Hund bellt alleine

  • Hallo Zusammen,


    trennungsbedingt sind wir vor kurzem in eine neue Wohnung gezogen. Ich muss Elvis leider durch meine Arbeit 8 Stunden alleine lassen. Er hatte jedoch nie Probleme damit alleine zu sein. Nun durfte ich von meinen Nachbarn erfahren, dass mein Hund bei jedem Geräusch anschlagen würde, sei es, wenn jemand durch das Treppenhaus geht oder draußen ein Geräusch ist. Der Wohnungsgesellschaft wurde dies auch bereits gemeldet, noch als keine Beschwerde, aber das ist vermutlich nur noch eine Frage der Zeit. Jeder Nachbar sagt zudem etwas anderes, die einen erzählen von Minuten am Stück, andere von einem Zeitraum, in dem er immer mal wieder bellt. Ich habe bereits 1, 2 Mal Kameras laufen lassen - so schlimm scheint es nicht zu sein, aber wenn er bellt, dann ordentlich laut. Durch die Bauweise ist es auch noch sehr hellhörig und er steht dann direkt vor der Eingangstür.



    Wenn ich zu Hause bin, knurrt er nur und verkriecht sich bei mir. Offensichtlich hat er lediglich Angst - wie gewöhne ich ihm das jedoch ab? Ihn beruhigen wäre ja eher kontraproduktiv, oder? Bei jedem Geräusch auf die Straße rennen mit ihm, ist zu aufwendig und bis dahin ist das Geräusch weg.


    Ich habe schon probiert, die Tür zu öffnen, wenn die Nachbarn neben oder über mir durch das Haus gehen. Sie geben Elvis dann einen Keks und sprechen kurz mit ihm, aber er knurrt und bellt trzd bei denselben Geräuschen.


    Hat jemand dieselben Probleme gehabt - falls ja, wie habt ihr diese in den Griff bekommen?


    Vielen Dank & viele Grüße
    Selina & Elvis

  • Die Idee kam mir spontan auch. Kein netter Mitmensch in Sicht, der die 8 Std unterbricht?

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Also erstens halte ich 8 Stunden alleine auch für sehr lange und zweitens liest sich das als ob er in der neuen Umgebung noch total unsicher ist.


    Wenn er kurz nach dem Umzug ohne ausreichende Eingewöhnung alleine bleiben musste, kann er sicherlich die Geräusche nicht zuordnen. Gut wäre sicherlich eine längere Zeit (vielleicht Urlaub über Weihnachten) in der ihr zusammen in der Wohnung seid. Wenn er früher gut alleine geblieben ist und sieht, dass dich die Geräusche nicht aus der Ruhe bringen, wird er sich auf Dauer sicher auch beruhgen.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (DSH *2008)+ Arik (Herder *2015)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016, Rusty 2000-09.04.2019)
    Natürlich kann man ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)

  • Ich könnte mir auch vorstellen das die Umgebung noch zu neu ist!
    Zur Unterbrechung der 8 Stunden:
    Gibt es keine Hundefreunde in der Nähe deren Besitzer deinen Hund tagsüber mal mitnehmen könnten?Wir habe hier so Absprachen mit den Frauchen von Joschis Freundinnen.Wenn ich mal nicht kann wird Joschi von der einen oder anderen Mittags abgeholt und mitgenommen und im Gegenzug habe ich auch manchmal Mittags 2 Schäferhunde oder 1 Schäfer und einen Riesenschnauzer dabei.

  • Hallo
    Wir haben das gleiche Problem in der Nachbarschaft ! Familie mit zwei großen Kindern . Eltern beide Lehrer !
    Da sind schon mal Tage dazwischen da heult und bellt Joschi(der Hund)stundenlang .
    Einen Schlüssel haben wir von den Nachbarn . Da geht einer von " uns " mal rüber und geht mit dem Hund oder gibt ihn ein leckerchen ! Manchmal hilft es , manchmal nicht .
    Ich muss aber dazu sagen das der Hund Joschi verpuschelt ist .aber nix gegen Sozialpädagogen
    Der Hund kann da nichts für!!!

  • Hallo,


    erst einmal vielen Dank für die Antworten!


    Ich weiß, dass 8 Stunde schon sehr lange sind, aber arbeitsbedingt geht es leider nicht anders :( Eine professionelle Betreuung kann ich mir leider nicht leisten. Ab und zu geht mein Ex-Partner mittags eine kleine Runde, aber das kann er leider auch nicht immer.


    Da ich erst neu in die Gegend gezogen bin, kenne ich niemanden, der mittags eine Runde mit ihm gehen kann o.Ä. Meine Nachbar kann ich auf keinen Fall fragen, diese haben mich ja eh alle auf dem Kieker.


    Wie gesagt hatte er in der Wohnung davor keinerlei Probleme. Auch denke ich nicht, dass er bellt, weil er alleine ist, sondern weil er eben Angst hat. Er tut es ja lediglich bei irgendwelchen Geräuschen, ansonsten liegt er die meiste Zeit vor der Wohnungstür und schläft (hatte ja schon ein paar Mal die Kamre laufen). Die letzten Wochen musste ich länger arbeiten und habe ihn morgens zu meinem Ex-Partner gebracht, so war er nicht alleine in der Wohnung, sondern immer nur mit mir. Bei Geräuschen bleibe ich ruhig, wenn er knurrt, schaue ich ihn auch nicht an. Wenn jemand durch das Treppenhaus geht kann ich, zumindest bei den Nachbarn über mir, die Tür öffnen und diese streicheln ihn dann kurz etc. Mittlerweile ist aber gut mehr als ein Monat vergangen und er hat sich noch immer nicht an die Alltagsgeräusche gewöhnt. Das Radio lasse ich auch jeden Tag an.


    Ich weiß einfach nicht weiter :( Ich habe schon an so ein Anti-Bell-Halsband gedacht, aber das "bekämpft" ja nicht die Ursache.


    Vielen Dank & viele Grüße
    Selina

  • Also das anti Bell Dingsda schmeiß mal wech!
    Das würde dir auch nicht stehen!!!!


    Warum nicht die Nachbarn fragen!!
    Erstens bekommen die es direkt mit wenn er\ sie bellt oder so.
    So kann man auch einen Nachbarschaftlichen Kontakt herstellen.
    Nur man muss sich überlegen welche Gegenleistung man bringt.
    Wenn sich dein Hund dann richtig eingewöhnt hat wird dieser auch ruhiger und gelassener .
    Mit dem Ex ist auch immer so ne Sache !


    Denk mal drüber nach

  • Hallo,


    glaube mir, die kann und will ich nicht fragen ;) Das sind keine leichten Nachbarn und auch nicht besonders hundefreundlich :thumbdown:

  • Lehrer sind keine Sozialpädagogen, sondern Pädagogen! ;) Und....mein Mann ist auch einer! Wir hätten aber niemals Hunde, wenn es die familiäre Situation nicht zulassen würde. Ich arbeite nur, wenn mein Mann zu Hause ist.
    Selina : Vielleicht hilft eine Anzeige im örtlichen Amtsblatt. Wenn Elvis kein so schwieriger Hund ist, könnte auch ein Jugendlicher oder rüstiger Rentner mit ihm gehen. Hier wüsste ich gleich mehrere Kandidaten, die sofort an deiner Tür stehen würden. Manchmal wartet jemand nur auf so eine Gelegenheit. Es gibt bestimmt Lösungen, die allen Parteien helfen und die Lage entspannen. Nur nicht resignieren! !

  • Das sollte ja eigtl tendenziell kein Problem sein, wie gesagt geht auch mein Ex mal mit ihm, wenn es gar nicht anders geht.
    Aber das löst ja nicht das Problem des Bellens ?( Selbst wenn ich nur kurze Zeit weg bin und irgendein Geräusch da ist, bellt er.


    Wie bringe ich ihm bei, dass er keine Angst zu haben braucht?

  • Wie Schwedenfan geschrieben hat: Vielleicht hilft euch die Zeit über Weihnachten und Silvester, wo ihr gemeinsam eine längere und entspannte Zeit in der neuen Wohnung verbringen könnt. Bei solchen Sachen helfen homöopathische Mittel sehr gut. Vielleicht habt ihr einen erfahrenen Therapeuten on der Nähe. Immerhin hat der Hund einiges zu verarbeiten, die Trennung vom Herrchen, die neue Wohnsituation, ein neues Revier. Dafür, dass Elvis "nur" ab und zu mal bellt, verhält er sich doch recht gut. Klar, die Situation ist wegen der Nachbarn blöd, wird sicher mit etwas Zeit entspannter. Oftmals hilft da ein freundliches Gespräch mit den Nachbarn, wo du die Situation erklärst. Sicher wird niemand wollen, dass Elvis wieder sein Zuhause verliert.