Ein freundliches Hallo an Naturalfeeling.
Deinen Plan finde ich sehr ambitioniert, glaube aber nicht, dass er so funktionieren wird. Genau wie bei kleinen Menschen wird ein Welpe Dir täglich Überraschungen bereiten, die Deinen Plan schnell zunichte machen können. Insgesamt sehe ich zu viel Optimismus, den Hund "nebenher" bespaßen und dadurch ausbilden zu können. Die Menschen, die mit Kinderwagen und weiterem Kind sowie Hund im Schlepptau unterwegs sind, werden nach meiner Beobachtung keinem gerecht. Häufig noch das Handy in der Hand, um schnell mal eben nebenher was zu regeln - Multitasking at it's best. Und dann alles im Auge zu behalten und zur Not rasch mal korrigierend eingreifen. Das endet schnell im Chaos oder wie neulich bei jemandem, der mir mit Kinderkarre und Hund entgegenkam, in einem Unfall. (Der Hund zog derartig, dass die Karre umkippte und das Kind aufs Pflaster fiel.)
Die Begleithundeprüfung kannst Du erst ablegen, wenn der Prüfling 15 Monate ist. Dafür üben kannst Du natürlich schon deutlich früher, das wird sicher auch nicht schaden.
Zum Thema Radfahren: Auch der Junghund könnte schon flott am Radl mitlaufen, er SOLL es aus gesundheitlichen Gründen aber nicht. Aus meiner Erfahrung spricht jedoch nichts dagegen, im Schritttempo immer mal kurze Strecken (100 m hin, 100 m zurück) zu radeln, damit der Hund eine Idee bekommt, was erwartet wird und wie es geht.
Ich kann den Wunsch nach einem Hund gut verstehen, aber - glaub mir - zum großen Hundeglück muss das Gesamtpaket passen. Es wäre doch jammerschade, wenn man sich nach gewisser Zeit wieder vom Tier trennen muss, weil die Vorstellung nicht mit der Realität übereinstimmt.