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Unterschiede zwischen DSH, WSS & Belgiern

  • Miriam
  • 7. Oktober 2020 um 14:18
  • Dimi27
    Gast
    • 10. Oktober 2020 um 18:55
    • #76

    nette Sorry aber die Ruhe muss man JEDEM Hund lernen. Wenns dort schon anfängt mit zu wenig Wissen dass vorhanden ist, wirds mit der Auslastung noch viel schwieriger. Ich muss doch wissen, wie viel Ruhezeit mein Hund benötigt am Tag und wenn ich in den ersten Tagen merke, dass dieser keine Ruhezeiten hält, muss ich sofort anfangen es zu ändern. Auch muss ich rausfinden, WIE ich den Hund am besten Auslasten kann, Nasenarbeit, Training auf dem Platz, damit der Hund vor allem Kopflastig arbeiten kann, eine Aufgabe hat. Wie will denn ein Anfänger einen solchen Hund lesen können? Die meisten reagieren viel zu spät, nämlich dann, wenn schon Probleme da sind. Dafür habe ich persönlich wirklich 0 Verständnis. Dieses Larifari: Ja ich lese mich dann schon ein, wenn der Hund da ist, klar ich trainiere mit dem Hund, wenn er da ist. Pustekuchen, bei vielen entwickeln sich rasant ziemliche Probleme und zwar, weil sie keine Ahnung davon haben, was der Hund braucht in welcher Form und weil Sie bereits die kleinen Anzeichen nicht lesen können, Anzeichen die ganz klar zeigen, JETZT muss was getan werden, sonst entwickelt sich ein Problem.

    Auch verstehen die meisten unter Auslastung: Ich muss Stundelang mit dem Hund Fahrrad fahren oder Joggen gehen etc. Dass man sich aber genau so ein Nervenbündel erzieht dass obendrauf noch eine wahnsinns Ausdauer entwickelt, ist vielen nicht bewusst. Genau deshalb sollten solche Hunde meiner Meinung nach nicht in unerfahrene Hände kommen und wenn doch, dann nur mit einem guten Trainer an der Seite, den man sich aber schon VORHER aussucht, BEVORS Probleme gibt!

    Einmal editiert, zuletzt von Dimi27 (10. Oktober 2020 um 19:03)

  • Luna
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    • 10. Oktober 2020 um 19:44
    • #77

    super rübergebracht @Dimi27. Besser hätte man es nicht erklären können.

    Ein mali ist einfach kein anfängerhund wenn kein trainer dabei ist und da wird es auch schon schwierig, weil der nicht alles überwachen kann, wie z.b. auch die ruhezeiten, die ja erst auch mal durchgesetzt werden müssen und vieles andere mehr (couch oder nicht usw..).

    ich finde die rasse toll, würde aber keinen haben wollen. Mir reicht schon mein dsh, für den ich mir viel überlegen muss, welche kopfarbeit ich ihm heute wieder bieten kann, um ihn auszulasten und wenns nur eine halbe stunde geschäfte anschauen war, er schläft dann weil er ausgelastet war. Am nä tag gibts dann powerrunde mit uo usw... einfach immer wieder abwechseln und nicht hochtrainieren.

  • Dimi27
    Gast
    • 10. Oktober 2020 um 19:46
    • #78

    nette Ich hatte damals am Anfang sogar Bedenken, ob ich mit einem LZ DSH klarkomme, weil ich bisher einfach HZ DSH kannte.

    Habe mir dann bereits im Vorfeld auf dem Platz viele Infos geholt, habe mir die Trainings angesehen, mir Tipps aufgeschrieben. Als mein Rüde dann da war, beobachtete ich, wie verhält er sich draussen, was macht ihm Spass, wie viel Schläft er am Tag, auf was hat er keinen Bock etc. Ab Woche 2 waren wir auf dem Sporthundeplatz, haben Spielerisch angefangen zu üben, mit dem Futtertreiben Sekundenweise begonnen, sind in die Stadt regelmässig und in den Welpenkurs.

    Ich habe früh bemerkt, dass er ein Problem hat mit Hundebegegnungen und habe auch am gleichen Tag Leute gesucht zum Üben und ab da täglich geübt mit ihm. Ich habe in dieser Zeit viele andere Dinge vernachlässigt ( Freunde Treffen etc). Habe die meiste Freizeit auf dem Platz verbracht, in der Natur oder mit ihm Zuhause, damit er genügend schläft. Da war dann auch kein Besuch erwünscht, weil ich eben wollte, dass er seine Ruhezeiten einhält.

    Hätte ich mir nicht den A**** aufgerissen und mich richtig drangehängt, hätten bereits in der Pubertät Probleme begonnen, mit denen ich dann überfordert gewesen wäre. Gebe ich offen und ehrlich zu. Denn er war durch und durch ein Hund, der die Arbeit nicht nur liebte, sondern auch gebraucht hat. Aber er war eben auch ein Hund, der gerne seine Grenzen getestet hat.

  • Dimi27
    Gast
    • 10. Oktober 2020 um 19:50
    • #79

    Luna Danke, sehe es wie du. Wir sind ja alle nicht perfekt und versuchen doch unser Bestes. Wie du aber auch schreibst, ich finde auch, dass es definitiv kein Anfängerhund ist. Dein Sam aus der HZ ist ja vom Energielevel auch nicht gerade typisch HZ oder?

    Obendrauf bewundere ich deine Ausdauer, wie du ihn Auszulasten versuchst, trotz seiner HD. Ist nämlich auch nicht einfach.

  • Luna
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    • 10. Oktober 2020 um 19:53
    • #80

    Bei mir hat es leider mit den hundebegegnungen nicht so gut geklappt wie bei dir @Dimi27 . Aber aus erfahrung wird man klug:)

  • Kimmo
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    • 10. Oktober 2020 um 19:53
    • #81

    Mit HD kann man wunderbar Nasenarbeit machen....was lastet besser und mehr aus?

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • Dimi27
    Gast
    • 10. Oktober 2020 um 19:59
    • #82

    Luna Dass wird bei euch auch klappen. Ich hatte mit meinem Rüden ja damals mehrere kleine Baustellen, an denen ich noch hätte arbeiten müssen. Niemand ist perfekt, wenn man aber wirklich will, kann man fast jedes Problem lösen:)

  • Luna
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    • 10. Oktober 2020 um 20:05
    • #83

    auf alle fälle Kimmo und so einiges mehr. Ich entdecke seit der hd so viele andere möglichkeiten, die mir vorher vll auch durch engstirnigkeit nicht eingefallen wären.

    Komm, ich zeig dir die welt, ist meine devise geworden, die mir selbst auch ganz gut tut.

  • ostholstein
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    • 10. Oktober 2020 um 20:09
    • #84
    Zitat von Dimi27

    Wenn man bei einem Mali in der Erziehung nicht konsequent genug ist, driftet dieser Hund aufgrund des hohen Temperaments etc irgendwann ab und dann wirds verdammt gefährlich. Der DSH hat da "meistens" doch noch etwas mehr Geduld und ein dickeres Fell, verzeiht bei einem Ersthundehalter eventuell noch den ein oder anderen Fehler mehr. Deshalb finde ich persönlich es auch fahrlässig, einem Hundeanfänger zu sagen, laste den Mali aus und du wirst kein Problem damit haben.

    Ich habe noch nie zu einem Hundeanfänger gesagt, das er seinen Mali auslasten soll und dann wird er keine Probleme damit haben.

    Ich habe gesagt, daß ein Hundeanfänger sich das nötige Wissen aneignen muß, wenn er unbedingt einen Mali haben will.

    Wenn man seinen Mali im Gehorsam hat, wird es keine Probleme geben.

    Das gilt doch auch bei einem DSH.

    Und das nötige Wissen eignet man sich auf dem Hundeplatz bei erfahrenen Hundeführern an, die ihren Mali erfolgreich auf dem Platz führen und auch problemlos im Alltag führen können.

    Das man als Anfänger einen Mali nicht unnötig aufpuscht und ihn verrückt macht, sollte jeder wissen.

    Die Vorbesitzer meines Malis fanden es toll, wenn ihr kleiner Welpe alles jagen wollte was sich schnell bewegte und haben ihm noch aufgehetzt.

    Als der Welpe dann groß war fanden die Vorbesitzer es nicht mehr so lustig und waren überfordert mit dem Hund.

    Solche Idioten dürften nicht mal einen HZ-DSH haben.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Kimmo
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    6
    • 10. Oktober 2020 um 20:12
    • #85

    Solche Idioten, sollten gar kein Tier haben!

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • nette
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    • 10. Oktober 2020 um 20:23
    • #86
    Zitat von Dimi27

    nette Sorry aber die Ruhe muss man JEDEM Hund lernen. Wenns dort schon anfängt mit zu wenig Wissen dass vorhanden ist, wirds mit der Auslastung noch viel schwieriger. Ich muss doch wissen, wie viel Ruhezeit mein Hund benötigt am Tag und wenn ich in den ersten Tagen merke, dass dieser keine Ruhezeiten hält, muss ich sofort anfangen es zu ändern.

    Ich sehe das an dem Punkt mitlerweile differenzierter. Mir geht es nicht um Ruhezeiten in denen vom Hund nix gefordert wird und er neben mir liegt und pennt oder einfach nur im Raum ist und nix macht. Ich denke das kriegt jeder auf die Reihe der sich einigermaßen vorbereitet auf einen Hund. Mir ging es um Ruhe in der Sache und Dinge eben einfach auch mal nur beobachten und wahrnehmen und nicht immer reagieren müssen oder Dinge einfach mal nur "aushalten" - ohne das abgelenkt oder bestätigt oder irgendetwas getan wird.

    Also eine ganz grundsätzliche Sache Dinge anzugehen.

    Wenn ein Halter einem Typus "komme ich heute nicht komme ich morgen" ist, dann geht der Dinge anders an als ein Typ getriebener "was muss ich als nächstes machen". Das ist manchmal schwierig wahrzunehmen, dass man nur dadurch das man 2 oder 3 sekunden steht bevor es weitergeht auch schon einen Einfluss auf die Ruhe des Hundes hat.

    Und an der Stelle glaube ich nimmt der Mali das eben anders war als ein DSH.

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 10. Oktober 2020 um 20:59
    • #87
    Zitat von nette

    Wenn ein Halter einem Typus "komme ich heute nicht komme ich morgen" ist, dann geht der Dinge anders an als ein Typ getriebener "was muss ich als nächstes machen". Das ist manchmal schwierig wahrzunehmen, dass man nur dadurch das man 2 oder 3 sekunden steht bevor es weitergeht auch schon einen Einfluss auf die Ruhe des Hundes hat.

    Und an der Stelle glaube ich nimmt der Mali das eben anders war als ein DSH.

    Mit meinem ersten Mali habe ich anfangs nur in der Unterordnung und Obedience gearbeitet.

    Dort sind die Hunde nicht in einen sehr hohen Erregungszustand.

    Mein Mali hatte sich total anders verhalten wie die durchgeknallten Malis im Schutzhundesport.

    Ich dachte immer, daß ich ein besonders ruhiges Exemplar von Mali erwischt habe.


    Als ich das erste mal im Schutzdienst trainiert hab, war mein Mali schon 4 Jahre alt.

    Ich habe mich echt gewundert, was mein Mali dort aufdrehen konnte.

    Nach dem Training hat sie zu hause immer noch mit die Zähne geklappert und konnte sich nicht beruhigen.


    Wenn ich mit meinem Mali vom Welpenalter an so trainiert hätte wie es die Schutzhundler machen, dann wäre mein damaliger Mali auch nicht so ein ruhiges Exemplar geworden.

    Die Schutzhundler puschen ihre Hunde schon vom Welpenalter an hoch.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Dimi27
    Gast
    • 10. Oktober 2020 um 21:48
    • #88

    nette Dann habe ich deine Aussage falsch interpretiert! Für mich klang es eher so, dem Hund an sich die Ruhe zu lernen. Mit meinem Rüden damals bin ich oft einfach irgendwo hingesessen und habe so lange gewartet, bis er sich ablegte und nur noch beobachtete. Natürlich geht ein Mali meist ganz anders an Dinge heran, als viele DSH. Dass dies nicht immer leicht zu händeln ist und sekundenschnelle Reaktionen verlangt, ist klar. Solange der Hund im Gehorsam steht ist ja auch alles gut, tut der Hund dies jedoch nicht mehr, muss man sich aber halt fragen, wo habe ICH den Fehler begangen und was kann ich tun, um das Problem zu beheben. Genau diese Selbstreflektion fehlt aber vielen Menschen, da wird der Hund dann abgegeben und genau deswegen finde ich, sollten solche Hunde in Hände kommen, die zu 100% wissen was sie erwartet.

    ostholstein Klang für mich eher ganz anders aber dann ists ja gut. Reine Infos einholen reicht da aber nicht, wie du schreibst, bei guten und aktiven Hundesportlern die ihre Hunde auch Privat gut führen können, lernt man am meisten. Viele Malis bereiten halt auch Freude im VPG Sport, gerade im Schutzdienst. Ein guter Hundesportler weiss, wo die Grenzen liegen und wie sehr man den Hund in den jeweiligen Trieblagen belasten darf. Leider findet man aber nach wie vor Trainer, die es sehr gerne sehen, wenn der Hund regelrecht durchdreht im Schutzdienst. Kommt nun ein Anfänger auf den Platz und erwischt einen solchen Verein, hat dieser ein Problem, weil er gar nicht weiss, wie er den Hund in so hohen Trieblagen kontrollieren kann.Meiner liebte den Schutzdienst über alles, am Ende des Trainings gabs aber für jeden Hund noch 2 Übungen, wo er runterkommen musste, BEVOR er überhaupt zurück ins Auto ging. Du schreibst doch selber dass deine Hündin vorher in schlechten Händen war ( Ich finds eine Sauerei). Leider ist aber genau das oftmals die Realität. Viele Menschen DENKEN nicht nach, egal welche Rasse. Deshalb können viele auch gar keinen Mali/DSH führen und sollten es auch nicht dürfen.

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 10. Oktober 2020 um 22:32
    • #89
    Zitat von Dimi27

    Mit meinem Rüden damals bin ich oft einfach irgendwo hingesessen und habe so lange gewartet, bis er sich ablegte und nur noch beobachtete. Natürlich geht ein Mali meist ganz anders an Dinge heran, als viele DSH.

    Mit meinem Mali mache ich öfters mal große Wandertouren.

    In unserer Holsteinischen Schweiz kann man auf den Rastpausen dann auch mal so richtig die schöne Landschaft bewundern.

    Meistens dauert es dann nicht lange und mein Hund sitzt neben mir und schaut in die selbe Richtung.

    Ob er dann auch die Landschaft bewundert oder nach Rehe Ausschau hält, weiss ich nicht.

    VG
    Klaus und die Bea

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 11. Oktober 2020 um 16:45
    • #90
    Zitat von Dimi27

    Hingegen sehe ich viele HZ DSH Halter, die einfach viel Spazieren gehen und den Gehorsam trainieren, was diesen Hunden oftmals völlig ausreicht.

    Und auch ein Mali kann von einem Stadtspaziergang ganz schön geschafft sein.

    Mein Mali liegt jetzt jedenfalls auf dem Sofa und verarbeitet anscheinend die Eindrücke.

    Heute hatte ich meinen Mali mal wieder bei einen Restaurantbesuch dabei.

    Anschließend sind wir noch mal durch den Stadtpark und der Fußgängerzone gelaufen und alles ohne Leine.

    Im Begegnungsverkehr mit Fussgänger und Fahrradfahrer lief mein Mali teilweise

    10m vor mir im Park, nur bei andere Hunde habe ich sie ins FUSS gerufen.

    In der Fussgängerzone sind wir dicht an einen Springbrunnen vorbei gelaufen und war auch kein Problem.

    Nur einmal habe ich meinen Mali an die Leine genommen, als hinter uns ein Junge mit einem Skateboard fuhr. Da wurde sie mir zu hibbelig.

    Stadtspaziergänge muß man auch regelmäßig trainieren, sonst verlernt der Hund es wieder.

    So ein Training ist auch Arbeit für den Hund.

    Und das mein Hund sich so benimmt war eine harte Arbeit für mich und meinem Hund.

    Dieses Jahr waren wir nur selten auf dem Hundeplatz.

    Unsere Aktivitäten außerhalb des Hundeplatzes reichen meinem Mali anscheinend auch aus.

    Bisher hat sie die Wohnung jedenfalls noch nicht ramponiert.

    VG
    Klaus und die Bea

    Einmal editiert, zuletzt von ostholstein (11. Oktober 2020 um 20:00)

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