@Azemba ich würde jetzt behaupten, dass sowas wie bei Witus wirklich seltene Einzelfälle sind.
Und bedenke, wirklich in die Zucht gehen ja weitaus nicht alle Hunde, die lediglich HD/ED normal im Papier stehen haben. Grade bei den Topvererbern ist die körperliche Belastung enorm, und das halten nur Hunde aus, die auch WIRKLICH gesunde Gelenke haben.
Schau, Witus hat nun zwar das "normal" im Papier stehen, aber er ging bei völlig moderater Belastung bereits monatelang lahm. So ein Hund würde im Sport (und auch bei den großen Schauen) nicht dauerhaft bestehen können und dementsprechend eben so züchterisch ausgemustert werden.
Einerseits wird da total viel seitens des SV getan, um die Linien von den Dysplasien zu befreien, andererseits gibt es dann eben auch Züchter, die das nicht wirklich ernst nehmen, zum Leidwesen der ganzen Rasse.
Das sehe ich persönlich übrigens auch als ein Problem, das ist fpr mich sogar boch ein größeres Problem, als einzelne (aber eben mögliche) falsch-positive HD oder ED Befunde.
Züchter, die zb.:
- Hunde mit LÜW Typ 2 oder 3 haben, und trotzdem züchten, weil ein LÜW Befund aktuell noch nicht pflicht ist
- Hunde mit OCD in der Schulter (wenn man es ganz früh merkt und entfernt, bleibt bei OCD oft wirklich NICHTS zurück, was den Hund beeinteächtigt) zur Zucht hernehmen, weil das keiner merkt, da die Schulter auf den Röntgenbildern der Ellenbogen nicht mitabgebildet ist
- Gesunde Hunde haben, die aber nachweislich auffällig schlecht vererben, und trotzdem weiter in der Zucht eingesetzt werden und somit bewusst viele kranke Welpen produziert werden
- Usw.