Tay
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Beiträge von Tay

    Die Antwort ist Triebstau, völlig logisch dass der Hund so reagiert. Mit Böse hat das wenig zu tun, es ist einfach Triebstau.

    Ist die Triebstau Theorie nicht völlig überholt? Ich meine dazu in einigen Vorträgen was gehört zu haben, und zwar nicht von den Petras die gegen Beißsport sind, sondern aus kynologischer Sicht.


    Zum eigentlichen Thema: Schnappen bei Dynamik ist höchstwahrscheinlich eine Korrektur von Shiva. Daran ist nichts böses, das ist absolut Schäferhundtypisch, soweit so gut. Aber: Der Hund darf absolut keine Chance haben, die Kinder zu korrigieren/hüten/maßregeln oder was auch immer. Sondern muss stattdessen lernen, dass die Kinder nicht sein Job sind, insofern hast du schon Recht, dass er den Umgang mit den Kindern lernen muss, nur nicht indem er mit ihnen läuft sondern indem er lernt: Kind = nicht mein Job, hab ich nichts mit zu tun, muss ich ignorieren. Und ja, da wäre ich auch schon bei zu aufmerksamen Blicken dabei, dem Hund mitzuteilen, dass schon das zu viel ist. Sobald beide Ohren auf die Kinder gerichtet sind mit einer gewissen Aufmerksamkeit, schau mal, wie schnell und wie entspannt er den Blick abwendet wenn du ihn ansprichst. Es sind ursprünglich halt Hütehunde und die reagieren auf Bewegung wund wollen diese kontrollieren und das endet für Kinder leider sehr oft sehr, sehr schlimm - auch wenn die Hunde nicht böse sind oder beschädigen wollen, aber so ne Achillessehne ist schnell durch wenn das Schaf sich nicht so hüten lässt wie es soll.

    Um mal die Geschichte vom bösen Schäferhund da raus zu nehmen für dich: Der Hund meint, er müsste das tun und das wär sein Job und er tut das weil irgendwo da drin verankert ist, dass du das von ihm willst. Daran ist nichts böse, das ist ansich supercool, und trotzdem gibt es so einige durchgebissene Sehnen bei Kindern ;) Das ist einfach die Kombi aus der Rasseveranlagung und dem dynamischen Bewegungen von Kindern, ziemlicher Klassiker. Bei manchen passierts, bei manchen nicht. Steckste nicht drin, ist auch egal, aber Freilauf in Anwesenheit von Kindern gäbe es bei mir nur ab einem gewissen Alter und ggf mit Maulkorb, und d Training sähe so aus, dass der Hund solange nicht mit den Kindern läuft, bis es ihm wurscht ist, was vielleicht nie der Fall sein wird.


    Mein Border "darf" keine Zoomies haben laut meinem Schäferhund. Der liebt den Border, aber Zoomies darf er eben nicht. So. Ich leg aber wert darauf dass der Border sich Stress weglaufen darf, sprich der Schäfer bleibt bei mir wenn der Border meint rennen zu müssen. Und die Leine draußen stört doch dich viel mehr als den Hund, er soll doch eh lernen entspannt bei euch zu liegen wenn ihr mehrere Stunden im Garten seid, ob da jetzt ne Leine dran ist oder nicht ist doch völlig egal. Stell dir doch einen schweren Betonfuß von einem Sonnenschirm hin und mach ihn da dran. Im Idealfall ist das kein Unterschied zu einer Ablage des Hundes.

    Verträgt er es? Dann alles prima :D

    Nicht zu lang Welpen/Junior etc füttern, aber ich glaub manche Leute machen aus dem Füttern so ne Art Lebensbeschäftigung. Ich guck schon auch genau was drin ist, klare Deklaration ist mir sehr wichtig, aber ich glaub bei den höherwertigen Futtern (also kein Frolic zB) tut sich das alles so minimal was, das wichtiger ist ob es dem Hund gut geht und er es verträgt, als ob da 1,2 Prozent mehr Muskelfleisch drin ist.

    Also wir hatten das mit Chichi ja auch mit dem machen außerhalb des eigenen Gartens.

    Das hat sich erst gebessert als wir von Mittwochabend bis Sonntag beim SV Jugendzeltlager waren.


    Da war ich aber auch schon drauf und dran zum Tierarzt zu fahren, denn: dieses Wuscheltier hat mit knapp 5 Monaten 1,5 Tage Pipi und 2 Tage 💩 eingehalten 🙈

    so lang sie konsequent einhalten, ist es ja irgendwie okay - aber einhalten und bei erster unbeaufsichtigter Gelegenheit in Auto oder Büro zu pissen ist irgendwie sch... :P

    Arwa ist da völlig schmerzfrei. Die würde ums Verrecken nicht rein machen, aber draußen... ist der völlig egal. Nur wenn sie in Betreuung ist, also dann kann sie leider am ersten Tag gar nicht. Nichtmal pinkeln. Die kann da permanent in den Garten, sich völlig frei bewegen, aber sie macht am ersten Tag auf keinen Fall. Wenn ich sie abends hole hockt die sich als erstes hin und pinkelt minutenlang, wenn ich sie nicht hole, hält sie ein und morgens gehts dann nicht mehr anders, danach ist es dann kein Problem mehr. Aber sie hofft einfach immer dass ich sie abends noch hole.

    Ich würde einfach so lange warten bis es klappt, wenn nötig auch viele Stunden.

    Decke mitnehmen, ein Buch und ne Kanne Kaffee und irgendwo an einem schönen ruhigen Platz warten und warten und warten........sie wird nicht Explodieren!

    Das werden aber 10 Stunden! Das Ding ist, sie hat durchaus schon woanders gemacht, wenn es gar nicht mehr anders ging. Das hat aber keine Besserung gebracht, das Borderding rechnet. Sie geht zB mit ins Büro mit meinem Mann 2 Tage die Woche. Vorher löst sie sich im Garten, dort geht sie vorher noch eine kleine Runde raus um ein wenig Bewegung zu haben. Dann ist sie von 9 bis 19 Uhr im Büro - also selbstverständlich geht sie zwischendurch raus, aber natürlich ohne zu machen. Aber wenn er nicht um Punkt 19 Uhr Feierabend macht, und sich sofort ins Auto setzt und schleunigst nach Hause in den Garten fährt, wartet sie auf die erste Gelegenheit wo sie unbeaufsichtigt ist (er muss halt auch mal) und pisst los. Also, ins Büro. Sie ist aber nicht eigentlich stubenunrein, weil, zur selben Zeit würde sie weder unter Aufsicht noch draußen machen. Ich hab den Eindruck, dass sie dann schon sehr dringend muss, aber halt nur zu ihren Bedingungen macht :D Und die sind: Nicht wenn jemand zuschaut drinnen, und draußen schonmal gar nicht. So. Und sie weiß ja wann sie dann wieder im Garten wäre, das wäre ihr Optimum, aber zur Not gehts eben auch wenn keiner guckt drinnen.


    Sie kriegt wenn sie draußen macht Party und Kekse und alles. Aber sie möchte halt nicht. Zum Campen ist es mir grade echt noch zu kalt nachts, aber ich bekomm demnächst einen Camper mit Standheizung, dann muss ich vielleicht mal eine Woche fahren, sodass sie sich gar nicht mehr im Garten lösen kann. Vielleicht bleibe ich auch mal unauffällig eine Nacht vor dem Büro meines Mannes stehen und installiere dort eine Pipi Stelle. Was tut man nicht alles :rolleyes:

    Also, zum Borderchen muss man sagen, sie hat echt fast keine Baustellen. Die hört 1a (auch mit 9 oder 10 Monaten noch), läuft fast immer ohne Leine, kann durch Innenstädte gehen ohne auszuticken (nicht tiefenentspannt jetzt, aber Hergott), reagiert 0 auf Fahrrad oder Jogger, kommt mit Hunden klar, obwohl sie die momentan gruselig findet, liebt Menschen (rennt aber nicht ungefragt hin), steigert sich in nix rein, kommt runter... irgendwie hab ich mit dem Hund echt Glück gehabt, oder nach Arwa viel schlimmeres erwartet, haha. Arwa war zwischenzeitlich eine Katastrophe in fast allen Belangen.


    Ein Problem ist leider sehr nervig: Ist ist ein Heimscheißer und Heimpinkler. Die hält allen ernstes auf einem 3 Stunden Spaziergang ein, um dann zu Hause im Garten fast zu explodieren. Neulich hat sie eben auch eingehalten und sobald sie im Auto war, ist sie ausgelaufen. 45 Minuten langweilig irgendwo rumstehen bringt gar nichts. Alles schon versucht. Irgendwelche Tipps? Das einzige was mir dazu einfällt ist ein Campingurlaub, irgendwann muss sie sich ja dran gewöhnen :D


    Ansonsten ist sie ein kleines Arbeitsmaschinchen, zeigt sehr brav an, kann aber jetzt schon verstehen, wenn sie "ausgeschaltet" wird. Ist immer freundlich, will immer kuscheln, freut sich über jede Aufmerksamkeit, kann aber auch 30 Minuten völlig zufrieden mit sich alleine spielen und schläft dann irgendwann eben ein. Ich weiß echt nicht, ob das dicke Ende noch kommt, oder die Vorbesitzerin einfach mal wieder einen absolut tollen Hund gefunden hat. Irgendwie ein Sonnenscheinchen. Also Führung braucht sie schon, sobald man sie jemandem in die Hand drückt der nicht weiß, was er will, sagt sie eben, was SIE will, aber ich denke wenns anders wär würd ich mir eher Sorgen machen.

    So ich melde mich mal zurück unter die Lebenden. Arwa war schlimm krank, also sie war genau genommen nur anderthalb Wochen krank, aber die anderthalb Wochen haben bei mir dann wiederum natürlich Folgen gehabt. Ein Teil des so engen Zusammenlebens ist eben auch, dass ich mich extrem schwer abgrenzen kann von ihr, bzw wir uns voneinander, und wenn sie leidet - naja. Dazu gut 2 Wochen nicht arbeiten konnte/sollte, hat insgesamt immer viele Folgen. Aber sie ist wieder total fit jetzt, ich auch langsam wieder. Jetzt muss sie nur auch wieder paar Muskeln an den Hintern bekomme, die war nur noch Haut und Knochen, und ich bin heilfroh, dass sie vor der Krankheit ein Kilo mehr drauf hatte als sonst. Jetzt geht sie viel schwimmen und heute wollte ich sie das erste Mal ans Fahrrad nehmen wenn es nachher nicht zu warm ist.


    Ist schon krass, mit Hund denke ich regelmäßig, dass ich sie eigentlich nicht mehr brauche, sie hat mir so viel beigebracht - dann bricht der Hund 2 Wochen weg und ich stelle fest, ich brauche sie ganz dringend. Ich denk jetzt schon drüber nach, wie ich das regele, wenn sie mal in Rente geht. der Border arbeitet auch, aber ich möchte sie nicht unbedingt prüfen lassen, aber wenn Arwa in Rente geht ist der Border zu alt für eine Prüfung, und außerdem möchte ich ja wieder einen Schäferhund als Assistenzhund. Aber 3 Hunde im Haus, puh. aber bisschen Zeit hab ich ja zum Glück noch :D :D :D Also so 5-7 Jahre.

    Ich glaube viele sehen es eher zweckmäßig und machen sich kaum einen Kopf über Wesensänderung o.Ä.

    Wir leben in einer Industriegesellschaft. Was nicht passt, wird passend gemacht.

    Moment mal - Nutztierhaltung ist doch kein Phänomen der industrialisierten Gesellschaft! Das Gegenteil ist der Fall, Hunde werden immer mehr vermenschlicht und es wird immer mehr geforscht über den psychologischen Zustand von Hunden etc - was großartig ist! Dass ein Tier, was einen Job hat, auf den Menschen angewiesen sind, "passend gemacht" wird, ist natürlich ökonomisch gedacht, ansonsten würd ich zB auch gern 2 Assistenzhunde nehmen um zB zu hoffen, dass beide dann nicht zeitgleich läufig werden, ansonsten muss eben ein dritter her... oder wie? Wer soll das finanzieren? Oder wir bilden munter aus und stellen nach 2 Jahren fest, Rüde ist leider bissl arg sexuell interessiert, ja dann nehmen wir nen neuen und fangen von vorne an. Das ist halt leider an der Realität vorbei.


    Ich bringe mal wieder den Vergleich zu anderen Tieren: Hatte ein krankes Schaf. Find mal einen TA der ein krankes Schaf über Tage behandelt, umfangreiche Diagnostik erstellt und am WE raus fährt. So schnell wie dir geraten wird, es halt "wegzumachen" bevor es noch andere ansteckt, kannste gar nicht gucken. Und ich Idiot renn 5 mal täglich rüber, um Tropfen zu verabreichen, mit einer Spritze Futter ins Schaf zu kriegen weil wenn die Verdauung still steht ist Feierabend und sitz beim kranken Schaf um aufzupassen. Kann ich jetzt aber nicht von jedem Schäfer erwarten, der 200 Tiere oder mehr hat und wirtschaftliche Faktoren berücksichtigen muss, deshalb ist das aber kein schlechter Mensch oder ich bin moralisch überlegen. Schaf hats übrigens trotzdem nicht geschafft.


    Ich glaube, dass die Tierhaltung sich in eine bessere Richtung entwickelt, es dauert halt vieles, und eine wohlüberlegte Entscheidung für oder gegen Kastration ist einer der Punkte, die klasse sind, aber Tiere passend zu machen für ihren Zweck ist die Grundlage für das Zusammenleben zwischen Tieren und Menschen, immer gewesen (inwiefern man das gut findet oder nicht ist eine andere Frage). Haustiere, die psychologisch untersucht werden, sind das neue Phänomen. Es geht in eine gute Richtung, aber es gibt, wie in jeder Entwicklung, Fraktionen, die es maßlos übertreiben (Stichwort "Mein Hund darf seine Emotionen jederzeit ausdrücken" - nein, darf er nicht! Zum Zusammenleben gehört gegenseitiges Zurücknehmen.)

    Das österreichische Gesetz schriebt zB die Kastration von Assistenzhunden pauschal vor. Ist halt blöd, wenn n Führhund zB statt seine Arbeit zu machen, der läufigen Hündin hinterher rennt ^^ Das ist auch in Deutschland gedeckt vom Gesetz, oder wenn eine Hündin sonst wegen hormoneller Schwankungen wochenlang im Dienst unkonzentriert ist.

    Bei uns Menschen wird aber nicht komplett ausgeräumt, sondern nur die Eileiter unterbunden, sprich: sämtliche Sexualhormone werden weiterhin ganz normal gebildet und auch alle monatlichen Begleiterscheinungen bleiben bestehen.

    Nicht zwingend, es gibt mehrere Varianten - bei einer Freundin alles ausgeräumt, Thema durch. Sie hats keine Sekunde bereut und ist sehr glücklich damit.


    Hab hier eine mit 13 Monaten kastrierte Hündin (hatte tatsächlich medizinische Gründe in dem Fall, sonst hätte ich es später machen lassen) - deutlich entspannter geworden gegenüber Umweltreizen, weniger ängstlich, freundlicher gegen Menschen und Hunde. Wenn Verhaltensprobleme bedingt sind durch Sexualhormone, können sie ggf auch über eine Kastration gelöst werden. Weiß man nur vorher nicht, ist das dumme.


    Nicht falsch verstehen - ich bin absolut gegen pauschale Kastration bei Hunden! Ich wollte einfach ein bisschen mehr Sachlichkeit reinbringen und Emotionen und pauschale Aussagen (aus beiden Richtungen) entschärfen. Und finde die Tendenz, die Diskussion mit so verhärteten Fronten zu führen bisschen schwierig.


    Meinem Schafbock hat die Kastration ohne medizinische Indikation das Leben gerettet, beim Hengst war ich heilfroh als die Kugellager endlich ab waren weil der Volltrottel grundsätzlich morgens erstmal auf sein Heu gepisst hat, weil "Alles seins!" und dann bedröppelt daneben stand weil "Frühstück stinkt...", das sind auf Dauer nicht zu unterschätzende Kosten und so n Gaul lässt man dann auch nicht aus Erziehungszwecken 12 Stunden leer stehen, erstens kriegt er dann Magenprobleme und zweitens checkt der den Zusammenhang eh nicht. Ich sehe da keinen grundsätzlichen Unterschied zum Hund, außer dass man einen Hund durch die Haltungsform besser erziehen kann. Deshalb ist das für mich nicht so ein Grundsatzding sondern tatsächlich Abwägungssache, wobei auch die Belastung der Halter miteinfließen darf - nicht "Hündin tropft, bäh" sondern wie viel Aufwand muss zB betrieben werden, um intakte Hunde zusammen zu halten. Muss ein Hund dann dauerhaft weggesperrt sein und wie lange usw.

    Wir können uns ja alle gesunde Organe entfernen lassen, weil, es könnte ja was passieren.

    Wer fängt an?

    Ich du, wenn es jemand bei mir machen würde, ich wär die erste!! :D :D :D die Ärzte machen es halt leider nicht. Weil, ich könnte mich ja noch umentscheiden. Ja und was macht man wenn man n Kind hat und sich umentscheidet? Heim? Oder wie... Also irgendwann trifft man diese Entscheidung eben. Und muss damit leben. Aber deiner grundsätzlichen Aussage stimme ich zu, präventive Operationen müssen gut überlegt sein. Gibt es aber durchaus auch bei Menschen, bei hohem Risiko.