Ruebchen Moderator
  • Mitglied seit 15. Oktober 2020

Beiträge von Ruebchen

    Ich weiss aus erster Hand, dass hier bei uns DSH künstlich befruchtet werden aus Gefriersperma. Gilt diese Einschränkung nur für Samen aus dem Ausland/Übersee?

    Das ist Sache der Verbände. Im SV und SVÖ ist es verboten, wie es in Spanien gehandhabt wird, weiß ich nicht. Kann sein, dass es da erlaubt ist.

    Allerdings ist hier nicht nur die künstliche Befruchtung einer Hündin verboten, sondern auch das Absamen eines Rüden... Also wenn in Spanien Hündinnen offiziell besamt werden dürfen, dann kann das trotzdem nur mit Samen von Rüden passieren, die in Ländern stehen, in denen das ebenfalls erlaubt ist - also eigentlich und offiziell. :D 8o


    Ein ähnliches Bild sehe ich bei 2 von ihren Wurfgeschwistern. Bei der Masse an Nachkommen hoffe ich wirklich, dass dies nur unseren Wurf betrifft und sich nicht weiter über den Vater vererbt.

    Ich finde das etwas kurz gedacht... Am Ende gehören ja immer zwei dazu. Vielleicht vererbt auch die Mutter - pardon - Quark.

    ODER die Kombi hat einfach nicht gepasst... Gibt's auch immer wieder. Da haben sowohl Vater als auch Mutter mit anderen Partnern toll vererbt und dann in dieser Kombi kommt nur Mist bei raus. Man steckt leider nie ganz drin.


    Ich bin auch das Risiko eingegangen von einem Rüden der zwar sportlich gut unterwegs war, aber züchterisch noch nichts vorzuweisen hatte, einen Nachkommen zu kaufen.

    Als mein Hund gezeugt wurde, hatte der Rüde noch keinen einzigen lebenden Nachkommen, wenn man es genau nimmt. ^^

    Ich mochte die Mutter, die hat mich überzeugt - der Vater war für mich o.k.

    Später haben er und sein Bruder eingeschlagen wie eine Bombe, diese Linie ist mittlerweile eine der am häufigsten genutzten der aktuellen Zeit. Konnte damals noch keiner wissen, war mir aber auch egal... Ich hab mir vorgestellt was da bei rauskommen könnte, bin das Risiko eingegangen und hatte das Glück, dass alles so kam wie es geplant war. :)


    Ich finde die Diskussion super spannend und berechtigt, finde es aber nicht gut, dass grundsätzlich immer alle nur auf die Rüden gucken... Sowohl wenn Nachkommen gute Eigenschaften zeigen, als auch wenn Würfe in die Hose gehen. Die Mutter ist mehr als nur ein Gefäß das den Wurf 2 Monate lang austrägt.

    Die Frage ist: hat er wirklich keine Schmerzen, oder lässt er es sich nur nicht anmerken?

    Ich würde da nochmal mit einem TA drüber reden, und ggf. (zumindest nach Bedarf) richtige Schmerzmittel geben.


    Falls er doch Schmerzen hat, auch nur leicht und unterschwellig, wäre das nicht nur unangenehm, sondern würde die Arthrose weiter voran treiben: wer Schmerzen hat bewegt sich weniger/anders, nimmt ungünstige Schonhaltungen ein, etc. - das führt dazu, dass die Arthrose noch schneller voran schreitet, frei nach dem Motto "wer rastet, der rostet".

    Bewegung ist gesund. Klar, Belastungsspitzen sind davon ausgenommen, aber da passt du eh schon auf. Aber ausdauernde, gleichmäßige Bewegungen halten das Gelenk geschmeidig, regen die Produktion von Gelenkschmiere an und lindern so die Beschwerden und das Fortschreiten der Probleme.

    Gemütliches Radfahren könnte sich gut eigenen, im Sommer auch kontrolliertes Schwimmen. Natürlich immer alles in Absprache mit dem TA :)

    Aber lieber ein bekanntes Problem als ein unbekanntes

    Da sagst du was!


    Oder man könnte künstliche Befruchtung und damit die Möglichkeit von Samenimport aus Übersee erlauben, oder man könnte LstH x StH Verpaarungen erlauben ... Oder, oder. Würde alles den Genpool wieder etwas auffrischen ohne direkt Fremdrassen einzukreuzen.

    Ich vermisse diese Möglichkeiten. Es würde den Druck rausnehmen das ein rüde weg sein könnte der einem gefällt, man könnte sich Samen hinlegen und erstmal abwarten und da meine Hündin Langstock trägt kommt für mich kein Träger infrage WEIL ich damit in einem anderen Zuchtbuch wäre wenn ich eine Hündin behalte und genaus die die mir gefällt (oder hat alle aus dem Wurf) Langstock sind. Rückverpaaren unmöglich. Wäre ein Fakt der mir egal ist wenn ich einfach wieder Stockhaar nutzen könnte.

    Eben. Ich verstehe auch nicht, warum sich da so quergestellt wird.

    Es würde ja Niemand zu etwas gezwungen was er nicht will - nur die die wollen könnten es nutzen. Aber gut...

    Bass23 ich bin nicht Secans, aber gebe meinen Senf trotzdem dazu: es ist ja schon so, dass viel genutzte Deckrüden sich halt schlicht bewährt haben.

    Entweder über ihre eigene Leistung, oder aber über ihre Vererbungskraft... im Idealfall natürlich durch beides.


    Spike ist schon ein echt guter Hund der meiner Meinung nach wirklich gut vererbt. Bleibt abzuwarten ob da Ohrtechnisch was durchschlägt in der zweiten oder dritten Generation... Aber sonst gibt's für mich an dem Rüden nix zu meckern.


    Wenn ein Züchter andere Wege gehen will, stehen ihm diese ja offen... Denke schon, dass man die Welpen auch mit einem unbekannten Rüden "loswerden" würde... Aber Jeder hat halt so seine Ideale im Kopf, und wenn ein vielgenutzer Rüde denen entspricht sollte man von denen auch nicht abweichen nur WEIL der Rüde viel genutzt wird.


    Das Problem was du ansprichst ist natürlich da, bzw. bahnt sich an. Da würde ich aber den Zuchtverein in die Pflicht nehmen wollen, und nicht den einzelnen (kleinen) Züchter.


    Dem sogn. "popular sire effect" könnte man ganz einfach Einhalt gebieten: statt der bisher erlaubten 90 Decksprünge im Jahr (!!!) könnte der SV das begrenzen, auf 12 pro Jahr, oder auf 30 im Leben oder irgendwie so.

    Oder man könnte künstliche Befruchtung und damit die Möglichkeit von Samenimport aus Übersee erlauben, oder man könnte LstH x StH Verpaarungen erlauben ... Oder, oder. Würde alles den Genpool wieder etwas auffrischen ohne direkt Fremdrassen einzukreuzen.

    Aber da scheint sich der Verband keine richtigen Sorgen zu machen. :/

    Ich bringe meinen Hunden unabhängig von einer bestimmten sportlichen Übung ein "freeze-Kommando" bei. Also wirklich komplett einfrieren, bis die Freigabe kommt. Ero macht dabei sogar meist den Fang zu und atmet nur noch durch die Nase, weil Hecheln = Bewegung. :D


    Vielleicht könntest du das beibringen und dann in die GS Arbeit einbauen.

    Ich pack' das mal hier rein.


    Ero's Zahnlücke ist top verheilt und es ist auch kein Krater mehr im Zahnfleisch, sondern es fehlt nun echt einfach nurnoch ein Zahn, sieht einfach aus als wäre nie einer da gewesen. Also die Zahnfleischlinie ist "eben", ich hoffe ihr versteht.


    Scheint mittlerweile auch "härter" geworden zu sein, es blutet nichtmehr, weder bei UO noch im SD.


    Nun hat sich aber meine Befürchtung bewahrheitet und es gibt Einbußen beim Apport mit dem 2kg Holz.


    Das Halten ist immernoch Top, er knautscht und rollt nicht, hält fest und sicher. Aber da gebe ich es ihm in den Fang. Wenn er es selber aufnimmt (Stichwort Geschwindigkeit) "kippt" das Holz aufgrund des hohen Gewichts (bei 650gr und 1 kg passiert das nicht) irgendwie in die Zahnlücke rein, und er hält es schief. ;(

    Er trägt es total fest und ruhig, aber es hing vorhin 2x von 3x schief im Fang drin... sieht total doof aus, und auch als würde er es nicht fest halten (was er aber definitiv tut).


    Wir Wiederholen das jetzt einfach weiter, und ich hoffe, dass er vielleicht noch irgendwie selber ne Technik ausfuchst, damit das nichtmehr passiert - ich wüsste aber nicht wie, die einzige Lösung wäre das Holz weiter hinten zu halten, was aber aus anderen Gründen nicht sinnvoll ist und er hat das ja bewusst anders gelernt bekommen.

    Mal schauen, ob sich das noch positiv entwickelt oder ob wir fortan da Punkte liegen lassen werden. ?(

    Aktiv tun kann ich a irgendwie nix, außer ebn hoffen, dass er durch Routine selber ne Kompensationsstrategie entwickelt. ?(

    Da stimme ich dir natürlich absolut zu. Da achte ich tatsächlich auch immer drauf, und bei hohen Prüfungen stehe ich schlicht aus Neugierde - bin ja keine Züchterin - immer gerne am Eingang und gucke was die draußen kurz vor dem Start so fabrizieren (müssen), damit der Hund drinnen dann (hoffentlich) läuft... da sieht man einiges, wo man meinen würde, das gibt's doch nicht. :D

    Das ist ja aber schon ein extrem. Dynamisch und Trieb geht ja auch mit Nervenkostüm :)

    Natürlich geht das, habe ich ja hier daheim sitzen, würde ich behaupten. :D


    Mir geht's ja um dieses Extrem... ich hätte hinzufügen sollen, das war jetzt auch garnicht auf dich speziell bezogen, mein Hirn ist auf Basis deiner Aussage nur weiter abgeschweift, weil es gibt diese Leute, die nur dieses ganz extreme akzeptieren, alles andere ist da dann schon "zu wenig".

    Das finde ich falsch, dafür gibt's eben keine Extrapunkte und das gehört erwähnt, grade in Zeiten wo die Richter gerne mit "könnte, sollte, müsste ... schneller, druckvoller, intensiver,..." um die Ecke kommen. - Weil ich einfach finde, man muss dann auch sehen was dahinter steckt, woher das dann kommt, und was es mit sich bringt.
    Und das halte ich meist sowohl aus sportlicher, als auch aus züchterischer Sicht nicht unbedingt für das erstrebenswerte non-plus-ultra.

    Aber natürlich habe auch ich ein Herz für intensive, dynamische, schnelle Hunde, ich spreche nur von diesen Extremen die man teilweise zu sehen bekommt und die dann gefühlt als Maßstab gelten (sollen?).

    von Mir ist mein damaliger Obedience Trainer eingefallen als er mal geschimpft hat, weil der Spanische Meister war ein Labrador geworden, kein Border Collie. Mein Trainer meinte, das kann doch wohl nicht sein, ein Labrador ist niemals in der Lage knackiger und rasanter abzuliefern als ein Border Collie...... Tja, es scheint im Obedience auch so zu sein, dass die Korrektheit der Technik, der Flow, die Konstanz und das Selbstvertrauen in der Ausführung bei vielen Richtern noch vor der Knackigkeit und dem Spektakulären kommen :/ .

    sowas ist mir auch schonmal passiert... war aber ne kleine Cup-Prüfung hier im Bundesland. Ich war mit A.J. da, der ist natürlich nur so übergeschäumt vor Energie und Tempo.. und dann war da ein Mann mit einem schon recht alten Aussie. Der Hund lief (meiner Meinung nach) damals wie tot neben seinem Herrchen her, keine Energie, keine Dynamik, aber halt auch keine Fehler.

    Der hat am Ende Punkte mehr als wir bekommen (ebenfalls keine Fehler (im Sinne von Positionsfehler, Sprünge ausgelassen, etc.). WAS HAB ich mich aufgeregt damals über diesen Ausgang. :D
    Aber heute weiß ich: in den meisten Fällen leidet die Korrektheit und Technik unter dem Tempo, so war's auch bei uns. Der andere Hund hätte vielleicht ein bisschen mehr Elan zeigen können, aber am Ende konnte man dem kaum was nehmen, weil eben alles korrekt. ^^


    Wie Maline schon geschrieben hat, um vorne mitzulaufen braucht man Beides gleichermaßen. Wobei ich persönlich immer Technik vor Tempo stelle.

    Natürlich muss auch für mich ein Hund schnell und dynamisch sein und was Ausstrahlen. Aber für exorbitant schnell/überschäumend/etc. kriegste halt auch keine Extrapunkte.


    Wir definitiv. Aber zumindest züchterisch ist das meiner Meinung nach auch nicht die schlechteste Entscheidung. Technische Fehler werden eher nachgesehen als ein Hund der nicht dynamisch arbeitet und dem die Ausstrahlung fehlt.

    Da sehe ich lieber einen Hund der "nur" normal schnell ist, dabei aber sein Hirn nicht ausknipst und dann dafür korrekt arbeitet , als einen extrem schnellen Hund, der außer Tempo und explosionsartigem Trieb nichts zu bieten hat. Mehr oder weniger dünne Nerven gibt's dann (nicht immer, aber oft) noch gratis mit dazu...


    Wobei es meiner Erfahrung aber auch nicht zwangsläufig aufgeht hinterher erst Trieb zu machen. Bei vielen sehr technischen Aufbauten hält es dann nicht, mit der Herangehensweisen ist man auch nicht immer auf der sicheren Seite.

    Das kommt natürlich stark auf den Typ Hund an, für mich persönlich kommt immer erst das Verständnis für eine Übung und dann das Tempo. Aber das sollte im Idealfall von selber kommen, weil der Hund es einfach hat. Ich bin generell kein Freund davon künstlich Trieb zu machen... wenn ich das (besonders in jungen Jahren) "rauf machen muss" hat der Hund für mich grundsätzlich schon ein genetisches Defizit. (Damit meine ich jetzt nicht gezielt an einzelnen Stellen ein bisschen an den Rädchen zu drehen, sondern das systematische grundsätzliche "Aufziehen" von jungen Hunden.)

    das Stückchen Wiener ist sicherlich nicht gut sichtbar von Ioshys Warte aus, d.h. er guckt an die richtige Stelle obwohl er da nicht konkret ein Reizobjekt sieht.

    Und das ist Gold wert... auch einer der Gründe, warum Ero bis heute noch mit Futter für die Fußarbeit bezahlt wird.

    Allerdings ist er jetzt schon bald 6 und ich habe das Gefühl dass er speziell in der Fußarbeit so ein bisschen gediegener wird - was mich direkt zu deiner neuen Frage führt:

    Ero wurde ja auch völlig frei ohne Leine aufgebaut... mich stört die im Aufbau mehr als sie nützt. Aber, ich habe JETZT vor 2 - 3 Wochen angefangen beim Fußlaufen ein bisschen mit Aktivierungsreizen über die Leine zu arbeiten. Minimalst. Funktioniert außerordentlich gut, und ich find's total genial, dass ich diese Möglichkeit jetzt noch habe um jetzt (oder noch später) ohne viel Aufwand/Theater beim erwachsenen Hund mal eben noch "eine Schippe drauf zu legen". Man stelle sich vor, ich hätte alles schon in (sehr) jungen Jahren oder gar im Aufbau "verspielt". ^^


    Trau' deinem (Bauch)gefühl. :)