit recherchieren und selektieren zu können aus was für einer Verpaarung man einen Welpen erwirbt. Man kann sich im Vorfeld darüber informieren welche HD-, ED- und inzwischen auch LÜW- und OCD-Befunde die Elterntiere eines Welpen besitzen. Welche HD-, ED- und inzwischen auch LÜW- und OCD-Befunde die Geschwister der Elterntiere besitzen, die Großeltern, die Geschwister der Großeltern, evtl. schon vorhandene Nachzucht von Vater und/oder Mutter usw.

    Aber das Recherchieren ist doch eigentlich Aufgabe des Züchters, bevor er seine Zuchthündin verpaart. Von den unwissenden Käufern, die da keine Ahnung von haben, gibt es doch genug.

    Das die Welpenkäufer selber Recherchieren sollen, zeigt doch mal wieder, daß viele Züchter nur an`s Geld denken oder selber keine Ahnung haben.

    würdest du dir ein Auto auch kaufen ohne zu recherchieren ? Würdest du einfach erwarten, das Volkswagen einfach vernünftig arbeitet ohne dir Testberichte durch zu lesen? Ohne Nachzuforschen? Ich glaube kaum, dieses ich gebe Verantwortung/ Gehirn ab und der Verkäufer muss schließlich liefern ist doch einfach Quatsch. Zumal hier auch noch einfach von einem privaten Vermehrer gekauft wurde.

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 11. September 2020 um 16:02
    • #36
    Zitat von Kimmo

    Mir geht es ausschließlich um den Hund, der Mensch dahinter Interessiert mich in diesem Fall, Null.

    Mich würde dann aber auch interessieren, wo der Hund hin kommt.

    Vielleicht läßt der Züchter den Hund einschläfern, wenn er ihn zurück nimmt.

    VG
    Klaus und die Bea

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 11. September 2020 um 16:09
    • #37
    Zitat von ostholstein
    Zitat von Kimmo

    Mir geht es ausschließlich um den Hund, der Mensch dahinter Interessiert mich in diesem Fall, Null.

    Mich würde dann aber auch interessieren, wo der Hund hin kommt.

    Vielleicht läßt der Züchter den Hund einschläfern, wenn er ihn zurück nimmt.

    ich hoffe das kein Tierarzt in Deutschland zu sowas bereit wäre. Es kann natürlich sein, dass die Diagnose das wirklich nahelegt, dann wäre das was ganz anderes nur so klingt es nicht. Ich habe keinen Schäferhund, aber wenn ich mich hier einlese fallen immer gewisse Namen die auf diesem Gebiet wirklich Ahnung haben. Die würde ich aufsuchen. Hier gibt es auch einige andere mit kranken Hunden Boss und Mona beide haben meine ich Bilder(Röntgenaufnahmen gepostet und wirkliche Fragen gestellt. Wenn es Ernst wäre sich Ratschläge zu holen hätte er bei Waschbär garantiert gute Infos bekommen können welche Klinik und oder welcher Arzt dafür gut sind. Ich könnte das wohl mittlerweile auch schon beantworten, werde ich aber nicht tun, denn dahinter klemmen und Lösungen suchen sieht anders aus.

  • Kimmo
    Beiträge
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    6
    • 11. September 2020 um 16:09
    • #38

    Welcher TA macht denn sowas?

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • Waschbär
    Moderator
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    1
    • 11. September 2020 um 16:13
    • #39
    Zitat von ostholstein
    Zitat von Waschbär

    Es wundert mich ja immer wie wenig Welpenkäufer vor dem Kauf recherchieren. "Papiere" sind keine Garantie für einen erbgesunden Hund. "Papiere" sind die Möglichkeit recherchieren und selektieren zu können aus was für einer Verpaarung man einen Welpen erwirbt. Man kann sich im Vorfeld darüber informieren welche HD-, ED- und inzwischen auch LÜW- und OCD-Befunde die Elterntiere eines Welpen besitzen. Welche HD-, ED- und inzwischen auch LÜW- und OCD-Befunde die Geschwister der Elterntiere besitzen, die Großeltern, die Geschwister der Großeltern, evtl. schon vorhandene Nachzucht von Vater und/oder Mutter usw.

    Aber das Recherchieren ist doch eigentlich Aufgabe des Züchters, bevor er seine Zuchthündin verpaart. Von den unwissenden Käufern, die da keine Ahnung von haben, gibt es doch genug.

    Das die Welpenkäufer selber Recherchieren sollen, zeigt doch mal wieder, daß viele Züchter nur an`s Geld denken oder selber keine Ahnung haben.

    ... und Futter, Steuer, Versicherung und Tierarzt soll ein Züchter wohl auch noch tragen im ersten Lebensjahr beim Welpenkäufer?

    Sorry, Welpenkauf ist kein Rundum-Sorglos-Paket. Ein bisschen sollte ich mich als Welpenkäufer da auch schon informieren. Das beste ist es ja immer noch wenn ich höre "Ja, wenn Du zu DIESEM oder JENEM Deckrüden gegangen wärst, dann würde ich sofort einen Welpen bei Dir kaufen...". Dass "DIESER" oder "JENER" Deckrüde meinen persönlichen Anforderungen in Bezug auf die Gesundheit dann so gar nicht entspricht spielt keine Rolle. Aber selbstverständlich muss ich als Züchter dann trotzdem eine Gewährleistung auf die Gesundheit geben, gerade solche Welpenkäufer sind nämlich meist die, die sofort mit einem Anwalt kommen wenn mit Ihrem Hund später etwas nicht stimmt... Die haben eine ganz genaue Vorstellung davon welche Abstammung ihr Hund haben soll (am besten ist der Vater Bundessieger oder Weltmeister), aber das gesundheitliche (oder andere) Risiken aus dieser Blutlinie hat dann der Züchter gefälligst zu tragen....

    Der Knackpunkt in Deiner Aussage ist der "unwissende Käufer"... Wenn ich beim Kauf von irgend etwas "unwissend" bin, dann suche ich mir vor dem Kauf einen Fachmann, der mich vor und beim Kauf berät. Und gehe nicht alleine los und kaufe mir irgendwelchen Mist, von dem ich keine Ahnung habe. Das mache ich so wenn ich ein Auto kaufe. Das habe ich aktuell gemacht als ich mir ein Fahrrad gekauft habe. Das mache ich so wenn ich einen PC kaufe. Und ich würde es erst recht bei einem Hund oder einem Pferd oder einer Kuh machen, wenn ich keine Ahnung von der Materie besitze.

    Dass ein Züchter in einem Zuchtverband züchtet entbindet den Welpenkäufer doch nicht davon sich vor dem Kauf sachkundig zu machen. Da geht es ja nicht nur darum einen möglichst erbgesunden Hund zu kaufen. Sondern man muss sich auch sachkundig machen darüber wie ein Welpe/Hund gehalten, geprägt, aufgezogen und ausgebildet wird. Soll das der Züchter auch noch alles übernehmen? Bei einem Welpenpreis von 800 oder 900 Euro, inkl. Gewährleistung auf Hüfte/Ellenbogen/Rücken und was weiß ich noch alles übernimmt der Züchter auch noch die Kosten für Welpengruppe und Hundeschule bzw. übernimmt das Training direkt noch selbst? Weil den armen, unswissenden Welpenkäufern kann man eine Recherche vor dem Kauf, bezüglich dessen was da alles wichtig ist und auf sie zukommen wird, ja nicht zumuten....

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 11. September 2020 um 16:24
    • #40
    Zitat von Ellionore

    Zumal hier auch noch einfach von einem privaten Vermehrer gekauft wurde.

    Mein Text bezog sich auf die Züchter und nicht auf die Vermehrer.

    Klar muß man bei einem Vermehrer recherchieren.


    Zitat von Ellionore

    würdest du dir ein Auto auch kaufen ohne zu recherchieren ? Würdest du einfach erwarten, das Volkswagen einfach vernünftig arbeitet ohne dir Testberichte durch zu lesen? Ohne Nachzuforschen?

    Ich würde mir einen neuen VW von einer VW-Vertragswerkstatt auch ohne große Recherche kaufen. Natürlich sollte man wissen, wieviel Sprit er braucht, wie teuer die Haftpflicht ist usw.

    Von einem VW erwarte ich kein Fahrverhalten wie von einem Ferrari.

    Nur funktionieren muß er und da habe ich Vertrauen in den VW-Konzern und der

    VW-Vertragswerkstatt.

    VG
    Klaus und die Bea

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 11. September 2020 um 16:31
    • #41
    Zitat von ostholstein
    Zitat von Ellionore

    Zumal hier auch noch einfach von einem privaten Vermehrer gekauft wurde.

    Mein Text bezog sich auf die Züchter und nicht auf die Vermehrer.

    Klar muß man bei einem Vermehrer recherchieren.


    Zitat von Ellionore

    würdest du dir ein Auto auch kaufen ohne zu recherchieren ? Würdest du einfach erwarten, das Volkswagen einfach vernünftig arbeitet ohne dir Testberichte durch zu lesen? Ohne Nachzuforschen?

    Ich würde mir einen neuen VW von einer VW-Vertragswerkstatt auch ohne große Recherche kaufen. Natürlich sollte man wissen, wieviel Sprit er braucht, wie teuer die Haftpflicht ist usw.

    Von einem VW erwarte ich kein Fahrverhalten wie von einem Ferrari.

    Nur funktionieren muß er und da habe ich Vertrauen in den VW-Konzern und der

    VW-Vertragswerkstatt.

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    naja bevor ich beispielsweise 20 000 Euro ausgebe lese ich mich ein und nehme wenn mit Erfahrung mit schon alleine um evtl. den Preis zu drücken. Und dieser Hund wird ja nun auch noch so einiges an Kosten verschlingen. Prinzipiell muss ich als Käufer schon bescheid wissen was die Risiken sind.

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 11. September 2020 um 17:20
    • #42
    Zitat von Waschbär

    ... und Futter, Steuer, Versicherung und Tierarzt soll ein Züchter wohl auch noch tragen im ersten Lebensjahr beim Welpenkäufer?

    Nee, das muß er nicht. Aber vernünftige Welpen muß er züchten.


    Zitat von Waschbär

    Der Knackpunkt in Deiner Aussage ist der "unwissende Käufer"... Wenn ich beim Kauf von irgend etwas "unwissend" bin, dann suche ich mir vor dem Kauf einen Fachmann, der mich vor und beim Kauf berät. Und gehe nicht alleine los und kaufe mir irgendwelchen Mist, von dem ich keine Ahnung habe. Das mache ich so wenn ich ein Auto kaufe.

    Wenn ich mir eine Ware von einem renommierten Hersteller kaufe, dann erwarte ich, daß sie einwandfrei funktioniert und der renommierte Hersteller garantiert es mir auch.

    Wenn ich mir einen Welpen kaufe, ist es doch nicht anders.

    Von einem Züchter erwarte ich, daß er renommiert ist, sonst kann ich doch gleich zum Vermehrer gehen.

    Von einem Züchter erwarte ich, daß er keine gesundheitlichen und andere Risiken bei der Wahl des Deckrüden eingeht, auch wenn der Deckrüde ein Weltmeister wäre.

    Von einem Züchter erwarte ich, daß er nur mit Linien züchtet, die ein geringes Risiko an Krankheiten und andere negative Auffälligkeiten haben.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Waschbär
    Moderator
    Beiträge
    3.785
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    1
    • 11. September 2020 um 18:48
    • #43
    Zitat von ostholstein

    Nee, das muß er nicht. Aber vernünftige Welpen muß er züchten.

    Wenn ich mir eine Ware von einem renommierten Hersteller kaufe, dann erwarte ich, daß sie einwandfrei funktioniert und der renommierte Hersteller garantiert es mir auch.

    Wenn ich mir einen Welpen kaufe, ist es doch nicht anders.

    Von einem Züchter erwarte ich, daß er renommiert ist, sonst kann ich doch gleich zum Vermehrer gehen.

    Von einem Züchter erwarte ich, daß er keine gesundheitlichen und andere Risiken bei der Wahl des Deckrüden eingeht, auch wenn der Deckrüde ein Weltmeister wäre.

    Von einem Züchter erwarte ich, daß er nur mit Linien züchtet, die ein geringes Risiko an Krankheiten und andere negative Auffälligkeiten haben.

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    Was ein "vernünftiger Welpe" ist, das ist aber abhängig von dem was Du haben möchtest. Wenn ich einen kerngesunden Hund züchte, Du bei mir dann einen Welpen kaufst mit dem Du auf der Bundessiegerzuchtschau ganz vorne laufen willst, dann wirst Du von dem Hund, den Du bei mir gekauft hast, schwer enttäuscht sein. Wenn Du Schafe hüten möchtest mit Deinem Hund, der keinerlei Hüteinstinkt besitzt, dann wird das für Dich kein "vernünftiger Welpe" sein, den Du erworben hast. Wenn Du Diensthundeführer bist, dann wird ein Hund, der nicht die Fähigkeit besitzt im richtigen Moment offensiv zu entscheiden, für Dich kein "vernünftiger Welpe" gewesen sein beim Kauf. Wenn Du Arbeitshunde züchtest, dann gibt es zig Aspekte in der Zucht zu beachten. Und dann nimmst Du manchmal auch gewissen "Pferdefüße" in Kauf, um bestimmte Arbeitsveranlagungen zu erhalten oder zu verbessern.

    Zudem Du beim Züchten alleine im Hinblick auf die Gesundheit nicht nur einen Aspekt berücksichtigen musst. Wenn man jeden einzelnen Aspekte alleine betrachtet ist es leicht zu urteilen "Mit diesem oder jenem Hund züchte ich nicht". Dann kommt ab der der zweite Aspekt hinzu, der dritte, der vierte, der fünfte.... Hüfte/Rücken/Ellenbogen sind super, DM-Genotyp ist N/N. Mit so einem Hund züchtet man... Jau, aber anders sieht das aus wenn man noch Keratitis und Plasmom (im wahrsten Sinne des Wortes) im Auge behält und die Bauchspeicheldrüse... Ist da auch alles tippitoppi hat ein Wurfgeschwister möglicherweise eine starke Allergie... Bei einem Hund, bei dem bei diesen drei Aspekten keine Problematik in der Zuchtlinie besteht, hast Du dann aber vielleicht wieder nur eine B-Hüfte.... Oder der DM-Genotyp ist nicht makellos... Und das alles jetzt mal ganz abgesehen davon dass Du als Züchter ja über viele gesundheitliche Problematiken der Verwandtschaft eines Deckrüden gar nicht bescheid weißt.

    Spezialisten auf dem Gebiet der Hundezucht und Populatonsgenetik wie Helga Eichelberg oder Hellmuth Wachtel warnen ausdrücklich davor versuchen zu wollen nur mit augenscheinlich völlig gesunden Hunden züchten oder gar sämtliche Anlagenträger aus der Zucht nehmen zu wollen. Das wäre das Ende der Rassehundezucht.

    Unter'm Strich bedeutet das: Als Welpenkäufer muss man ganz genau wissen was man haben möchte. (Allein mit dieser logischen Schlussfolgerung sind viele ja bereits überfordert.). Dann muss man tatsächlich recherchieren, damit man einen Züchter finden kann der das Produkt anbietet welches man selbst haben möchte. Die Ziele des Züchters somit mit den eigenen überein stimmen. Mal zu Deinem Beispiel mit dem Auto: Du gehst also völlig unbedarft, ohne überhaupt darüber nachzudenken was Du haben möchtest und was Du tatsächlich brauchst, ins nächste Autohaus und sagst dort: "Ich will ein Auto der Marke XYZ und das dann in der Farbe Rot!". Und dann fährst Du wirklich mit dem nach Hause was Dir der Autohändler auf's Auge drückt und bist damit die nächsten 10 bis 15 Jahre glücklich??? Sorry, das kann und will ich nicht glauben.... Völlig egal ob der Dich in einen Smart setzt, in einen Van, ob mit Diesel- oder Elektroantrieb??? Ganz geal ob Du da beim Einkaufen keine Colakiste rein bekommst? Oder Du 2 x im Monat an der Tankstelle 150 Tacken in den Tank blasen musst? Oder Du mit einmal Aufladen an der Steckdose nicht bis zu Oma Hilde kommst?

    Das hört sich für mich doch verdammt blauäugig an...

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 11. September 2020 um 19:04
    • #44

    ich finde es auch nicht gut, wenn Züchter sagen, dass die Bildung einer HD oder ED zu 40 % von der Aufzucht beim Halter abhängt, aber zu sagen ich eh zu einem renommierten Züchter und dann bekomme ich ein Topprodukt ist doch einfach absurd. Wir reden hier von Lebewesen. Wie viele Kinder kommen mit schweren Krankheiten schon auf die Welt. Als Käufer habe ich mich vorher bestmöglich zu informieren und dann eine Auswahl zu treffen. Habe ich auch nicht gemacht bei Loki und wenn was sein sollte muss ich damit umgehen, aber sowas gehört zum Leben mit dazu. An sowas wächst man. Ich wollte auch keinen Hund mit einem entsprechenden schwachen Nervenkostüm haben. Nun ist er bei mir und ich habe gelernt bzw. lerne jeden Tag besser damit umzugehen. Sollte ich beim nächsten Mal einen Hund aus dem Tierschutz nehmen kann sowas eine gute Erfahrung sein die für die Adoption spricht.

  • nette
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    • 11. September 2020 um 19:14
    • #45

    es ist ein tier und selbst wenn man als züchter das risko noch so klein hält , es bleibt ein risiko, das die natur die dinge anders macht als wir das gern hätten

    beide seiten sind in der pflicht, züchter wie käufer aber keiner ist gott und kann in die glaskugel schauen, wie die gelenkpfannen von welpe 351 sich entwickeln werden

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

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