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Aktuelle Philosphie der Öffentlichkeit über Hundeerziehung und die Folgen

  • Axman
  • 23. Oktober 2024 um 07:48
  • Secans
    Beiträge
    875
    • 16. November 2024 um 17:48
    • #76
    Zitat von Maline

    Ich bekam bei Quinto bald täglich Videos von dem Wurf, das sollte auch beim Auswählen helfen. Mir kam er immer sehr abwartend vor und trotzdem bekam er irgendwie die meiste Haue von seiner Mutter, schade dass man das hier nicht einstellen kann um es genauer zu erklären. Auf jeden Fall ist er heute nicht mehr abwartend und mein erster Hund der schon mal einen drüber kriegt, wenn er wieder mal ausrastet. Dann schüttelt er sich, ist wieder ansprechbar und kein bisschen nachtragend. Alle meine anderen Hunde waren deutlich leichter zu beeindrucken und das auch nachhaltiger.

    Ich weiß was du meinst. Bei meiner Hündin hatte man auch, dass sie manche Welpen irgendwie auf dem Kiecker hatte. Aus was für Gründen auch immer, aber ich bin mir sicher, sie ist da klüger als ich und hatte ihre Gründe. Sie ist nämlich wahnsinnig sozial und bemüht mit ihren Welpen gewesen, sie hat da keinen Welpen grundlos gemaßregelt.

  • Secans
    Beiträge
    875
    • 16. November 2024 um 17:53
    • #77

    Einen Punkt zu Belohnungen in der Erziehung habe ich noch. Je nach Hundetyp wirkt Belohnung unheimlich pushend (ist ja so gewollt), das muss einem auch vom Handling liegen. Kenne nicht nur einen Hund der durch falsches Belohnen unheimlich aufgemacht wurde im Alltag und wo genau das Gegenteil bewirkt wurde.

    Ja, da kommt dann oft „Aber damit schadet man dem Hund doch nicht“. Natürlich tut man das. Diese Aufregung ist gar nicht selten ein Abgabegrund, weil es sie Besitzer irgendwann überfordert.

  • Secans
    Beiträge
    875
    • 16. November 2024 um 18:00
    • #78

    Hängt meiner Erfahrung nach auch mit dem Nervenkostüm zusammen. Grade Hütehunde finde ich da prädestiniert. Bei meinem Mali lassen die Nerven auch gerne mal zu wünschen übrig und da ist es dann doch auch häufig so dass man sagt: „Nicht gestraft ist Lob genug“. Der hat’s aber auch nicht so mit Frust und dann potenzier sich das gefühlt auch etwas.

  • OldFrog2056
    Gast
    • 16. November 2024 um 18:26
    • #79
    Zitat von Secans
    Zitat von Harz2024

    Ein aversiver Reiz, ist eigentlich immer Schmerzhaft, oder unangenehm.

    Und schon wieder dieses rein positive Erziehung.

    Wenn man das macht, dann sollte man dazu aber auch stehen, dass man aversiv und eben auch Gewalt anwendet.

    Und schon wieder so ein bei manchen Rassen muss man .... machen, das selbe wie in diesem Artikel.

    Da komm ich aus dem Schleudertrauma kaum noch raus.

    Im Bekanntenkreis habe ich einen weichen Pudelmix, dem dringend Grenzen fehlen. Der Hund hat tatsächlich schon gebissen und die Besitzer stehen kurz vor Abgabe, weil sich bereits die Nachbarschaft beschwert und die Besitzerin Angst hat.

    Wir reden hier von zuckersüßen 11kg. Charakterlich sehr weich, für ihre Besitzer aber ein schwieriger Hund. Alles auch subjektiv. Aber eher unsicher, poliert sich gerne das Selbstbewusstsein über Aggressionsverhalten auf und irre klug und frech.

    Ein aversiver Reiz funktioniert hier wirklich außerordentlich gut, meiner Erfahrung nach kommt man damit grade bei harten Hunden eher an seine Grenzen. Grade Schmerzreize wirken bei gewissen Hunden eher aktivierend als hemmend. Und manche sind da absolut unempfindlich, wie Jagdterrier.

    Denke man muss da einfach stark differenzieren. Auch um was es geht. Ich verwende Strafreize in der Erziehung immer, wenn ich ein Verhalten hemmen möchte. Welcher genau kommt auf den Hund und das Verhalten an.

    Gewalt wendet dann auch die Mutterhündin an. Meine hat ihre Welpen beim säugen zum Beispiel leicht in den Kopf gebissen um ihnen zu erklären, wie stark sie säugen dürfen und wann es ihr wehtut. Da haben die auch durchaus geweint und gejammert, es aber verstanden. Erziehung war auch hier nicht frei von unangenehmen Dingen, in diesem Fall einem Schmerzreiz.

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    Und wo genau ist jetzt das Problem einen 11 kg Fliegenschiss vom Beißen abzuhalten.

    Glaube nicht, dass man das mit Härte machen muss.

  • Maline
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    • 16. November 2024 um 18:35
    • #80
    Zitat von Secans

    Je nach Hundetyp wirkt Belohnung unheimlich pushend

    Genau, durch Obedience wird man da schon echt geschult ^^ Mal so ein Beispiel, ein Dalmatiner hat bei Regen die Ablage nur im Schwebezustand gemacht. Also hat die HF im Sommer ein Stück Wiese unter Wasser gesetzt und ein Stück trocken gelassen. Für Platz im Trockenem gab es Trockenfutter, für Platz in der Pfütze besten Pansen. Der Hund schmiss sich später regelrecht in den Matsch...

    Ansonsten ist es bei Quinto genauso, durch Ball ( auch versteckt in der Rückentasche) wird er nervös, unkonzentriert und fiepig, so trainiere ich nur alleine, wenn ich den Schwerpunkt auf Geschwindigkeit lege.

    Durch Trainingswurst oder-käse bekomme ich seine ungeteilte Aufmerksamkeit gerade wenn auch andere Hunde mit dabei sind und wir z.B. Fußarbeit machen. Für alles ruhige, wie Ablage etc. und so beim Spaziergang gibt es Kekse.

    Zitat von Secans

    Nicht gestraft ist Lob genug“.

    Nicht ganz so, aber meine Malihündin fand damals Kekse als störend, mit ihr machte ich Agility, dass war selbstbelohnend, die Kekse spuckte sie wieder aus.

    Mit Enzo war es ähnlich, der ging im Obedience und später im RO so in seiner Aufgabe auf, da störte ihn Belohnung zwischen durch , zum Ende war allerdings der Ball gerne gesehen :saint:

  • Maline
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    • 16. November 2024 um 18:42
    • #81
    Zitat von Pepper

    Was ist Dein Fazit...ich kriege den Punkt nicht :)

    Das der kleine Welpe von seiner Mutter zu sehr "abgehärtet" wurde, vielleicht manchmal nicht verstanden hat, warum er eine drüber bekam und irgendwann dachte, das gehört zum Leben dazu. Vielleicht zu menschlich gedacht :/

  • Maline
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    • 16. November 2024 um 18:48
    • #82
    Zitat von Harz2024

    Und wo genau ist jetzt das Problem einen 11 kg Fliegenschiss vom Beißen abzuhalten.

    Glaube nicht, dass man das mit Härte machen muss.

    Für mich hört es sich doch so an, dass man Grenzen setzen soll und nicht Gewalt. Und der Pudelbesitzer denkt, dass Grenzen setzen Gewalt ist und damit das Ganze eskaliert ist.

    Wie bei ganz vielen Kindern heutzutage, im Elternhaus werden keine Grenzen gesetzt und Kindergärten und Schulen müssen das ganze ausbaden.

  • Axman
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    • 16. November 2024 um 18:50
    • #83
    Zitat von Harz2024

    Und wo genau ist jetzt das Problem einen 11 kg Fliegenschiss vom Beißen abzuhalten.

    Glaube nicht, dass man das mit Härte machen muss.

    "Aversiver Reiz" ist nicht gleichzusetzen mit "Härte". Wenn du den kleinen Scheisser ganz cool am Schlafittchen packst und sich auskeifen lässt, jedesmal wenn er glaubt einen auf dicke Hose machen zu müssen, dann setzt du "aversive Reize", das ist jetzt aber nicht gerade "Härte".

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • IcyMouse1927
    Gast
    • 16. November 2024 um 18:57
    • #84
    Zitat von Maline
    Zitat von Pepper

    Was ist Dein Fazit...ich kriege den Punkt nicht :)

    Das der kleine Welpe von seiner Mutter zu sehr "abgehärtet" wurde, vielleicht manchmal nicht verstanden hat, warum er eine drüber bekam und irgendwann dachte, das gehört zum Leben dazu. Vielleicht zu menschlich gedacht :/

    Das finde ich einen super interessanten Gedanken. Die Mutter meiner Hündin war wohl auch nicht zimperlich mit ihren Welpen und alle Hunde, die ich aus dem Wurf heute noch sehe sind auch "nicht zimperlich". Mag natürlich dann auch über die Vorfahren kommen, aber die Idee dass die Mutter da einen gewissen Grundstein legt, finde ich spannend.

  • OldFrog2056
    Gast
    • 16. November 2024 um 19:09
    • #85
    Zitat von Axman
    Zitat von Harz2024

    Und wo genau ist jetzt das Problem einen 11 kg Fliegenschiss vom Beißen abzuhalten.

    Glaube nicht, dass man das mit Härte machen muss.

    "Aversiver Reiz" ist nicht gleichzusetzen mit "Härte". Wenn du den kleinen Scheisser ganz cool am Schlafittchen packst und sich auskeifen lässt, jedesmal wenn er glaubt einen auf dicke Hose machen zu müssen, dann setzt du "aversive Reize", das ist jetzt aber nicht gerade "Härte".

    Und gegen sowas wie von dir genannt, habe ich nie etwas gesagt.

  • OldFrog2056
    Gast
    • 16. November 2024 um 19:26
    • #86
    Zitat von Maline
    Zitat von Harz2024

    Und wo genau ist jetzt das Problem einen 11 kg Fliegenschiss vom Beißen abzuhalten.

    Glaube nicht, dass man das mit Härte machen muss.

    Für mich hört es sich doch so an, dass man Grenzen setzen soll und nicht Gewalt. Und der Pudelbesitzer denkt, dass Grenzen setzen Gewalt ist und damit das Ganze eskaliert ist.

    Wie bei ganz vielen Kindern heutzutage, im Elternhaus werden keine Grenzen gesetzt und Kindergärten und Schulen müssen das ganze ausbaden.

    Strenge und Konsequenz ist doch jetzt keine Härte.

    Hier geht es doch eher um den schnellen Weg oder nehme ich den langsameren Weg.

    Klartext Maulkorb drauf und ne Leine dran, wäre da jetzt mein Weg.

  • Secans
    Beiträge
    875
    • 16. November 2024 um 22:22
    • #87
    Zitat von Harz2024

    Und wo genau ist jetzt das Problem einen 11 kg Fliegenschiss vom Beißen abzuhalten.

    Glaube nicht, dass man das mit Härte machen muss.

    Schreibt ja auch niemand, sondern von aversiver Strafe.

    Und offenbar ist es ein Problem, weil mehrere ausgebildete Hundetrainer es eben nicht geschafft haben 11kg Fußhupe vom beißen abzuhalten.

    Genau das ist das aktuelle Problem. Theoretisch hoch ausgebildet, aber in der Praxis scheiterts.

    Wie du schon sagst, das ist nun keine unschaffbare Aufgabe, sondern recht einfach.

    Genau darüber staune ich auch echt. Die machen Ausbildungen für mehrere tausend Euro, mit Abnahme vom Vetamt und pipapo, aber bei sowas wie 11kg Fußhupe scheiterts schon in der Praxis. Das ist doch echt gruselig.

  • IcyMouse1927
    Gast
    • 16. November 2024 um 22:34
    • #88
    Zitat von Secans

    Genau darüber staune ich auch echt. Die machen Ausbildungen für mehrere tausend Euro, mit Abnahme vom Vetamt und pipapo, aber bei sowas wie 11kg Fußhupe scheiterts schon in der Praxis. Das ist doch echt gruselig.

    Die machen ihre Ausbildungen z.B. bei Leuten wie dem Herrn im Interview. Und dieser Mensch hat absolut keine Ahnung und lernt von seinen Schützlingen, die eigentlich bei ihm lernen sollten. So geht sowas.

  • Secans
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    875
    • 16. November 2024 um 23:57
    • #89
    Zitat von GeierWally

    Die machen ihre Ausbildungen z.B. bei Leuten wie dem Herrn im Interview. Und dieser Mensch hat absolut keine Ahnung und lernt von seinen Schützlingen, die eigentlich bei ihm lernen sollten. So geht sowas.

    Ja, halt nur bekloppt. Wenig Ahnung, aber ganz viel Meinung als „Ausbildung“ vergoldet. Daher kommen auch die ganzen Probleme.

    Wie in meinem Beispiel. Die haben alle große Reden geschwungen darüber, was man doch alles auf keinen Fall machen sollte, aber das Problem lösen, das konnte keiner. Erschreckend.

    Jetzt mit einfachen Grenzen und leichter Strafe, bei so nem Hund brauchts ja gar nicht viel, klappt der Alltag wieder.

  • Axman
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    • 17. November 2024 um 08:53
    • #90
    Zitat von GeierWally
    Zitat von Secans

    Genau darüber staune ich auch echt. Die machen Ausbildungen für mehrere tausend Euro, mit Abnahme vom Vetamt und pipapo, aber bei sowas wie 11kg Fußhupe scheiterts schon in der Praxis. Das ist doch echt gruselig.

    Die machen ihre Ausbildungen z.B. bei Leuten wie dem Herrn im Interview. Und dieser Mensch hat absolut keine Ahnung und lernt von seinen Schützlingen, die eigentlich bei ihm lernen sollten. So geht sowas.

    Welches Interview? :)

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

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