Alles anzeigenMöchte auch was dazu bemerken. Der Hund , wenn ich richtig gelesen habe, ist 1jährig und dafür ist er bestimmt schon viel zuviel unterwegs.
Die Vergleiche stimmen zwar nicht ganz, aber trotzdem kann man annehmen er ist um die 7 Menschenjahre.
Ein 7 Jähriger kann in den wenigsten Fällen mit einem 14 Jährigen mithalten. Man kann sie auch körperlich nicht miteinander vergleichen und so ist es beim Hund auch.
Ein 1 jähriger SH hat gerademal seine Endhöhe erreicht und besteht zum grössten Teil aus langen Beinen und jetzt kommt erst ganz langsam der Aufbau von Substanz und Konstitution dazu. Eine mittelgroße Hunderasse, vom Rüden ausgehend hat sich erst mit 4 Jahren richtig ausgelegt. Natürlich ist auch der Ernährungszustand wichtig und ich bin z.B. ein Befürworter von "grosshungern".
Dann müssen die ansteigenden Temperaturen mitberechnet werden, das dunkle Fell mit Unterwolle.
Für meine Langhaar ist die schönste Jahreszeit der Winter und die Wohlfühltemperatur beginnt bei etwa 0 Grad und darunter.
Je wärmer, je schlapper
Da bin ich ganz bei Dir liebe Michaela.
Ich glaube auch, dass Witus ein junger, gesunder Hund ist, dem es bei den Temperaturschwankungen von ziemlich kühl bis langsam sommerlich einfach auch zu warm ist.
Chia hat vor zwei Wochen noch kernig Unterwolle verloren und das Umhaaren ist für das Immunsystem und den Stoffwechsel durchaus auch eine Hochleistung, denn die neuen, Sommerhaare müssen gebildet, der Winterpelz abgestossen werden.
Für meine Langhaarigen ist und war auch der Winter die Zeit, in der sie zu Höchstleistungen aufliefen - oder wie wir zu sagen pflegen, wenn die Temperatur unter 10 Grad fällt: "Bene-Wetter", weil meine nun 10-jährige Hündin dann wieder jung zu werden scheint.
Ich beschäftige zwar meine Hunde auch nicht unbedingt 3 Stunden täglich, aber ich meine, dass Micha369 diese Bewegung über den ganzen Tag verteilt und dabei keine Höchstleistungen von Witus verlangt.
Aber natürlich ist Benes Konstitution auch eher von der Marke "Buddhistische Gelassenheit", während Chia eher das "Duracellhäschen" verkörpert. Bene reicht es, morgens ganz früh ihre ca. 2 Stunden spazieren zu gehen - mit Pausen, in denen die Hunde auch mal 5 bis 10 Minuten entspannen und ein bisschen Futter bekommen. Wenn wir dann Abends noch mal eine halbe Stunde laufen, drömelt meine Seniorin auch eher mit, während ich mit Chia zusätzlich auch mal noch 15 Minuten bei uns auf dem Grundstück spiele (Nasenarbeit/ ZOS oder Agility), während Bene zuschaut oder ein bisschen im Weg rumliegt ![]()
Insofern mache ich es auch sehr gerne von der Konstitution des Hundes abhängig, wieviel Bewegung ich ihm zumute.
Bei meinen Leos galt: 5 Minuten Laufen pro Lebensmonat und daran habe ich mich auch gehalten und die Hunde dann auch mehr mental auszulasten versucht.
Bo-Joe war ja auch eher immer ein kräftiger Hund und mit 74 cm Stockmaß sehr groß, aber wenn ich ein Pferd sattelte, wollte er mitlaufen und ich hatte in ihm einen Hund, der sein Leben lang gesund war, nie hinkte und selbst als er im Alter Cauda Equina entwickelte, bestand er noch darauf, soviel zu laufen, wie er das konnte ... und er wurde 13,5 Jahre alt und tapste selbst an seinem letzten Tag noch eine Runde um den Hof - und zwar vor mir und nicht hinter mir her.
Gewiss muss man sich selbt immer wieder in Erinnerung rufen, dass ein leistungsbereiter und sehr motivierter Hund auch über seine "Schmerzgrenze" hinaus gehen würde und wir ihn davor schützen müssen, aber ich denke, dass Micha auch darauf achtet, dass er Witus nicht überfordert, denn ihm fiel ja auf, dass Witus schneller müde wird und macht sich darüber Gedanken.