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  1. Das Schäferhund Forum
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Leine ziehen, bzw. kopfloses nach vorne laufen

  • nette
  • 2. Januar 2023 um 14:24
  • Flummi
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    • 24. März 2023 um 16:24
    • #46

    Ja sorry...wer schreiben kann, schafft es auch verständlich rüber zu kommen :rolleyes:

    Ich habe die Meterleine fallen lassen, der Hund war in diesem Moment nicht mehr gesichert.

    Und Axman , es lesen ja evtl auch Menschen die noch nicht so viel Erfahrung haben. ;) wollte es einfach nicht so im Netz stehen lassen.

  • nette
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    • 24. März 2023 um 16:26
    • #47

    das Leine fallen lassen und Richtung wechseln mach ich auch - es hilft schon, aber in Verbindung mit dem was Angie schreibt mit der Zeit, ist das eben nicht nachhaltig genug, wenn ich sowas quasi nur als kurze Einheiten meiner täglichen Aktion mit dem Hund mache und den Rest dann nicht, weil eben u.a. keine Zeit ist immer alles "auszuarbeiten" oder "auszudiskutieren" und weil man ggf. mit dem Gassigang noch andere Dinge bezweckt und nicht konsequent diesen nur für Leinenführigkeit zur Verfügung hat

    ich achte in letzter Zeit einen ticken konsequenter auf eine ordentliche Leinenführung (und auch auf ihr Verhalten im Haus) und selbst meinem Mann ist aufgefallen dass sie besser läuft - ich denke wenn man von Anfang an konsequent nix in der Richtung durchgehen lässt und darauf besteht, dass sie ordentlich laufen, dann hat man kein Problem

    ich frag mich nur warum es bei manchen einfach so klappt ohne dass sie sich irgendwann mal darüber Gedanken gemacht habe - was machen die anders?

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • SummerCake1433
    Gast
    • 24. März 2023 um 19:57
    • #48

    Wir haben ja auch ein massives Leine-ziehen-Problem und das obwohl ich von Welpe an konsequent stehen geblieben bin, wenn er gezogen hat. War für ihn wohl die falsche Methode.

    Was ich eigentlich erzählen wollte:

    War letztens mit einer Freundin und ihrer Labbi-Dame Gassi, meine Freundin hatte irgendwann Erbarmen mit mir und wollte außerdem was ausprobieren (sie hat deutlich mehr Hundeerfahrung als ich) und nahm Kobold für eine Weile an die Leine, während ich die Hündin geführt habe.

    Und ich sag's euch, es war ein Traum. Kaum kam etwas Spannung auf die Leine, nahm die Maus sich zurück, drosselte ihr Tempo, orientierte sich an meiner Geschwindigkeit. Auch sie nahm zwischendurch immer mal wieder etwas Fahrt auf, ich glaube Hunde und Menschen sind vom Grundtempo her schon nicht so ganz dafür geschaffen, gemeinsam zu laufen :S , aber sie nahm sich dann eben von sich aus direkt wieder zurück ohne dass wirklich Zug auf die Leine kam.

    Auf mein "Oooohhh, ist das schön. Tut das gut. Wie hast du das gemacht?!?!" kam von ihr nur ein "Gar nicht. Die ist einfach so.".

    Also offensichtlich SIND manche Hunde einfach so.

    Schäferhunde scheinen da aber im Allgemeinen nicht zu dieser Kategorie zu gehören. X/

  • Axman
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    • 24. März 2023 um 20:35
    • #49
    Zitat von KleineMama

    Wir haben ja auch ein massives Leine-ziehen-Problem und das obwohl ich von Welpe an konsequent stehen geblieben bin, wenn er gezogen hat. War für ihn wohl die falsche Methode.

    Was ich eigentlich erzählen wollte:

    War letztens mit einer Freundin und ihrer Labbi-Dame Gassi, meine Freundin hatte irgendwann Erbarmen mit mir und wollte außerdem was ausprobieren (sie hat deutlich mehr Hundeerfahrung als ich) und nahm Kobold für eine Weile an die Leine, während ich die Hündin geführt habe.

    Und ich sag's euch, es war ein Traum. Kaum kam etwas Spannung auf die Leine, nahm die Maus sich zurück, drosselte ihr Tempo, orientierte sich an meiner Geschwindigkeit. Auch sie nahm zwischendurch immer mal wieder etwas Fahrt auf, ich glaube Hunde und Menschen sind vom Grundtempo her schon nicht so ganz dafür geschaffen, gemeinsam zu laufen :S , aber sie nahm sich dann eben von sich aus direkt wieder zurück ohne dass wirklich Zug auf die Leine kam.

    Auf mein "Oooohhh, ist das schön. Tut das gut. Wie hast du das gemacht?!?!" kam von ihr nur ein "Gar nicht. Die ist einfach so.".

    Also offensichtlich SIND manche Hunde einfach so.

    Schäferhunde scheinen da aber im Allgemeinen nicht zu dieser Kategorie zu gehören. X/

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    Schon gar nicht LZ Schäfis. Ich wüsste nicht, dass IRGENDETWAS langsam machen in deren Genetik vorkommt. Bewegen und Langsam ist nicht kompatibel.

    Für Axel habe ich ein Kommando für "an der Leine gehen", das wäre "Bei mir" und ist eine Art Fuss mit etwas Freiraum ausserdem kennt er "Langsam". Wenn ungewöhnliche Situationen vorherrschen oder besondere Aufregung, dann kommen wir aber auch nicht komplett ohne Leineziehen davon, ich muss schon einwirken und es verlangen bzw ihn daran erinnern. Wir machen Leinegehen aber auch extrem selten. Mal auf einem Seminar, oder extrem selten am Strand (diese Hunde-am-Strand-erlaubt-Saison genau Null mal ;( )

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • nette
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    • 25. März 2023 um 06:19
    • #50
    Zitat von Axman

    Schon gar nicht LZ Schäfis. Ich wüsste nicht, dass IRGENDETWAS langsam machen in deren Genetik vorkommt. Bewegen und Langsam ist nicht kompatibel.

    ich laufe manchmal extra langsam, so wie eine oma, und da konzentriert sich Lexy viel besser und orientiert sich mehr an mir, als wenn ich quasi in ihrem Tempo schnell laufe

    aber ich kann leider nicht immer so langsam laufen, da werd ich wahnsinnig .... hab ja schliesslich was zu tun :) :D

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • Axman
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    • 25. März 2023 um 12:43
    • #51
    Zitat von nette
    Zitat von Axman

    Schon gar nicht LZ Schäfis. Ich wüsste nicht, dass IRGENDETWAS langsam machen in deren Genetik vorkommt. Bewegen und Langsam ist nicht kompatibel.

    ich laufe manchmal extra langsam, so wie eine oma, und da konzentriert sich Lexy viel besser und orientiert sich mehr an mir, als wenn ich quasi in ihrem Tempo schnell laufe

    aber ich kann leider nicht immer so langsam laufen, da werd ich wahnsinnig .... hab ja schliesslich was zu tun :) :D

    Jaaa! Stimmt total!! Axel ist im FUSSgehen in dem Abschnitt wo man ganz langsam gehen muss auch Super!! Ganz im Gegensatz zum FUSS im Laufschritt :rolleyes: :D :D

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Pepper
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    • 25. März 2023 um 12:50
    • #52

    Kann ich bestätigen. Überall wo Dynamik entsteht, ist Pepper automatisch dabei.

    Langsames Schlendern musste er lernen.

    Durch konsequentes Langsam-Gehrn, sobald er an der Leine ist hat er inzwischen begriffen:

    Leine ≠ Action

    Wo er immer noch zieht ist, wenn er Stress hat...also in Situationen, in denen er sich nicht wohl fühlt. Das kann eine laute, viel befahrene Bundesstraße sein oder ein wuseliger Baumarkt.

    Wir üben das regelmäßig und wir sehen, das er durch die immer wiederkehrenden Erfahrungen besser damit umgehen lernt.

  • ProudPoetry1819
    Gast
    • 20. April 2023 um 14:15
    • #53
    Zitat von nette

    Ich bin an einem Punkt an dem ich nicht weiterkomme. Nicht das ich nicht zurechtkomme, das nicht, aber ich hätte es gern besser als es derzeit ist, einfach weil es dann für mich und Lexy noch einen ticken entspannter ist.

    Also das Thema ist Leine ziehen. Also es ist nicht so, dass mich Lexy wie eine blöde von A nach B zieht und auch nicht so, dass wir nicht gescheit geradeauslaufen können. Aber es stört manchmal schon, dass ich sie quasi beim "entspannten" einfach so laufen immer wieder daran erinnern muss, das sie nicht einfach kopflos den Weg entlang läuft und mich hinten dran "vergisst".

    Sie nimmt Korrektur in jeglicher Form sofort an (es reicht ein räuspern) und sie weiss quasi auch wo ihr Platz ist , aber nach 5 Schritten hat sie das vergessen und sie wird immer schneller und schwups ist die Leine auf Spannung. Ich korrigiere, bleibe stehen oder wechsel die Richtung oder sag ihr halt was, dann dreht sie um kommt neben mich und wir laufen 5 Schritte und dann wird sie immer schneller und schwups geht das spiel von vorne los.

    Laufe ich ganz langsam, dann nimmt sie sich auch zurück und läuft "angepasst" neben mir, aber sobald ich wieder "normal" laufe geht das wieder von vorne los. Und das ist bei einem lockeren Spaziergang auf Dauer eben nervig für uns beide.

    Ganz ähnlich ist es mit meinem Riku.

    Er ist an der Leine nach wie vor sehr gestresst, besonders im städtischen Bereich.

    Ich habe Ihn ja, wie die meisten von Euch möglicherweise inzwischen wissen, aus dem Tierchutz. Er kannte nur sehr wenig, selbst das Treppensteigen war Anfangs für Ihn neu.

    Aber er hat, schäferhundtypisch, rasend schnell gelernt. Ohne Leine hört er nahezu 100%, will alles richtig machen, aber Leinenführung ist wirklich nicht besonders.

    Manchmal ertappe ich mich dabei wie ich Ihn dann ohne Leine neben mir laufen lasse, da er dann exakt auf mein Kommando neben mir läuft. Lebte ich auf dem Lande, wäre das sicher eher noch okay, aber hier ist es nicht so doll wegen diesen Vögeln vom Ordnungsamt...

  • Lianna
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    • 24. November 2024 um 08:58
    • #54

    Darf ich mal fragen, wie es bei den Leuten hier mittlerweile mit der Leinenführigkeit aussieht bzw. den Faden wiederbeleben? Ich sehe mich hier nämlich in sehr vielen Kommentaren wieder ^^ (leider).

    Bei uns ist Leinenführigkeit die große Baustelle. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich da nicht von anfang an konsequent war - ich habe als Hiwa ein Welpe war ein Geschirr an sie dran gepackt und dann durfte sie "die Welt erkunden." Hatte nämlich immer wieder gehört, dass beim Menschen laufen ne totale Überforderung für so einen Welpen ist und wenn man Geschirr und Halsband strikt trennt, die später mit dem Halsband dann eben das brav neben einem verbinden. Von wegen. Wir haben trotzdem schon auch früh angefangen zu trainieren, sie hat immer ein Leckerli bekommen, wenn sie zu mir geschaut hat und ich habe auch kurze Phasen eingebaut, wo sie bei mir laufen sollte.

    Für Hiwa war und ist draußen allerdings einfach seit sie klein ist Action und Welt entdecken. Sie ist drinnen der entspannteste Hund, und kaum kommen wir raus will sie mit 200 km/h zu jedem Busch, sofort. Als sie so um die 8 Monate rum war, war es besonders schlimm, da hat sie echt nur von einem Ort zum anderen gezogen und war maximal frustriert, wenn sie eben nicht durfte.

    Mittlerweile ist unsere Leinenführigkeit um einiges besser geworden, aber es gibt halt immer noch Momente, da würde ich ihr am liebsten links und rechts eine klatschen. Bei uns hat es Freitag geschneit. Der erste Spaziergang im Schnee war der Horror (für mich). Da hatte ich plötzlich wieder den 8 Monate alten Junghund an der Leine. Nur dass der mittlerweile eben 32 kg wiegt.

    Da ich eigentlich schon zig Methoden durch habe und gar nicht unbedingt nach weiteren Tipps suche, will ich einfach nur wissen... wird das irgendwann nochmal von selbst besser? ;( Nen Hundetrainer dem ich mein Problem mal geschildert habe und der mit mehreren Schweizer Schäferhunden schon gearbeitet hatte, hatte 2 Jahre als "magische Zahl" genannt.

    Sie weiß nämlich absolut was gute Leinenführigkeit ist. Sie hat da in manchen Situationen einfach nur keinen Bock drauf. Und draußen auf der Straße kann ich sie anschnauzen wie ich will, das geht der absolut an der Pobacke vorbei. Total lustig ist es, wenn wir ne Straße entlang laufen, sie nach vorne zieht als wäre sie auf ner Mission, dann drehe ich um und gehe den Weg zurück und plötzlich - zack, perfekte Leinenführigkeit. Die Strecke hat sie ja schon "abgecheckt." Sobald man zu nem neuen Stück kommt, geht das Geziehe wieder los.

    Auf unseren normalen Strecken läuft es mittlerweile ganz gut. Sie beginnt jeden Spaziergang zwar, als hätte sie seit 2 Wochen kein Tageslicht gesehen und würde auf heißen Kohlen laufen, aber sie ist trotzdem mit dem Kopf zumindest teilweise bei mir, lässt sich das Schnüffeln meistens verbieten und läuft einigermaßen gut in meinem Radius. Zumindest wenn nicht grade Schnee liegt. Wir laufen meistens nur so 5 Minuten bis zur Freilauf-Strecke und auf dem Rückweg zeigt sie sich dann im Normalfall von ihrer besten Seite. Aber diese ersten 5 Minuten bis zum Feld... :rolleyes: Neue Strecken sind leider der absolute Stress, weshalb ich sie fast gar nicht z.B. in die Stadt mitnehmen kann. Und das, obwohl sie eigentlich super sozialisiert ist. Sobald wir am Café angekommen sind, legt sie sich immer entspannt hin und chillt. Aber der Weg dahin... wie oben schon gesagt, die ist da auf einer Mission. Alles muss abgecheckt werden. Darf sie nicht, kommt der Frust.

  • Flummi
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    • 24. November 2024 um 10:40
    • #55

    Ich war an einem ganz ähnlichen Punkt angelangt, wie ich es aus deinen Erzählungen rauslese. Gerade das perfekte laufen wenn man umdreht. :D Allerdings war ich mir sicher, so komme ich nicht ans Ziel. Entweder ich finde den Schlüssel oder wir zwei (Hund und ich) spielen das Spiel bis der Hund altersbedingt kein Bock mehr auf ziehen hat. :D

    Ich wusste aber in meinem Fall, mach ich die Leine ab, bleibt der Hund an meiner Seite. Es war lediglich die Leine selbst, die den Hund (in seinen Augen) von jeglicher Verantwortung auf mich zu achten entbunden hat.

    Letztlich erfolgt hatte ich dann mit einer komplett anderen Methode.

    Dazu muss man wissen, dass Flummi nicht ohne ihren Fußball Gassi geht, den sie immer tragen darf. Znd das auch möchte! Ich hab dann angefangen immer das Kommando Aus zu geben, wenn die Leine sich gespannt hat. Ich hab ihr den Ball, dennsie ja unbedingt tragen wollte abgenommen und hab ihn selbst behalten. Prompt konnte Frau Hund sich an die Leinenführigkeit erinnern. Ich konnte sie dafür mit dem Fußball bestätigen, den sie wieder tragen durfte. Bis sich die Leine wieder gespannt hat. Und was soll ich sagen, das hat besser geklappt als alles andere UND nach nur sehr wenigen Wiederholungen. ^^

    Liegt also irgendwie doch am richtigen Schlüssel ;)

    Den zu finden ist aber so individuell wie unsere Hundenund wir selbst. ;)

    Viel Glück beim suchen.🍀

  • Axman
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    • 24. November 2024 um 10:56
    • #56

    Ich denke, das Problem ist, wenn man keinen Unterschied macht zwischen Leinegehen und Gassigehen.

    Das beste ist, dem Hund beizubringen:

    Kurze Leine + Halsband = Du gehst bei mir und es wird nicht geschnüffelt, Frauchen ist der Mittelpunkt der Erde und zwar ob du willst oder nicht. Ein konkretes Kommando für Leinegehen aufbauen. IMMER dafür sorgen, dass es eingehalten wird.

    Der andere Teil wäre dann Schleppleine oder Freilauf, hier gelten dann andere Regeln.

    Wie soll ein Hund je verstehen, Ah, jetzt schnüffeln, ah nein, jetzt nicht ziehen, oh, bei ihr bleiben, achso jetzt schnüffeln??

    Es ist entweder oder. Leinegehen ODER Schnüffelngehen.

    Konkret würde ich auch am Nachgeben auf Leinenzug üben. Wie beim Pferd.

    Meistens hat man dem Hund beigebracht zu ziehen. "Nur wenn ich ziehe komme ich dahin wo ich will"

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Lianna
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    • 24. November 2024 um 12:58
    • #57

    Ich versuche auf jeden Fall konsequent zwischen Leinegehen und Gassigehen zu unterscheiden. Früher habe ich das mit Halsband und Geschirr gemacht, mittlerweile hat sie ein Kommando für's "ordentlich gehen" und eins für's "schnüffeln erlaubt." Aber wahrscheinlich ist das Problem tatsächlich, dass es für sie eben immer Gassigehen (Yay, Spaß!) ist mit Kommandos zwischendrin und sie das Konzept von "konsequentem Leinegehen" eigentlich gar nicht kennt. Ihr zu sagen, dass sie jetzt eben auf der Straße neben mir läuft, ist wie nem kleinen Kind zu sagen, dass es jetzt aus dem Bällebad raus kommen und erstmal seine zwei Matheaufgaben rechnen soll. Sie versteht was ich möchte, findet's aber einfach richtig kacke. Sie läuft dann wenns gut läuft neben mir, wartet aber nur darauf, wieder schnüffeln zu gehen.

    Auch bleibe ich konsequent stehen, wenn sie zieht. Wenn sie gerade "klar" im Kopf ist, merkt sie selbst bei Leinenzug, dass sie langsamer machen muss, guckt mich dann kurz an, und kommt entweder direkt neben mich oder macht halt einfach langsamer. Finde ich beides okay. Wenn sie aber gerade in dem aufgedrehten: "woohooooo die Welt ist schööön!"-Modus ist, beschwert sie sich, rennt dann zu mir zurück, jammert nochmal weil es nicht weitergeht und rennt dann direkt wieder in die Leine wenn es irgendwann weitergeht. Das ganze könnte man dann unendlich wiederholen. Da wird die 5 Minuten Strecke schnell mal zu ner 20 Minuten Strecke und beim Hund ist es so, als würde man nen Deckel auf nen kochenden Kochtopf packen. Letzteres haben wir mittlerweile echt nicht mehr oft, aber eben die letzten Tage z.B. wieder, wo überall Schnee lag und sie eben uuuunbedingt JETZT SOFORT damit spielen musste. Da explodiert sie förmlich vor Vorfreude und die Leinenführigkeit wurde aus dem Kopf gelöscht.

    Ich war neulich auch mit nem Freund und seinem 8 Monate alten Rüden spazieren, der ist perfekt an der Leine gegangen und ich war echt baff. Aber der Hund hatte auch so viel weniger Interesse an der Welt, dem waren die ganzen Gerüche auch im Freilauf ziemlich egal. Hiwa ist da ganz anders. Manchmal könnte man meinen, ihr Leben hängt davon ab, dass sie jetzt an dem Busch schnuppert. Manchmal läuft es super, Hund läuft entspannt neben einem und dann biegt man in ne Straße ab, wo vor 10 Minuten wohl ne Katze durch ist, und plötzlich ist es unmöglich überhaupt noch 2 Meter ohne ziehen nach vorne zu kommen, weil Hund im Kopf jetzt eben der Spur nach muss. Da hilft weder Blocken, Stehen bleiben, Anschnauzen. Das einzige, was wirklich fast immer was bringt, ist ihren Lieblingsball in die Hand zu nehmen. Dafür läuft sie dann an jeder Schnüffelmöglichkeit vorbei. Aber ich will sie ja auch nicht ständig bestechen, ich will einfach entspannt laufen...

    Aber ja, ich denke ich hab mir das Problem schon selbst zuzuschreiben. Habe mich immer sehr an "drinnen Ruhe, draußen Spaß und Action" gehalten und das hat echt irgendwie etwas zu gut funktioniert. ^^ Wobei ich auch da "draußen Ruhe" geübt habe, indem ich mich mal auf ne Bank gesetzt habe. Das ist auch kein Problem, sobald wir "angekommen" sind, ist Hund wieder entspannt. Wahrscheinlich müsste ich öfters am Tag kurze Spaziergänge durchs Wohngebiet einbauen, wo Schnüffeln komplett Taboo ist und nichts passiert. Da gebe ich ganz offen zu, dass ich dazu bisher einfach nie die Lust hatte, weil sowas eben immer super stressig ist und ich auch einfach gerne mit ihr über die Felder oder durch den Wald laufe und sie rennen lasse. Das ist für uns beide immer um einiges schöner. Im Freilauf ist sie nämlich ein absoluter Traum! Aber natürlich hat sie eine bestimmte Erwartungshaltung, sobald ich ihr Halsband in die Hand nehme.

  • Axman
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    • 2. Dezember 2024 um 19:32
    • #58

    Hab heute im Gelände wo unser Trainingsplatz ist an das Thema hier gedacht und ein Video gemacht.

    "Rüber" heisst für Axel rechts von mir gehen, das kommt vom Fahrradfahren, wenn er frei nebenherläuft ist es praktischer, wenn er rechts von mir nahe am Rad läuft, wenn Gegenverkehr kommt. Es klappt aber auch wenn ich zu Fuss bin.

    Links von mir gehen heisst "Bei mir", das Konzept ist das Gleiche. Wenn ich eines der Kommandos gebe ist Arbeit angesagt, dann ist Schluss mit schnüffeln.

    Mit "Okay" beende ich diesen Zustand, dann darf er wieder ziehen und überall rumrüsseln.

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    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Maline
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    • 3. Dezember 2024 um 14:22
    • #59

    Das ist aber schon perfekt, auch das was du ziehen an langer Leine nennst finden einige bestimmt als locker, also nicht so wie Lianna beschreibt. Der Axel wirkt auch extrem gechillt.

  • Axman
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    • 3. Dezember 2024 um 17:07
    • #60
    Zitat von Maline

    Das ist aber schon perfekt, auch das was du ziehen an langer Leine nennst finden einige bestimmt als locker, also nicht so wie Lianna beschreibt. Der Axel wirkt auch extrem gechillt.

    Danke. Ja, in diesem Moment ist Axel recht gechillt, obwohl er sonst ein sehr ungechillter Hund ist. Tatsächlich zieht er auch generell nicht sooo doll, weil er das was ich oben beschrieben habe schon als kleiner Axi gelernt hat. Nachgeben auf Leinenzug, Kommando Langsam, Kommando Warte, Rüber, Bei mir.

    Ganz klar gehen mit ihm auch mal die Pferde durch und er muss-jetzt-unbedingt-sofort-ultradringend-genau-DA-hin und ich muss zupacken aber in 90% der Umstände hat ers drauf.

    Es zahlt sich aus, wenn Häns-chen es schon gelernt hat, mit Hans hat man es deutlich schwerer, siehe Alma, mit ihr war ich zu faul es zu trainieren aber okay, soo schlecht ist das Leinegehen auch bei ihr nicht.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

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