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  1. Das Schäferhund Forum
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Zweifel Zweifel Zweifel

  • FancyForest2063
  • 22. Oktober 2024 um 18:25
  • FancyForest2063
    Gast
    • 22. Oktober 2024 um 21:03
    • #16
    Zitat von Wuesti

    So ein DSH ist "auch nur ein Hund", da gibt's solche und solche.

    Wenn es für euch grad passt und ihr glücklich miteinander seid: weitermachen

    Wenn es für euch grad nicht passt und ihr unglücklich miteinander seid: nicht weitermachen

    Ich glaube du gehst die ganze Sache viel zu verkopft an und machst viel zuviel Aufhebens drum, was evtl oder evtl auch nicht in diesem oder einem beliebigen Paralleluniversum unter Einbeziehung irgendwelcher noch unklaren Parameter eintreten KÖNNTE, wenn es nachts kälter ist als draußen 🧐 ... ich stelle mir das ziemlich anstrengend vor.

    Eine Entscheidung wird dir hier aber niemand abnehmen können

    Danke für deine worte , die haben mir nun wirklich geholfen . Mir soll auch niemand eine entscheidung abnehmen . Das wäre mir fremd.

  • FancyForest2063
    Gast
    • 22. Oktober 2024 um 21:08
    • #17
    Zitat von Harz2024
    Zitat von hundemama

    ok, wird glaube ich auch schwierig zu erläutern was ich meine. Aber wenn ich zb einen Labbi AL in einer Familie mit Kindern sehe und sehe der labbi ist so wie labbi AL , und die Familie geht 3x 20 min um den Block. Dann kann ich zumindest erahnen ,dass dieser Hund nicht dauerhaft glücklich ist. Ausnahmen bestätigen die Regel. Sehe ich aber eine Familie mit genau diesem labbi , diese zwar die Natur ( das apportieren zb) dem hund nicht bieten, aber dafür Tricks, oder leckerlisuche machen, dann geben die sich Mühe und könnte was werden .

    So oder so habe ich es mir von Rasse/ Hunde Kenner erhofft. Aber ok .

    Mir ist nicht zu helfen und ich geh ins nächste forum nerven :*

    Dein Program muss doch dem Hund angepasst werden, dass kann doch auch keiner so wirklich dir sagen.

    Ich hab nen weißen, der würde jeden Tag gerne 4 Stunden und aufwärts Touren machen, plus 20 min Pinkel Gassi morgens und abends.

    Plus Dummy Gedöns.

    Musst du hier mal die Hundesportler fragen für den worst case, wie lange und wie oft sie in der Woche auf dem Platz stehen.

    Meins ist das definitiv nicht, daher keine LZ.

    Alles anzeigen

    Naja ich stehe tatsächlich 1x die woche auf dem platz. Halt eben in ner Hundeschule. Als auslastungsgruppe mit den Retrivern. Abbi ist da noch nicht soweit in einer Hundegruppe. Aber mir macht es jedenfalls spaß, auch UO finde ich toll und bin begeistert wenn die hunde das so toll machen. Dafür fehlt mir allerdings die Erfahrung. Stelle mich immer etwas blöd an dabei. Igp wäre jz auch nicht meines . Nun abbi kam ja eher zu mir oder ich per zufall zu ihr. Ich habe mich ja nicht bewusst ne lz oder gs eine dsh gesucht

  • FancyForest2063
    Gast
    • 22. Oktober 2024 um 21:12
    • #18
    Zitat von Harz2024

    Zur Not schnack doch mal mit Jacky0815, die will doch ne LZ haben, und du sagst deine Abi ist unkompliziert und erzogen.

    Du meinst die , die noch nicht sicher war ob dsh ? Nun für abbi wäre so ein landleben schon perfekt . Aber es hörte sich nicht an als suche die jz sondern als würde sie sich informieren . Jedenfalls ist abbi derzeit eher eine von den zarten

  • Kimba2001
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    • 22. Oktober 2024 um 21:26
    • #19

    Fühlst du dich denn mit Abby wohl?

    Hättest Du Spaß mit ihr zB Agility oder UO regelmäßig zu machen?

    Oder ist alles mit ihr nur Arbeit und lästig?

    Wenn du das für dich ehrlich beantworten kannst, weißt Du was du tun musst.

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II & Hasso I 1975-1986 <3

    <3🐱Tinka 2014-2025, Mietzi 2007-2026<3

  • FancyForest2063
    Gast
    • 22. Oktober 2024 um 21:45
    • #20
    Zitat von Kimba2001

    Fühlst du dich denn mit Abby wohl?

    Hättest Du Spaß mit ihr zB Agility oder UO regelmäßig zu machen?

    Oder ist alles mit ihr nur Arbeit und lästig?

    Wenn du das für dich ehrlich beantworten kannst, weißt Du was du tun musst.

    Klar fühle ich mich wohl. Ich mag sie . Agility fällt aus zwecks hüfte. Im Hundeverein bieten sie rallye Obedience , an und UO , da würde ich zumindest mal anrufen und mir das rally Obedience anschauen. Damit kenne ich mich nämlich nicht aus. Allerdings würde ich das alles machen für unseren Spaß. Bei Prüfungen etc hört für mich der Spaß auf :)

    Agi fällt flach wegen ihrer HD

  • Kimba2001
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    • 22. Oktober 2024 um 22:11
    • #21

    Just for Fun ist doch in Ordnung.

    Man muss doch nicht immer Prüfungen laufen, wenn man daran keinen Spaß hat.

    Wegen der Hüfte könnte Hoopers interessant sein.

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

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  • FancyForest2063
    Gast
    • 23. Oktober 2024 um 06:49
    • #22

    Ja hoopers wird hier in der Umgebung von 20 km leider nicht angeboten oder ich habe es noch nicht gefunden . Da ich nach allen so geschaut habe und gedacht habe man schnuppern mal überall rein .

  • Waschbär
    Moderator
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    1
    • 23. Oktober 2024 um 10:27
    • #23

    Bezüglich der Auslastung: Mach Dir darüber keinen Kopp... Dein Hund scheint damit zufrieden zu sein und zeigt offensichtlich keine Übersprungs-/Ersatzhandlungen, die auf Unterbeschäftigung beruhen. Auch ein DSH ist nur ein Hund, und die allermeisten DSHs (auch aus Leistungszucht) sind mit einem Auslastungspensum, wie Du es beschreibst, zufrieden. Wichtiger ist es ihnen einfach nur "dabei" zu sein als jeden Tag ein ausgeklügelten Auslastungsprogramm abzuarbeiten. Zudem werden sie zunehmend ruhiger, je älter sie werden. Sprich bei Welpen/Junghunden muss man seinen Tagesablauf diesbezüglich noch stark an die Bedürfnisse des Hundes anpassen. Wird der Hund älter, und wird eine gewisse Routine im Tagesablauf eingehalten, dann weiß er dass an manchen Tagen mehr Pennen angesagt ist und tut das dann einfach. Bei mir gibt es meist an 4 Tagen in der Woche mehr Beschäftigung als an den 3 anderen. Und die Hunde merken bereits beim Aufstehen welches Programm diesbezüglich am jeweiligen Tag ablaufen wird und verhalten sich entsprechend. Sprich an den Tagen, an denen ich Morgens aus dem Haus gehe, sind die nach dem Morgengassi und Frühstücken meist schon wieder am Pennen bevor ich mich umgezogen habe. O.K., der Duracell-Spitz dreht ja immer ein bisschen am Rädchen und geht einem mit seiner überzogen guten Laune morgens um 4 oder halb 5 manchmal ziemlich auf den Wecker... 8) Aber selbst die weiß dass an solchen Tagen für die nächsten Stunden erst einmal Siesta angesagt ist.

    Dass viele Hunde mit einem gemäßigterem "Auslastungsprogramm" nicht zurecht kommen (nicht nur beim DSH) ist in vielen Fällen von ihren Haltern selbst verschuldet. Je mehr und öfter ich einen Hund beschäftige, und vor allem je mehr ich dabei seinen Beutetrieb anspreche und befriedige, desto aufgedrehter wird mein Hund. Viele "Helikopter-Hundehalter" arbeiten einen regelrechten Stundenplan aus wie sie ihren Hund tagtäglich mehrere Stunden beschäftigen. Morgens und Abends mind. eine Stunde mit dem Hund laufen, dabei zwischendrinn Suchspiele und Gehorsamsübungen einbauen, über den Tag verteilt zusätzlich noch zwei-, dreimal Gassi, am Wochentag A Hoopern, am Wochentag B Trickdog-Training, am Wochentag C + E Agility, am Tag dazwischen wird der Hund mit der Frisbee-Scheibe ordentlich "ausgelastet", zwischendurch wird noch Fahrrad gefahren mit dem Hund usw. Und ein jeder solcher Hundehalter beteuert dass sein Hund dieses Pensum BRAUCHT weil er sonst nicht ausgelastet ist und deswegen am Rädchen dreht... Und wirft an Tagen, an denen er meint seinen Hund sonst aus Zeitgrünen nicht ausreichend auslasten zu können, dann 100 x das Bällchen oder die Frisbeescheibe für den Hund...

    Ja logisch... Solche Hunde sind a) übermüdet und b) "drogenabhängig"... Ihr "Dope" heist Dopamin, welches sie selbst im Organismus bilden wann immer ihr Spiel-/Beute-/Jagdtrieb im Training befriedigt wird, und das Glücksgefühle im Gehirn auslöst. Wird das Gehirn tagtäglich mit Dopamin "geflutet", wohlmöglich auch noch mehrmals, dann setzen Entzugserscheinungen ein sobald der Dopaminspiegel im Organismus sinkt. Natürlich "fordert" so ein Hund dann sein "Dope" ein, und sein Halter denkt er muss seinen Hund noch mehr beschäftigen und auslasten als er es bisher bereits macht. Und in dieser Spirale schraubt sich das immer weiter hoch. Ganz klar dass so ein Hund dann mit einem oder gar mehreren Tagen ohne "Auslastung" mit mehr klar kommt und das durch entsprechende Verhaltensauffälligkeiten deutlich zeigt.

    Dem natürlichen Ruhe- und Schlafbedürfnis von bis zu 21 Stunden täglich kann bei so einem Hund und dessen "Auslastungsprogramm" natürlich keine Rechnung getragen werden, was den Organismus zusätzlich langfristig schwer belastet, weil das noch einiges mehr im Hormonsystem durcheinander bringt.

    Wie sah das Leben der meisten "Leistungshunde" denn früher (als noch alles besser war, u.a. das Wesen der Hunde :S ) ? Da lebten Rex und Hasso in ihrem Zwinger und hatten einen absolut geregelten Tagesablauf... Früh morgens ging Herrchen eine Runde mit dem Hund, es gab Futter, dann ging der Hund wieder in seinen Zwinger und Herrchen zur Arbeit, bis zum späten Nachmittag. Manchmal gab es Familienmitglieder die den Rex oder Hasso gegen Mittag mal kurz aus dem Zwinger gelassen haben zum Pippimachen, manchmal aber auch nicht. Wenn das Herrchen dann nach einem anstrengeden Arbeitstag nach Hause kam ging er wieder eine Runde mit dem Hund (die i.d.R. länger ausgefallen ist als die Morgenrunde). Wenn Rex oder Hasso viel Glück hatte durfte er dann bis zur Abendrunde im Garten oder auf dem Hof frei laufen und in einigen Fällen sogar mit in die Wohnung. Nach dem Füttern hat er dann die Nacht i.d.R. wieder im Zwinger verbracht.

    DAS war das Alltagsleben vieler LEISTUNGShunde damals von Montag bis Freitag. Unterbrochen von einem Tag (oftmals war das der Mittwoch) an dem es Abends zum Hundeplatz gegangen ist. Da hat der Hund dann eine Unterordnung und einen Schutzdienst absolviert. That's all... Samstag Nachmittag dann das selbe Programm. Und Sonntag Morgen Fährte suchen, danach noch mal eine Unterordnung und einen Schutzdienst auf dem Übungsplatz (und danach war der Hund meist völlig platt, ist zu Hause in seine Hütte und hat bis zur Abendrunde geschlafen). Die Zeiten dazwischen hat der Hund dösend im Auto oder einer Box verbracht. Und das war das Programm eifriger Hundeführer !!! Mit nicht wenigen "Leistungs"hunden wurden nur 1 x pro Woche trainiert, vor allem in der dunklen Jahreszeit.

    Wenn heute manche Leute dem Charakter und Wesen damaliger Leistungshunde nachtrauern, dann trauern sie den "Produkten" der damaligen Haltungs- und Trainingsbedingungen nach. Dass viele Hunde damals einen ausgeglichenen Charakter hatten lag daran dass sie a) viel Routine im Tagesablauf hatten, b) ausreichend Ruhephasen hatten, und c) nicht jeden Tag dopaminmäßig völlig hochgepuscht worden sind.

    Ein gutes Beispiel ist der Border Collie... Oft sieht man bei dieser Rasse völlig überdrehte "Arbeits-Junkies". Glaubt eigentlich irgend jemand dass ein britischer Farmer mit so einem Hund auf seiner Farm irgend etwas hätte anfangen können? Die Schafe wurden ja nicht täglich von einer Weide auf eine andere getrieben. Sondern nur manchmal. Die überwiegende Anzahl von Tagen im Jahr waren die Hunde auf den Höfen arbeitslos und durften den Arbeitsablauf nicht stören durch ihr Verhalten. Und keinesfalls täglich Zeit einfordern um sie "auszulasten" und zu bespaßen. Die hatten an den relativ wenigen Tagen im Jahr, an denen sie gebraucht wurden, zu arbeiten und sich ansonsten unauffällig auf der Farm zu verhalten.

    Wenn es Dir also gut geht, im Zusammenleben mit Deinem Hund, dann stell Dir nicht die Frage ob Du ihn abgeben solltest oder nicht. Denn Deinem Hund geht es gut, so wie Du ihn beschreibst. Gib ihm klare Strukturen, das lieben Hunde. Erfülle seine Grundbedürfnisse (und ein ganz normaler Spaziergang, auf dem der Hund schnüffeln darf wie ihm beliebt, erfüllt diese mehr als jeder "Actionspaziergang" mit zwanghaften Suchspielen & Co.) und setze beschäftigungsmäßige Highlights ein bis zweimal pro Woche. Mantrailing alle zwei Woche ist doch prima. Zwischendurch Dummytraining auch. Longieren wäre z.B. auch eine Möglichkeit und/oder Zielobjektsuche. Aber lieber auf zwei-, maximal dreimal pro Woche verteilt. Und "ruhiges" Arbeiten, welches möglichst mit Futter bestätigt wird, mit solchem abwechseln bei dem "Beute" ins Spiel kommt. Damit der Dopaminspiegel ausreichend Zeit hat sich wieder zu erholen.

  • Pepper
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    • 23. Oktober 2024 um 10:46
    • #24

    Waschbär Danke für diesen Text!

    Zitat von Waschbär

    Wichtiger ist es ihnen einfach nur "dabei" zu sein als jeden Tag ein ausgeklügelten Auslastungsprogramm abzuarbeiten.

    ...und eine Verbindung zu ihrem Menschen zu haben.

  • Kimba2001
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    • 23. Oktober 2024 um 12:35
    • #25

    Waschbär :thumbup:

    Genauso war das in den 80ern.

    OK, unsere Hasso's (und Aki, Varko, Irko) gingen nicht zum Hundeplatz und waren im Haus (wir hatten nie nen Zwinger).

    Und alle waren total gechillt

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

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    <3🐱Tinka 2014-2025, Mietzi 2007-2026<3

  • Waschbär
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    • 23. Oktober 2024 um 12:43
    • #26
    Zitat von Kimba2001

    Waschbär :thumbup:

    Genauso war das in den 80ern.

    OK, unsere Hasso's (und Aki, Varko, Irko) gingen nicht zum Hundeplatz und waren im Haus (wir hatten nie nen Zwinger).

    Und alle waren total gechillt

    Ist irgendwie das selbe wie mit den Kindern... Wir haben früher einfach nur gespielt, jeden Tag nach den Hausaufgaben. Was genau hat eigentlich niemanden interessiert. Heute haben die Kids für ihre "Freizeit" oft einen Terminkalender der dem eines Managers gleicht, von der Anzahl der Termine her. Spontan entscheiden was sie machen möchten können viele Kinder gar nicht mehr. Und das geht nicht selten von Montag bis Freitag so.

    Und dann wundert man sich warum solche Kinder z.B. keine Langeweile mehr aushalten können bzw. sich nicht alleine zu beschäftigen wissen (außer durch Computerspiele & Co.).

  • Schafring
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    2
    • 23. Oktober 2024 um 13:31
    • #27

    @hundemama , deiner Abby gehts doch gut bei dir sowie das am Anfang deines Zweifelfadens beschrieben wurde und ja, geh nicht so verkopft an die Sache heran.

    Ich wollte dazu eigentlich noch mehr schreiben, aber das was ich gerne ausgedrückt hätte wurde ja bereits von Waschbär trefflichst erläutert.

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. “

  • Jacky0815
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    40
    • 23. Oktober 2024 um 16:25
    • #28

    Der Hund zeigt an, ob es passt oder nicht, genau wie in dem tollen Text von Waschbär ausgeführt.

  • FancyForest2063
    Gast
    • 23. Oktober 2024 um 18:05
    • #29
    Zitat von Waschbär
    Zitat

    Bezüglich der Auslastung: Mach Dir darüber keinen Kopp... Dein Hund scheint damit zufrieden zu sein und zeigt offensichtlich keine Übersprungs-/Ersatzhandlungen, die auf Unterbeschäftigung beruhen. Auch ein DSH ist nur ein Hund, und die allermeisten DSHs (auch aus Leistungszucht) sind mit einem Auslastungspensum, wie Du es beschreibst, zufrieden. Wichtiger ist es ihnen einfach nur "dabei" zu sein als jeden Tag ein ausgeklügelten Auslastungsprogramm abzuarbeiten. Zudem werden sie zunehmend ruhiger, je älter sie werden. Sprich bei Welpen/Junghunden muss man seinen Tagesablauf diesbezüglich noch stark an die Bedürfnisse des Hundes anpassen. Wird der Hund älter, und wird eine gewisse Routine im Tagesablauf eingehalten, dann weiß er dass an manchen Tagen mehr Pennen angesagt ist und tut das dann einfach. Bei mir gibt es meist an 4 Tagen in der Woche mehr Beschäftigung als an den 3 anderen. Und die Hunde merken bereits beim Aufstehen welches Programm diesbezüglich am jeweiligen Tag ablaufen wird und verhalten sich entsprechend. Sprich an den Tagen, an denen ich Morgens aus dem Haus gehe, sind die nach dem Morgengassi und Frühstücken meist schon wieder am Pennen bevor ich mich umgezogen habe. O.K., der Duracell-Spitz dreht ja immer ein bisschen am Rädchen und geht einem mit seiner überzogen guten Laune morgens um 4 oder halb 5 manchmal ziemlich auf den Wecker... 8) Aber selbst die weiß dass an solchen Tagen für die nächsten Stunden erst einmal Siesta angesagt ist.

    Ja das ist ja meist das Problem der kopf , und egal wo man hinschaut , überall hört man auslasten Lz , auslasten ,auslasten , ich denke deswegen mache ich mir auch soviel Gedanken darüber. Abbi musste auch hier angekommen ,erstmal ruhe lernen, mir nicht als hinterher Stiefeln etc. Sie macht aber echt nen zufriedenen Eindruck

    Dass viele Hunde mit einem gemäßigterem "Auslastungsprogramm" nicht zurecht kommen (nicht nur beim DSH) ist in vielen Fällen von ihren Haltern selbst verschuldet. Je mehr und öfter ich einen Hund beschäftige, und vor allem je mehr ich dabei seinen Beutetrieb anspreche und befriedige, desto aufgedrehter wird mein Hund. Viele "Helikopter-Hundehalter" arbeiten einen regelrechten Stundenplan aus wie sie ihren Hund tagtäglich mehrere Stunden beschäftigen. Morgens und Abends mind. eine Stunde mit dem Hund laufen, dabei zwischendrinn Suchspiele und Gehorsamsübungen einbauen, über den Tag verteilt zusätzlich noch zwei-, dreimal Gassi, am Wochentag A Hoopern, am Wochentag B Trickdog-Training, am Wochentag C + E Agility, am Tag dazwischen wird der Hund mit der Frisbee-Scheibe ordentlich "ausgelastet", zwischendurch wird noch Fahrrad gefahren mit dem Hund usw. Und ein jeder solcher Hundehalter beteuert dass sein Hund dieses Pensum BRAUCHT weil er sonst nicht ausgelastet ist und deswegen am Rädchen dreht... Und wirft an Tagen, an denen er meint seinen Hund sonst aus Zeitgrünen nicht ausreichend auslasten zu können, dann 100 x das Bällchen oder die Frisbeescheibe für den Hund...

    Ja logisch... Solche Hunde sind a) übermüdet und b) "drogenabhängig"... Ihr "Dope" heist Dopamin, welches sie selbst im Organismus bilden wann immer ihr Spiel-/Beute-/Jagdtrieb im Training befriedigt wird, und das Glücksgefühle im Gehirn auslöst. Wird das Gehirn tagtäglich mit Dopamin "geflutet", wohlmöglich auch noch mehrmals, dann setzen Entzugserscheinungen ein sobald der Dopaminspiegel im Organismus sinkt. Natürlich "fordert" so ein Hund dann sein "Dope" ein, und sein Halter denkt er muss seinen Hund noch mehr beschäftigen und auslasten als er es bisher bereits macht. Und in dieser Spirale schraubt sich das immer weiter hoch. Ganz klar dass so ein Hund dann mit einem oder gar mehreren Tagen ohne "Auslastung" mit mehr klar kommt und das durch entsprechende Verhaltensauffälligkeiten deutlich zeigt.

    Ja , soviel können aber doch nur Rentner oder selbstständige leisten, klar die Grundsignale werden hier derzeit auch 2 x täglich abgefragt, ansonsten geht's 1x intensiv also Qualität statt Quantität. Hör mir auf meine Drogensüchtige ist mittlerweile 9 Jahre alt , wir wussten es damals nicht besser. Aber stupides werden ohne erstmal ne bleib Übungen läuft hier seither nie.

    Dem natürlichen Ruhe- und Schlafbedürfnis von bis zu 21 Stunden täglich kann bei so einem Hund und dessen "Auslastungsprogramm" natürlich keine Rechnung getragen werden, was den Organismus zusätzlich langfristig schwer belastet, weil das noch einiges mehr im Hormonsystem durcheinander bringt.

    Wie sah das Leben der meisten "Leistungshunde" denn früher (als noch alles besser war, u.a. das Wesen der Hunde :S ) ? Da lebten Rex und Hasso in ihrem Zwinger und hatten einen absolut geregelten Tagesablauf... Früh morgens ging Herrchen eine Runde mit dem Hund, es gab Futter, dann ging der Hund wieder in seinen Zwinger und Herrchen zur Arbeit, bis zum späten Nachmittag. Manchmal gab es Familienmitglieder die den Rex oder Hasso gegen Mittag mal kurz aus dem Zwinger gelassen haben zum Pippimachen, manchmal aber auch nicht. Wenn das Herrchen dann nach einem anstrengeden Arbeitstag nach Hause kam ging er wieder eine Runde mit dem Hund (die i.d.R. länger ausgefallen ist als die Morgenrunde). Wenn Rex oder Hasso viel Glück hatte durfte er dann bis zur Abendrunde im Garten oder auf dem Hof frei laufen und in einigen Fällen sogar mit in die Wohnung. Nach dem Füttern hat er dann die Nacht i.d.R. wieder im Zwinger verbracht.

    Viele leben heute auch noch so , oder so ähnlich , zb abbi ihre Mama, sie passt auf einen Angelteich nachts auf , tagsüber ist sie meist im zwinger oder darf ein paar mal auf dem Feld vor dem angelteich sich selbst beschäftigen

    DAS war das Alltagsleben vieler LEISTUNGShunde damals von Montag bis Freitag. Unterbrochen von einem Tag (oftmals war das der Mittwoch) an dem es Abends zum Hundeplatz gegangen ist. Da hat der Hund dann eine Unterordnung und einen Schutzdienst absolviert. That's all... Samstag Nachmittag dann das selbe Programm. Und Sonntag Morgen Fährte suchen, danach noch mal eine Unterordnung und einen Schutzdienst auf dem Übungsplatz (und danach war der Hund meist völlig platt, ist zu Hause in seine Hütte und hat bis zur Abendrunde geschlafen). Die Zeiten dazwischen hat der Hund dösend im Auto oder einer Box verbracht. Und das war das Programm eifriger Hundeführer !!! Mit nicht wenigen "Leistungs"hunden wurden nur 1 x pro Woche trainiert, vor allem in der dunklen Jahreszeit.

    Wenn heute manche Leute dem Charakter und Wesen damaliger Leistungshunde nachtrauern, dann trauern sie den "Produkten" der damaligen Haltungs- und Trainingsbedingungen nach. Dass viele Hunde damals einen ausgeglichenen Charakter hatten lag daran dass sie a) viel Routine im Tagesablauf hatten, b) ausreichend Ruhephasen hatten, und c) nicht jeden Tag dopaminmäßig völlig hochgepuscht worden sind.

    Ein gutes Beispiel ist der Border Collie... Oft sieht man bei dieser Rasse völlig überdrehte "Arbeits-Junkies". Glaubt eigentlich irgend jemand dass ein britischer Farmer mit so einem Hund auf seiner Farm irgend etwas hätte anfangen können? Die Schafe wurden ja nicht täglich von einer Weide auf eine andere getrieben. Sondern nur manchmal. Die überwiegende Anzahl von Tagen im Jahr waren die Hunde auf den Höfen arbeitslos und durften den Arbeitsablauf nicht stören durch ihr Verhalten. Und keinesfalls täglich Zeit einfordern um sie "auszulasten" und zu bespaßen. Die hatten an den relativ wenigen Tagen im Jahr, an denen sie gebraucht wurden, zu arbeiten und sich ansonsten unauffällig auf der Farm zu verhalten.

    Wenn es Dir also gut geht, im Zusammenleben mit Deinem Hund, dann stell Dir nicht die Frage ob Du ihn abgeben solltest oder nicht. Denn Deinem Hund geht es gut, so wie Du ihn beschreibst. Gib ihm klare Strukturen, das lieben Hunde. Erfülle seine Grundbedürfnisse (und ein ganz normaler Spaziergang, auf dem der Hund schnüffeln darf wie ihm beliebt, erfüllt diese mehr als jeder "Actionspaziergang" mit zwanghaften Suchspielen & Co.) und setze beschäftigungsmäßige Highlights ein bis zweimal pro Woche. Mantrailing alle zwei Woche ist doch prima. Zwischendurch Dummytraining auch. Longieren wäre z.B. auch eine Möglichkeit und/oder Zielobjektsuche. Aber lieber auf zwei-, maximal dreimal pro Woche verteilt. Und "ruhiges" Arbeiten, welches möglichst mit Futter bestätigt wird, mit solchem abwechseln bei dem "Beute" ins Spiel kommt. Damit der Dopaminspiegel ausreichend Zeit hat sich wieder zu erholen.

    Danke es war sehr viel text ,aber sehr lehrreich , ach und hey , das ist kein zwanghaftes suchspiel , ich liebe es und abbi scheinbar auch.

    Alles anzeigen
  • FancyForest2063
    Gast
    • 23. Oktober 2024 um 18:09
    • #30
    Zitat von Waschbär

    Ist irgendwie das selbe wie mit den Kindern... Wir haben früher einfach nur gespielt, jeden Tag nach den Hausaufgaben. Was genau hat eigentlich niemanden interessiert. Heute haben die Kids für ihre "Freizeit" oft einen Terminkalender der dem eines Managers gleicht, von der Anzahl der Termine her. Spontan entscheiden was sie machen möchten können viele Kinder gar nicht mehr. Und das geht nicht selten von Montag bis Freitag so.


    Und dann wundert man sich warum solche Kinder z.B. keine Langeweile mehr aushalten können bzw. sich nicht alleine zu beschäftigen wissen (außer durch Computerspiele & Co.).

    ja bei vielen Kindern ist das heute ganz richtig , vorallem nur vorm Tablet PC etc . Meine haben meistens selbst mit 13,14 Jahren sich Vereine gesucht. Bzw mein sohn ist in der feuerwehr ( wie der papa ) und beim drk. Meine 18 jährige hat darauf keine lust und macht nichts und die kleinste ist mit dem Kindergarten bis 16 uhr voll ausgelastet und Wochenende ab in den Zoo

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