Uns konnte das Buch nicht helfen, ich denke der "Denkfehler" ist, dass man versucht, dem Hund die Begegenung möglichst angenehm zu machen. Bzw. eine Änderung der Emotionen erreichen möchte. Der Hund soll solchen Begegungen freundlich gesinnt sein. Sie positiv empfinden.
Hier war es viel sinnvoller einfach nur zu erarbeiten, dass Hundebegegenungen zum Alltag gehören und sie zu akzeptieren sind. Fertig. Hund muss kein gutes Gefühl dabei haben, ich hab alles im Griff und sie soll sich zurücknehmen. Auch, weil es einfach weh tut, wenn 32kg nach vorne gehen. Aber gut finden oder eine positive Empfindung dabei haben - das muss nicht sein. Ein Alternativverhalten kann man ja durchaus erarbeiten bzw. erwünschtes Verhalten bestätigen.
Das hat mir auch unheimlich viel Druck genommen, den Hund einfach so anzunehmen, wie er ist.
Dieses "durch Druck wird der Hund nur noch unsicherer" empfinde ich eher als Angstmache. Es gibt vier Bereiche in der Lerntheorie. Davon funktionieren nicht nur ein bis zwei, sondern alle. Es muss halt an den Hund angepasst sein. Bei einem Sensibelchen reicht ein strenges Wort (ja, auch das ist Strafe!), bei anderen Hunden braucht es halt mehr.