Also wenn ich 2500 bis 3000 Euro für einen Welpen bekommen würde, dann wäre ich mit so einem "Service-Heft" einverstanden. Und vorausgesetzt die Käufer würde ihre Welpen so füttern, bewegen/auslasten und impfen etc., wie ich ihnen das empfehle. Vorausgesetzt natürlich das wäre alles kontrollierbar.
Aber so lange ich meine Welpen für 750 Euro abgebe und unter'm Strich, gerechnet von der direkten Vorbereitung der Hündin für die Bedeckung bis hin zu der Bezahlung der Ahnentafeln beim Zuchtverband, pro Welpe nur ca. 50 Euro übrig bleiben (Würfe unter 4 Welpen und erfolglose Bedeckungen lasse ich jetzt mal gänzlich unter den Tisch fallen, durch die entstehen ja auch Kosten im vierstelligen Bereich, die man nie wieder rein bekommt), reicht mir eigentlich die HD/ED-Gewährleistung, die ich freiwillig übernehme. Im übrigen als nicht gewerblicher/gewerbsmässiger Züchter (lt. Kaufrecht). Im Gegenzug dafür muss der Welpenkäufer seinen Hund später halt röntgen lassen (auf seine Kosten).
Skeletterkrankungen, Knorpelschäden, Zahnschmelzschäden, Epilepsie, Autoimmunerkrankungen, Allergien... Das alles und mehr kann auch rein durch Impfungen, Medikamente, Wurmmittel, Mittel gegen Ektoparasiten, die Art und die Menge des Futters etc. verursacht werden. Wie soll ich als Züchter denn kontrollieren können dass ein Welpenkäufer seinen Hund z.B. im Wachstum nicht überfüttert? Oder ihn im Wachstum nicht körperlich überfordert? Dass er ihm z.B. keine Impfung oder kein Zeckemittel verabreicht, welche/s mir in/auf meine eigenen Hunde nie rein-/draufkommt (aufgrund der Gefahr starker Nebenwirkungen)? usw.