Welcher Trainingsansatz bei Kläfferei im Haus?

  • Ihr Lieben, vll. hat ja der ein oder andere einen Tipp für folgendes:


    Lexy entwickelt sich aktuell zur "sturen Alten" - nicht nur das sie grundsätzlich griesgrämiger unterwegs ist, nein die blöde Kläfferei wenn wir uns im Haus bewegen wird auch immer mehr.

    Aktuell ist es so schlimm, dass man nicht mal aufs Klo oder in die Küche gehen kann, ohne das man jedes mal beim zurückkommen ins Zimmer wie ein Einbrecher verbellt wird. :cursing: Beim ersten mal ok, aber nicht nach dem dreihunderzwölfsten mal am Abend ||

    Ich hatte das früher schonmal angedeutet, dass ich es erstaunlich finde für einen solchen Hund, dass er nach 7 Jahren immer noch nicht weiss die Geräusche die wir im Haus machen einzuschätzen und nicht zu reagieren, wenn sie merkt das wir es sind. Der Dalmatiner hat schon an den Einfahrtsgeräuschen eines unserer Autos gecheckt, das wir es sind und nicht gebellt. Lexy bellt dagegen ohne nachzudenken.

    Aktuell stört mich ihr Verhalten extrem, weil es eben mehr geworden ist und weil sie die Kleine damit ansteckt :cursing: :cursing: :cursing: :cursing:


    Aber so richtig eine Idee wie ich da dran was ändern kann hab ich noch nicht wirklich. Sie hört zwar auf, wenn man was sagt, aber im Prinzip muss ich schon beim ersten Ansatz auf der Treppe brüllen sie soll die Klappe halten, weil sie so laut bellt, dass sie mich sonst nicht hört.

    Ich denke, wenn wir eine große Wohnung auf nur einer Etage hätten wäre es vll. anders, aber wir haben mehrere Etagen und wir müssen z.B. vom Sofa in die Küche 2 Etagen tiefer und vom Sofa ins Bad eine Etage tiefer. Daher kann ich auch nicht einfach sagen, ich nehm sie einfach mit und lege sie vor der Badezimmertür ab. Ich hab Angst dass noch mehr Treppen laufen als sie eh ja schon muss, ihr nicht gut tut.


    So richtig einen Ansatz hab ich nicht, daher die Frage in die Runde ob irgendjemand eine Idee hat wie ich vorgehen könnte?

  • Ohmann, das ist nervig. Der Dackel meiner Mutter hat das auch gemacht, wenn er im Treppenhaus was gehört hat, die eigenen Leute am anderen Ende der Wohnung/in der unteren Etage, oder wenn halt ein Floh gehustet hat. Super nervig, und obwohl man weiß der kläfft wegen jedem Pups hat man sich trotzdem regelmäßig erschreckt ob des unbegründeten Gebells aus dem Nichts.


    Ich habe leider keinen Tipp, wir haben's Zeitlebens nicht abgestellt bekommen. Aber ich wollte nur sagen, dass ich zu 110% verstehe, dass das Nervt und auch total böd ist wenn der junge Hund jetzt so negativ mitbeeinflusst wird. ?(

  • Soetwas kenne ich glücklicherweise nicht und glaube, dass es echt nervt. Meine Hunde sind da eher wie dein Dalmatiner und kennen die verschiedensten Autos etc.

    Kannst du nicht vielleicht vorher rufen, dass du kommst? Oder derjenige, der sich mit Lexy zusammen im Raum befindet teilt ihr mit, gleich kommt Frauchen?

  • Ich hab auch keinen Tip

    Da wir bei Basko fast das selbe Problem haben, nur das er immer und überall sehr gesprächig ist.

    Und wenn mein Bruder aus dem OG runter kommt.


    Wir haben schon alles probiert und noch keine Lösung gefunden

  • Soetwas kenne ich glücklicherweise nicht und glaube, dass es echt nervt. Meine Hunde sind da eher wie dein Dalmatiner und kennen die verschiedensten Autos etc.

    Kannst du nicht vielleicht vorher rufen, dass du kommst? Oder derjenige, der sich mit Lexy zusammen im Raum befindet teilt ihr mit, gleich kommt Frauchen?

    das mit dem rufen "ich bins" manchmal funktioniert das aber leider zu oft eben nicht und es ist nicht nachhaltig, weil es nicht verhindert das sie beim nächsten mal wieder bellt

    beim letzten TA Besuch hab ich die Augen checken lassen, die TA meinte die sind ok und auch hören tut sie gut

    ich meine das blöde Reh erkennt sie ja auch auf 100m und hört jeden Vogel im Gebüsch rascheln - also die Augen oder Ohren sind es nicht. Es war ja auch schon immer so, es ist so als ob sie erst reagiert und gar nicht erst nachdenkt was/wer da kommt. Der Reiz löst die Reaktion aus und dazwischen wird nicht nachgedacht ob der Reiz überhaupt eine Reaktion erfordert.

    Es ist sicher ein Teil ihrem sehr stark ausgeprägtem Territorialverhalten geschuldet, da sich da von Anfang an was eingeprägt hat wie "bei Geräuschen im Haus muss ich es verscheuchen - sofort", aber es gibt keinen Lerneffekt, das es so sinnlos ist wenn wir uns im Haus bewegen anzuschlagen :-/


    Das mein Mann wenn ich mich im Haus bewege und nach oben komme mit ihr spricht und zu ihr sagt gleich kommt Frauchen, baut leider noch mehr Spannung auf die sich dann erst recht entlädt :(

  • Gibt es einen Platz, wo sie von der Verantwortung entbunden ist? Also auf den sie zB geschickt wird wenn Besuch kommt? Dann könntest du sie vielleicht dorthin schicken wenn du den Raum verlässt und planst zeitnah wieder zu kommen und üben, dass du erst nur kurz außer Sichtweite gehst und sofort bevor sich sich überlegen kann, in den Job wieder einzusteigen, wieder da bist und sie frei gibst, und dann die Zeitspanne und die Entfernung erhöhen - sodass sie vielleicht lernt, wann sie aufpassen soll und wann nicht. Eine Art Stille Bank für den Schäferhund, halt nicht als Strafe sondern als ganzer Kontext für "Ich bewege mich im Haus und passe selber auf, du hast grad frei, aber wenn ich länger weg bin, pass bitte auf"


    Hab sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Jobs Kontexten zuzuordnen bei Arwa, außer Dienst darf/soll sie zB Bescheid sagen wenn jemand von hinten kommt oder generell sich nähert, wenn die Kenndecke drauf ist soll sie sogar ignorieren wenn jemand von hinten an sie dran packt. Ohne Kenndecke darf sie frei kommunizieren, mit Kenndecke darf sie das leider nicht.

  • Gibt es einen Platz, wo sie von der Verantwortung entbunden ist? Also auf den sie zB geschickt wird wenn Besuch kommt? Dann könntest du sie vielleicht dorthin schicken wenn du den Raum verlässt und planst zeitnah wieder zu kommen und üben, dass du erst nur kurz außer Sichtweite gehst und sofort bevor sich sich überlegen kann, in den Job wieder einzusteigen, wieder da bist und sie frei gibst, und dann die Zeitspanne und die Entfernung erhöhen - sodass sie vielleicht lernt, wann sie aufpassen soll und wann nicht. Eine Art Stille Bank für den Schäferhund, halt nicht als Strafe sondern als ganzer Kontext für "Ich bewege mich im Haus und passe selber auf, du hast grad frei, aber wenn ich länger weg bin, pass bitte auf"


    Hab sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Jobs Kontexten zuzuordnen bei Arwa, außer Dienst darf/soll sie zB Bescheid sagen wenn jemand von hinten kommt oder generell sich nähert, wenn die Kenndecke drauf ist soll sie sogar ignorieren wenn jemand von hinten an sie dran packt. Ohne Kenndecke darf sie frei kommunizieren, mit Kenndecke darf sie das leider nicht.


    ja das geht in die Richtung die ich früher immer mal wieder für gewisse Zeiten gemacht habe, sie mehr in die Kontrolle genommen und ihr quasi eigene Entscheidungen abgesprochen habe, damit sie eben nicht dauernd bewacht und anschlägt und ihr versucht klar zu machen solange ich da bin braucht sie nix tun, hab ich insbesondere im Garten sehr oft gemacht

    ich werde den Aspekt nochmal aufgreifen und wenn ich vom Sofa in die Küche gehe, dass ich sie (sofern sie wach ist) anspreche und sie explizit "warten" muss - so dass sie quasi angekündigt bekommt das ich da jetzt im Haus rumlaufe ... mal sehen ob das funktioniert

    und ansonsten glaube ich muss ich aktuell wohl doch wieder mehr Kontrolle übernehmen, was mir schon auch stinkt, weil das eben nicht ein einfaches Zusammenleben bedeutet, sondern den Hund ständig im Kommando haben und jeden Schritt zulassen oder unterbinden und vorgeben ... das ist nicht schön, hat aber früher durchaus zur Entspannung beigetragen

    Mein Kontrollwahn muss größer sein als ihrer - was eine Herausforderung ist, denn ihrer ist immens groß. Das gefällt mir nicht, aber ich hab keine andere Idee.


    Das mit dem Sprühhalsband ... ich weiss nicht so recht. Hat jemand Erfahrungen damit?

  • Das mit dem Sprühhalsband ... ich weiss nicht so recht. Hat jemand Erfahrungen damit?

    Meine Erfahrung damit als ich es geschenkt bekommen hab war, dass es sich recht gut verkauft hat :D Ich bin skeptisch bei Korrekturen, die nicht für den Hund erkennbar von mir kommen. Funktioniert bestimmt, aber fühlt sich für mich sehr falsch an.

  • Verrückt ich kann mir fast nicht vorstellen, dass Lexi nicht checkt, dass ihr da Geräusche im Haus macht.


    Wahrscheinlich meldet sie einfach so gerne, dass ihr jeder Anlass Recht ist.

    Mila hat nie wegen mir im Haus gebellt, aber am Anfang hat sie wegen jeder Kleinigkeit angeschlagen. Ich habe mich teilweise so erschreckt, weil es von 0 auf 100 war, dass ich sie auf Reflex angemeckert habe.


    Es wurde dann besser als ich sie einfach konstant gestreichelt habe, wenn sie gebellt habe einfach zur Beruhigung und dann habe ich sie noch ermutigt und generell so ein bisschen gefeiert, wenn sie nur so diese leisen Mini wuffer gemacht hat. Oft schaue ich auch selbst mal aus dem Fenster was los ist und erkläre ihr dann das wir überleben werden, aber das man ja auch wirklich nie wissen kann.


    Also von jeden Tag mehrfach das Haus zusammen bellen sind wir auch vielleicht einmal bellen in der Woche gekommen.

    Aber ich denke das hat halt auch nur so funktioniert, weil sie einfach unsicher war und durch mein Helikopter Hunde Mami Verhalten dachte sie sich irgendwann, wenn ich nicht die Klappe halte, werde ich die alte gar nicht mehr los 😆

    Aber vielleicht kann man bei Lexy ja auch ein leises bellen shapen, also so als allerletzte Verzweiflungstat 😅

  • normalerweise bedanke ich mich wenn sie anschlägt und geh nachschauen und rede mit ihr uns sag es ist alles gut und ich kümmere mich.... aber ehrlich dieses ständige gekläffe wenn wir selbst es sind ... es nervt :-/

  • Ich kann das nachvollziehen, ich habe hier auch eine überempfindliche Alarmanlage im Haus.


    Crazy schlägt auch ständig an, wenn es bei meinen Eltern unten lautere Geräusche gibt, wenn z. B. mal was umfällt, meine Mutter gegen die Scheibe klopft, um Katzen oder Reiher aus unserem Garten zu vertreiben, oder wenn eine Tür mal durch den Wind lauter zugeht oder oder oder.


    Leider habe ich auch noch keine Lösung gefunden, Crazy reagiert eh extremer auf Geräusche, als meine Hunde vorher.

  • Das würde mich auch nerven =O


    Den Schalter zu finden, dass nicht aufgepasst werden muss, ist denke ich sehr individuell.


    Habe zum Glück bei meinem Mädel damit kein Thema. Bei ihrem Vorgänger (Herdenschutzhund mix) haben wir den Schalter mal zufällig gefunden ohne zu suchen. Er hat daheim nur gemeldet wenn’s tatsächlich was zu melden gab…war auch völlig ok. Am Freizeitgrundstück hat er Besuch auch angemeldet…auch das völlig ok. Paar mal gehustet und wenn die Leute dann da waren wars gut. Als er dann seine eigene Hütte mit Terrasse und kleinem Zaun drum rum bekommen hat, hatte er Feierabend ^^ Da war er scheinbar aus der Verantwortung nach dem großen Grundstück zu gucken raus und hat sich nicht mehr dafür interessiert. Von seiner Terrasse alles im Blick aber keine Reaktion mehr. Lag er woanders rum, wurde auch wieder kommentiert.

    Für die Wohnung natürlich keine wirkliche Option aber vllt gibts bei Lexy ja auch einen „Schalter“…sie aus der Pflicht zu nehmen ohne den ganzen alltag zu steuern :rolleyes:

  • Für mich fehlt mehr Info zu dem "warum".

    Lexy ist ja jetzt keine nervlich total angekratzte Mali-Hündin, die dauernd überreagiert, weil es in
    Ihrer Genetik so verankert ist.


    Es war ja auch schon immer so, es ist so als ob sie erst reagiert und gar nicht erst nachdenkt was/wer da kommt. Der Reiz löst die Reaktion aus und dazwischen wird nicht nachgedacht ob der Reiz überhaupt eine Reaktion erfordert.

    Wenn sie dieses Verhalten bereits früher als junger Hund oder gar Welpe gezeigt hat, gab es da ein Bedürfnis das aus ihrer Sicht nicht befriedigt wurde? Oder hat sie etwas falsch verknüpft?


    Ich hatte das früher schonmal angedeutet, dass ich es erstaunlich finde für einen solchen Hund, dass er nach 7 Jahren immer noch nicht weiss die Geräusche die wir im Haus machen einzuschätzen und nicht zu reagieren, wenn sie merkt das wir es sind.

    Das würde ich ausschließen. Sie wird das für sich persönlich genau richtig einschätzen.
    Woher sollte sonst die Kostanz in ihrem Verhalten kommen? :/


    Es ist sicher ein Teil ihrem sehr stark ausgeprägtem Territorialverhalten geschuldet, da sich da von Anfang an was eingeprägt hat wie "bei Geräuschen im Haus muss ich es verscheuchen - sofort", aber es gibt keinen Lerneffekt, das es so sinnlos ist wenn wir uns im Haus bewegen anzuschlagen :-/

    Na ich weiß nicht. Mir fehlt da die Erfahrung, um ehrlich zu sein. Trotzdem fällt es mir schwer zu glauben, das ein Hund
    mit starkem Territorialverhalten nicht weiß, wo sein Territorium anfängt und wo es aufhört.
    Am Gartenzaun bellen, ok.
    An der Haustür bellen, ok.
    Aber im Haus wenn jemand den Raum verlässt und nach oben geht?
    Hunde riechen, ob jemand der zum Rudel gehört präsent, also im Haus ist. Und solange jemand von der obersten Heeresleitung präsent ist, braucht es kein Territorialverhalten, sprich bellen.


    Das mein Mann wenn ich mich im Haus bewege und nach oben komme mit ihr spricht und zu ihr sagt gleich kommt Frauchen, baut leider noch mehr Spannung auf die sich dann erst recht entlädt :(

    Das spricht für mich ebenfalls dafür, das es nichts mit Territorialverhalten zutun hat.


    Wir haben Lexy ja in Waldbrunn nur kurz im Zusammenspiel mit Pepper kennengelernt und es ist immer leicht ein schnelles und einfaches Urteil zu fällen.

    Wenn ich mich recht erinnere, ging sie - als wir die beiden auf dem Nachbarfeld frei laufen ließen - zuerst profilaxtisch nach vorne. Als sie dann merkte, das von Pepper keine Gefahr ausgeht, hat sie ihn sogar irgendwann zum Spiel aufgefordert. Dabei suchte sie aber immer wieder Kontakt zu Dir nette (und suchte Schutz?).

    Vermutlich ist es komplexer und nur ein Anteil von ihrem aktuellen Verhalten könnte eine gewisse Unsicherheit sein.


    Es wurde dann besser als ich sie einfach konstant gestreichelt habe, wenn sie gebellt habe einfach zur Beruhigung und dann habe ich sie noch ermutigt und generell so ein bisschen gefeiert, wenn sie nur so diese leisen Mini wuffer gemacht hat. Oft schaue ich auch selbst mal aus dem Fenster was los ist und erkläre ihr dann das wir überleben werden, aber das man ja auch wirklich nie wissen kann.

    So habe ich es bei Pepper bei den wenigen Situationen, wo er im Haus plötzlich die Ohren Richtung Tür gespitzt hat, auch gemacht. Er hatte sich dann aufgerichtet oder ist sogar aufgestanden, als wir im Wohnzimmer saßen, hat Richtung Haustür geschaut und kurz "gebufft".

    Danach schaute er mich an.

    Da ich im Verhältnis zum Hund eher schwerhörig bin :D , hatte ich natürlich nix gehört.
    Egal, "bleib" gesagt, zur Tür gegangen, Tür geöffnet und sehr konzentriert nach rechts und links geschaut.

    Dann Hund gerufen, mit ihm zusammen geschaut und ruhig mit ihm gesprochen "schau Dicker, alles in Ordnung".

    ERGÄNZUNG: Will sagen, nur weil wir aus Menschensicht in einer Situation kein Problem sehen, beurteilt der Hund das vielleicht völlig anders und wir müssen dem Hund in einer, für ihn adäquaten Weise reagieren und zeigen, das wir die Lage unter Kontrolle haben.
    Machen wir das dann nicht, wir er uns das in der Sache (oder im schlimmsten Fall generell) nicht mehr zutrauen und selbst reagieren. So zumindest meine grundsätzliche Herangehensweise an die Gedankenwelt meines Hundes. :)


    Jetzt ist ein nicht bellender, von Natur aus ruhiger Pepper natürlich keine Herausforderung.

    Will damit nur sagen das ich der Meinung bin, das ein Hund der "klar im Kopf" ist immer einen Grund für sein Verhalten hat, welches es rauszufinden gilt.


    Vielleicht habt ihr einen Trainer in der Nähe, den ihr mal nach Hause holen könnt. Oft sieht ein Externer Dinge, für wir im täglichen Alltag inzwischen blind geworden sind.
    Ich drück euch die Daumen!

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