x Herder 5 Monate Jagd Autos

  • Guten Morgen


    Und zwar habe ich seit genau 2 Monaten eine 5 Monate alte x Herder Dame.

    Alles läuft super nur gibts ein Problem..

    Wenn die kleine weiß,dass wir an die Hauptstraße kommen wird sie immer aufregter, sie hört die Autos und guckt schon da hin um sie zu fixieren

    Als nächstes leckt sie sich an der Schnauze

    Und dann versucht sie auf die Autos zu springen und bellt sie ziemlich laut an.

    Wenn ich sie Hindern möchte,dass sie die Autos fixiert und ich mich davorstelle fängt sie auch an mal zu schnappen

    Das Verhalten Wird immer schlimmer und ich habe wirklich fast alles probiert..

    Futter ist nur für einen kurzen Moment interessant, Spielzeug ist solange interessant bis ein lautes Auto wieder vorbeifährt


    Das Verhalten zeigt sie nur bei lauten und schnell bewegenden Fahrzeugen ab 50-60 km/h

    Einzelne Autos sind auch für Sie interessant


    Könnte mir Jemand ein tipp geben ? =O

  • Hallo und guten Morgen,


    das Problem haben wir auch, sogar von Anfang an.

    Bei mir läuft Aslan deswegen immer auf der abgewandten Seite zur Straße (also von links nach rechts zb Gartenzaun, Hund, ich, Strasse), versucht er vor mich zu laufen, gibt es eine Ermahnung und wenn er hin springen will, ein lautes Donnerwetter, denn da kenne ich keinen Spaß.


    Damit Autos langweilig werden, lohnt es sich, sich an der Hauptstraße zb auf eine Bank zu setzen, wenn ihr so was dort habt. Wenn nicht, dann nimm dir einen Klappstuhl mit und bleib da so lange sitzen, bis es dem Hund langweilig wird, er die Autos nicht mehr jagt und für jedes Auto, das er anguckt, aber nicht hinterher will, gibt es dann eine Belohnung. Dabei würde ich ihn immer wieder ins Sitz oder Platz verfrachten, damit er nicht rumwuselt.


    So habe ich das jedenfalls in den Griff bekommen. Vor der Hauptstraße warten wir immer zum rüber gehen und er hat gelernt, sich hin zu setzen, das macht er mittlerweile sogar automatisch und er muss so lange sitzen bleiben, bis ich ihn mit „komm“ auffordere, mit mir weiter zu gehen. Dadurch hat er gar nicht so das Bedürfnis hinterher zu gehen, wie wenn er steht.


    Vielleicht ist da ja etwas dabei für euch :)

    Sei nicht enttäuscht, wenn das einige Tage oder Wochen braucht, bis das klappt. Bei uns ging das auch nicht von heute auf morgen und es gibt nach wie vor Tage, da wird mein Hund „rückfällig“. Das merke ich daran, dass er die Autos mit abgesenktem Kopf zu fixieren beginnt und langsamer läuft, wenn sie näher kommen. Da gibt es bei mir dann wieder anschiss und die Aufforderung, weiter zu laufen, was dann auch funktioniert.


    Liebe Grüße :)

  • Hallo,

    Vorher das war Spaß, dem Hund das Platz beibringen, wenn das Auto kommt ,das Kommando geben und auf die Leine stellen. Ja jeder hat so seine Macken ;)



    Auto mit der Flinte erlegen und dann den X Herder Maß nehmen lassen

    Einmal editiert, zuletzt von Ghost20 () aus folgendem Grund: Vertippt

  • Kennt der Hund ein Abbruchsignal? Wenn ja, das Signal geben und durchsetzten. Das sollte ja eigentlich kein Hexenwerk sein. :/

  • Guten Tag


    Danke azemba ich werde es genau machen

    Wenn ich mit ihr in einem lauten Ton das Wort <aus> sage hört sie c.a für 20-30 Sekunden auch auf die Autos anzubellen.

    Wie lange sollte ich das am Tag üben ?


    Die Radfahrer fahren zügig mit Abstand an der kleinen vorbei 😂😂


    Dann höre ich von anderen die meinen ich gehe nicht gut mit den Hund um weil sie die Methode nicht gut finden..

  • Dann höre ich von anderen die meinen ich gehe nicht gut mit den Hund um weil sie die Methode nicht gut finden..

    Was andere sagen ist dafür da, dass du deine beiden Ohren benutzten kannst: ins eine rein und zum anderen raus.

    Jedenfalls wenn es die selbsternannten Hundeexperten angeht.


    Wenn du wirklich Hilfe haben möchtest, denn wir können hier im Forum ja nur aus der Ferne Ratschläge geben, dann wende dich an einen GUTEN Hundetrainer.


    Schön, dass du aber erst einmal hier zu uns gefunden hast. Bitte stelle dich und deinen Hund doch noch im Bereich für neue Mitglieder vor. Und wir sind ja gaaaaar nicht neugierig, aber Fotos vom Hund sind hier immer gerne gesehen.

  • Dogan3131


    Ganz wichtig bei jungen Hunden ist, wenn ein Abbruchkommando benutzt werden muss und wenn der Hund dann darauf reagiert muss sofort die positive Verstärkung kommen.


    Ich würde auf keinen Fall an eine viel befahrene Straße gehen wo ein Auto nach dem anderen kommt. Da kannst Du ihr nichts beibringen.

    Gehe an eine Straße, wo ganz wenig Autos kommen, aber klar, immer mal eins.


    So, nun kommt ein Auto angedüst. Wenn Du sie ablenken, also auf Dich konzentrieren kannst dann mach das (Futter, Bällchen o.ä. ). Ist das Auto vorbei dann loben. Nach einem kurzen Moment kommt das Spielzeug/Futter wieder weg. Wir warten auf das zweite Auto und wiederholen das ganze.


    Wenn Du sie aber nicht auf Dich konzentrieren kannst dann muss ein gut aufgebautes Abbruchsignal kommen. Richtig energisch muss es sein. Ab besten schon recht früh, wenn der Hund gerade anfängt das Auto zu sehen/fixieren. Dann schon "Lass Das!"

    reagiert sie dann sofort Freude, Futter, Spielzeug raus. Wenn Du das einige Male machst dann sollte sie bald auch ohne Abbruchsignal auf Dich und Deine Ablenkungsversuche (Futter, Spielzeug) reagieren. Dann natürlich viel loben und Freude.

    Dann gehst Du wieder weg von der Straße. Am Nachmittag dann nochmal üben.


    Wie das Abbruchsignal aufgebaut wird sollte extra besprochen werden. Evtl. in Youtube gucken oder wir machen hier noch ein Faden auf, wenn es den nicht schon gibt hier. Viele benutzen "Lass Das!" und zwar für alles was der Hund sofort sein lassen soll.

    "Aus" wäre das falsche Signal, "Aus" nimmt man nur wenn der Hund etwas aus seinem Fang (Maul) auslassen (Herausfallen lassen) soll.

  • Hallo nochmal,


    Ghost ist ja auch ein Herder, Sie benötigt hin und wieder mal klare Ansagen, manchmal auch ein Mitarbeitergespräch, Gott sei Dank bis dto. ohne Betriebsrat. Sie ist nur 3 Monate älter wie deine Hündin. Auch wir hatten am Anfang ein ähnliches Problem. Wir sind bewusst an einer Stelle Gassi gegangen wo eine Landstraße entlang läuft, aber der Weg war tiefer als die Landstraße angelegt. Sie hatte damals eine Schleppleine dran.


    Als sehr nützlich hat sich auch ein eine Wurfkette hervor getan & bewährt. Sie braucht nur das Klingelgeräusch zu hören mit Verbindung Pfui ist das, schon klappt das gewünschte zu 98 %.

  • Ich würde auf keinen Fall an eine viel befahrene Straße gehen wo ein Auto nach dem anderen kommt. Da kannst Du ihr nichts beibringen.

    Gehe an eine Straße, wo ganz wenig Autos kommen, aber klar, immer mal eins.

    Da hätte mir Zwergi zb eins gehustet. Straßen mit wenigen Autos sind in der Regel auch geschwindigkeitsbegrenzt. Meinen Zwergi juckt so was zb nicht die Bohne. Aber da, wo viele Autos fahren und die auch schneller sind, das war ein riesiges Problem und deswegen kann man das auch nur da üben in dem Fall. Wenn der Hund jedes Auto jagen will, egal wie schnell oder langsam und egal, ob da nur eins kommt oder 20, dann geht das auch an einer ruhigen Straße - da übt man ja das Problem mit dem Auto an sich. Aber Dogan hat offenbar das Problem auch eher oder nur an der Hauptstraße - wie bei uns das war und nach wie vor ist, da muss man dann die Situation üben, weil es nicht das Auto selbst ist, was das Problem ist. Und da half es dann eben, sich da auf die Bank zu setzen, die bei uns am Feldrand zu eben jener Straße steht und da einfach zu sitzen, egal was er macht. Sehr kurz halten, dass das "Hinstürmen" gar nicht zu Stande kommt denn selbst drauf hin springen ist für den Hund ja schon ein Erfolg und lohnend, wenn es klappt. :) Ich bin dann erst aufgestanden, wenn er Autos nicht mehr nach wollte, nicht mehr rumgebrüllt hat und sich einigermaßen ruhig verhalten hat - das war dann die Belohnung an ihn in dieser speziellen Situation.

  • nimm eine Landstraße (von Dorf zu Dorf), da fahren sie schnell und selten.


    Aber einfach dort hinsetzen und warten finde ich auch gut. Kann man auch versuchen.

  • Also auf unserer Landstraße, die genau dort ins Dorf mündet, wo wir ins Feld entlang laufen, fahren etliche Autos, in Stoßzeiten im Sekundentakt. Wir wohnen nicht so fernab vom Schuss, als dass da keiner fährt. Wenn man generell im Kaff wohnt mit nur 12 Einwohnern und das nächste Dorf ähnlich groß ist, ist das was anderes, aber das ist ja wieder nicht die Situation, auf die der Hund reagiert. :D Es bringt mir auch nichts, mit dem Hund zu üben, dass das Gitter im eigenen Garten völlig okay ist, wenn er vor Gitterbrücken Angst hat und mir daheim im Garten aber auf genau so einem Gitter liegt. Dann ist es nämlich nicht das Gitter, obwohl es genau das gleiche Gitter ist, weißt wie ich meine? Das Problem habe ich ja auch bei Brücke A, wo er mir direkt am Geländer entlang geht, bei Brücke B aber, da reagiert er wieder phobisch. Da kann ich ihn noch so lange an Brücke A, die genau so hoch ist, stehen lassen und ihn loben, da geht er mir trotzdem nicht über Brücke B.


    Zumindest Zwergi ist da so. Kommt da nur ein schnelles Auto ist das kein Ding, da guckt er hinterher, hat aber gelernt, dass wir da nicht mehr hinterher rennen. Kommen die aber permanent, dann wird es für ihn sehr schwer :( Er hat es ja aber mittlerweile gelernt, auch da dann nicht nach zu gehen. Die Autos müssen einfach völlig uninteressant werden für den Hund bzw. so uninteressant, dass er nicht mehr das dringende Bedürfnis hat, hinterher zu stauben.


    Dieses "ich setze mich mitten in die Reize und bleibe da entspannt sitzen, bis der Hund sich beruhigt und gehe erst dann wieder" ist auch bei Hunden anwendbar, die z.B. Autos verbellen. Einfach ins Parkhaus setzen mit nem Klappstuhl und warten. Kann sein, dass er nach 15min still ist, kann sein, dass man 3h sitzt. Irgendwann gibt selbst der penetranteste Kläffer nach und entspannt sich und dann schnappt man sich sein Zeug und geht entspannt nach Hause. Klar hat man missgünstige Blicke auf sich haften, klar ist das unangenehm, wenn der Hund sich aufführt wie ein Brüllaffe, klar ist das langwierig und zeitraubend. Sagt niemand, dass Hundetraining immer spaßig ist, ich glaube das wissen wir alle :D Kam mir auch blöd vor auf der Bank, als Zwergi da rumschrie und die Leute dann noch an die Bank kamen oder ihre Kläffer nicht bei Seite nahmen und mein Hund dann auch noch darauf reagiert hat...


    Aber so ganz allgemein mal gesprochen: Ich bin ja eh der Meinung, dass man nicht alles damit lösen kann bzw. soll, indem man die Aufmerksamkeit auf sich lenkt.Dder Hund muss so desensibilisiert sein, dass er solche alltäglichen, normalen Dinge zu ignorieren lernt. Wenn ich die ganze Zeit Party vor der Nase des Hundes veranstalte, damit der bloß alles andere ignoriert und ausblendet, dann erwartet der das und wehe ich mache es mal nicht. Wehe, ich hab das Spieli mal vergessen. Wehe, ich hab keine Leckerlies dabei (habe ich draußen grundsätzlich zb nicht, außer ich will Futtertreiben üben, dann aber nur für genau das). Ja, hat man all das nicht, ist man für den Hund wieder langweilig und er beschäftigt sich wieder mit dem, was viel toller ist (zb den schnellen Autos), anstatt dass er gelernt hat, solche Dinge zu ignorieren, weil: die interessieren uns nicht. Autos? Möööh langweilig. Radfahrer? Pff, öde. Traktor? Laut, aber auch der is blöd. Interessant anzugucken, ABER, wir wollen nicht hinterher rennen, dafür sind die nicht cool genug. Lenkt man nun immer mit Spielzeug ab, werden Autos irgendwann mit Party verknüpft.


    Dazu kommt, dass durch die permanente Animation in solchen Situationen der Hund sich drauf verlässt, dass der Mensch ja schon zu ihm kommt, wenn der Mensch was will. Der Mensch achtet auf den Hund, der Mensch animiert den Hund, der Mensch macht Party für den Hund. Der Hund muss also gar nicht mehr auf den Menschen zugehen und ihn beachten, der Mensch kommt ja schon zu ihm.


    Den Hund in gewissen Situationen ablenken ist gut und wünschenswert, aber so was wie Autos müssen sie ignorieren lernen, man kann einfach nicht immer den Hund ablenken, schon gar nicht an einer Hauptstraße. Das Ablenken ist auch nur eine kurzfristige Symptombekämpfung, da der Hund sich ja gar nicht mehr mit dem Reiz auseinander setzt in dem Moment und begreift, dass uns dieser Reiz nicht zu interessieren hat. Durchaus auch im Gegenteil, spielt man genau dann, wenn der Hund auf das Auto los will, dann wird er noch dafür belohnt - "Auto kommt, ich will hin, oh es gibt Spielzeug dafür".


    Deswegen arbeite ich viel öfter nach dem Motto "wenn du es ignorierst, gibt es die Belohnung". Auch wenn die Momente anfangs selten sind, aber ich hab gezielt das fixieren belohnt, da würde man auch denken "is die wahnsinnig". Aber ich wollte ja, dass er nicht nachrennt, da gab es Anschiss. Nur gucken: Belohnung. Mittlerweile läuft er fast immer an lockerer Leine und würdigt die Autos manchmal nur noch eines kurzen Blickes - ZACK! Belohnung! Und da reicht es völlig ihn verbal zu belohnen und mal das Ohr zu kraulen :) Wenn er die zb gar nicht anguckt, dann sage ich auch nichts, er wüsste ja gar nicht, warum ich ihn belohne, außer vielleicht, weil er ein toller Junge ist. :D


    Jetzt, wo ich das für mich so noch mal zusammengefasst habe, frage ich mich, warum ich nicht genau das auch bei unseren problembehafteten Hundebegegnungen mache... :/ Ha, ein Licht ging mir soeben auf! =O

  • Mein Hund hatte auch versucht, Autos hinterher zu rennen als er noch klein war.

    Dann haben wir viel geübt, ich habe ihn immer abgelenkt, mal eine kleine Sitz-Übung für ein Leckerchen oder für das Stöckchen was er schon immer richtig toll fand. Immer rechtzeitig, also bevor das Auto uns passiert hatte.

    Das dauert auch mehrere Wochen.


    Jetzt (und ja, das können wir nun auch schon einige Monate) können wir gemütlich an der Straße auf unsere Lücke zum Passieren warten, es brausen die Autos vorbei und Witus ist das wurscht.