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HD ED OCD Röntgen Narkose

  • shirley
  • 15. September 2016 um 13:48
  • Waschbär
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    • 29. September 2016 um 22:14
    • #76

    Also wenn ich 2500 bis 3000 Euro für einen Welpen bekommen würde, dann wäre ich mit so einem "Service-Heft" einverstanden. Und vorausgesetzt die Käufer würde ihre Welpen so füttern, bewegen/auslasten und impfen etc., wie ich ihnen das empfehle. Vorausgesetzt natürlich das wäre alles kontrollierbar.

    Aber so lange ich meine Welpen für 750 Euro abgebe und unter'm Strich, gerechnet von der direkten Vorbereitung der Hündin für die Bedeckung bis hin zu der Bezahlung der Ahnentafeln beim Zuchtverband, pro Welpe nur ca. 50 Euro übrig bleiben (Würfe unter 4 Welpen und erfolglose Bedeckungen lasse ich jetzt mal gänzlich unter den Tisch fallen, durch die entstehen ja auch Kosten im vierstelligen Bereich, die man nie wieder rein bekommt), reicht mir eigentlich die HD/ED-Gewährleistung, die ich freiwillig übernehme. Im übrigen als nicht gewerblicher/gewerbsmässiger Züchter (lt. Kaufrecht). Im Gegenzug dafür muss der Welpenkäufer seinen Hund später halt röntgen lassen (auf seine Kosten).

    Skeletterkrankungen, Knorpelschäden, Zahnschmelzschäden, Epilepsie, Autoimmunerkrankungen, Allergien... Das alles und mehr kann auch rein durch Impfungen, Medikamente, Wurmmittel, Mittel gegen Ektoparasiten, die Art und die Menge des Futters etc. verursacht werden. Wie soll ich als Züchter denn kontrollieren können dass ein Welpenkäufer seinen Hund z.B. im Wachstum nicht überfüttert? Oder ihn im Wachstum nicht körperlich überfordert? Dass er ihm z.B. keine Impfung oder kein Zeckemittel verabreicht, welche/s mir in/auf meine eigenen Hunde nie rein-/draufkommt (aufgrund der Gefahr starker Nebenwirkungen)? usw.

  • Waschbär
    Moderator
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    • 29. September 2016 um 22:26
    • #77

    Beim DSH kommt im übrigen noch ein besonderes Problem hinzu: Es geht ja kaum jemand zu einem Züchter und kauft einen Welpen völlig unabhängig davon wer dessen Vater und Mutter sind. Der durchschnittliche Welpenkäufer hat sehr genaue Vorstellungen von der Abstammung seines zukünftigen Hundes und sucht meist gezielt nach einem Welpen eines bestimmten Vaterrüden, i.d.R. in Verbindung mit einer bestimmten, relativ genau definierten Abstammung der Mutter.

    Von daher muss der Käufer dann halt auch mit den Risiken leben, die die Abstammung seines Welpen mit einher bringt. Denn wenn der Züchter, bei dem er gekauft hat, bei einem anderen (möglicherweise erbgesünderem) Rüden hätte decken lassen, hätte der Welpenkäufer dort ja gar nicht gekauft, sondern wo anders nach einem Welpen seines Wunschrüden gesucht.

    Bei reinen Begleit-/Familienhundrassen mag das anderes sein. Da soll es halt z.B. eine Französische Bulldogge sein, und man sucht sich einen Züchter aus und kauft dort irgend einen Welpen, unabhängig von dessen Abstammung. Die Hunde, die in der Ahnentafel des Welpen stehen, kennt man ja sowieso nicht, und sind die niedlichen Welpen aus Wurf A bereits alle reserviert, nimmt man halt einen der Welpen aus Wurf B, mit gänzlich anderen Elterntieren (ein Kaufverhalten, welches Du bei Käufern von DSH-Welpen nur sehr selten findest).

  • Roopa
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    • 30. September 2016 um 09:00
    • #78
    Zitat von Waschbär

    Also wenn ich 2500 bis 3000 Euro für einen Welpen bekommen würde, dann wäre ich mit so einem "Service-Heft" einverstanden. Und vorausgesetzt die Käufer würde ihre Welpen so füttern, bewegen/auslasten und impfen etc., wie ich ihnen das empfehle. Vorausgesetzt natürlich das wäre alles kontrollierbar.

    schön, daß mal Zahlen fallen
    was kostet nun ein Hund im Durchschnitt?
    bei manchen ist ja garnichts, bei anderen kommen gleich die Tausender - vielleicht machen wir hier mal eine Umfrage .....
    genau, wie du sagst: du gibst die Vorgabe für den gesamten Input (ähnlich beim KFZ, der Hersteller hat den Finger drauf was ja und nein, sonst gibt es keine Garantie)
    kommt mir doch gleich in den Kopf: warum nicht einen Hund leasen ? (ganz im Ernst) dann sind alle Entscheidungen beim Züchter
    Kontrolle der Haltung: Rütter hat ja eine gigantische Geschäfts-Idee: in jedem größeren Ort sind Trainer von ihm. Wenn sich Züchter mit ihren leasing-Hunden solch einer Organisation anschliessen, wo der Hund regelmässig gecheckt wird und zweiter Schritt : ausgewählte Ärzte, die nach Züchter-Angaben behandeln bzw. weglassen !

    Der Hundehalter zahlt jeden Monat seine leasing-Rate und die Kosten übernimmt komplett der Züchter - kommt sicher irgend wann - dann sind alle Kosten im gesamten Durchschnitt in der monatlichen leasing-Rate

    was auch noch ganz interessant ist:
    ganz subjektiv fällt mir auf: die Käufer nehmen zähneknirschen den kranken Hund hin und stehen sogar dem Züchter noch bei (der arme Züchter kann die Kosten ja garnicht tragen) - zahlen Unsummen für Behandlung - oder ganz schlimm die FlüchtlingsHunde-Retter, die kranke Hunde aus Rumänien &Co "retten" : Garantie für unendliche Kosten, von psychischen Belastungen ganz zu schweigen - reiner Masochismus

    hätte ich diese Überlegungen gleich nach dem Kauf von Roopa gemacht, hätte ich ihn ganz sicher geröntgt, um mir die Möglichkeit der gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Züchter offen zu halten.

  • Roopa
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    • 30. September 2016 um 09:06
    • #79

    nicht das der Eindruck aufkommt: ich hätte etwas gegen Züchter
    Nein, im Gegenteil - Qualität ist beweisbar - und hat seinen Preis
    Transparenz ist gefragt, mehr Klarheit und null Bock in die Falle "kranker Hund" zu tappen

  • Lolu
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    • 30. September 2016 um 09:25
    • #80

    Witzige Idee. Aber das wird nie was. Wie viele Menschen zahlen Raten nicht und die Unternehmen müssen dann auch noch Gerichts-und Inkassokosten tragen. Wie viele Leute sind ihre anstrengenden Hunde leid und froh, wenn der Hund aufgrund der nicht gezahlten Raten zurück genommen wird! Wie soll ein Züchter prüfen, ob ein Käufer solvent ist? Gar nicht möglich für einen "kleinen " Züchter.

  • Cuki
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    • 30. September 2016 um 09:36
    • #81

    und ich wollte nicht die Züchter gleich pauschal verteidigen ^^

    Es waren nur meine Überlegungen diesbezüglich.
    Man kann es natürlich auch von der anderen Seite sehen.
    Wie Lolu angeschnitten hat: das würde die unüberlegte Käufe eh steigern. Frei nach dem Motto: ich probier mal aus. Problem? Na dann findet man schon ein Genfehler....

    Klar möchte jeder HH einen gesunden Hund. Eine ernsthafte HundeOp und 5000 sind schnell weg. Für einen verantwortungsvollen HH sind dann die Kosten nicht vergleichbar.

    Aber. Wie ist Deine Idee Roopa mit dem Nachweisen? Futtermenge? Nicht zu frühe Belastung?
    Würde das rechtlich geregelt für alle, dann braucht man Beweise. Wie kann ein Züchter sowas einem HH beweisen?
    Noch Mal: in Deinem und ich glaube unseren Fall hier ist es kein Thema. Es gibt aber Leute die kA von Hunden haben oder eine aktuelle Trendrasse sich beschaffen.

    Ich weiß nur das meine Tante dem Züchter von Gin das blaue von Himmel erzählt hatte, damit sie Gin bekommt. Wie es geendet hat wisst ihr ja.

  • Waschbär
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    • 30. September 2016 um 11:04
    • #82
    Zitat von Roopa

    kommt mir doch gleich in den Kopf: warum nicht einen Hund leasen ? (ganz im Ernst) dann sind alle Entscheidungen beim Züchter
    Kontrolle der Haltung: Rütter hat ja eine gigantische Geschäfts-Idee: in jedem größeren Ort sind Trainer von ihm. Wenn sich Züchter mit ihren leasing-Hunden solch einer Organisation anschliessen, wo der Hund regelmässig gecheckt wird und zweiter Schritt : ausgewählte Ärzte, die nach Züchter-Angaben behandeln bzw. weglassen !

    Der Hundehalter zahlt jeden Monat seine leasing-Rate und die Kosten übernimmt komplett der Züchter - kommt sicher irgend wann - dann sind alle Kosten im gesamten Durchschnitt in der monatlichen leasing-Rate

    Ganz ehrlich??? Dann könnte mir jeder, der einen Welpen haben möchte, den Buckel runter rutschen!!!

    Im Gegensatz zu Rütter brauche ich keine gigantische Geschäftsidee. Weil ich nicht von der Zucht meiner Hunde lebe, sondern das ist mein Hobby. Ich züchte in erster Linie dann wenn ich selbst einen Welpen haben möchte. Und da eine Hündin i.d.R. mehrere Welpen bekommt, werden die anderen verkauft.

    Am allerliebsten wäre es mir wenn es bei Hunden so wäre wie bei Pferden: Da kommt zu über 95% nur ein Fohlen. Stimmt das Geschlecht behält man es und hat für Jahre Ruhe als Züchter. Stimmt das Geschlecht nicht, wird das Fohlen halt verkauft und man versucht es noch einmal.

    Ein Hund ist nun mal lein Auto. Und die Motivation vieler Züchter ist eine ganz andere als die der Menschen, die Autos bauen und verkaufen. Und wenn ich wo anders einen Welpen kaufe: Dann möchte ich auf gar keinen Fall dass ich an einen Züchter gerate mit der Mentalität eines Autoverkäufers !!!

  • Lolu
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    • 30. September 2016 um 11:20
    • #83

    Waschbär: Genau, ein Welpe, dann würde ich auch selbst für mich einen Welpen ziehen. Ludwig soll auch angekört werden, wenn er gesund ist, damit wir irgendwann mal einen Welpen von ihm bekommen.

    Roopa meint ganz sicher nicht einen verantwortungsvollen Züchter, der nur gelegentlich wegen Eigenbedarf züchtet, wie dich, sondern die im großen Stil gewinnbringend züchten und nicht in erster Linie das Wohl der Hunde im Auge haben.
    Gäbe es die nicht, gäbe es garantiert auch nicht diese Diskussion hier.

  • Bronxter
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    • 30. September 2016 um 12:16
    • #84

    Ja, so was würde ich auch nicht machen.

    Aber ganz ehrlich, was kann der Züchter dafür, wenn jetzt 1 Welpe aus dem Wurf HD hat, wenn die Vorfahren aus einer nicht vorbelasteten Linie kommen (damit meine ich auch Geschwister der Eltern, Großeltern, Nachkommen der Geschwister etc).
    Die Verpaarung sieht also sauber aus, es sind keinerlei Ausfälle bekannt. Der Züchter handelt also nach bestem Wissen und Gewissen.
    Und jetzt spielt Mutter Natur einen Streich, die Verpaarung hat vielleicht einfach nicht gepasst und einer der Welpen hat eine deformierte Hüfte, die definitiv operiert werden muss (meistens kommen die Hunde auch ohne OP gut damit klar).
    Nun ist aber auch so, dass die Erblichkeit der HD immer noch ein Streitthema ist. Ich kenne da viele Zahlenvarianten, gehen bei 30% Erblichkeit los und enden bei 100.
    Ich persönlich denke nicht, dass es bei 100% liegt, sondern dass die Aufzucht auch eine Rolle spielt. Eine Große sogar.
    Nun wurde dieser Welpe zum Beispiel auch nicht optimal aufgezogen. Viele Treppen steigen von Anfang an, Besitzer ist beratungsresistent, schon mit 5 Monaten ab ans Rad für viele Kilometer, 3 mal die Woche von Anfang an Welpenspielstunde, die meiner Meinung nach auch immer viel zu lang für so einen kleinen Welpen ist (die ich kenne, gehen idr 1h und da toben die Kleinen und Großen dann ungebremst auf einer großen Wiese, teilweise wird mit denen schon Agi gemacht, Hürdensprünge geübt usw)
    Und nun hat man den Salat...der Welpe ist krank. Und der Züchter soll alles dafür bezahlen? Nicht nur den Kaufpreis, sondern auch alle Behandlungskosten?
    Zum Glück ist der Züchter nicht mehr dazu verpflichtet in diesem Fall, denn es gibt schon Leute, die den Züchter auf den letzten Cent verklagen wollen, obwohl dieser einfach nichts dafür kann.
    Anders sieht es natürlich aus, wenn er es in Kauf genommen hat, dass die Welpen erkranken. Wenn bereits Ausfälle vorhanden sind, vielleicht nicht eingetragen, aber der Züchter weiß davon, dann hat er vorsätzlich gehandelt und da sollte dieser dann auch für gerade stehen.

    Aber die Leute, die denken, mein Hund hat jetzt was und das kann schön der Züchter alles bezahlen, der sollte sich einfach auch mal in die Lage des Züchters versetzen und darüber nachdenken, wie er/sie in dem Moment fühlen und handeln würde, wenn er/sie der Züchter wäre.

  • Waschbär
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    • 30. September 2016 um 12:41
    • #85
    Zitat von Lolu


    Roopa meint ganz sicher nicht einen verantwortungsvollen Züchter, der nur gelegentlich wegen Eigenbedarf züchtet, wie dich, sondern die im großen Stil gewinnbringend züchten und nicht in erster Linie das Wohl der Hunde im Auge haben.
    Gäbe es die nicht, gäbe es garantiert auch nicht diese Diskussion hier.

    Die wenigsten Züchter züchten "gewinnbringend im großen Stil". Schon gar nicht beim DSH (das ist mit solchen Welpenpreisen gar nicht möglich). Und würde bei den anderen niemand kaufen, dann könnten diese auch nicht im großen Stil züchten. Der Welpenkäufer hat es in der Hand welche Art der Zuchttätigkeit er mit seinem Welpenkauf unterstüzt.

  • Roopa
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    • 30. September 2016 um 15:15
    • #86

    @Waschbär
    ich möchte dich nicht persönlich angreifen
    ich kenne dich ja garnicht - aber das was ich von dir kenne, vom forum, bewerte ich als sehr positiv - und würde bei Bedarf dich auch auf einen Welpen ansprechen

    meine Ausführungen sind Gedanken-Gänge, die auf ein großes Problem hinweisen und zur Diskussion anreizen sollen.
    nicht mehr und nicht weniger

  • Waschbär
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    • 30. September 2016 um 21:48
    • #87

    Das grosse Problem ist dass Tiere Tiere sind. Und keine Computer, Autos oder Waschmaschinen etc. Sie passen in unser Kaufrecht deswegen nur bedingt hinein. Du kannst für einen Welpen, ein Fohlen, ein Lamm etc. nicht 1:1 die Produkthaftung wie für ein Stück Plastik mit einem Motor und/oder rein paar Sensoren, Platinen etc. übernehmen. Allein schon der Grundgedanke bei der "Herstellung" ist doch ein ganz anderer.

    Das Leben birgt Risiken. Möchte ich diese absolut minimieren, dann darf ich mir kein Tier anschaffen und auch keine Partnerschaft mit einem Menschen eingehen.

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