Jein, ich habe aber gerne RC Giant da fürs Training.
Secans
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Beiträge von Secans
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Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Druck auf den Züchtern lastet, vor allem auf denen von Gebrauchsrassen, weil in der öffentlichen Meinung "in der Familie aufgezogen" im Gegensatz zu "im Zwinger" so eine grosse Gewichtung hat.
Zwinger steht generell für böse. "In der Familie" oder "im Haus" kann sicherlich auch aus Marketinggründen gut verwendet werden.Auf jeden Fall, wobei ich die Erfahrung gemacht habe dass meine gut gepflegten Zwinger bei den normalen Nicht-Hundehaltern gut ankommen. Probleme hat damit eher die Tierschutzhunde-Fraktion.
Die normalen Menschen sagen mir immer, dass die Hunde es super haben und die Zwinger doch top aussehen.
In der heutigen Zeit gucken die Leute generell nicht mehr 2x hin oder betrachten etwas von einem anderen Winkel. Wenn es auf der Oberfläche schön aussieht und sich hübsch anhört ist es "das Beste".
Ich finde es muss ins Konzept passen. Bei uns ist es baulich so, dass wir gar keine klassische, ebenerdige Terrasse haben. Hier wäre es gar nicht möglich einen Innenbereich zu haben welcher direkten Gartenanschluss hat und das ist für mich der Punkt an der Sache, ich möchte dass die Welpen selbst entscheiden können, viel draußen sind, selbst ihre Ruhezeiten suchen (und nicht das ich sie rein und raus tragen muss wie ich das für richtig halte) und ich mache ich sie bewusst zu den Zeiten wach durch fütterung und action wie es auch unsere erwachsenen Hunde kennen und es bei Menschen mit 9to5 der Fall ist.
Was einfach ein Punkt ist, ist das Thema Stubenreinheit. Welpen präge sich zum lösen Untergrundarten ein. Lösen sie sich also immer auf Stein oder Laminat hab ich es später im gewachsenen Boden schwer. Also braucht es eine Möglichkeit dass die Welpen sich korrekt prägen. Meine sind 5 1/2 Wochen und gehen jetzt schon möglichst weit weg von ihrer Wohnstube, sofern es ihnen möglich ist. Und um diese Möglichkeit, darum geht es mir. Und kaum einer wird sein Wohnzimmer so herrichten dass die Welpen nachts Mutterboden oder Streu unter den Pfoten haben.
Das lässt sich natürlich auch gestalten mit Innenbereich! Bei uns geht das baulich aber gar nicht vernünftig und damit sind wir ja nicht alleine.
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Können sich nicht so gut selber beschäftigen, weil ständig Jemand da ist, im Worst Case die ständig umsorgt und bespaßt werden. Da ist das alleine bleiben bei ringen VIEL Mühsamer.
Und Stubenreinheit war bei Zwingerwelpen auch viel einfacher und schneller verinnerlicht als bei Hausaufzuchten.
Ich denke das Problem ist auch, dass viele Züchter mittlerweile so sehr am "sozialisieren" sind, dass die dabei vergessen dass dieser Welpe hinterher auch im Alltag Struktur und Ruhe finden muss. Es macht doch eigentlich viel mehr Sinn mit vernünftigen Hunden zu züchten und zu schauen dass die Zwerge direkt die Struktur eines Berufstätigen kennenlernen, damit der Umbruch da möglichst problemlos verläuft.
Grade bei Züchtern die ganz selten Welpen haben wird so ein Wurf ja regelrecht zum happening und ich denke nicht, dass das der richtige Weg ist. Auch wenn es nach außen sehr bemüht und toll wirkt.
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Worin liegt das Problem bei einer reinen Hausaufzucht?
Ich finde sehr schwierig dass die Hunde nicht gut geprägt werden beim Thema Sauberkeit. Aber das selbe hat man ja bei schlechter Zwingeraufzucht, wenn die Tiere nicht rauskommen.
Ich habe eine Bromet-Anlage, 2x2 qm Aufzuchtzelle, 10qm Innenereich und 10qm Außenbereich, welcher immer zur Verfügung steht.
Dann noch einen großen Auslauf im Garten.
Die Welpen gehen auch nachts artig im Auslauf lösen, zumindest zum Großteil, das wäre drinnen ja gar nicht möglich, da würden die lernen sich auf Innenbodenbelägen oder Vetbetten zu lösen.
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Wie hast du die Prostata Probleme bemerkt?
Durch eine Rutenhaltung die wie eine Wasserrute wirkte, ein Ultraschall bestätigte. Außerdem Probleme mit der Stubenreinheit sowie Magen-Darm. Wir haben mit Ypozane angefangen, danach gechippt und anschließend habe ich mich direkt für eine richtige Kastration entschieden.
Hat sich das Verhältnis zwischen deinen Hündinnen und und dem Rüde nach der Kastration verändert?
Die Hündin ist nicht mehr interessiert am Rüden. Und der rüde reitet auch nicht auf.
Waren deine Hündinnen auch mal Scheinschwanger?
Nie auffällig, aber ich denke der Hundesport hilft hier auch viel weil sie einfach mit dem Kopf nicht so reinsteigern können und gut beschäftigt sind. Lediglich etwas Nestbaubverhalten wird gezeigt.
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Bei unserer Züchterin wird schon viel ab Woche 4 gemacht. Autofahren, Enkelkinder kommen zu Besuch. Und die zukünftigen Welpenbesitzer sollten möglichst in der Zeit 2 - 3 mal kommen. Und der sogenannte Welpenkindergarten wird auch nach einem bestimmten Prinzip altersgerecht erweitert.
Vorteil ist dabei, es gibt so gut wie keine Rückläufer (in 20 Jahren 1x), die Abholautofahrt ist kotzfrei, die Welpen sind motorisch top und ziemlich unerschrocken.
Da ich vor den beiden jetzigen Malis tatsächlich nur gebrauchte Hunde zwischen 8 Monaten bis 2 Jahren übernahm, ist meine Aussage natürlich relativ. Bei meiner alten Malihündin kamen damals immer mal Defizite zum Vorschein, woran man halt merkte, dass sie mit neuen Situationen öfter mal Schwierigkeiten hatte.
Aber das frisst doch alles keine Zeitmengen und das sind grade mal 4 Wochen. Bei 52 Wochen im Jahr. Warum sollen da nicht vernünftig 3 Würfe möglich sein?
Ob man das alles braucht, ich weiß es nicht, ich lege meinen Fokus immer darauf dass die Welpen auf ihren späteren Alltag geprägt werden, keine Dauerbespaßung gewohnt sind, Routine und Wachphasen haben die sich an einem Berufsleben orientieren, Prägungen beispielsweise im Bereich Stubenreinheit ermöglichen, nicht permanent jemanden um sich haben, usw.
Und auch diese ganzen Welpenspielsachen, da beschäftigen die sich doch alleine mit, da brauche ich doch als Züchter nicht 8 Stunden daneben sitzen. Meine sind jetzt 5 Wochen, die sind überwiegend am schlafen, zwischendurch wird gefressen und gespielt, so richtig los geht’s ab der 6. Woche. Das sind zwei Wochen wo viel passiert. Zwei von 52 im Jahr.
Ich mache denke ich relativ wenig und hab trotzdem wesensfeste, offene und sichere Welpen. Genetik macht ja auch viel aus. Und ich finde nicht das sich Defizite wegprägen lassen. Das ist ein züchterisches Problem, weil mit Hunden gezüchtet wird mit denen man es besser lassen sollte.
Ich nehme diesmal nicht mal Urlaub, weil es überhaupt nicht notwendig ist. Die entdecken hier zwei - drei Wochen die Welt, fahren vorher einmal oder zweimal Auto und kriegen ausreichend Besuch, zu viel ist auch nicht gut an der Stelle. Die sind frei und offen von Anfang an gewesen, da braucht ja keiner x mal da sein damit das klappt. Manch einer kommt nur zum abholen. Mittlerweile sehe ich da teilweise sogar mehr Risiko das die kleinen bei Besuch was schlechtes lernen als dass sie was Gutes dabei lernen und ich bin froh wenn die Leute möglichst wenig vorbei kommen.
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Secans, haben deine Mädels den Rüde auch mal weggeschnappt und wie viel Tage bieten sie sich an?
Lika bietet sich um die 10 Tage aufdringlich an und beißt ihn gar nicht weg.
Zaghaft, dafür dass sie eigentlich eher eine Ziege ist.
Aufdringliches anbiedern wurde unterbunden weil mein rüde damit dann erst recht Prostataprobleme bekam.
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Versteht mich da nicht falsch, aber so richtig wild sind doch nur die letzten zwei Wochen. Die ersten vier Wochen sind super entspannt, bis auf Sauberkeit und Wiegen fällt da doch kaum was an.
Und die Trächtigkeit ist ja auch eine sehr ruhige Zeit.
Wir nennen die Zeit immer entschleunigen und schaffen da total viel am Hof weil so viel Zeit und man kann nicht wirklich wegfahren.
Stören an so vielen Würfen würde mich, dass man sehr gebunden ist. Aber zeitlich ist das doch gut machbar.
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Meine Hündinnen haben überhaupt keinen Stress beim läufig sein.
Mein Rüde ist aus medizinischen Gründen seit einem Jahr kastriert. Vorher habe über eine Zwinger getrennt und beim Gassi kam halt Gehordam drauf, da bin ich nur zu den Stehtagen getrennte Runden gegangen .
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Naja, so super viel Arbeit sind Welpen jetzt aber auch nicht. Eher muss das Umfeld und die Haltung passend sein, ich finde es jetzt nicht unmöglich sich um 3-4 Würfe im Jahr
Zu kümmern, mal davon ab dass ich nicht so gebunden an Zuhause sein wollen würde.
Jemand routiniertes kann da sogar besser sein, der Gegebenheiten bei Geburt und Aufzucht besser beurteilen kann als jemand der alle paar Jahre mal einen Wurf zieht.
Eine Innenaufzucht halte ich allerdings für suboptimal beim Thema Prägung.
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Es gibt auf Insta eine Züchterin, die (für mich wahrnehmbar zumindest) sehr aktiv aus ihrem Wurf und der Zucht berichtet und die einen Preis pro Welpe von ich glaub über 4000 € verlangt. Sie legt auch ausführlich dar warum und wie sie bei der Auswahl der Welpenkäufer vorgeht.
Stellt sich für mich auch die Frage dahingehend, ob solche Preise nicht ehern dazu beitragen, dass die Leute beim Vermehrer und nicht beim Züchter kaufen? Ich denke der Preis ist nur dann ein Mittel zur Auswahl eines Käufers, wenn die Alternativen nicht vorhanden sind, oder?
Jeden Tag steht ein Dummer auf

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Richtig witzig ist ja auch, wenn der Hund ganz dringend weg muss aber man dann gerne 4-5 Tausend Euro vom Züchter dafür hätte
Weil der sich ja bereichern könnte bei der Weitervermittlung der Schuft! -
Man ist als Hundezüchter ja auch kein Kindergärtner und irgendwo ist auch Eigenverantwortung gefragt. Genug Leute doktern jahrelang herum, wollen den Hund nicht zurückgeben wenn er noch eine Chance hat und ringen sich erst dazu durch wenn alles zu spät ist. Das geht halt auch nicht, irgendwo muss man auch mal selbst dafür grade stehen wenn’s man es versaut hat und dann nicht beim 3-4 jährigen gestandenen Rüden nach dem Züchter plärren.
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Wir bringen den Rubel halt nicht zum rollen. Hundesportvereine sind zu günstig, wir komme grundsätzlich klar mit unseren Hunden und brauchen keine Betreuung durch Trainer, dem Tierschutz liefern wir auch nicht genug billige, „arme Seelen“ mit denen sich ohne viel Aufwand Geld verdienen lässt.
Ich nehme nicht jeden Hund zurück, nicht weil ich nicht mag sondern weil ich dafür ein Fenster habe, wenn sie noch jung und formbar sind. Wenn die Menschen sich jahrelang ausprobieren müssen bis das Kind dann so richtig im Brunnen ist, ja da möchte ich mir erstmal überlegen in wie fern ich mir das dann ins eigene Leben holen möchte und welche Chancen ich da überhaupt zur weitervermittlung habe.