Pepper
  • Mitglied seit 5. Januar 2022

Beiträge von Pepper

    Ich finde das immer sehr problematisch und auch einen Teil weit herablassend gegenüber einem Zuchtverein, der verdammt viel dazu beiträgt Studiendaten zusammenzutragen, die es nicht nur beim DSH ermöglichen in eine züchterisch bessere Zukunft zu gehen.

    Was der SV tut und wie intensiv er sich bei dem Thema reinhängt, kann ich nicht beurteilen.
    Aus meinen eigenen Recherchen aber sehe ich, das ein Umdenken bisher nicht aus dem Verband selbst heraus stattfand, sondern ausschließlich auf Grund des Drucks von außen (öffentliche Kritik, wissenschaftliche Erkenntnisse, Tierschutz, verschärfte Anforderungen des VDH und Fédération Cynologique Internationale).

    Wenn Du mich fragst, muss ein Zuchtverein nicht "verdammt viel dazu beitragen" sondern stattdessen dafür sorgen, das es überhaupt nicht so weit kommt.


    2022: Nera du Val d'Anzin auf der SV-Bundessiegerzuchtschau 2022.

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    2021: Usher aus der Brunnenstraße bei der SV-Bundessiegerzuchtschau 2021

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    2010: Ober von Bad Boll VA1

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    Die Züchter züchten doch nach Verbandsvorgaben und nicht nach ihrem persönlichen Geschmack.


    Das tut "der Schrägheck-Hochzucht-DSH" aber nicht nur aufgrund seiner Optik.

    Viele dieser Hunde sind vom Bewegungsapparat her gesund und haben schlicht und ergreifend keine Schmerzen.

    Dein Ernst jetzt? Die "Optik" ist das, woran der Laie schon sieht, das da offensichtlich ein Fehler im System ist.
    Das wäre in etwas so, als würdest Du so etwas über magersüchtige Models auf Pariser Modeschauen sagen.
    Ich muss als Aussenstehender nicht erst das Blutbild eines Models sehen um zu erkennen, das da etwas nicht
    richtig ist.


    Und deshalb finde ich es sehr reißerisch hier aus Prinzip die Qualzucht-Keule zu schwingen.

    Ich halte dies so lange für genau richtig, solange auf auf offiziellen Verbandsveranstaltungen Hunde prämiert werden, die diese Kriterien erfüllen (siehe Videos oben).

    Es ist unbestritten das es Züchter gibt, die verstanden haben. Und ich verstehe auch, das Dich das als Züchterin triggert. Nur vergiss bei all dem bitte nicht, das es hier nicht um Dich als Züchterin persönlich geht.

    Ohne Internas zu kennen bin ich mir ziemlich sicher, das es im SV (wie in jedem anderen Verband auch) zu diesem
    Thema Hardliner gibt, die sich Veränderungen gegenüber verschließen und welche die wissen, das sich die Zeiten
    geändert haben. Das braucht Zeit und weiter Druck von außen, damit es weiter in die richtige Richtung geht.

    DSH - Ein paar Grad weniger Winkelung/weniger abfallende Kruppe = anatomisch richtiges Laufen
    Franz. Bulldogge - ein paar Zentimeter längere Nase = keine Luftnot, besseres Riechen
    Dackel - 3cm längere Beine = keine Dackellähme mehr
    usw.

    Niemand will den Einheits-Hund, aber anatomisch gesund sollte er sein.
    Und was anatomisch gesund bedeutet, da ist sich die Wissenschaft inzwischen ziemlich einig.

    Natürlich ist jeder Hund anders, trotzdem kann ich Dir nur raten, Dich an die Wachstumskurve zu halten und eher ein paar Prozent unter der empfohlenen Futtermenge zu bleiben, als zuviel zu füttern.


    Angst, das Dein Hund gleich unterversorgt oder mangelernährt ist, wenn er mal 30g zu wenig bekommt als er bräuchte, musst Du nicht haben:


    Pepper mit 9 Monaten:



    Pepper 4 Jahre später:


    Ich finde es sehr interessant, dass Du das Futter so genau abmisst.

    Ich habe das bei Pepper auch gemacht.

    Futter ist Privileg.

    So hatte ich auch nach einiger Zeit ein gutes Gefühl dafür , wann er Wachstumsschüben hat und mehr Futter eingefordert hat.

    Hungern musste er nie, aber er musste sich melden, dann gab es noch etwas. Aber die Kontrolle hatte ich.


    Abmessen (also wiegen) mache ich heute nicht mehr.

    Es gibt zwei Becher...und wenn wenig Action war, mache ich sie nicht ganz voll.


    Bis heute sieht man seine Rippen durchscheinen, wenn er vorbeiläuft, und so soll das auch bleiben.

    Jedes Gramm zuviel rächt sich im Alter.

    1. auch der Beste Schwimmer kann mal einen Krampf o.ä. haben und untergehen... wenn ein dunkler Hund 15m draußen im See plötzlich unter der Wasseroberfläche verschwindet machste halt einfach garnix mehr.

    2. Wir gehen nicht "einfach nur zum Spaß" Schwimmen, sondern auch als Training für das Herz-Kreislauf-System und natürlich auch die Muskulatur. Als Training ist es MIT Schwimmweste EFFEKTIVER, weil die Weste in der Vorwärtsbewegung einen deutlichen Wiederstand liefert, gegen den der Hund arbeiten muss.

    Ich würde Deinen 1. Punkt gerne nochmal um einen wichtigen Punkt ergänzen.
    Hund leben im Hier & Jetzt und sie laufen, schwimmen und jagen rum, bis die Batterie komplett leer ist.
    Wir kennen das u.U. von langen Wanderungen etc. wo der Hund läuft und sich plötzlich einfach auf den Boden knallt und nicht mehr weiterläuft.

    Im Wasser muss man vorausplanen. Wir wissen i.d.R., wieviel Kraft wir noch haben und wenn wir platt sind, starten

    wir die Tour nicht mehr bis zum anderen Ufer.
    Hunde wissen nicht, das sie "bald" nicht mehr können, bzw. wie ihr Engie-Level ist.
    Wenn Pepper total platt ist und ich ne Frisbee mitten in den Kanal schmeiße, würde er trotzdem losschwimmen...
    Die Gefahr, das die dann einfach absaufen halte ich für extrem hoch.

    Ich glaube, man sieht gut, dass Bassams Hinterteil nicht im Wasser hängt.

    Ich versuche, nochmal ein Video zu machen, kann aber jetzt schon sagen: Bei Pepper sieht das vollkommen anders aus!
    Schwanz und Rücken bis zur Mitte sieht man gar nicht. Dann kommt der Hals und Kopf, und die Nase zeigt auch schon mehr Richtung Himmel als nach vorne, sprich die Schnauze liegt nicht parallel zur Wasseroberfläche sondern zeigt schräg nach oben.
    Das wird komplett anders, wenn er die Schwimmweste trägt.
    Aber auch dann liegt Pepper tiefer im Wasser, soda´ß die Schnauze praktisch mit der Unterseite so ca. 1cm im Wasser liegt.

    So sehe ich das auch, wenn ein Hund gerne und viel schwimmt, braucht er sicherlich keine Weste.

    Bei einem Hund mit schmerzen oder komplett untrainiert, macht das schon sinn oder halt am Anfang nur kurze Einheiten.

    Meines Erachtens hat das nix gerne oder nicht gerne zutun, sondern ist dadurch bedingt, wie der Hund im Wasser liegt.
    Wodurch da genau die Unterschiede zustande kommen, kann ich nicht beurteilen.
    Fakt ist, das Pepper gefühlt hinten absackt als wäre der Schwerpunkt zu weit hintern und so nicht ins gerade Gleiten kommt.
    Gleichzeitig sehe ich Labbis ohne Weste fast mühelos waagerecht durch das Wasser gleiten.
    Also muss es irgendwie mit Auftrieb (vielleicht verteilter Fett-Anteil) zutun haben.

    Die Schwimmweste gleicht bei Pepper dieses Manko aus.

    Die Temperaturen sind schon fast unmenschlich und man kann mit dem Hund tagsüber bzw. am frühen Abend
    schon fast nichts anderes tun, als schwimmen zu gehen.

    Dank Pinguetta bin ich stolzer Besitzer einer Hundeschwimmweste. Hier nochmal vielen Dank an Claudia :S

    Vorgestern waren wir daher am Kanal. Leider hatte ich die Schwimmweste zwar rausgelegt, aber dann vergessen mitzunehmen.
    Die Hitze halt :rolleyes:
    Gut, Hund kann auch ohne schwimmen...also ein paar Mal die Boje geworfen, Hund rein ins Wasser: Apport.

    Wir waren etwa 45 Min. am Kanal, Hund ca. 20x rein ins Wasser, schwimmen, Hund raus, schütteln.

    Auf dem Rückweg zum Auto ging Pepper vor mir und ich konnte direkt sehen, das seine Hinterhand recht weich und schwammig war.
    Nicht stark, aber ich konnte es sehen.


    Gestern dann nochmal zum Kanal, diesmal mit Schwimmweste.
    Diesmal weniger rein und raus, sondern mehr Kopfarbeit. Ich schwamm raus, Pepper musste bleiben. Dann "hier" und er kam angeschwommen.
    Runden gedreht, dirigiert, dann zusammen zurück zum Ufer.

    Gleiches mit der Schwimmboje. Ich nahm sie mit auf´s Wasser, er musste am Ufer bleiben usw.

    Log Story short:

    Auf dem Rückweg trabte er mit fester Hinterhand wie immer vor mir her.
    Die Belastung, wenn der Hund hinten so tief im Wasser hängt und aus dem unteren Rücken heraus das Wasser tritt um zu schwimmen muss
    beträchtlich sein.
    Mit Schwimmweste liegt er gerade im Wasser und muss durch ihren Auftrieb nur noch für den Vortrieb sorgen.
    Zum einen schwimmt er wesentlich ruhiger, zum anderen wird der Rücken geschont.

    Also bei längerem Wasseraufenthalt, schwimmen bitte immer MIT Schwimmweste! ;)

    Ich glaube es hilft in dieser Diskussion über Auslastung, den grundsätzlichen Blick auf die Veranlagungen
    eines LH DSH zu beschreiben, den man hat.
    Pauchal alle über einen Kamm zu scheren ist damit nicht gemeint.

    Für die einen ist ein LH DSH immer gleichzusetzen mit einem triebstarken Gebrauchshund, was ja
    so in der heutigen Zeit - zumindest wird das in anderen Diskussionen hier oftmals beklagt - immer seltener der Fall ist.

    Also müsste man bei der Diskussion über Auslastung immer damit anfangen: Woher ist der Hund und wofür wollt ihr ihn haben.


    Als ich sagte "die Geister die ich rief" meinte ich folgendes:
    Pepper hat eine gut ausgeprägten (ich scheue den Begriff "starken" zu verwenden, weil mir dafür mangels Erfahrung die Referenzen fehlen) Beutetrieb. Wenn ich die Frisbee in die Hand nehme, brennt er! Ja, mag man so gar nicht glauben, ist aber so ;)
    Ich behaupte, wäre ich ein Hundesport Mensch und wäre ich mit ihm früh auf den Platz gegangen um ihn auf den Ärmel zu konditionieren, wäre er heute ein anderer Hund als er ist.

    Gleiches in Bezug auf Fährte. Pepper liebt es, Stöckchen zu suchen.
    Nehme ich ein kleines kurzes Stöckchen, fasse es nur kurz an und schmeiße es in den Wald zu den Millionen anderen (ohne das er es sieht) und sage "SUCH!", dann hat er die Nase tief und findet es zu 95%.
    Man sieht ihm an: Daran hat er Spaß!!!

    Ich behaupte wieder: Währe ich auf dem Hundeplatz geblieben, wäre er sehr warscheinlich ein Hund der supergern Fährte macht, drölfizig Winkel meistert und Punkte abräumt.


    Aber: Bin ich alles nicht, und er jetzt auch nicht. Vermutlich währen wir auch krachend am Verbellen gescheitert :D

    Am Ende sprechen wir bei der Frage, wie hoch eines Auslastung des Hundes sein muss m.E. in erster Linie über
    Genetik und im Nachgang über den Grundcharakter des Hunde.

    Ist er hoch im Trieb aber eher Führerweich, lässt sich die Energie recht leicht umleiten.
    Ist er im Charakter eher hart, ist das schon ne andere Nummer und der Hund wird mehr fordernd sein.


    Macht das Sinn?

    Bei uns ist entscheidend, wie das Wasser an den Hund kommt ^^

    Als Junghund ist Pepper regelmäßig in andere (und seinen eigenen) Hundehaufen gestiefelt.
    Ich teile mit meinem Hund fast alles, aber da verstehe ich keinen Spaß.

    Also kam nach dem Spaziergang immer eine flache Wanne zum Einsatz, in der die Pfoten gewaschen wurden.
    Danach abtrockenen und erst dann in´s Haus.

    Er liebt es heute krachend in´s Wasser zu rennen, aber nur die Pfoten (also z.B. in den Hundepool stiefeln) nass, kostet
    ihn Überwindung.

    Was ich aber hinbekommen habe ist, das er selbst in die Dusche geht wenn ich das möchte, um ihn dann unten rum
    abzuduschen, damit er ab Herbst nicht den ganzen Dreck & Sand durch die Bude trägt. :)