Ja, gut, das kann ich nachvollziehen, dass es schon sehr gute Gründe gibt, seine Welpen vor allem an Hundesportler abzugeben. Nur eben dieses NUR stört mich dabei. Es ist ja immerhin ein Unterschied (wenn man denn im Gespräch überhaupt soweit kommt), ob ich völlig hundeunerfahren bin (aber auch da gibt es Neulinge, die echt engagiert sind, wo man die Spreu vom Weizen trennen könnte, jeder hat ja mal mit seinem ersten DSH angefangen) oder aber "arme" Leutchen wie ich, die immerhin schon 5 Schäferhunde hatten! Da würde ich mir doch wünschen, dass man nicht alles über einen Kamm schert, sondern individuell entscheidet.
Die sollten uns ja gerne mal besuchen kommen..... da könnten sie sehen, was wir selbst mit unseren rentnern noch so alles machen und wie klasse alles funktioniert, obwohl wir keinen Hundesport machen. Trotzdem kann man ja aber den Hund rassetypisch beschäftigen und sich Gedanken machen, gerade weil es nun mal ein Arbeitshund und Gebrauchshund ist! Aber oft kommt es einfach so rüber nach dem Motto: wer keinen Sport mit dem DSH macht, kann sich auch gleich nen Berner oder Goldie holen....dieses Verallgemeinern finde ich echt nicht gut!
Welpe aus Vater mit "HD fast normal"?
-
-
-
@angieblau "auch off topik"
Klang das so als ob ich problematisch zu Joschis Züchter stehe ?Das wollte ich sicher nicht ausgedrückt haben!Jan war immer ansprechbar für alle Fragen die ich hatte und ich würde mich auch in Zukunft immer an ihn wenden bei "hündischen" Problemen.Wenn ich mehr Zeit und Platz hätte würde hier sicher noch ein Schaale Taler leben
Joschi ist ein Traum von Hund.
Ich wollte lediglich ausgedrückt haben das ich, als Leihe, es beängstigend finde wenn ich Waschbärs Auflistung lese .Aber wenn ich schon fragen darf würde ich mich ,per PN,sehr über Infos über Joschis Schwester freuen, die ist doch auch bei euch in der OG,oder?Wobei es mir mehr um Charakter geht als um die sportlichen Dinge... -
Knickohr: Also Waschbär hat in einem anderen Thread geschrieben, dass sie Welpen auch an (erfahrene) Privatpersonen abgibt. Und Bronxter auch. Und beide haben so schöne Hunde, bei denen ich auch als Langhaar-Fan schwach werden würde. Ihr habt Erfahrung mit Schäferhunden und die Möglichkeiten zur Auslastung, daher denke ich, dass ihr keine Probleme haben solltet, einen Hund von einem gutem Züchter zu bekommen. Ich finde es traurig, dass man kaum noch einen Schäferhund zu Gesicht bekommt, weil die Leute nur noch Labradore oder Aussies (und damit oft total überfordert sind) kaufen.
Waschbär : Vielen Dank für die ausführlichen Informationen, die für alle hier sehr interessant sind.
Was mich entsetzt ist die hohe Fehlerquote beim HD-Röntgen und dessen Auswertung. Und wie damit die Ahnungslosigkeit der Halter ausgenutzt wird.
Unsere alte Hündin hatte definitiv ein Lymphosarkom, welches in der Tierklinik nie beim Namen genannt wurde, um die Hoffnung auf Heilung nicht zu zerstören und damit den Geldhahn zuzudrehen. 6000€ für nichts! Passt zwar nicht ganz in diesen Thread, nur zum Thema Ausnutzung von Ahnungslosigkeit. Gut, dass es Menschen gibt wie dich, Waschbär, die mit Wissen dagegen angehen! -
Ich finde es schon ziemlich doof, dass man als "normaler " Hundehalter, oder wie Ihr so schön schriebt, als "Privatmann" nahezu null Möglichkeit hat, etwas über Wurfplanungen zu erfahren. Ich finde, es sollte wenigstens so geregelt sein, dass man auf den Seiten der Landesgruppen oder Ortsgruppen (sofern die Seiten haben), auch als Nicht-Hundesportler und damit Nicht-SV-Mitglied, einsehen könnte, wo welche Würfe geplant sind. Sonst bleibt einem nichts anderes übrig, als in gewissen Abständen alle Züchterseiten durchzuorgeln, ob dort ein Wurf bekannt gemacht wird.Finde ich sehr schade! Und auch unfair! Bei anderen Hunderassen ist es oft so, dass die Würfe schon auf den Seiten des jeweiligen Verbandes verlinkt sind.
Aber wie Waschbär schrieb, kann man es höchstens bei den jeweiligen Ortsgruppen einsehen und , so habe ich es verstanden, auch nur bei denen vor Ort. Echt blöd!
ist das vom SV so gewollt? Dass ein Schäferhund möglichst nur an SV-Mitglieder und Hundesportler geht?guck mal hier: http://www.working-dog.eu/breed/overview
Wurfplanungen kannst du dir da auch ansehen, dazu musst du dich aber registrieren
-
@Bronxter
Joschi heisst eigentlich "Philo vom Schaale Tal".Teilst Du Deine Gedanken bezüglich meines Hundes bitte mit mir?Bin neugierig...
Ich muss ja gestehen das ich es ähnlich gehändelt habe wie Du es von Privatleuten beschreibst.Die HD/ED Ergebnisse sind nicht eingeschickt worden.Er war nur beim rö weil er als Junghund dauernd gelahmt hat und ich Gewissheit wollte ob da was gelenktechnisch im Busch ist.Muss man nicht auch zu bestimmten Tierärzten für das offizielle RÖ?
Der Tierarzt muss vom SV zugelassen sein.
Bedenklich finde ich da die Tom Inzucht, da er da doch einige negative Sachen vererbt hat.
Auf den Rücken würde ich bei der Verbindung etwas acht geben, bei der Linie gibt es ab und an auch mal Ausfälle, aber das muss nichts heißen.
Ich hab hier auch 2 über Zar
Aber abgesehen von der Tom Inzucht gefällt mir die Verpaarung auch ganz gut.
Sind eben nur einige CES Vererber mit bei. -
Was mir auch noch so aufgefallen ist: viele Züchter blocken sofort den Kontakt ab, sobald sie hören, dass man keinen Sport mit dem Hund machen möchte...vor allem Züchter, die wirklich mal gesunde Hunde haben und sich viel Mühe geben. Scheinbar wäre ein Verkauf an private Leute so was wie Materialverschwendung, was ich in dem Zusammenhang auch schon oft gehört habe.
Und andere "Züchter", die eigentlich nur vermehren, weil sie ständig irgendwelche Würfe haben, oft sogar 2 oder 3 gleichzeitig, denen ist alles so völlig wurscht, dass die einen nicht mal fragen, wo man her kommt oder ob man auch nur die geringste Hundeerfahrung hat.
Das hat so den schalen Geschmack von: wenn der Hund eh nur als Familienhund gehalten wird, kann ja auch ruhig miserable Knochen haben und irgendwo im Zwinger aufgezogen werden......Das kann auch daran liegen, dass die Verpaarung nicht unbedingt als reiner Familienhund geeignet ist bzw. nicht an Laien gehen soll, weil diese damit überfordert sein könnten. Das ist nichts gegen dich als Person gemeint, sondern zum Wohle des Hundes. Da gibt es natürlich auch solche und solche.
Mein nächster Wurf geht auch nicht an unerfahrene Leute bzw. als Familienhund mit kleinen Kindern. Da ist mir das Risiko zu hoch, dass etwas schief geht.
Ich sehe immer wieder solche Hunde, die dann total verkorkst worden sind, abgeschoben oder eingeschläfert werden, weil sie ihre Familie geschreddert haben. Es ist sehr mühselig, diese Hunde wieder gerade zu biegen und auch nicht immer schön für den Hund. -
Ja, gut, das kann ich nachvollziehen, dass es schon sehr gute Gründe gibt, seine Welpen vor allem an Hundesportler abzugeben. Nur eben dieses NUR stört mich dabei. Es ist ja immerhin ein Unterschied (wenn man denn im Gespräch überhaupt soweit kommt), ob ich völlig hundeunerfahren bin (aber auch da gibt es Neulinge, die echt engagiert sind, wo man die Spreu vom Weizen trennen könnte, jeder hat ja mal mit seinem ersten DSH angefangen) oder aber "arme" Leutchen wie ich, die immerhin schon 5 Schäferhunde hatten! Da würde ich mir doch wünschen, dass man nicht alles über einen Kamm schert, sondern individuell entscheidet.
Die sollten uns ja gerne mal besuchen kommen..... da könnten sie sehen, was wir selbst mit unseren rentnern noch so alles machen und wie klasse alles funktioniert, obwohl wir keinen Hundesport machen. Trotzdem kann man ja aber den Hund rassetypisch beschäftigen und sich Gedanken machen, gerade weil es nun mal ein Arbeitshund und Gebrauchshund ist! Aber oft kommt es einfach so rüber nach dem Motto: wer keinen Sport mit dem DSH macht, kann sich auch gleich nen Berner oder Goldie holen....dieses Verallgemeinern finde ich echt nicht gut!Schäferhund ist da auch nicht gleich Schäferhund.
Es gibt 3 verschiedene Zuchtrichtungen und auch innerhalb dieser Richtungen gibt es verschieden gelagerte Hunde.
Wenn der Züchter nun einen Wurf hat, von dem er erwartet, dass die doch etwas explosiv sind...so kann er es nicht verantworten, diese an jemanden abzugeben, der keinerlei Erfahrung damit hat.
Wenn du sagst, du hast Erfahrung und kannst das...dann beantworte dir selber auch die Frage, ob du mit einem Hund so umgehen kannst, dass er weder dich, deine Familie oder andere Lebewesen beschädigt, wenn er: ein höheres Aggressionspotential hat, führerhart ist, eine niedrige Reizschwelle hat, extremen Beutetrieb besitzt, mehr als selbstbewusst ist. Eventuell auch eine Mischung aus diesen Eigenschaften. Ein Hund, der bei Korrekturen sofort dagegen hält und dir ans Leben will. Ein Hund, der andere Menschen abgrundtief hasst. Einen Hund, der eine niedrige Reizschwelle hat und sofort von 0 auf 100 ist, wenn er von einem Außenreiz wie zB. auto, katze, jogger, schreiendes kind, hochgeschaukelt wird. Kannst du diesem Hund ein guter Wegbereiter sein? Bist du konsequent genug, keinen einzigen Fehler zu machen bei der Führung des Hundes?
Nicht jeder Hund ist nett. Nicht jeder Hund mag Menschen. Nicht jeder Hund lässt sich von jeder Person führen.
Wenn du es gerne probieren möchtest, lade ich dich hiermit herzlich ein
Schau dir die Chaoten an, besonders den verkorksten, den ich gerade versuche zu führen. Der Hund wird mir noch viel beibringen. 4 mal ist er bereits auf mich drauf, ohne vorher großartig zu kommunizieren. Der kommt einfach und zielt ins Gesicht.
Er war auch so ein Familienhund...bei jemanden, der immer schon Schäfies hatte. Ende vom Lied: Krankenhaus. Vermittelt...2 weitere Besitzer im Krankenhaus. Sogenannte Experten im Hundesport, die meinten, dem Köter es mal richtig zu geben Kraft ihres Testosterons.
Und was hat der Hund drauß gelernt? Mit beißen komm ich weiter. Mag ich was nicht, beiß ich einfach zu und das Problem ist erledigt.Oder Jacky damals...hat ein Kind zerlegt, kam ins Tierheim. War auch ein reiner Hofhund. Weiteres ist mir nicht bekannt. Dieser Hund hasste alle Menschen abgrundtief und niemand sollte sich wagen, ihn auch nur berühren zu wollen.
Ich hab ihn dann aus dem TH geholt, aber es war nicht immer einfach mit ihm.Und noch viele andere Hunde.
Falls sich jemand noch an den Smaragdwald Hund erinnern kann? Wurde hier auch im Forum diskutiert. Eine Userin hat ihn dann zu sich genommen, aber aufgegeben und eingeschläfert. Kam auch aus Privathand. -
Aber oft kommt es einfach so rüber nach dem Motto: wer keinen Sport mit dem DSH macht, kann sich auch gleich nen Berner oder Goldie holen....dieses Verallgemeinern finde ich echt nicht gut!
Wahrscheinlich gehen viele Züchter da von aus, daß ein Hundesportler sich mehr mit dem Hund beschäftigt, nicht nur im Bezug auf Auslastung, sondern auch im Bezug auf Erziehung und Ausbildung.
Einen Welpen kann man meistens so erziehen wie man ihm haben will. Ausnahmen gibt es überall und Kompromisse muß man auch schon mal ein gehen. Im allgemeinen kann man aber schon sagen, es kommt immer darauf an was man aus dem Welpen macht.
Hundesportler probieren nun mal alle möglichen Erziehungs- und Ausbildungsmethoden aus, um den Welpen in die gewünschte Richtung zu lenken.
Richtige Hundesportler werden auch mit Welpen fertig, die aus etwas triebigere Linien stammen und bei einem Nicht-Hundesportler bleibt immer ein Fragezeichen, ob er das auch kann.
Natürlich gibt es auch Nicht-Hundesportler, die auch einen triebigen Welpen perfekt erziehen und ausbilden können, allerdings sind sie wohl doch eine Minderheit unter den Nicht-Hundesportlern.Bei einem Berner oder Goldie sind Ausbildungs- und Erziehungsfehler nicht so gravierend.
Bei einem DSH führen Ausbildungs- und Erziehungsfehler zu solchen Problemhunden wie Bronxter sie hat. -
Hallo Knickohr,
die Züchter vom Haus Dupont sind klasse! Richtig erfahren und engagiert - kann ich dir auch nur empfehlen. Ist ja grad bei mir ums Eck. Die Hündin Maxi ist toll, schön, gesund und temperamentvoll.
Viel Glück mit eurem Mädel
-
Danke Für Deine Einschätzung Bronxter.
Ich finde grundsätzlich gut und auch extrem wichtig das nicht alle Hunde an reine Privatleute abgegeben werden, weil Schäferhund nicht gleich Schäferhund ist und Erfahrung auch nicht gleich Erfahrung.
Als ich auf der Suche war nach einem Welpen habe ich allerdings auch immer gleich am Telefon schon erfragt ob die Anpaarung auch für nicht Sportler geeignet ist.
Ich habe selbst die Erfahrung gemacht das Erfahrung haben gar nichts heisst. Joschis Vorgänger war mein erstes ganz eigenes Projekt und aufgrund der Tatsache das er so perfekt im Gehorsam war und ich ja auch schon vorher mit Schäferhunden zusammengelebt hatte (die ich nicht ganz alleine ausgebildet hatte) kam ich mir schon ziemlich erfahren vor
.Dann kam Joschi...Er ist ein toller Hund und ich liebe ihn sehr, aber er ist auch ganz anders als jeder Vorgänger.Er ist in vielen Dingen einfach hmmm...härter... kann man vielleicht sagen.Kein Hund der einen Fehler nur einmal macht und eine Korrektur sofort abspeichert.Er neigt nie zum Meideverhalten und geht eher nach vorn.Er denkt selbstständiger, was schon zu interessanten Fehlverknüpfungen geführt hat.Er ist kein "Tut nix".Er ist kein Nebenherläufer in der Familie, sondern ein Hund den man wirklich "führen" muss.
Ich bin wahnsinnig froh diesen Hund bekommen zu haben, denn noch durch keinen Hund habe ich soviel gelernt wie durch ihn.Gottlob ist er in jeder Lebenslage Menschenfreund.Ein Hund der Menschen hasst,das wäre mehr gewesen als ich mir zutrauen würde.Allerdings als Ersthund und mit nur Labbierfahrung wäre er, glaube ich, ein schwieriger Fall gewesen.Ein Züchter der einschätzen kann was aus seinen Welpen wird ,die Elterntiere ehrlich beschreibt und dem entsprechend auch die Käufer selektiert ist bei einer Rasse mit einer so grossen Vielfalt wie dem DSH von grösster Wichtigkeit.In unserem Fall war es zum Glück so... -
-
Richtige Hundesportler werden auch mit Welpen fertig, die aus etwas triebigere Linien stammen und bei einem Nicht-Hundesportler bleibt immer ein Fragezeichen, ob er das auch kann.
Natürlich gibt es auch Nicht-Hundesportler, die auch einen triebigen Welpen perfekt erziehen und ausbilden können, allerdings sind sie wohl doch eine Minderheit unter den Nicht-Hundesportlern.Bei einem Berner oder Goldie sind Ausbildungs- und Erziehungsfehler nicht so gravierend.
Bei einem DSH führen Ausbildungs- und Erziehungsfehler zu solchen Problemhunden wie Bronxter sie hat.Das möchte ich so eigentlich nicht stehen lassen, weil das ein meiner Meinung nach falsches Bild vom Leistungs-DSH abzeichnet. Natürlich ist der DSH, gerade aus Leistungslinien, ein Hund, der Anforderungen an seine Aufzucht/Erziehung/Ausbildung/Auslastung stellt, die über das durchschnittliche Ausmaß der Hundehaltung hinaus geht. Aber der "Laie" oder "private Hundehalter" oder wie auch immer jemand bezeichnet wird, der nicht zum elitären Kreis der Schutzhundesportler gehört, ist heute doch schon lange nicht mehr das Dummchen vom Lande in Bezug auf die Hundehaltung. Vielmehr gibt es heute unter den "Privatmenschen" sehr viele, die sich sehr viel Mühe mit ihrem Hund geben, und das durchaus erfolgreich. Es ist doch heute fast Standard dass man sich mit dem "08/15-Familienhund" in die Hände eines Trainers begibt und dort mindestens die Welpen- und Junghundzeit über bleibt. Und das Beschäftigungsprogramm, welches heute dem durchschnittlichen Familienhund geboten wird, ist nicht selten sogar schon zu umfangreich. Und viele Rassen, die sich als Familienhund etabliert haben, sind keinesfalls "einfacher" als der duchschnittliche Leistungs-DSH, ganz im Gegenteil.
Ich persönlich gebe keine Welpen mehr an Hundeanfänger ab. Das habe ich einmal gemacht und den Welpen ein paar Tage später wieder zurück geholt. Obwohl diese Welpenkäufer den Vorsitzenden einer leistungsorientierten Ortsgruppe als Fürsprecher hatten. (Allerdings habe ich auch schon einen Welpen von einem Leistungsrichter wieder zurück geholt, weil diesem die kleine Hündin "zu arg" war und angeblich seinen anderen Hund untergebuttert hat...). Aber hundeerfahrene Nichtschutzhundesportler sind mir sehr lieb als Welpenkäufer, vor allem wenn sie bereits Erfahrung mit dem DSH haben. Man kann sowieso immer nur im Einzelgespräch klären ob ein Welpeninteressent "passt" oder nicht.
Mir gefällt auch das Bild vom Leistungs-DSH nicht, das hier abzeichnet wurde: Das Bild vom führerharten Hund mit hohem Aggressionspotential, der sich bei Interessenskonflikten ernsthaft gegen seinen Hundeführer stellt. Natürlich gibt es diesen Typ Hund. Aber: Er sollte nicht das Zuchtziel sein, sondern, ganz im Gegenteil, nicht zur Zucht eingesetzt werden!
Mein Zuchtziel ist der sozialverträgliche Hund mit gesundem Instinktverhalten. Der gute Nerven hat, jederzeit bereit ist zur Arbeit, aber nicht stundenlange Beschäftigung pro Tag einfordert. Der einen hohen Beutetrieb hat, solide Arbeitsveranlagungen und obendrein möglichst gesund ist. Ich möchte einen Menschen und anderen Hunden gegenüber freundlich-neutralen Hund haben, den man problemlos frei laufen lassen kann (solide Grundausbildung vorausgesetzt) und der nicht gleich in die Luft geht, wenn er mal von einem anderen Hund oer auch Menschen blöd angemacht wird. Natürlich liegt vieles an der Prägung und Ausbildung, aber es gibt ein genetisches Fundament für so einen ausgeglichenen, in sich ruhenden Hund, trotz hohem Beutetrieb und Temperament.
Trotzdem (oder gerade deswegen???) gehen immer wieder Hunde aus meinen Würfen auch in den Polizeidienst. Meiner Meinung nach ist der optimale Sporthund ein ebenso optimaler Diensthund wie auch ein optimaler Familienhund, der mit Kindern gut kann. Vernünftige Aufzucht/Prägung und Haltung/Behandlung vorausgesetzt. Natürlich entspricht längst nicht jeder Hund, den man züchtet, dem Zuchtziel seines Züchters. Aber wenn ich den genetischen Background meiner Hunde kenne, dann kann ich als Züchter schon beurteilen welcher Welpe aus meinem Wurf eher für einen leistungsambitionierten Sportler passt, welcher am besten "für Privat" geeignet ist und welcher besser z.B. in Diensthundeführerhände geht.
Zur Auslastung der Hunde: Ich habe in den vergangenen ca. 5 Jahren so gut wie nix mit meinen Hunde gearbeitet. Und wenn ich das Spaziergeh- und Bespassungspensum vieler Nicht-Schutzhunde in meinem Umfeld sehe, sind meine Hunde arme Würstchen dagegen. Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn man morgens im Dunkeln das Haus verlässt und nach Feierabend draussen nur noch wenig Licht hat. Dann lümmelt sich mein Rudel hier herum, verschläft die meiste Zeit des Tages und die Nacht, gammelt auf dem Grundstück herum, geht ein bissel Gassi, spielt auch mal mit anderen Hunden, es wird auch mal Fahrrad gefahren oder die Hunde werden mal ein paar Runden longiert oder dürfen mal durchrevieren, es geht evtl. auch mal für 5 Minuten am Tag im Schritt auf's Laufband (wenn man draussen, aus welchem Grund auch immer, mal gar nix machen kann). Meine Hunde sind jederzeit bereit für mehr Beschäftigung, arbeiten gerne, fordern diese aber nicht zwingend ein bzw. werden nicht hyperaktiv oder gar aggressiv, nur weil sie mal ein paar Tage nicht in irgend einer Weise gefordert und rund um die Uhr bespasst werden. All das ist natürlich auch prägungsabhängig (viele hyperaktive Hunde macht man sich selbst), aber auch hier gehört eine gewisse Genetik mit dazu. Und die ist der Hauptgrund dafür warum ich nicht vor vielen Jahren vom DSH zum [lexicon='Malinois'][/lexicon] gewechselt bin (meine ersten Schäferhunde waren alle irgendwie krank und ich hatte darauf irgendwann eigentlich keine Lust mehr).
-
Dem gibt es, finde ich, nix hinzuzufügen.
Ich hatte das große Glück, daß wir über all die Jahre Kontakt mit Banjas Züchter gehalten haben, der mir anfangs sehr mit Rat und Tat bei der Ausbildung zur Seite stand. Bei der Auswahl der Nachfolgerin war er mir wieder sehr behilflich und hat da auch seine Erfahrungen / Bekanntschaften mit Züchtern genutzt.
Und mit Askjas Züchtern gab's ausführliche Gespräche und 2 Treffen. Klar finden sie es gut, wenn ihre LZ-Hunde sportlich geführt werden. Aber eine Abgabe machten sie von Haltungsbedingungen abhängig und davon, ob die Chemie stimmt.Ich hatte anfangs große Probleme damit, dass ich mich bei Askja gegen den Hundesport entschieden habe, weil ich fürchtete, die Hündin nicht gescheit auszulasten. Hat sich absolut nicht bestätigt.
-
Ah, ich wollte nicht, dass dies falsch rüber kommt.
Die meisten DSH sind doch eher sehr nette Hunde, viele sind auch recht sensibel. Aber ich wollte damit sagen, es gibt eben auch solche und das kann auch ein Grund sein, warum Züchter bei Privatpersonen blockieren.Und du hast auch Recht damit, dass sie nicht ständig Sport machen müssen, kein Dauerbespaßungsprogramm brauchen.
Ich mache auch seit ca. 3 Jahren so gut wie keinen Sport mehr, aus gesundheitlichen Gründen kann ich mich auch nicht mehr so gut bewegen wie früher, weshalb ich auch das private Programm runter geschraubt habe. Und die Hunde sind trotzdem glücklich, nicht nervös oder sonst was.
Außer Mister verkorkst. Wenn ich den 1-2 Tage nicht beschäftige, dann dreht er frei und neigt dazu, mir gegenüber eher auszurasten.Philo: Der Onkel von deinem, den ich hier habe, ist ein ähnlicher Typ Hund. Noch etwas extremer in mancher Hinsicht, aber da gibt es schon Parallelen.
Meine anderen hier sind sehr liebe, soziale Tierchen. -
@Bronxter der Onkel von Joschi würde mich ja mal interessieren...
Extrem ist Joschi zum Glück nicht wirklich,nur anders als ich es kannte.Der Vorgänger war ein Ossi und einfach ein Ausbund an Kadavergehorsam, allerdings auch mega nervös und neigte dazu seine Unruhe auch noch zu vertonen. Joschi ist tiefenentspannt,im Haus beruhigt mich schon der bloße Anblick dieses Hundes
aber es gibt draussen Situationen in denen man rechtzeitig wahrnehmen sollte das er jetzt gerne Entscheiden würde, sonst gehts schief.Kein Hund bei dem Fehlverhalten (auch bei Kleinigkeiten)einfach mal fröhlich "wegignorieren"kann.Entweder man befiehlt nix oder man besteht pedantisch auf saubere Ausführung ,sonst baut er es aus...Er ist auch nicht wirklich unverträglich mit anderen Hunden, sein Freundeskreis besteht bestimmen aus 20-30 Kandidaten,aber die Erfahrung hat mir gezeigt das es nicht unbedingt mit jedem klappt der so daherkommt.Deshalb unterbinde ich Fremdhundekontakte.Ich halte es im Übrigen so wie Bronxter und Wachbär auch : Es gibt hier kein Dauerbespaßungsprogram und es gibt so`ne und solche Tage.Da er meist mein Begleiter auf all meinen Wegen ist,steht und fallt sein Bewegungspensum mit dem Meinen (ich fahre nicht Auto da ich ziemlich schlecht sehe).Er hat nicht das geringste Problem an Tagen ,an denen hier nix los ist ,ist aber nie abgeneigt wenns dann los geht.
-
Bronxter : Beim Lesen deines Beitrags dachte ich: Kein Wunder, dass man so wenig LZ-SH sieht, die dürfen nur auf den Hundeplatz und sind sonst unter Verschluss. Zum Glück betrifft das wirklich nur einen kleinen Teil der Hunde. Ich verstehe aber deine Bedenken absolut, wenn Leute kommen, deren Großvater mal einen Schäferhund hatten und meinen, DIE Erfahrung mit SH zu haben. Nebenher rennen 3 kleine Kinder herum und der Hausherr arbeitet im 3-Schichtsystem.
Im Nachbarort hat eine Schäferhündin in dieser Konstellation ihr Dasein auf einem Balkon gefrustet und alle Leute und Hunde angebellt.
Trotzdem bin ich froh, dass sich dank Züchtern wie Waschbär das Image des LZ-SH verändert hat. Meine Eltern hatten schon immer Schäferhunde und ich habe als Kind den Wandel vom reinen Arbeits-/Wachhund zum Familienhund mitbekommen und wie die Hunde in der Rolle aufgingen.
Auch bei unserem alten Rüden, den wir übernommen haben, stellten wir schnell fest, dass auch das Leben im Familienrudel eine Aufgabe ist und die Hunde glücklich macht. Er lebte ein Jahr lang tagsüber ohne Ansprache auf einem Gartengrundstück. Für einen reinen Zwingerhund ohne Familienanschluss sind die wenigen Stunden Hundesport das Highlight und ob das ihn ausfüllt ist fraglich. -