Maline
  • Mitglied seit 10. März 2024
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Beiträge von Maline

    Was Sam überhaupt nicht macht ist, dass er töten oder verletzen möchte.

    Ich denke, dass würde sich aber entwickeln wenn er öfter Beute gemacht hat. Quinto hat anfangs auch nur nach Mäuschen gebuddelt und sie später ausgespuckt. Irgendwann hat er sie dann runter geschluckt. Das schlimmste war, als er an der Leine ein Eichhörnchen vom Baum geschnappt hat, das hat er 1 - 2 x kräftig geschüttelt, da war es dann sofort tot.

    Neulich hüpfte ein Jungvogel aus dem Gebüsch, den hat er nicht mal angetastet obwohl er den mit Leichtigkeit erwischt hätte.

    Meine Hunde sind mir das Wichtigste in meinem Leben und meine Liebe gehòrt (fast ganz) meinen Hunden.

    Es gibt hier keine Zwingerhaltung, wir leben ein Familienleben


    Wir haben keine Kinder....ob das deshalb so ist, kann ich nicht sagen 😁

    Ich habe einen Sohn und direkt danach kommen aber Hunde (und Mann ^^ ). Während mein Sohn noch bei uns lebte hatten wir immer gebrauchte Hunde ;) . Als mein Sohn auszog suchten wir Enzo als ersten Welpen aus, Frage meines Sohnes: ist das jetzt der Kindersatz....?


    Fressen gibt und gab es für alle Hunde im Wäschekeller, während sie fressen gieße ich unten die Blumen. Wenn ich das Haus verlasse bekommt jeder einen Kauartikel und frisst ihn sofort.


    Das sie erst nach der Rückkehr und Begrüßung ganz viel trinken habe ich mir damit erklärt, dass sie während meiner Abwesenheit schlafen :/


    Sie halten sich auch tatsächlich immer ganz in meiner Nähe auf, auf Toilette darf ich aber ohne Aufsicht 8o

    Faszinierend!!

    Das ist ein Thema, das mich schon immer auch sehr interessiert hat. Danke, dass du uns davon erzählt hast!!


    Ich wünschte man würde die Fährte durch Scent Detection ersetzen, dann wäre das Können des Hundes nicht so abhängig von den Trainingsmöglichkeiten.

    Genau das dachte ich auch. Ich habe relativ kurz Fährte gemacht. Einfach aus dem Grund das es so unglaublich schwierig war so ein Feld, Wiese etc. zu finden auf die man dann darf. Privat schon gar nicht und vom Verein bin ich dann locker über eine Stunde für einen Weg gefahren.

    ich entferne mich in Richtung andere Platzhälfte - sie läuft mir hinterher und kreuzt mehrfach vor mir den Weg -bleibt auch bei mir und geht nicht den Rest des Platzes erkunden, wo sie bisher noch nicht war, sondern achtet auf mich

    Bevor ich deinen Artikel gelesen habe und nur den "Versuchsaufbau" , habe ich schon dieses Bild vor mir gehabt. Ein Hundeplatz- erfahrener Hund denkt ja gleich ans Arbeiten. Ich finde diese Analyse aus diesem Grund nicht ganz so aussagekräftig.


    Ansonsten beobachte ich diese ganzen Dinge ständig an meinen Hunden, einfach weil ich es bemerke. Selten korrigiere ich etwas. Meistens bei Situationen mit Passanten die man beim Spaziergang trifft und ins Gespräch kommt, da nehme ich den Hund dann schon zur Seite und lasse ihn nicht zwischen mir und dem Gesprächspartner stehen und an der anderen Person schnüffeln, wenn diese ihn nicht kennt.

    Was meint ihr, würde nach mehreren Durchläufen mit dem Verhalten des DSH passieren?

    Gewöhnung?

    Also auch wenn mein Schnauzermix ja nun kein DSH war trat genau das bei den kranken Kaninchen ein, wie ich es oben schrieb.


    Mit Enzo waren wir sehr häufig in Zoo oder Tierpark unterwegs. Er hat sich stets vorbildlich benommen. Ich denke einfach die Überflutung von so unglaublich vielen Tieren, die dann auch nicht wegliefen.

    Bei einem der Tierparks gab es ganz zu Schluss eine Hütehundvorführung, über eine sehr große Wiese wurden Schafe relativ schnell getrieben, da flippte er dann tatsächlich aus. Bei ihm triggert einfach nur die schnelle Bewegung . Im Wald lief er auch immer ohne Leine, er suchte halt nicht sondern reagierte nur.


    Quinto mit seinem unglaublichem Jagdtrieb sucht aktiv nach Gerüchen und Spuren. Tatsächlich hat es im Frühjahr auf Usedom geklappt ihn so zu konditionieren, das er beim Anblick von Möwen zu mir schaute und dann flog der Ball in eine andere Richtung. Das wird aber wahrscheinlich bei Hasen oder Rehen nicht funktionieren. Im ersten Fall denkt er wahrscheinlich lieber den Ball in der Schnauze als die Möwe in der Luft...

    Zum Thema Nachdenken. Ich habe hier so eine Raum den ich für Hundephysio nutze, gestern Abend habe ich mit den Hunden was auf dem Trampolin gemacht, dabei fällt gelegentlich auch mal ein Brökchen auf den Boden.


    Heute morgen latschte Quinto also die Treppe runter und öffnete die Tür um zu suchen. Da muss er doch irgendwie über seinen gestrigen Tag nachgedacht haben, was er da so gemacht hat und was dabei passiert sein könnte und dann kam ihm der Gedanke auf Kekse die zu Boden gefallen sein könnten.


    Das hat dann nichts mit Konditionierung zu tun.

    Ich muss dem vorausschicken, das zwischen Pepper und mir die letzten 8 Wochen sozial nochmal ganz viel passiert ist, was man auch daran sieht, wie er im Video mit dem Abbruchsignal umgeht und danach reagiert:

    Ohne den Erfolg jetzt schmälern zu wollen, ein richtiges Durchstarten war das für mich nicht. Ich beneide dich in vieler Hinsicht über so einen entspannten Pepper. Er ist da so eher " och, ich gehe mal ein Häschen jagen. Stop, ach Herrchen will das nicht, auch nicht schlimm, dann komm ich halt zurück, das Leben ist trotzdem so schön "



    um die Tatsache, dass Jagen (ähnlich echter Panik) einfach ein so tief im Hundehirn verankerter Impuls, oder wie auch immer man das nennen möchte ist, dass alles andere schlicht nicht verarbeitet werden kann, wenn der Hund erst mal so richtig im Jagdmodus ist.

    So meine ich das eher. Und eben auch die Chance, dass er das Tier erwischt. Wenn der Hund sich gerade ausrechnet das er kurz vor dem Ziel ist, wird er weniger abrufbar sein, als wenn er noch eine lange Distanz vor sich hat und dann einfach der Hase eh im Gebüsch verschwunden ist.


    Zu Zeiten meines Schnauzermix grassierte die Myxomatose unter den Kaninchen. An jeder Ecke saß irgendwo so ein armes Tier und starb so vor sich hin. Da hatte er so gar keinen Trieb drauf, das wäre keine Jagd sondern höchstens ein Aufnehmen.


    Um dann wieder zur Konditionierung zu kommen: Hase rennt los ist das Signal/ der Reiz für den Hund los zu rennen.

    Ist ihm das nicht so wichtig reicht das Stop, da das Loben und ein glückliches Herrchen dem Hund deutlich wertiger erscheint.

    Ich halte das eigentlich für eine vollständig normale Lernform, die immer und immer wieder auftritt, bei Tieren und bei Menschen.

    Genau das trifft es doch. Ich z.B. bin darauf kondidioniert beim Anblick eines Reklameschildes für Speiseis mir sofort ein Eis zu kaufen ^^


    Ich denke ohne Konditionierung geht lernen gar nicht.


    Und gerade in der Ausbildung ist es doch das A und O. Im besten Fall eben, dass der Hund glaubt das er selbst es will. Bei den meisten Hunden ist soetwas wie Schutzdienst, Agility oder Frisbee einfach selbstmotivierend. Und bei Sachen wie Unterordnung oder gerade FCI Obedience musst du als Mensch eben etwas einfallsreich sein um ihm das zu erklären.


    Im normalen Leben ist der Hund auch auf alles mögliche konditioniert:

    Türglocke = Besucher

    Leine vom Haken = Spaziergang

    Öffnen einer bestimmten Tür = gleich gibt es Futter


    Das Ganze geht natürlich auch negativ:

    Griff zur Hundedusche = gleich wird gebadet

    Griff zur Handtasche = Frauchen geht ohne Hund aus dem Haus

    Gleiches Thema medizinische Versorgung.

    Wenn wir beim Tierarzt irgendwas untersuchen müssen, dann hat Hund das so hinzunehmen und zu akzeptieren. Weder hat da dumm rum geknurrt zu werden, noch toleriere ich es anders zu eskalieren weil Hund das nicht einsieht.

    Im speziellen bezog ich mich darauf und ich wüsste auch heute nicht, wie ich das abstellen könnte.