Brauche dringend Hilfe zum Thema Futter

  • Quo ist jetzt seit fast 8 Wochen bei uns. Als er kam, brachte er sein Trockenfutter von vetconcept (Pferd) mit. Seit er hier ist hat er das abgelehnt. Laut vorbesitzerin hat er 250g Trofu und 250g pansen am Tag bekommen.

    Ich habe mich also dann beraten lassen und bin mit barkhofen trofu und barf Rind nach Hause.

    Das trofu hat er wieder stehen lassen barf war ok, dose auch.

    Also wieder los wegen trofu. Hatten dann von Fressnapf das wilderness mit Kaninchen, Rind und Känguru. Das hat er gefressen, bekam aber nach ca. Einer Woche Durchfall.

    Jetzt testen wir josera lamm batate und darauf ist er wirklich scharf.

    Ich bin total unsicher was die Menge betrifft. Auf der Packung steht bei 40kg Hund 325-410g pro Tag.

    Er hatte heute 1x 250g und 1x 100g

    Nur scheinbar war er nicht satt und hat mich von der Couch geholt( rumrennen und fiepen, kenn ich gar nicht von ihm und draußen war er auch)

    Er hat natürlich noch n Nachschlag von 100g bekommen und jetzt bin ich unsicher wieviel denn nu die richtige Menge ist. Kann mir jemand helfen?

  • Schau dir deinen Hund mal genau an.Ist er (sehr) schlank? Ist er moppelig, oder "normal". Wie aktiv ist er? Ellionore hats schon gesagt- wenn er sehr aktiv und schlank ist kannst du die Empfehlung voll ausschöpfen bzw. überschreiten. Ich würde aber auch mal etwas abwarten, denn erfahrungsgemäß muss sich der Stoffwechsel anpassen. Meist dauert es, bis der Oraganismus das neue Futter gut verwerten kann. Wie ist denn der output?

  • Hallo, also wir füttern nurnoch das Real Nature/ Wilderness . Dazu kommt eine 250g Dose Nassfutter. Davon bekommt jeder Hund die Hälfte plus die Ration Trokenfutter, etwas Wasser und gur vermischen. Klar kommt es vor das der Hund mal garnicht oder weniger frisst. Ich mache mir da keinen Kopf. Das Futter bleibt eine gewisse Zeit stehen. Was nicht gefressen wird kommt weg. Bei einem Welpen wird in der Regel ja mehrfach am Tag kleinere Mengen gefüttert. Wegstellen und zur nächsten Mahlzeit wieder anbieten. Wenn er Hunger hat wird er schon fressen. Natürlich sollte man die Verfassung des Hundes im Auge behalten und evtl.den Tierarzt konsultieren.

    Auf jeden Fall sollte man nicht ständig das Futter wechseln. Da bekommen selbst Erwachsene Hunde Durchfall. Welpen sind da noch empfindlicher. Die Darmflora muss sich ja erstmal entwickeln. Sie passt sich den Umweltbedingungen an in denen der Hund und auch wir leben. Aus gutem Grund soll unsereins es vermeiden in Ländern wie Spanien das Leitungswasser zu trinken. Es wir sogar empfohlen sich die Zähne mit Wasser aus der Flasche zu putzen. Nicht das das dortige Wasser schlecht ist, es ist nur anders zusammengesetzt und enthält Bestandteile an die unsere Darmflora nicht angepasst ist. Es führt unweigerlich zu Durchfall. Fazit, nicht gleich das Futter wechseln, anbieten, wenn der Welpe es verweigert wegstellen und zur nächsten Mahlzeit anbieten. Bei Trofu ja garkein Problem. Evtl.mag er es ja auch nur nicht die harten Krogs zu zerreißen. Das Trofu einfach mal mit Wasser vermengen und durchweichen lassen. Vielleicht nimmt er es dann lieber. Und Durchfall nach Futterwechsel ist quasi normal. Wir wechseln höchstens mal die Geschmacksrichtung.

  • Jogy Quo ist kein Welpe.


    Aber was mit Sicherheit nicht sinnvoll sein klann, ist das Futter häufiger zu wechseln, denn daskann irgendwann zu Darmproblemen führen.


    Was die Menge angeht, schließe ich mich Ellionore an: Es kommt darauf an, wie aktiv ein Hund ist und wie er aussieht. Meine Bene bekommt lediglich die Hälfte ihre Tagesbedarfs, weil sie sonst zunehmen würde und ich supplementiere eben die Nährstoffe mit Ergänzungsfutter.


    Von der Futter wegnehmen-Regel halte ich gar nichts. Bei einem Hund der zwei Tage nicht frisst, fährt der Stoffwechsel runter und die ganze Metabolik beginnt sich zu verändern. Man hat danach eventuell noch ein gesundheitliches Problem.


    Wenn ein Hund kein Trockenfutter mag, dann füttere ich eben Dosenfutter - wenn er das lieber mag - oder ich barfe. Ist mir das zu aufwändig, gibt es auch gut ausgewogenes Fertigbarf.


    Zu sehr mischen mit Rohfleisch, Trockenfutter und Dose würde ich nicht - besonders nicht wenn Trocken- und Nassfutter in einen Napf kommen, denn die Verdaulichkeit der Futtersorten ist unterschiedlich und auch das kann zu Verdauungsproblemen/ Blähungen führen.


    Ich füttere zwar auch unterschiedlich (morgensTrockenbarf, abends Barf), aber das Futter ist aufeinander abgestimmt und zwischen den Fütterungen vergehen 12 Stunden.


    Wenn Quo das Josera nun gutverträgt und gerne nimmt, dann füttere das.Du kannst ja auch Futterspiele damit machen, damit er sich das Futter erarbeitet und dabei auch wieder ein paar Kalorien verbrennt, wenn es Deine Sorge ist, dass Quo zu dick wird.

  • Ich füttere zwar auch unterschiedlich (morgensTrockenbarf, abends Barf), aber das Futter ist aufeinander abgestimmt und zwischen den Fütterungen vergehen 12 Stunden.

    Das füttere ich derzeit zusammen, ohne Probleme.


    Was ein Hund verträgt, hängt nur von ihm selbst ab. Bei vielen Hunden kann man alles mögliche querbeet und zusammengemischt geben. Trockenfutter mit Barf gemischt, Nassfutter mit Essensresten - alles kein Thema. Auch kann man das Futter häufig wechseln, durchaus auch täglich. Davon wird ein Hund nicht krank. Wilde Hunde und die Vorfahren haben sich auch sehr abwechslungsreich ernährt und nicht jahrelang nur eine Sorte Hase gefressen. ;)


    Aber es gibt Hunde, die das eben nicht vertragen, da muss man dann genau aufpassen. Ich persönlich werde keinem Hund mehr - durch das Wissen, das ich jetzt habe und die Erfahrungen, die ich nun gemacht habe - jemals wieder Trockenfutter geben. An die aufgedruckten Futtermengen halte ich mich aber bei allen Futtern. Reichen die nicht, gebe ich Fett hinzu. Denn insbesondere Trockenfutter ist oft übermäßig mit synthetischen Nährstoffen angereichert (Gieskannenprinzip). Füttert man davon einfach nur mehr, gibt man ein noch-viel-mehr an zb Mineralstoffen und hat ganz schnell eine Überversorgung. Ist die Menge auf der Packung zu viel, gebe ich weniger und supplementiere die Nährstoffe, wie es Verbena macht.


    Für Hunde ist Fett der wichtigste Energielieferant und somit auch Sattmacher. Der Magen erkennt den Energiegehalt der aufgenommenen Nahrung und gibt dann das Signal „satt“. Das hat nichts bis wenig mit dem Füllvolumen zu tun. Das Füllvolumen ist bei einem Beuteschlinger noch mal weniger relevant als bei Menschen und da ist das Prinzip ziemlich gleich. Gibt man nur mehr Futter, gibt man meist mehr Protein und mehr Kohlenhydrate, was für den Hund aber keine gute Energiequelle darstellt. Im Gegenteil: zu viel Protein geht auch wieder an die Nieren. Zu viele Kohlenhydrate macht bei den meisten Hunden weichen Kot und Blähungen.


    Was man am Ende füttert, das ist reine Glaubenssache. Ob Trocken, Nass oder Barf, da muss man gucken, was einem persönlich am liebsten ist und was der Hund am liebsten frisst. Bei mir sind das derzeit Trockenbarf und Fertigbarf. Das wird sehr gut abgenommen, ist sehr einfach zu „dosieren“ und enthält alles, ohne sich einen Kopf machen zu müssen. :)


    Und wegen der Sorten ist es auch da wieder reine Glaubenssache. Manche füttern TroFu mit 60% Kohlenhydrate - was ich persönlich niemals tun würde. Andere füttern NaFu mir Gemüse - was mein Hund niemals vertragen würde. Hier gilt also auch wieder: welche Ansprüche hat man ans Futter? Was verträgt der Hund? Wie viel Aufwand würde ich mir machen?


    Ich persönlich würde ja auch keine dehydrierte Einheitspampe (TroFu) fressen wollen, da verstehe ich meinen Hund, wenn er das stehen lässt und der hungert dann auch lieber tagelang, statt zu fressen. Da hilft wegnehmen auch nichts, dadurch wird es für ihn nicht attraktiver und hungriger wird er dadurch auch nicht. 🙃

  • Danke schonmal für die Antworten.

    Quo hat seit er bei mir ist 3,5kg abgenommen, was aber aus meiner Sicht grundsätzlich erstmal nicht schlimm ist. Er ist mit 40 kg ja weit entfernt von "Elfe ". Er ist jetzt halt von Null Aktivität auf ca. 40-50% Aktivität seit er mit mir unterwegs ist und wir steigern ja langsam weiter bis er mal ein normales Konditionslevel hat. Heute hat er die höchstmenge bekommen und ist zufrieden. Vom Dosenfutter war der output ziemlich hoch und am ersten Tag des neuen Futters auch. Heute wars schon besser und es war zum Glück alles fest. Ich beabsichtige auch nicht weiter zu wechseln, wenn er diese Sorte weiter gut verträgt. Das mit dem Fett wäre ne Option, wenn ich feststellen sollte, dass er nicht satt wird.

  • naja Azemba Es ist auch eine Kostenfrage, trofu auch hochwertiges ist günstiger. Ich bräuchte pro Tag für Loki 2 x 800 Gramm Feuchtfutter.

    Und selbst damit nimmt er nicht zu. Das wären minimum 6 Euro pro Tag, eher 8 Euro pro Tag.

    Vom Müll noch nicht gesprochen. Daher kaufe ich teures Trofu und ergänze ab und an mit gutem nassfutter und Tonnen von Leckerlis

  • naja Azemba Es ist auch eine Kostenfrage, trofu auch hochwertiges ist günstiger. Ich bräuchte pro Tag für Loki 2 x 800 Gramm Feuchtfutter.

    Und selbst damit nimmt er nicht zu. Das wären minimum 6 Euro pro Tag, eher 8 Euro pro Tag.

    Vom Müll noch nicht gesprochen. Daher kaufe ich teures Trofu und ergänze ab und an mit gutem nassfutter und Tonnen von Leckerlis

    Gutes Trofu mit wenig Kohlenhydraten (Wolfsblut hat welche mit nur 28-30% und selbst das ist extrem viel) ist nicht günstiger. Ich zahl fürs Fertigbarf im Monat 63€ (Lebensmittelqualität). Nassfutter ist unverschämt teuer, ja, dafür dass das fast nur Wasser ist. Bei uns gibts derzeit noch etwas Trockenbarf dazu, das ist ziemlich teuer, aber letztlich wären das um die 75€/Monat derzeit, die er braucht. Hochwertiges TroFu kostet das gleiche bzw. sogar etwas mehr im Monat bei uns. Die Dosen bekommt man aber ganz einfach klein, indem man mit einem Dosenöffner den Boden entfernt und dann einfach mit einem Schuh auf die Dose steigt, dann sind die ganz flach :)

    Einmal editiert, zuletzt von FlatSnow1639 ()

  • Und wenn Loki nicht zunimmt: Fett hinzu geben. Verbena empfahl Schaffett, ich hab ne Zeit lang pro Mahlzeit 20g Butter dazu gegeben, würde aber generell definitiv tierisches Fett nehmen. Ein Mehr an Protein und Kohlehydraten (wenn man das Futter als Gesamtes erhöht bzw. die Menge davon) lässt den Hund weder mehr Energie haben noch das, was im Futter ist, wirklich als Masse ansetzen.

  • Und wenn Loki nicht zunimmt: Fett hinzu geben. Verbena empfahl Schaffett, ich hab ne Zeit lang pro Mahlzeit 20g Butter dazu gegeben, würde aber generell definitiv tierisches Fett nehmen. Ein Mehr an Protein und Kohlehydraten (wenn man das Futter als Gesamtes erhöht bzw. die Menge davon) lässt den Hund weder mehr Energie haben noch das, was im Futter ist, wirklich als Masse ansetzen.

    ... und Schaffett bietet den Vorteil, dass es auch noch positiv auf Magen und Darm wirkt, selbst von Chia gerne genommen wird und von den meisten Hunden auch sehr gut vertragen wird. Überdies fängt der Hund nicht an - wie das bei intensiver Fischölfütterung der Fall sein kann - nach Fisch zu riechen.


    Was die Fütterung von Trockenbarf in Kombination mit Fertigbarf angeht, kann ich @Azemba nur zustimmen: Die Kosten sind im Grunde - wenn man sich nicht für das teuerste Fertigbarf entscheiden muss, weil der Hund kein anderes mag :evil: - nicht höher, als bei hochwertigem Trockenfutter und Dosenfutter von sehr guter Qualität.


    Ich kenne sogar Leute, die auf BARF umgestiegen sind, weil das günstiger ist, als Fertigfutter, wenn man Schlachtabfälle selbst zurechtschnibbelt, die Arbeit mit dem Gemüsehobel und dem Gemische nicht scheut.


    Ich habe keine Aktien bei Fresco oder Tackenberg, aber gerade das Trockenbarf ist so energiereich, dass man quasi nur die Hälfte von anderen Trockenfuttersorten, die mit Füllstoffen angereichert sind, braucht.


    Zum Vergleich: Von True Nature Schweizer Poulet, dem kaltgepressten Markus Mühle Trockenfutter müsste ich Chia ca. 600 g täglich füttern. Mit dem Fresco Trockenbarf reichen 300 g, um sie mit allem zu versorgen, was sie braucht. Wenn man dazu dann noch etwas Rinderblut gibt und 20 g Schaffett, ist der Hund bestens versorgt und die Häufchen sind klein und übersichtlich, weil das Futter eben auch verstoffwechselt werden kann und nicht fast genauso viel hinten raus kommt, wie man vorne reinfüttert.

  • Ich muss hier auf Grund persönlicher Erfahrung nur mal ganz kurz einwerfen, dass "Hund nimmt ab = gib ihm mehr Fett" nicht zwangsläufig richtig ist.

    Wenn der Hund, so wie meiner, an einer Pankreasinsuffizienz leidet, hilft ihm das Fett null Komma null, im Gegenteil, es schadet eher.


    Ich würde auch innerhalb einer Mahlzeit nicht zwei verschiedene Futtersorten mischen (also trocken und nass, z.B.) auf Grund der von Oskar&Nika bereits erwähnten Problematik.


    Und ich würde dem Hund auch nicht wahllos alle möglichen verschiedenen Fleischsorten anbieten. Wenn irgendwann doch der Verdacht auf eine Unverträglichkeit besteht, musst du eine Ausschlussdiät machen und brauchst dafür etwas, das der Hund vorher NOCH NIE gefressen hat.

    Bei dir fallen damit Pferd, Rind, Kaninchen, Känguru, Lamm (evtl. hat er auch schon mal Geflügel bekommen?!) schon aus.

    Da wird's dann langsam etwas dünn mit Optionen für so eine Diät...

  • Wilde Hunde und die Vorfahren haben sich auch sehr abwechslungsreich ernährt und nicht jahrelang nur eine Sorte Hase gefressen. ;)

    der Vergleich hinkt

    auch wenn in der freien natur abwechslungsreich hase, reh, maus und vogel gefressen wird - so ist das immer noch eins nämlich rohes fleisch

    du vermischst aber trofu, barf und dosenfutter als abwechslungsreich und das ist aus meiner sicht was völlig anderes

    ansonsten stimme ich dir aber zu, es ist immer danach zu schauen was genau verträgt der jeweilige hund


    und bei der sache mit dem fett muss ich kleinemama leider auch aus eigener erfahrung recht geben, einfach nur fett zufüttern ist nicht für jeden hund geeignet