Maja Novak....Meinungen zu Ihrer Erziehungsmethode

  • Seit einiger Zeit Erziehe ich Lex ähnlich wie es Maja Novak lehrt, ich habe das Video heute zufällig entdeckt und finde es Interessant, ich kannte sie bis heute noch nicht.

    Auf die Idee die "Erziehung" von Lex erneut zu ändern, ist von HSH gekommen und von einem Husky Rüdel Führer/in.

    Ich verzichte komplett auf Leckerlis und MO`s

    Ich arbeite nur mit Geräuschen und Körpersprache

    Ich benutze so wenig Kommandos wie möglich

    Ich Texte meinen Hund nicht voll, wir genießen die Natur und die Ruhe

    Ich vertraue ihm und lass die Schleppleine am Boden, er läuft frei.

    Meine Erziehung ist Ruhig, Konsequent, Fair und Regeln werden eingehalten, ähnlich wie bei meinen Kindern.

    usw.

    Ich hatte das ständige kontrollieren, Leinenimpuls, rumsabbeln, sinnlos Kommandos, sinnlos Übungen usw. satt.....ich führe Lex jetzt ähnlich, wie ich Kimmo als junger Bursche, vor 40 Jahren, geführt habe.

    Klar spielen wir mal kurz mit den Ball oder zerren an der Beißwurst aber alles viel freier ohne ständige Kommandos...dann laufen wir weiter und er darf einfach nur Hund sein (fast), denn jagen darf er nicht ;) .


    Was haltet ihr von Hunde Psychologen ala Novak?


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  • ich arbeite so ähnlich seit mein Hund auf Spielzeug und Leckerlie als Belohnung oder Motivation keinen Bock hat und bin mittlerweile mehr als nur davon überzeugt.

    Anfangs war es eine Lösung von mir, da er wie gesagt mit den "standard" Methoden Spielzeug und Fressen nicht zu ködern ist und ich das von den Vorgängern anders gewohnt war ;)


    Ohne viele Worte, mit deutlicher Körpersprache und viel freiem Spiel mit mir ohne jegliches Spielzeug und er darf auch oft einfach Hund sein. Schnuppern hier und schnuppern da, machen was er will (jagen natürlich nicht und andere Belästigen) aber wir laufen oft ganz gemütlich vor uns her, jeder macht sein Ding und trotzdem vor jeder Kreuzung oder Weggabelung und auch zwischendurch schaut er immer zu mir und es reicht ein Fingerzeig in die Richtung in die wir weiter laufen :love:


    Ständiges bespaßen unterwegs oder so gibt es nicht bei uns :)


    mittlerweile finde ich es sogar schon "schlimm" wenn ich sehe wie andere Hundehalter zig Meter vor uns panisch in der Leckerlie Tasche wühlen damit fiffi auch ja brav ist beim vorbei gehen und mit fressen vollgestopft wird

  • Das freut mich, das es hier noch jemanden gibt der so Erzieht.


    Ich habe mir noch paar Videos von Frau Novak angeschaut, naja mit ihrem Leithund und Kundschafterhund usw. sind so geboren, ist nicht mein Ding.


    Mit der Methode kann ich bereits mit Lex neben 10 Tauben laufen, auch wenn die losfliegen, macht er keine anstalten Loszurennen odser zu Springen.

    Bei den Enten ist er noch angespannter aber er legt sich an der Schleppleine in 2m entfernung zur Ente ab und schaut nur noch.

    Keine Kommandos, kein Clicker, kein Leckerli, keine MO's, keine Ablenkung...einfach klare Körpersprache und paar Geräusche.


    In der Ruhe liegt die Kraft.....das versteht jeder Hund.


    Freilebende Hunde folgen keinem Hund der Aggressiv, Laut, Hektisch, Unsicher, Brutal usw. ist....wer sich nicht an die Regeln hält, wird Korrigiert und danach gehts sofort wieder bei Null weiter.

    Ich habe viele viele Stunden freilebende Hunderudel beobachtet und bin mit meinem Mali direkt durch deren Revier gelaufen....meine Partnerin hat mich für bekloppt erklärt aber einen wirklichen Angriff gab es nie.

  • Keine Kommandos, kein Clicker, kein Leckerli, keine MO's, keine Ablenkung...einfach klare Körpersprache und paar Geräusche.

    Geräusche sind aber auch eine Form von Kommandos. Dem Hund ist es inhaltlich egal ob du zB. nun "Hier" sagst oder "Umpf" machst, er verknüpft eh nur eine Lautfolge mit einer gewünschten Aktion. ;)

    Ansonsten sind mir wie gesagt alle Formen von Hundeprofis, -gurus, ect. suspekt. Die machen doch Alle im Prinzip dasselbe, nur in anderer, wohlklingender, Verpackung.

    Was ist eigentlich aus selbstständigem Denken, Intuition und Bauchgefühl geworden, das solche Leute einen derartigen Zulauf haben? Einen Hund zumindest alltagstauglich zu erziehen ist doch wahrlich kein Hexenwerk.

  • Ich habe ja auch nie behauptet das es ganz ohne Kommandos geht, halt so wenig wie möglich und so viel wie nötig und klar sind Körpersprache und Geräusche auch Kommandos.

    Für mich sind laute und körpersprache einfacher an den Hund zu bringen, er versteht es schneller und besser.

    Beispiel BEI laufen....kurze Leine und immer wieder mit Leinenimpuls korrigieren, immer wieder Loben, immer wieder BEI sagen, immer wieder zum Hund schauen, immer wieder Leckerli reinstopfen...so wurde es mir von der Trainerin gelehrt.

    Das hat mir nicht gefallen....jetzt mache ich mit meiner Hand eine Grenze, die Leine ist locker, wenn er zu schnell geht, mache ich ein leises Geräusch....Lex hat das sofort geschnallt, es ist für mich relaxter und somit auch für ihn.

    Ich gebe Lex mehr Freiheiten, und Vetrauen, er darf selber Entscheiden wo er hinläuft, wie lange er schnuppert und er bleibt zu 95% in meiner Nähe,, er folgt mir einfach und manchmal folge ich ihm.

    Klar wird der Tag kommen wo er durchstartet, dann gibts eine Ansage, der rest vom Spaziergang kommt er an die 2m Leine und läuft bei mir und am nächsten Tag gibts die nächste Chgance.

    Ich will keinen Soldaten an meiner Seite, sondern einen Hund der selber Denken kann...,. das können die meisten Hunde nicht mehr, weil sie den ganzen Tag zugetextet werden, mit meist Sinnloskommandos die den Hund angeblich Auslasten sollen.

    Bei mir gibt es Training und wenn das Ferig ist, wird die Natur und die Ruhe genossen, von uns beiden.

  • Ich mache es persönlich von meiner Umgebung abhängig wieviel ich machen muss/ wie wenig Loki machen darf. Wald darf er an Schlepp oder Flexi drömmeln da bin ich völlig woanders und genieße selber. Feldwege wo ich weiß Sackgassen, keine Menschen darf er alleine im Freilauf flitzen, da gibt es nur wenige Kommandos.

    Straße/Restaurant Stadt bin ich mehr beim Hund.

  • Wo Leinenpflicht ist oder viele Menschen bleibt er natürlich an der Leine, viel Menschen haben ja Angst.

    Ich gehe ja meist in gegenden wo wir alleine sind, abgesehen von anderen Tieren.

  • Wenn die gute Novak immer noch auf dem Rudelstellungstrip ist, würd ich einen großen Bogen um sich machen.

    Oder würd ich eigentlich so oder so machen, weil sie regelmäßg ihre Ansichten zur richtigen Erziehungsmethode radikal ändert. Nicht im Sinne von sich weiter entwickeln, sondern sich drehen, wie ein Fähnchen im Wind.

  • Ich hab mir das Video ehrlich gesagt gar nicht durchgesehen :whistling:


    Aber Erziehung hauptsächlich über Körpersprache und ohne großes Gelaber, Spielzeug oder Futter finde ich sehr gut :thumbsup::)

    Wobei es stark auf den Hund ankommt, ich denke wäre meiner anders gepolt was Spielzeug angeht würde ich wohl einen Mittelweg wählen

  • Ich hab mir das Video ehrlich gesagt gar nicht durchgesehen :whistling:


    Aber Erziehung hauptsächlich über Körpersprache und ohne großes Gelaber, Spielzeug oder Futter finde ich sehr gut :thumbsup::)

    Wobei es stark auf den Hund ankommt, ich denke wäre meiner anders gepolt was Spielzeug angeht würde ich wohl einen Mittelweg wählen

    Ich denke auch, dass man den Hund als Individuum betrachten muss, um den optimalen Weg zu finden, mit dem Mensch und Hund glücklich werden können.


    Mit meinen Leos konnte ich auch tiefenentspannt laufen gehen, ohne ständig das Wort an sie richten zu müssen. Die machten ihr Ding und ich genoß es, ihnen dabei zuzuschauen..


    Mit Bene ist das ganz ähnlich. Nach den ersten drei Monaten, in denen Blut, Schweiß und Tränen bei mir flossen und ich weniger Stellen ohne blaue Flecken hatte, als welche mit Blutergüssen, haben wir uns gefunden und ich habe mir mit ihr den Rütter-Spruch zu meinem Motto gemacht: "Der Hund hat ein feines Gehör. Man muss ihn also nicht anschreien, weil er uns auch hört, wenn wir flüstern." Bei Bene reicht es durchaus mal zu zischeln, wenn ich ihre Aufmerksamkeit auf mich lenken möchte und ich behaupte, dass sie meine Gedanken liest und denen auch folgt.


    Chia ... die hat momentan sowieso nur bunte Knete im Kopf. Wenn ich bei ihr nicht ständig Präsenz zeige und sie daran erinnere, dass wir gemeinsam durch den Wald laufen und sie sich nicht ständig ihre eigenen Wege gehen kann, kennt sie keine Grenzen.


    Und auch da fällt mir Martin Rütter ein, der einem Hundehalter mal sagte, dass es zwei Möglichkeiten gibt, mit einem Hund laufen zu gehen: Gemeinsam mit dem Hund oder zusammen mit dem Hund. Beim zusammen Laufengehen, ist der Mensch dabei, während der Hund Gassi geht. Das gemeinsame Laufen ist von der Interaktion zwischen Mensch und Hund geprägt.


    Wie schon erwähnt, was es mit den Leos bin ich immer zusammen gelaufen und auch mit Bene war es bis zu Chias Einzug ein zusammen Laufengehen.


    Das klappte ganz wunderbar und weder die Leos, noch Bene stellten/ stellte den Anspruch an mich, dass ich sie bespaßen muss, um nicht zum unwichtigen Begleiter zu werden, den die Hunde halt mitnehmen, ohne ihn weiter zu beachten. Ich war seltenst spannender für meine Hunde, als die Umgebung mit all den Gerüchen und den Abenteuern, die es im Wald zu erleben gab, aber sie ließen sich leotypisch abrufen, stellten für niemanden eine Gefahr dar und hatten kein Interesse am Jagen oder Stöbern.


    Mit Chia werde ich ratzfatz zur Nebensache, wenn ich mich nicht immer wieder in ihre Erinnerung rufe, denn sie kann sich sehr gut selbst bespaßen ... nur ist diese Art der Bespassung meistens nicht in meinem Sinn.


    ... und an dieser Stelle klingen regelmäßig Martin Rütters Worte in meinem Ohr, denn möchte ich Chias Aufmerksamkeit bei mir behalten (und ich spreche nicht von ständigen Gehorsamsübungen, sondern lediglich davon, dass mein Hund nicht komplett "out of order" gerät und meine Anwesenheit komplett ausblendet) und dafür ist es sinnvoll, ihr immer mal wieder kleine Aufgaben zu stellen (Slalom durch die aufgeforsteten Baumreihen, über umgestürzte Baumstämme hüpfen, Sachen suchen, Bällchen holen, Futter erschnüffeln etc.).


    Zu meinem Erstaunen motiviert das auch Bene, die nun darauf besteht, auch bespaßt zu werden. Sicher sehne ich mich an manchen Tagen nach den entspannten Gassigängen zurück, bei denen ich meinen Gedanken nachhängen konnte und meine Hunde einfach um mich herumwuselten und sich selbst bespaßten. Ganz sicher sind die Hunderunden als Bespaßer definitiv anstrengender für mich, aber mir fällt trotzdem auch auf, dass die Hunde durch die Aufgaben, die ich ihnen unterwegs stelle, nicht nur körperlich, sondern auch mental ausgelastet sind und weniger umweltorientiert sind. Wild wird wahrgenommen, aber wenn die Muddi was will, ist das spannender und wird auch noch belohnt - also lohnt es sich nicht, dem Wild nachzurennen, wenn Muddi mehr Spaß aus der Tüte holt.


    Ich gehe ja oft mit anderen Hundebesitzern und deren Lieblingen laufen und stelle dabei immer wieder fest, dass nicht nur meine Chia es gnadenlos ausnutzt, wenn ich im Kopf nicht bei ihr bin, sondern mich von der Unterhaltung mit dem anderen Frauchen ablenken lasse. Aber nicht nur Chia nimmt sich dann Freiheiten heraus, von denen sie definitiv weiß, dass sie unerwünscht sind, sondern auch die anderen Hunde hören irgendwie auf, ihre Menschen wahrzunehmen und rennen ewig weit voraus, graben irgendwo metertiefe Löcher oder stöbern abseits des befestigten Weges im Unterholz.


    Für Chia ist sowas der absolute Freifahrtschein, es den Kumpels nachzutun und die Anwesenheit der Muddi und ihre Regeln komplett auszublenden.


    Und genau darum muss ich sie tatsächlich immer mal wieder mit einer Aufgabe beschäftigen, um mich in ihre Erinnerung zu rufen und nicht nur zusammen mit den Hunden, sondern gemeinsam mit ihnen zu laufen.


    Wenn ein Hund das nicht braucht, würde ich darauf auch sofort verzichten, dass ein Spaziergang zur Agilitystrecke wird und es genießen, dass die Hunde auch ohne mich Spaß haben und trotzdem niemanden gefährden ... Chia ist aber ein sehr anspruchsvolles Hundemädchen, das nach dem Motto lebt: "Ich will Spaß. Ich will Spaß!" - und wenn ich ihr den nicht biete, sucht sie ihn woanders, denn sie braucht ihre Aufgaben und sie braucht das Lob und die Belohnung dafür, um ausgeglichen zu sein.


    Aber wie ich eben schon schrieb: Anders wäre es mir auch lieber, aber mit meinem "Duracellhäschen" bin ich als Mensch gefordert, ihre Energie in die besten Bahnen zu lenken, in denen niemand in Gefahr gerät.

  • Klar läuft es bei jeden Hund/Mensch Team anders, ist ja auch gut so.


    Einfach zusammen laufen und die Natur genießen, geht meiner Meinung nach meist gut, wenn der Hund bereits ausgelastet ist und die Pubertät beendet ist.

    Wenn Lex nicht nach dem 2. oder allerspätesten 3. mal Abrufbar ist, kommt er den rest des Spaziergangs an die 2m Leine....die meisten Hunde schnallen das schnell.

    Wenn er Jagen geht, gibt es eine heftige Ansage, die er so schnell nicht vergisst und kommt an die Leine

    Klare Regeln und absolut Konsequent durchziehen.


    Ich schmeiße Lex seinen Ball manchmal einfach so....wenn er losrennt, gibt es ein deftiges STOP....wenn er bis zum Ball rennt, kommt er an die Leine....was denkst du wie oft ich das machen musste?

    Jetzt rennt er nur noch zum Ball wenn ich die Freigabe gebe, er schaut mich an, wenn er doch mal rennt, langt ein STOP und er kommt im kriechschritt zu mir zurück, weil er genau weiß das er es nicht darf.


    Heute war er hinter mir, als ich mich umgeschaut habe, war er schon beim rennen, irgenwas hat er gesehen, er war bestimmt 50m weg....ein lauter brüller hat gelangt und er ist zurück gekommen....dann gibt es Lob.


    Hunde spüren ganz genau wie Ernst wir es meinen, genau wie Kinder und Jugentliche.


    Um es nochmal klar zu stellen....ich habe Lex noch nie geschlagen und werde das auch niemals tun.

    Meine Augen, meine Stimme und meine Körperhaltung haben bisher jeden meiner Hunde gereicht um Respekt zu haben.


    Lex möchte genauso wie ich ein harmonisches und respektvolles Miteinander, hält er seine wenigen Regeln ein, haben wir genau das und das schnallt er.....klar wird es immer wieder mal versuche geben, dann knallt es wieder und danach gehts wieder bei Null weiter.