Axman Ja, jetzt verstehe ich was du meinst. Generell ist der Grad zwischen sensibilisieren und Desensibilisieren ein schmaler und ohne Erfahrung und ohne Plan kippt das gern ins Gegenteil. Also ja, es kommt darauf an, mit welchem Ziel, wie begleitet und man sollte soweit möglich auch alles über die Vergangenheit des Hundes wissen. Das hatte ich nicht bedacht.
Das ist eben ein Kind, die müssen ganz vieles auch erst lernen und erzogen werden, ausprobieren und haben nicht die Weitsicht eines Erwachsenen, wo man etwas bespricht und dann klappt das.
Ich versteh aber schon auch den Ärger, wenn es schon mehrfach kommuniziert wurde. Hab auch schon so Deppen gehabt die 50 cm vor Arwa stehen, auf dem Hund steht "Abstand halten, nicht anfassen, nicht beachten, ich bitte den Typen weiter zu gehen und meinen Hund nicht anzustarren und dann kam ein beleidigtes "Nichtmal gucken darf man". Nee. Darf man nicht. Besser wäre wenn hier alle an einem Strang ziehen würden, vielleicht kann ein Trainer ins Haus kommen und mal mit der Familie klären, welche Lösungen möglich sind und von allen mitgetragen werden können. Im Prinzip ist es ja so, weder Kind noch Hund können sich in der Konstellation frei bewegen. Und beide "Halter" empfinden das als Einschränkung, wär der jeweils andere nicht da oder könnte der jeweils andere sich einwandfrei benehmen, gäbe es keine Probleme. Können aber weder Kind noch Hund, weil beide noch jung sind. Und beide auch offenbar nicht astrein hören ![]()
Letztlich die gleiche Diskussion wie mit der Inklusion. "Würden behinderte Kinder nicht ständig den Unterricht stören, dann..." und auf der anderen Seite "Würden Eltern Nicht-behinderter Kinder nicht nur auf Leistung achten, sondern auch darauf ob ihre Kinder ein soziales Miteinander, dann..." - tja, beides nachvollziehbar irgendwie. Und alle Kinder würden in erster Linie davon profitieren, beobachten zu dürfen, wie die Erwachsenen, statt aufeinander loszugehen, versuchen die Perspektiven zu wechseln, die anderen zu verstehen, sich entgegen kommen, Lösungen finden für Situationen, die nunmal sind wie sie sind.
Schenkt doch euch gegenseitig zu Ostern: Ein Hundetrainer kommt und erklärt euch (allen!) Shivas Körpersprache vor Ort. Ohne Training, ohne eingreifen, nur Analyse. Und einen schönen, angepassten Maulkorb für Shiva, und das Kind darf die Farbe aussuchen. Und danach bleibt Shiva angebunden auf seinem Platz und du versteckst für das Kind Eier die es suchen darf, und danach versteckst du mit dem Kind Leckerchen, die Shiva dann suchen darf, ohne Leine, und das Kind bleibt bei dir auf dem Schoß sitzen und schaut zu wie Shiva sucht.