Nasenarbeit / Fährte & Co /Praxisarbeit

  • Update Ioshys Fährtenarbeit:


    Ja also das verweisen der GS auf der Fährte klappt immer noch nicht so flüssig.

    Ich denke man müsste es einfach öfter in der echten Fährtensituation trainieren, aber öfter als zwei Mal zusätzlich zu den Fahrten zum Hundeplatz kann ich nicht machen.


    Ich fahre jedes Mal allerkürzestens 80km (40 hin, 40 zurück) wenn wir in der Nähe vom Hundeplatz fährten können. Das ist jetzt aber auch vorbei weil wir es nicht mehr kombinieren können wegen der Hitze.


    Die besseren (eigentlich die einzigen) Fährtengelände sind one way 65km entfernt. Das fährt man halt auch nicht gerne andauernd. Ich muss es dosieren. Mehr als 1 bis 2 Mal wöchentlich ist nicht drin.


    Ich habe das typische Szenario, wenn ich zuhause verweisen übe, klappt es hervorragend. Auf der Fährte klappt es aber halt nicht. Ich muss mir dauernd anhören wie normaaaaaal es ist, dass es zuhause klappt und im Trainingsgelände nicht. Aber ehrlich, ich denke schon, dass diese Ausrede irgendwann mal nicht mehr ziehen sollte und der Hund es auch woanders umsetzen sollte. Keine Ahnung warum er da so blockiert. Er findet die GS schlicht und einfach kacke und sie stören seine Fährte.


    Vor kurzem habe ich mit Döschen angefangen. So kleine Aluminiumdosen mit Schraubdeckel. Da rein mache ich Nassfutter. Siehe da, die Dosen findet er interessanter. Jetzt sagt nicht ahaaaa, die Belohnung ist hochwertiger, weil die Belohnung an den GS habe ich in allen möglichen Varianten schon getestet.


    Mein nächster Schritt wäre, die Dosen und die GS zu kombinieren, mal sehen was er dazu sagt. Also die Dose unter den GS oder ganz nah daneben, erstmal, dann irgendwann unsichtbar unter dem GS.


    Das einzig gute bei der ganzen Prozedur ist, dass er jetzt schon viele Schritte ohne Futter darin sehr gut und intensiv absucht weil ich ja die Belohnung der Fährte selbst, reduzieren wollte um die GS aufzuwerten. Also viele Schritte mit nur vereinzelt mal Belohnung in den Schritten klappt sehr gut. Sein Suchverhalten ist insgesamt sehr gut. Auch der Ansatz klappt jetzt sehr gut. Und der Wiederansatz klappt. Ja alles andere ausser die fu.....ing GEGENSTÄNDE :cursing: :D :D :D

  • Zusammenfassend ist zu sagen, dass bei Ioshy der Ansatz das Verweisen der GS erst ausserhalb der Fährte aufzubauen überhaupt nicht funktioniert hat. Es hat ihm überhaupt nichts genützt die Technik des Verweisens gelernt zu haben.


    Es wäre bei ihm definitiv besser gewesen einfach alles zusammen direkt auf der Fährte zu machen. So wie etliche meiner Trainingskameraden an jedem GS einfach den Hund über die Leine stoppen und PLATZ schreien. Das macht man so oft bis der Hund mit der Zeit immer weniger Hilfe braucht.


    Ich fand das unelegant und Axel und Alma haben halt auch den GS, so wie gedacht, als Hinweis auf Hinlegen gedeutet und allenfalls ein ganz leichtes bremsen an der Leine benötigt.


    Aber so ist es halt, jeder Hund ist anders und in diesem Fall konnte ich vorher nicht wissen wie es für Ioshy am besten wäre. Hinterher ist man immer schlauer.

  • So wie etliche meiner Trainingskameraden an jedem GS einfach den Hund über die Leine stoppen und PLATZ schreien. Das macht man so oft bis der Hund mit der Zeit immer weniger Hilfe braucht.

    Das wäre überhaupt nicht mein Weg, denn da wäre ich mir nicht sicher, ob der Hund das wirklich verinnerlicht und nicht zu viel Stress mit dem GS hat, so dass die Gefahr des Überlaufens größer ist.


    Mein Trainingskollege z. B. hat die GS aufgebaut, indem er einen großen Keks, den es auch nur auf der Fährte gibt, vor den GS legt. Erst wenn der Hund liegt, darf er den Keks nehmen. Seine Hündin ist allerdings auch etwas sensibler und da wäre mit Druck nichts gegangen.

  • Das wäre überhaupt nicht mein Weg, denn da wäre ich mir nicht sicher, ob der Hund das wirklich verinnerlicht und nicht zu viel Stress mit dem GS hat, so dass die Gefahr des Überlaufens größer ist.

    Gibt solche und solche. Unser Weg ist ebenso simple, aber ich schreie dabei nicht rum.

    Aber ich lege auch einfach den GS aus und übe da dann auf der Fährte einfach das Liegen, Fertig.

    ich wirke ein bis der Hund liegt und dann belohne ich hochwertig.

    Stress hat bei uns keiner, man darf halt nicht in der Stimmung bleiben und muss dem Hund auch die Lösung zeigen und nicht nur Druck machen können.

    Aber das ruhige und unaufgeregte Verweisen mit ein bisschen "müssen" ist mMn das Beste. Wenn ich an den GS immer sehr hochwertig arbeite kommt in der Prüfungssituation nicht selten Stress, Frust, Ungeduld oder Unverständnis beim Hund auf. Oder sie werden sehr schnell sehr Prüfungsschlau.

  • Okay, "schreien" war von mir vielleicht bisschen übertrieben aber es wird doch recht laut gesagt, weil die Hunde halt meistens im Schnüffeltunnel sind.


    Ich finde beide eure beschriebenen Ansätze interessant, Cinja und Secans


    Mein Vorhaben mit der jetzt sehr beliebten Dose geht ja in die Richtung Superkeks vor GS. Das gibt mir Zuversicht.


    Und Secans ja, der sanfte Druck ist womöglich auch nicht zu verachten. Ich habe schon festgestellt, dass für Ioshy etwas Druck bei einigen Dingen schon für ihn sehr informativ war und er das offenbar sehr gut versteht, weil er vom Typ her nicht so ein "Anbieter" ist.


    haha, witzig eigentlich. Für Axel war "so ist richtig" (und falsches ignorieren) schon vollkommen ausreichend zum Verständnis. Automatisch war für ihn alles was nicht richtig ist, falsch.

    Ioshy ist eher vom Typ "richtig, auch noch richtig, bestimmt auch noch richtig, vielleicht auch noch richtig, nee wie wars jetzt nochmal?" Wenn ich dann dazu sage: "Also so ist es jedenfalls falsch und so auch" dann kommt die Antwort "warum hast du das nicht gleich gesagt?"

    Bei Axel war Druck immer: "ah verdammt, jetzt muss ich da einfach durcharbeiten" und es führte nicht zu Verständnis.