CO2 Fußabdruck der Hunde....

  • Hallo Freunde der Fellnasen,


    neben dem Häuschen im Grünen und dem Individualverkehr will man uns nun auch das Haustier Hund wegnehmen, glaube ich:


    https://headtopics.com/de/okob…-die-umwelt-welt-15631070



    Wir sollen alle in einer Stadt wohnen und unsere 50 m² Zweiraumwohnung nicht mehr verlassen. Denn alles andere verschmutzt die Umwelt. Ok, Videostreaming verursacht ja auch einen großen CO2-Fußabdruck.


    Meine persönliche Meinung:

    Es gibt eigentlich nur eine Lösung für den Planeten:

    Die Menge der Menschen muss geregelt und gedeckelt werden. Denn jeder Mensch wird konsumieren. Jeder will ein angenehmes, komfortables Leben haben, warme Räume, Internet, Urlaubsreisen, Freizeitbeschäftigung ist schädlich für die Umwelt.


    Komischerweise ist das nie ein Thema in der Politik bei uns. Weil man da wieder schwindende Märkte, weniger Profit sieht.



    Ich habe ein schlechtes Gewissen.


    Ich habe immer diese hirnlosen Kerle verachtet, welche mit PS-starken Autos um die Wette rasen (Formel 1, Motocross usw). Was für eine Umweltverschmutzung!

    Aber eigentlich machen wir nichts anderes, oder?


    Haben mich die Grünen und die Fridays for Future-Bewegung schon so dermaßen im Griff? Ich hoffe nicht!

    2 Mal editiert, zuletzt von Micha369 ()

  • Eigentlich mag ich mich über diesen Kram gar nicht mehr aufregen....für alles und jedes soll man ein schlechtes Gewissen haben...aber eines muss ich doch anmerken;


    Rund 4500 Kilogramm Futter nimmt ein Hund im Jahr zu sich. (Zitiert aus dem oben verlinkten Artikel)


    Wenn Frau Hund rund 12 kg Fleisch am Tag verdrücken würde, könnte ich sie mir schlicht weg nicht leisten oder aber ich bräuchte schon etwas in Richtung kräftigem Pick Up, um die Mahlzeiten ranzuschaffen.

  • der Mensch ist und bleibt der Verschmutzer Nummer 1, aber und das ist jetzt wirklich politisch man kann als Staat mit vielem Dinge wie den Verkehr Regeln. Allerdings können Staaten nur mit sehr totalitären Mitteln den netten Verkehr Achtung Wortspiel Regeln.

    Das ist nicht durch das Menschenrecht als auch dem Völkerrecht gedeckt. Und die Zeiten wo der Staat Menschen zwangssterilisiert hat will ich nicht wieder haben.

    Was bleibt ist zu versuchen als Hundehalter positiv einzuwirken und versuchen die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten.

  • ich rede nicht von Sterilisierung, Ellionore

    Aber eine höhere Bildung und höheres Lebensniveau für die Länder der dritten Welt würde schon einiges bewirken. Klar erkennbar ist, dass das Volk der meisten hochentwickelten Länder sich nicht reproduziert, wegen zu niedriger Geburtenrate.

    Die 1-Kind Politik von China war garnicht mal soo schlecht. Jetzt haben sie ja eine 1,5-Kind Politik wenn ich noch auf dem aktuellen Stand bin.

  • Micha369 das habe ich dir auch nicht unterstellt. Ich hatte das nur als Beispiel für die Problematik der harten und totalitären Eingriffe gewählt.

    China hat mittlerweile ziemliche Probleme, denn durch die Einkind Politik wollten die meisten einen Sohn, folge war Mädchen wurden abgetrieben. Heute hat China einen Mangel an Frauen.

    Ob der Ansatz Bildung und Wirtschaft in Entwicklungsländern funktioniert kann ich nur sagen das all die Jahre wo man das versucht nicht klappt.

  • Es lohnt sich nicht sich darüber aufzuregen. Natürlich ist jedes Tier, das nicht zum Lebenserwerb gehalten wird, purer Luxus. Viele Menschen konnten sich früher die Haltung EINES Hundes schlichtweg gar nicht leisten. Wenn man sich mal anschaut wer sich heutzutage alles darüber aufregt das ihm nicht genug Geld zur Verfügung steht, da sind auch ganz viele Menschen darunter die sich Luxustiere jeglicher Art halten. Ich kenne Harzt4-Empfänger, die Pferdehalter sind... Wir jammern diesbezüglich auf ganz hohem Niveau.


    Und natürlich verbraucht jeglicher Luxus, über den reinen Lebenserhalt hinaus, Ressourcen. Das fängt schon damit an dass man sich aussuchen kann was man essen möchte, geht über die Nutzung innenliegender sanitäter Anlagen und einem beheiztem Badezimmer mit fließend Warmwaser natürlich bis hin zur (Luxus-) Haltung von Hund/Katze/Pferd & Co. Wobei man da dann aber auch mal gegenrechnen darf: Wie viele Tierhalter verzichten wegen ihrer Tiere darauf regelmäßig in Urlaub zu fahren/fliegen? Bzw. verzichten zumindest auf Fernreisen (die i.d.R. mit dem Flugzeug unternommen werden)? Wie viele Tierhalter verzichten, um sich den Luxus Haustier leisten zu können, auf den regelmäßigen Kauf anderer Luxusartikel (z.B. I-Phones oder anderem Technik-Kram)? Wie viele Tierhalter stimmen ihr Konsumverhalten z.B. darauf ab häufiger als der Durchschnitt Waren zu kaufen, die in ihrer Region produziert werden? Oder produzieren eine Teil ihrer Lebensmittel selbst? Da greift ja oft eins ins andere... Z.B. kommen Pferdehalter nicht selten über ihre "Ponys hinter'm Haus" zu naturnahem Gärtnern & Co., zur eigenen Hühnerhaltung etc. Von daher hinterlässt so mancher Tierhalter einen deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck als der durchschnittliche tierlose Bundesbürger, der sich pro Jahr eine Urlaubsreise gönnt (und ich kenne nicht wenige Leute, die im Jahr mind. dreimal, wenn nicht sogar vier- oder fünfmal wo hinfliegen).

  • ... und vermutlich sind es auch häufig die "Luxustierhalter", die sich sehr viele Gedanken um die Umwelt machen.


    Was mir eher Sorgen macht, ist die Richtung, in die sich die Landwirtschaft entwickelt. Mein Nachbar spritzt jedes Blümchen am Ackerrand tot, weil es dem Getreide auf seinen Felder das Wasser absaugen könnte. Als ich ihn fragte, ob er im letzten Sommer auch festgestellt hätte, dass man kaum noch Bienen sieht und ob er nicht doch ein paar Blümchen stehen lassen könnte, fand er, dass es ja noch genug andere Blumen gibt .. na denn.


    Nach wie vor werden Autobahnen auf sechs Spuren erweitert und dafür gesunde Bäume gefällt ... klar müssen Aufforstungen an anderer Stelle nachgewiesen werden, aber die 30 Birken, die gepflanzt wurden, nachdem man bei uns den Wall zur Autobahn kahlgeschlagen hat, sind bereits wieder eingegangen ... der Sommer war zu trocken, als dass die jungen Würzelchen das hätten überleben können.


    Es werden viel zu große Wassermengen von geldgierigen Wasserverbänden gefördert, der Grundwasserspiegel fällt und damit wird eine Versteppung von Grünflächen verursacht und es werden Flüsse ausgebaggert, damit Reedereien ihre Kreuzfahrtschiffe ausliefern können Moore werden trockengelegt und Felder gnadenlos überdüngt. Die Massentierhaltung ist nachweislich extrem an steigenden Co2-Werten beteiligt ... aber ich soll mich schuldig fühlen, weil ich Hunde halte?


    Den Schuh möchte ich mir nicht anziehen.

  • Ich finde das Thema interessant, da ich mir häufig tatsächlich in diesem Zusammenhang über die Fütterung meiner Hunde Gedanken mache. Ich selbst bin seit mehr als 10 Jahren Vegetarierin. Auch verzichte ich weitgehend auf Milch und Eier, kann mich aber nicht vegan nennen, da ich nicht streng genug bin. Ich mache das aus ethischen Gründen. Meine älteste Tochter ist seit über zwei Jahren vegan (nein, ich habe sie nicht dazu gezwungen), mein Sohn ernährt sich, seit er 11 war, vegetarisch. Meine jüngste Tochter isst bewusst nur sehr wenig Fleisch (10 Jahre) und die andere Tochter isst Fleisch usw.. Mein Mann hat früher mehr Fleisch gegessen- jetzt einmal pro Woche. Er kauft auch nur beim Metzger das Biofleisch, in der Hoffnung, dass es einen Unterschied für die "Nutz"tiere macht. Im Restaurant gibts allerdings den Grillteller- der ist garantiert nicht bio. Das Futter für Hund und Katz ist nicht bio und sie bekommen keine vegane, vegetarische Kost. Katzen müssen ja sowieso Fleisch haben, bei Hunden wird darüber munter gestritten. Ich habe ein wirklich mieses Gewissen wegen dem Hunde-/Katzenfutter. Füttert von euch jemand Biofutter oder gar vegetarisch?

    Die "konventionelle" Fleichproduktion ist ja nachweislich schändlich in allen Bereichen. Angefangen vom riesigen Verbrauch für Fläche und Wasser zur Erzeugung von einem KG Fleisch, hin zu dem überwiegend katastrophalen Bedingungen für die Tiere.

  • Ich hatte bei Elli etwas regionales teures aus der Umgebung gekauft,aber zu teuer bei einem pubertierenden Rüden.

    Ich habe auch ein schlechtes Gewissen und genau dieses wäre für mich auch der einzige wirkliche Punkt übers Barfen nachzudenken um das besser zu steuern.

    Momentan verfüttere ich Acana Weidelamm in der Hoffnung das die Tiere ein gutes Leben hatten

  • Theresa, ich lebe vegan (meine Familie vegetarisch), aber meine Hunde würde ich nach einem Versuch mit Ami Dog nicht mehr vegetarisch oder vegan füttern. Mein Leo Müsli war ja eher der Vegetarier, der die Geflügelfleischwurst, die er zum Geburtstag geschenkt bekam, erst mal versuchte, wiederzubeleben, in dem er sie eine gefühlte Ewigkeit beleckte ... irgendwann erbarmte sich unsere damalige Langhaarschäferhündin und schappte Müsli die Fleischwurst weg ... die brauchte keine 30 Sekunden und die Fleischwurst war Geschichte.


    Fortan bekam Müsli dann einen Geburtstagskuchen aus Pfannkuchenschichten, zwischen denen Frischkäse und Leberwurst mit geschlagener Sahne gemischt und Wurstscheiben aufgebracht wurden. Wurst ging, wenn es Scheiben waren:



    Auch die Geburtstagsmahlzeiten der Leos waren eher Gemüselastig, denn meine Leos zogen jede Möhre einem Wiener Würstchen vor und auch Elvis liebte gefüllte Pfannkuchen mit Spinat und sonstiger Gemüsefüllung:





    Nachdem meine Leos so gerne fleischlos genossen, kaufte ich Dosen und Trockenfutter von Amidog. Gefressen haben sie es wirklich sehr gerne, aber die armen Hunde bekamen solche Blähungen, dass ich zukünftig auf solche Experimente verzichtete. Sie bekamen zwar hin uns wieder trotzdem ein bisschen Tofu oder Seitan von uns ab, aber ausschließlich Soja als Proteinquelle halte ich für ungesund.


    Ich barfe auch - allerdings mit Fertigbarf, weil ich froh bin, wenn ich nur Schälchen auftauen und in die Näpfe kippen muss, ohne dass ich noch anfangen muss, Fleisch zu schneiden. Ich kaufe vorwiegend bei Tackenberg und dort auch meistens Bio wie dieses hier https://www.tackenberg.de/prod…ermagen-moehre-apfel.html


    Leider gibt es die von meinen Hunden so geliebten Rehhaxen nicht als Bio ... aber ich versuche diesbezüglich mein Gewissen zu beruhigen, indem ich mir sage, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Reh bis zum Abschuss ein schönes und freies Leben hatte, höher ist, als dass ein nicht Bio-Rindlein oder ein nicht Bio-Huhn die Freiheit und ein tolles Leben genossen hat.


    Wobei man leider auch nicht vergessen darf, dass die Ansprüche der Bio-Zertifizierungsunternehmen nicht immer zwingend auf die artgerechte Haltung der Schlachttiere ausgerichtet ist. Wichtig ist da vor allem, dass sie mit Bio-Futter gemästet wurden ... aber darüber mag ich lieber nicht nachdenken.

  • Also da hört der Spaß jetzt wirklich auf. Hunde brauchen überwiegend Fleisch und wer das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann der sollte sich keinen Hund halten.


    Ich bin auch nicht der Meinung, dass die ganze Menschheit sich plötzlich auf vegetarische oder gar vegane Kost umstellen sollte.


    Der Mensch ist ein Allerfresser, also auch tierische Produkte.

    Vielmehr bin ich dafür, dass Fleisch viel teurer sein sollte, die erzielten höheren Erlöse in viel mehr Kontrolle gesteckt werden sollte und, und das ist mir wichtig, es verboten sein sollte, Nahrungsmittel zu exportieren oder importieren. Wettbewerb ja, aber nur innereuropäisch. Nix billig aus China oder USA sodass deutsche Landwirte leben können. Auch deutsche Landwirte müssen mit dem klarkommen, was sie innerhalb der EU verkaufen können.

    Auch kann man auf Unkrautgifte verzichten und dafür eben (wie früher) öfter mal mechanisch den Boden bearbeiten, auflockern und das Unkraut dadurch am Wachstum stören.


    Und wenn jemand erwischt wird bei Schweinereien oder Tierquälereien, dann gibt es kein Erbarmen: der darf nie wieder im Bereich Lebensmittel arbeiten.


    Warum wird denn unsere landwirtschaftliche Nutzfläche so intensiv beackert? Mit Chemie und höchst effektiv für den Profit? Weil sehr viel für den Export produziert wird.

    Und dann geht der Fleischkonsum automatisch etwas zurück und wir leben nachhaltiger und gesünder.

    Und ganz wichtig: Personen wie Julia Klöckner und Svenja Schulze gehören abgewählt.

  • Ironie Start.


    Herrlich, da können wir als Konsumenten der Massentierhaltung nicht vernichtet werden, ja dann stürzen wir uns halt auf die anderen Konsumenten: die Hunde! Und versuchen einfach die zu vernichten! Irgendwann kommen noch die Katzen und wenn selbst das nichts bringt, gehen wir auf Meerschweinchen los.


    Ich muss zugeben, dass mein Hund an Plastikverbrauch tatsächlich sehr umweltschonend ist, mit seinem Säckle Trockenfutter, das übrigens sehr ressourcensparend transportiert werden kann, während ich meine einzelnen Wurstpackungen jede Woche mit dem Auto durch die Gegend fahren muss. Und selbst die Plastiktüten, die ich nicht all zu oft brauche, da er meist fern der Wege sich löst, wo kein Mensch läuft, sich aber dort die Mücken freuen, die dann wieder als Maden oder erwachsene Mücken Futter für andere Lebewesen darstellen, während Menschen mit Fäkalien die Gewässer verseuchen (denn im Endeffekt landet unser Fäkalienabwasser in den Kläranlagen, was dann wieder in der Natur landet, was irgendwann zu Grundwasser wird, das dann wieder zu unserem Leitungswasser wird...).


    Vielleicht sollten wir auch anfangen, unsere Häufchen in Tüten zu packen und sie dann wegwerfen?


    Ach nee, halt, Babypampers (kacke in Plastik) ist ja auch so eine riesige Katastrophe für die Umwelt! Darf man sich ein Kind denn überhaupt noch erlauben, gibt das eigene Jahrespensum an CO2-Abdruck so einen Luxus überhaupt her? Nieder mit den Babies und ihren schlecht recyclebaren Pampers und Babygläschen und Plastikspielzeug!


    Ironie Ende.


    Mal ehrlich. Das problem ist doch nicht mal in Deutschland bzw. fortschrittlichen Industrienationen, nicht mal all die schnellen Autos und Methankühe zusammen sind so katastrophal, wie die ganzen Industriehäuser in Indien, Vietnam und china und Russland und dergleichen, die so viel dreck in die Umwelt ablassen, dass selbst ein Bad in einem Fluss wie dem Ganges zu einer ernsthaften Gesundheitsgefahr wird oder die Luft so voller Dreck ist, dass selbst dreißigjährige an Lungenkrebs erkranken und sterben.


    Noch dazu kann man Tiere entgegen ihrer Art zb nicht vegan ernähren, dass das praktiziert und nicht geahndet und teilweise von dubiosen Veterinären sogar empfohlen wird, ist mir ein absolutes Rätsel, denn im Endeffekt ist das auch nur ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Auch kann man Menschen nicht pauschal den Konsum von Fleisch verbieten und selbst das würde nicht mal ausreichen.


    Wenn man sich auch einfach mal vor Augen führt, dass Innereien oder Schweineköpfe zb gekühlt nach China verschifft werden, weil wir das nicht essen wollen, ja, da fällt einem echt nix mehr zu ein. Dort wird es billig verhökert, während man hier für die billigsten getrockneten Schweineohren für den Hund mal eben 15€ für 5 Stück hinblättert. In meinem Heimatdorf gab es früher bestimmt 10 Metzgereien, die waren auch nötig. Viele Privatleute, darunter meine Großeltern, hatten im Jahr zwei Sauen, die dann dort geschlachtet wurden und innerhalb des nächsten Jahres an 14 Köpfe verbraucht wurden. Oft wurde noch was an die Nachbarn abgegeben. Die Füße und Ohren zb gingen an die Hofhunde, andere Reste an die Hühner. Dass man heute nicht mehr so leben kann ist klar, aber von diesen Metzgereien gibt es nun nur noch 2 und da gehen nur die „Richkids“ hin - denn mal eben nen Zehner für ein paar Scheibchen Wurst - das muss man sich schon leisten können und das ist selbst für den Ottonormalverdiener schon viel Geld, besonders, wenn dieser noch Kinder zu ernähren hat. Und es bringt auch nichts, die Fleischpreise ins Unermessliche zu treiben, denn im Endeffekt leiden genau die drunter, die sich das eh schon kaum leisten können und deswegen eh schon selten konsumieren.


    Wenn man mal guckt, ein Packen Putenbrustfilets kostet schon um die 4 Euro, eine kleine Packung Rindergulasch gerne mal 7€ - im Supermarkt. Isst man nun das in der Woche, also 2x Fleisch, sind das schon 11€, für den Monat macht es dann 44€. Dann hat man aber noch nicht den Rest vom Essen gekocht, nicht gefrühstückt, nicht zu Abend gegessen und die Deutschen geben generell sehr wenig ihres monatlichen Einkommens prozentual gesehen für Lebensmittel aus. Und dennoch haben viele Menschen Probleme, das zu bezahlen.


    In Metzgereien gibt es übrigens die gleichen Schweine wie im Supermarkt, vom gleichen Großlieferanten, vom gleichen Schweinebauern. Nur meist eben noch am Stück, muss noch selbst zerteilt werden. Deswegen auch die fünffachen Preise. Und eine Massentierhaltung mit 1000 Schweinen ist nicht besser als eine mit 3000 Schweinen.


    Und dennoch ist all das ein Witz gegen das, was illegal auf dem Rest der Welt in Gewässer gepumpt und in die Luft gesprüht wird.


    „Bio“ heißt vorrangig erst mal nur frei von Gentechnik und Pestiziden. Das mag bei Gemüse reichen und wenn Massentiere damit ernährt werden ist das auch fein. Aber wer da wirklich drauf achten will, dass die Tiere wirklich gut gehalten werden, der muss schon eher zu zb Demeterzertifizierungen greifen. Ich hatte beruflich mal mit so einem Hof zu tun und in der Mittagspause dann meine 3,60€ Käselaugenstange vom Hofladen gegessen, die ich am Bahnhof morgens für 1€ bekommen hätte. Das gute Gewissen und die Bequemlichkeit und so. Hat’s was gebracht? Nö. Waren aber meine teuersten Mittagspausen bisher und mein Gehalt ist quasi wieder zu einem netten Teil zurück an den Gehaltszahler gegangen. :D

  • Micha, wenn das Getreide noch nach China ginge, würde es jemand wenigstens essen ... aber es wandert hier zu einem großen Teil in die Biogasanlagen und wer Tiere hält, die mit Getreide gefüttert werden, zahlt inzwischen 30% mehr, als noch vor 3 Jahren. Ich kenne Pferdezüchter, die ihre Senioren zum Schlachter brachten, weil sie die Kosten für das Futter der "nutzlosen" Tiere nicht mehr investieren wollten.


    Tatsächlich ist es auch so, dass nicht China die Schweine an uns liefert, sondern wir die Schweine nach China. Dafür werden Schweine nach Polen transportiert, dort geschlachtet und hübsch portioniert und verpackt wieder nach Deutschland geschickt - und das nicht allein, weil das Schlachten in Polen billiger ist, sondern weil es Subventionen von der EU dafür gibt.


    Daran könnte man verzweifeln.


    Auf der anderen Seite wird den Leuten eingetrichtert, auf Plastik zu verzichten und statt dessen Papierverpackungen zu nutzen. Das würde Sinn machen, wenn man nur die Entsorgung in den Fokus stellt, aber wer auch mal an die Herstellung denkt, dem wird schnell klar, dass die Herstellung von Papier oder Kartonumverpackungen Unmengen von Wasser und Holz verbraucht - beides Ressourcen, mit denen wir eigentlich sparsam umgehen sollten.


    Selbst das Altpapier ist in seiner Herstellung nicht umweltfreundlich, denn um die Farbe und die Druckerschwärze zu entfernen, braucht es Bleichmittel - die sind giftig und bringen Insekten um. Darüber hinaus können höchstens 30% Altpapier wirklich für neue Verpackungen genutzt werden, weil die Fasern vom Altpapier zu kurz sind, um dem Papier oder der Kartonage Stabilität zu geben. Also muss langfaseriges Holz beigemischt werden.


    Ich versuche unseren Kunden stets zu erklären, dass wir der Futtermittelkontrolle unterstehen und hygienisch einwandfreie Verpackungen verwenden müssen (die nicht durchfetten, keine Gerüche zum Inhalt lassen, nicht säureempfindlich sind) - also Kunststofftüten, die - wenn man sie nicht in die Umwelt wirft, sondern zum Recyclen gibt, wieder zu Plastiktüten werden können. Genau wie Pet-Flaschen.


    Aber dann gibt es Kunden, die der Meinung sind, wie könnten doch Papiertüten mit Plastikinlay verwenden, weil das umweltfreundlicher wäre. Nein, das ist es nicht, denn eine plastifizierte Papiertüte ist kein Altpapier und fürs Plastikrecycling auch nicht mehr zu gebrauchen. Abgesehen dass ich zum doppelten Umweltsünder werde, weil ich gleichzeitig Plastik und Papier verwende.


    Eine Kundin bot mir sogar an, mir die gebrauchten Plastiktüten zurück zu schicken, damit sie die nicht entsorgen muss (sie weiß, dass wir keine gebrauchten Tüten verwenden dürfen) ... und das Co2, das für den Transport aus Bayern zu mir verbraucht wird, schadet der Umwelt nicht???


    Das Problem ist, dass es Lobbys gibt, denen der Verbraucher glaubt und wenn deren Aussagen das eigene Gewissen beruhigen, dann sucht man auch nicht mehr nach weiteren Informationen, sondern sonnt sich in der vermeintlichen Gewissheit, ja zu den Guten zu gehören.