Die abschliessenden Worte von TB gefallen mir sehr, da finde ich mich wieder.
Sehr erfrischend auch seine Einstellung zu rein positivem Training.
Wollte nochmal kurz zurück zu Thomas Baumann.
Mir gefällt richtig gut, das er seine Aussagen mit dedizierten Videos untermauert.
Mich hat schon damals sein Video mit Pablo total geflasht. Hatte ich so noch nie gesehen, geschweige hätte
ich es ohne seine Erklärungen und Kommentare verstanden, was da passiert.
Ansonsten finde ich seine klare Haltung auch sehr erfrischend.
Wir haben hier ja schon oft über Bindung vs. Konditionierung diskutiert.
Seine Beispiele zeigen m.E. deutlich wo da die Unterschiede liegen und das eben nicht
ALLES Konditionierung istbzw. auch nicht sein sollte.
Dabei möchte ich das eine nicht gegen das andere ab- oder aufwertet sehen.
Er macht an einer Stelle ja auch klar den Unterschied zwischen Sport und Alltagfunktionalität des Hundes.
Beziehung trainieren? Jap. Liebe geht durch den Magen....
Halte ich für sehr gefährlich...je nach Grundcharakter des Hundes hast Du dann auch schnell einen
Oppotunisten kreiert. ![]()
Bei mir heisst alles gleich, nämlich Training. Erziehung ist Training, Beziehung ist Training, Spielen ist Training und alles im Alltag ist ebenfalls Training.
Futter- und Balljunkies sind sie von Natur aus, man muss das einfach nur vernünftig nutzen.
Das sehe ich genau so. ALLES ist Training, oder wie Jessat es mal formuliert hat: Training ist immer!
Das ist aus meiner Sicht auch der größte Fehler, der passiert und wo soviel Potential liegen gelassen wird.
Und das meine ich nicht verurteilend. Ein Familienhund, wo im täglichen To-Do der Menschen soviel zu managen ist, wird nie so "trainiert" werden wie bei einem Pepper, bei dem sich Herrchen 24/7 Gedanken darüber machen kann, wie er die Beziehung zu seinem ersten DSH positiv beeinflussen kann.
Ich hab mal meine Kernsätze aus dem Video rausgeschrieben:
"Konditionierung gilt als primitivste Form des Lernens.
Bei den Basics im Gehorsam oder der Zielobjektsuche ist immer wieder Konditionierung dabei, aber
höchste Priorität hat immer die soziale-emotional erzieherische Basis.
Damit ist Erziehung die wertvollste Art des Lernens."
Hunde die viel Konditioniert und wenig erzogen werden, haben einen stark ausgeprägten matereiellen Fokus (Spielzeug, Leckerli), sprich die Orientierung des Hundes gilt recht einseitig fokussiert dem Spielzeug
und die soziale Orientierung interessiert den Hund nicht."
Diese soziale Komponente hat TB schonmal in einem Video zum Zerrgeln erklärt.
Das hat mir so die Augen geöffnet, was ich da bisher vernachlässigt habe, das hat mich ziemlich traurig gemacht.:-(