Auf was achten beim Welpenkauf

  • Hallo,

    wir hatten schon zwei Schäferhunde, einen SH vom Dissidenz-Züchter und einen SH mit roten Papieren vom SV.

    Der erste bekam leider sehr früh Schäferhundkeratitis. Der mit den roten Papieren hatte schon früh Probleme mit dem Rücken und diverse andere Baustellen. Auf was würdet ihr achten beim Welpenkauf um die Chance zu maximieren, einen gesunden Hund zu bekommen? Wir möchten keinen Hund mit niedriger Hemmschwelle oder extremer Triebigkeit. HZ ist optisch nicht unseres, lieber LZ oder DDR-Linie von der Optik her. Wie alt wurden eure Schäfis?

    Liebe Grüße, Toni

  • Hallo,

    Ich habe zwar keine DSH und kann deshalb nur erzählen wie es bei mir war. Meine 1. Malihündin war auch ohne Papiere, allerdings habe ich sie auch erst mit 2 Jahren als Notvermittlung übernommen. Vom Wesen ein Traum, vom Körper leider weniger :( Deshalb war Gesundheit sehr wichtig.

    Ich kannte eine ganz tolle Zucht, die Hunde wurden sportlich stark belastet und waren trotzdem topfit. Eine Hündin davon hatte gerade bei einer anderen Züchterin einen Wurf. Die meisten Gesundheitsergebnisse der Elterntiere stehen ja entweder bei working-dog.com oder auch bei den Wurfmeldungen des Verbands. Mein Enzo ist mittlerweile 15 1/4 und war immer super gesund, deshalb habe ich mich wieder für einen Welpen aus der gleichen Zucht entschieden. Quinto ist jetzt 5 Jahre und war durchgehend gesund.

    Also wäre mein Rat, gucke dir Hunde auf Prüfungen oder in Vereinen an, bei Gefallen quatsche die Besitzer an, da erfährst du einiges. Danach weißt du schon mal aus welcher Linie diese sind und kannst weitere Recherchen anstellen. Und bitte nicht die ganz jungen Hunde begucken sondern Hunde die schon etwas älter sind und trotzdem gesund.

  • Also wäre mein Rat, gucke dir Hunde auf Prüfungen oder in Vereinen an, bei Gefallen quatsche die Besitzer an, da erfährst du einiges. Danach weißt du schon mal aus welcher Linie diese sind und kannst weitere Recherchen anstellen. Und bitte nicht die ganz jungen Hunde begucken sondern Hunde die schon etwas älter sind und trotzdem gesund.

    Interessante Idee.

    Meinst Du, das das so funktioniert?


    Da ich mit meinem vom Wesen her soviel Glück hatte hab ich mich oft gefragt - mit der Erfahrung von heute - wie ich heute meinen Hund aussuchen würde.


    Ich könnte mir vorstellen, das gerade auf Prüfungen niemand einen Kopf für Käufer hat, der einen Familien-/Begleithund sucht.


    Aber vielleicht täusche ich mich da auch 🤷🏻

  • Hallo Toni und herzlich Willkommen bei uns im Schäferhund-Forum.


    Maline s Idee klingt für mich gut.


    Ich selbst hatte meinen Harras vom Bauernhof. Keine Zucht, keine Papiere. Bis zu seinem Milztumoor mit knapp 8 Jahren hatte er "nur" Spondylosen im Rücken.


    Eine Bitte noch: wir freuen uns, wenn sich neue Mitglieder einmal in dem entsprechenden Bereich vorstellen.

  • Ich könnte mir vorstellen, das gerade auf Prüfungen niemand einen Kopf für Käufer hat, der einen Familien-/Begleithund sucht.

    Nun ja, vielleicht nicht gerade im Vorbereitungsring anquatschen :D

    Ich gehe seit 20 Jahren auf Prüfungen in verschiedenen Bereichen, IPO ausgenommen, und ich liebe gerade die Gespräche mit anderen Hundeleuten. Natürlich will man die Ausbildung seines Hundes überprüfen lassen und gerne auch mal gewinnen. Aber insgesamt lernt man viele Leute kennen und trifft sich über Jahre immer mal wieder.... und gönnt dem ein oder anderen wiederum den verdienten Erfolg.



    Da ich mit meinem vom Wesen her soviel Glück hatte hab ich mich oft gefragt - mit der Erfahrung von heute - wie ich heute meinen Hund aussuchen würde.

    Es gibt diese Herzenshunde, in deinem Fall glaube ich das ist der Pepper :love: Wenn er jetzt auch noch lange gesund bleibt wirst du das nie wieder besser hinbekommen.

  • Wir sind bei der Auswahl von Carma so rangegangen, sind auf Ausstellungen gefahren, haben uns die Vorstellung/Bewertung der Hunde und das Handling davor und danach angeschaut und haben dann die ausstellenden Züchter/Hundeführer angequatscht.

    Alle waren entspannt und freundlich und auskunftsfreudig. Und wenn einer nicht vorher quatschen wollte, dann auf jeden Fall nach der Prüfung.


    Für uns haben wir so tatsächlich schon einen Teil der Züchter ausschliessen oder in die engere Wahl nehmen können.

  • ich finde es zwar merkwürdig, das Toni eine Frage stellt und dann nix mehr dazu schreibt, aber vll. möchte ja ein anderer zukünftiger Welpenkäufer wissen auf was man achten soll, daher schreibe ich meine Erfahrung (!) mal hier rein. Und vll. schreibt ja der ein oder andere auch noch was dazu.


    1. Grundsatz: keinen Welpen von 0815 Vermehrern kaufen. Entweder von einem gescheiten Züchter und Hund hat vernünftige Papiere und man kann die Gesundheitspapiere der Eltern einsehen oder aus dem Tierschutz/Tierheim. Bei Tierschutz aus dem Ausland bin ich mitlerweile zwar auch kein Freund mehr von, aber das muss jeder selber wissen.
    Ich hab meinen Ersthund und jetzt auch Lexy von so einem 0815 Vermehrer oder "Ups" Wurf und beide hatten bzw. haben ihr Päkchen zu tragen- auch gesundheitlich. Sie hatten einfach nicht den besten Start den man sich wünschen würde für einen Hund und das macht sich bei manchen Hunden dann eben auch bemerkbar.

    Wir haben uns angeschaut wie die Welpen beim Züchter aufwachsen und wie die Althunde in der Familie leben und wie die drauf sind. Bei Carmas Züchter haben wir optimale Bedingungen vorgefunden. Und alle 4 Althunde des Züchters haben wir kennengelernt und alle waren megafreundlich und aufgeschlossen und super erzogen. Achja und auch wenn das manche nicht so in den Zusammenhang bringen - aber wir haben uns auch angeschaut wie gepflegt das Grundstück und die Zwingeranlage war. Manchmal kann man da auch Rückschlüsse ziehen.

    Auf den Ausstellungen auf denen wir waren, haben wir uns angeschaut wie die Züchter mit ihren Hunden umgegangen sind, wenn wir gesehen haben das die Ihre Hunde schlecht behandelt haben, dann waren die für uns raus. So habe ich Züchter die wir in der Wahl hatten instant aus meiner Liste gestrichen.
    Wir haben uns auf Working Dog die Linien angeschaut und auch wo die bisherigen Würfe so gelandet sind und haben so ein bischen ein Gefühl bekommen wo der Schwerpunkt der Linie liegt. Also eher IGP oder Obedience oder Agility usw. Da war so unser Augenmerk auch drauf.
    Für uns war ausserdem wichtig, die Zusage des Züchters auch nach dem Kauf und der Welpenübergabe weiterhin Kontakt zu haben. Nicht das wir das zwingend müssen, aber bei Lexy haben wir die Erfahrung das sich der Vermehrer einen scheixxx für sie interessiert hat als sie krank wurde und es im Raum stand, dass er seine "Zucht" überprüfen sölle. Das wollten wir bei Carma anders und sind total happy das wir da mit dem Züchter auf einer Linie sind. Es gibt eine Klausel im Vertrag, dass wir sollten wir Carma jemals weggeben müssen, immer zuerst den Züchter kontaktieren und er das Rückkaufsrecht in so einem Fall hat. Ich finde das sehr sehr gut. Für mich zeigt das Verantwortung dem gezüchteten Hund gegenüber und es zeigt, das auch die Züchter nicht leichtfertig wahllos Hunde an xy abgeben.


    2. Grundsatz beim Welpenkauf: sich Zeit nehmen und ggf. auch warten! Wenn man es zu eilig hat, dann geht man ggf. Kompromisse ein die man eigentlich genau nicht wollte.
    Ich hab mich 1 Jahr vor dem Wurf auf die Interessenliste bei 3 Züchtern setzen lassen, da war noch nicht mal klar ob es einen Wurf geben wird.


    So und für mich noch das wichtigste am Schluss: Es sind keine Maschinen sondern Natur, bei allem was wir Menschen selbst tun können und sollten, müssen wir bedenken es kann noch so optimal im Vorfeld laufen und noch so gut ausgewählt sein, am Ende kann jedes noch so gut verpaarte Tier krank werden. Damit muss man einfach immer rechnen und dann trotzdem für das Tier da sein.