PennHip-Röntgen - Ja oder nein?

  • Hallo ihr Lieben,


    ich bräuchte mal eure Unterstützung beim Nachdenken.


    Meine Frage steht ja schon im Titel: PennHip-Röntgen - ja oder nein?


    Ich habe eine 16 Wochen alte DSH-Hündin und bin durch meine verstorbene Hündin doch sehr verkopft und unsicher, was die Hüfte angeht. Beim Thema Früherkennung HD bin ich auf PennHip gestoßen. So liest sich ja alles erst mal ganz gut, aber ich habe natürlich etwas Bauchschmerzen, einen Welpen bzw. Junghund in Narkose legen zu lassen. Andererseits wird dort von der Möglichkeit geschrieben, durch einen kleinen Eingriff (Juvenile Pubic Symphysiodesis) das Hüftgelenk zu stabilisieren, so dass das Arthroserisiko minimiert wird. Da der Eingriff nur bis zur 20. Woche durchgeführt werden kann, bleibt mir nicht mehr viel Zeit zum Überlegen.


    Deshalb dachte ich mir, ich frage hier mal nach, ob schon jemand seinen Welpen nach PennHip hat röntgen lassen und wie die Erfahrungen sind.


    Eine zugelassene Klinik ist sogar in relativer Nähe.


    Würdet ihr euren Welpen einer HD-gefährdeten Rasse nach diesem Verfahren röntgen lassen? Oder habt es getan? Oder würdet ihr es nicht machen? Warum nicht?

    Über Erfahrungsberichte und Denkanstöße wäre ich euch sehr dankbar.


    Liebe Grüße

    Heike

  • Hallo Heike,

    ich habe zwar schon mal nach pennhip röntgen lassen, allerdings war Peggy da schon 11 Monate. Ich habe es nur getan, um eine umfassendere Aussage zu bekommen, da die Aufnahmen spezieller sind und die Hunde anders gelagert werden. Ich war auch beim Röntgen dabei.

    Ich habe extra so früh noch nicht röntgen lassen, weil sich so vieles, was im Welpenalter noch nicht ist wie es soll, auch wieder rauswächst. Und, weil ich den Welpen nicht wegen Röntgen in Vollnarkose legen lassen wollte. Ich habe mir gesagt, wenn sie wirklich was an der Hüfte hat, ist auch später noch Zeit, etwas daran zu machen.

    Das andere, was mich im Nachhinein an der Methode störte: es wird sehr wenig gemacht, da man dafür ein spezielles Zertifikat braucht. Obwohl die Bilder sowieso nach Pennsylvannia eingeschickt werden zur Beurteilung. Unnötig zu erwähnen, daß der SV diese Bilder auch nicht akzeptiert. Ging es bei uns aber auch gar nicht drum.

    Doof war bei uns nur: der Doc, der geröntgt hat, hat bestätigt, daß Peggy super Knochen hat ( sie wurde komplett durchgeröntgt), auch die Amis gratulierten zu solch tollen Hüften. Vollkommen HD frei. ABER : Peggy hatte immer Probleme mit ihrem rechten Knie, hat da bereits jetzt schon starke Arthrose, obwohl erst 2,5 Jahre!. Durch die ganze Problematik haben wir zwischendrin auch mal, u.a., beim Rosin in Köln Station gemacht. Hier meinte die TÄ, die auch nach Pennhip röntgen und beurteilen darf, das Bild wäre nicht toll, der Hund nicht richtig gelagert. Also nochmalige Pennhip Aufnahme der Hüfte. Ergebnis war: zwar keine HD, aber eine viel zu lockere Hüfte, was die TÄ als mittlere bis schwere HD einstufte!!! Der Hund hat auch diegleiche Problematik! Nur: machen kann an einer zu lockeren Hüfte keiner was. Im Gegensatz zur HD.

    Lange Rede, kurzer Sinn: ich werde keinen Hund mehr nach Pennhip röntgen lassen. Die Kosten sind ungefähr doppelt so hoch wie beeim herkömmlichen Röntegn und wenn ich mich dafür nicht mal auf die gemachten Aussagen verlassen kann, bringt es nichts! Weder der Doc noch die Amis haben angemerkt, daß die Hüfte viel zu locker ist! Und das hätte man noch zeitiger wissen müssen, um mit gezielter Physiotherapie Muskeln aufzubauen, damit der Hund keine Probleme bekommt. Mittlerweile sind wir in der glücklichen Lage, daß Peggy sehr gut läuft und endlich keine Physio und keine Medikamente mehr braucht. Aber das war ein verdammt langer Weg von 1,5 Jahren Dauerphysio und Dauerschmerzmittel! Bei einem so jungen Hund!

    Unser Quacks wird mit 2 Jahren, er ist jetzt 21 Monate, ganz normal konventionell geröntgt werden.

  • Ein ähnlicher Hinweis dazu von mir: in meiner Familie gibt es mehrere Fälle von Alzheimer. Man kann sich diesbezüglich untersuchen lassen, ob man selbst auch ein großes/größeres Risiko hat, daran zu erkranken. Die Frage ist in diesem Fall aber, will man das wirklich wissen? Was nutzt es einem. Und viele Untersuchungen sind letzten Endes doch in ihren Diagonosen nicht immer richtig (habe selber eine Leidens-/Krankengeschichte von mittlerweilen 5 Jahren hinter mir und z. Zt. noch immer open end). Daher bin ich der Meinung, dass da oft ganz viel mit Geldmacherei im Gange ist und man sich wirklich überlegen soll, ob solche Untersuchungen nötig sind. Dann lieber aus dem Bauch heraus Vorsorge treffen

    (Thema Zusatzstoffe füttern, siehe auch Argos Beitrag "Rex un der alte Mann").

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Danke auch dir, Pinguetta.


    Ich überlegen halt wegen der Möglichkeit eine verhältnismäßig kleinen Eingriffs, sollte die Wahrscheinlichkeit einer HD groß sein aufgrund einer lockeren Hüfte. Möchte man später operativ eingreifen, wird das schon ein größerer Eingriff.


    Aber ich frage mich auch, warum das Verfahren nicht viel öfter genutzt wird, wenn das frühe Röntgen in dem Alter einen so großen Vorteil hat.


    Was die Zufütterung von Ergänzungen angeht, habe ich durch Phaja jahrelange Erfahrung gemacht. Ihre HD bzw. die daraus resultierende Arthrose war schon recht deutlich, als ich damals mit 1,5 Jahren röntgen ließ.


    Crazy bekommt Grünlippmuschel, Collagen-Hydrolysat und Vit. C zum Futter, ich hoffe also, dass sie diesbezüglich gut versorgt ist.

  • ich kenne mich damit so gar nicht aus ?. Hab mir bei den Labbies nie Gedanken über sowas gemacht. Solange nicht gehumpelt wird, wird nix unternommen.

    Der Hund einer Bekannten fing mit ca 8 Monaten an vorne etwas unrund zu laufen. Die HH hat dann alle Register gezogen... ist von a nach b bis zu z mit dem Hund. Überwiegende Meinung war... das verwächst sich noch, einfach mal ruhiger machen und beobachten.

    Ein TA hat richtig Geld mit den Untersuchungen gemacht, konnte aber zum Schluss auch nix feststellen.

    Dadurch das Argos ein Schäfer ist war ich auch erst der Meinung Röntgen zu lassen.

    Mittlerweile habe ich beschlossen alles ruhig angehen zu lassen, immer gut beobachten und mit 2,5 bis 3 Jahren eine Untersuchung in Betracht zu ziehen.

    Bis dahin gibt es Muschelzeugs und ab und an mal was ich so finde.

    CollagilDog soll sich ganz toll sein. Ist für Hunde ab einem Jahr.

    Ansonsten bin ich da ganz bei Pinguetta

  • Crazy bekommt Grünlippmuschel, Collagen-Hydrolysat und Vit. C zum Futter, ich hoffe also, dass sie diesbezüglich gut versorgt ist.

    Dazu solltest Du noch Ziegenmilch oder Molke geben. Darin ist eine für den Knorpelaufbau wichtige Aminosäure enthalten, die im Kollagenhydrolysat fehlt.

  • Noch nie von gehört. Impliziert diese Art von “Röntgen“ gleichzeitig eine VORBEUGENDE OP? So, als würde ich einem Säugling vorbeugend die Ohren operieren lassen, damit er ganz sicher keine Segelohren bekommt? Vergleich hinkt etwas, aber Du weißt wie ich es meine... In diesem Fall wäre ich sehr skeptisch und würde eher einen netten Zusatzverdienst bei den TA vermuten. :/

    CharlySchaefer *20.07.2016

  • Hallo nochmal. Habe mich gerade im Web schlau gemacht. Hört sich eigentlich nicht schlecht an, weiß es aber nicht wirklich zu beurteilen. Allerdings stellt sich mir die Frage, warum ein für diese Methode zertifizierter TA die Auswertung nicht selbst durchführen kann?

    Zitat von einer Website: “

    PennHIP Zertifizierung und Qualitätskontrolle

    Nur von der Universität von Pennsylvania geschulte und zertifizierte Tierärzte dürfen das PennHIP Röntgenverfahren durchführen und Röntgenaufnahmen zur Auswertung einreichen“.

    Sie verdienen also auch noch daran.

    Zudem, wenn es soviel besser ist als das klassische Röntgen-Verfahren, warum wird es dann nicht als Standard im Studium, als auch in den TA-Praxen aufgenommen? Würde mal bei Deinem TA nachfragen.

    CharlySchaefer *20.07.2016

  • Hier noch ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel als Tipp für den Muskelaufbau, welches sich bei Sportpferden wirklich bewährt hat: Equitop Myoplast von Boehringer Ingelheim. Wurde mir wärmstens von meinem TA auch für den Hund empfohlen. Gebe ich auch Charly jeden Tag ins Futter. Ein Granulat aus Algenmehl.41V3DJ23bXL._AC_SY400_.jpg

    CharlySchaefer *20.07.2016

  • Ich wäre auch mit Zusätzen aller Art erst mal vorsichtig. Nicht zuviel und nicht alles geben, vor allem, wenn gar kein Verdacht besteht. Zuviel des Guten schadet auch. Vor allem bei Produkten, welche für den Knorpel zuständig sind. Hat der Hund keine Probleme oder / und bekommt er es zu jung, kann sich zuviel Knorpel bilden, sodass es dann auch Probleme gibt.

    Es wird wohl deshalb nicht so viel von Pennhip Gebrauch gemacht, weil es zum einen ja auch einiges teurer ist und zum anderen von den Vereinen auch nicht anerkannt wird. Ist halt ein USA Trend, die ja bekannt dafür sind, alles so früh wie möglich zu erledigen. Die TÄ dort und auch die für Pennhip zugelassen TÄ hier propagieren auch alle deutlich die Frühkastration. Hätte halt nachgewiesene gesundheitliche Vorteile.....am besten als Welpe schon kastrieren aber unbedingt vor der ersten Läufigkeit. Finde ich persönlich kompletten Unsinn und würde ich auch nie machen lassen.

    Ich denke, wenn ein Welpe massiv HD hätte, sodass dieser operative nötig und auch angemessen wäre, würde man dem Tier das am Gangbild anmerken. Viele Sachen, die die TÄ feststellen könnten, haben sehr gute Chancen, sich noch auszuwachsen. Es sei denn, es handelt sich um drastische Gelenksfehlbildungen . Und da denke ich eben, daß man das dem Hund eigentlich ansehen müsste.

    Ich finde das Ganze äußerst fragwürdig. Wenn man sich das so durchliest im Netz hört sich das alles erstmal sehr gut an. Ich kenne aber auch hier einen TA, zu dem ich extra nicht gefahren bin, der so gut wie immer aufgrund des Pennhip röntgens zur OP rät. Als Laie ist man da ja ausgefliefert und kann nicht beurteilen, ob diese OP wirklich nötig ist oder ob der TA sie mal eben macht, weil sie wahrscheinlich auch nicht schadet, aber das Säckel füllt. Ich bin da sehr skeptisch geworden. Vor allem, weil auch unsere Physiotherapeutin klar sagt: nur zu Informationszwecken konventionell röntgen, nicht vor 1,5 Jahren. Nur bei Verdacht nach Pennhip röntgen lassen. Weil man bei diesem Verfahren eben auch eine zu lockere Hüfte bemerken würde. Wenn man sie denn bemerkt....was ja bei uns nicht mal der Fall war.

  • Ich wäre auch mit Zusätzen aller Art erst mal vorsichtig. Nicht zuviel und nicht alles geben, vor allem, wenn gar kein Verdacht besteht. Zuviel des Guten schadet auch. Vor allem bei Produkten, welche für den Knorpel zuständig sind. Hat der Hund keine Probleme oder / und bekommt er es zu jung, kann sich zuviel Knorpel bilden, sodass es dann auch Probleme gibt.

    Es wird wohl deshalb nicht so viel von Pennhip Gebrauch gemacht, weil es zum einen ja auch einiges teurer ist und zum anderen von den Vereinen auch nicht anerkannt wird. Ist halt ein USA Trend, die ja bekannt dafür sind, alles so früh wie möglich zu erledigen. Die TÄ dort und auch die für Pennhip zugelassen TÄ hier propagieren auch alle deutlich die Frühkastration. Hätte halt nachgewiesene gesundheitliche Vorteile.....am besten als Welpe schon kastrieren aber unbedingt vor der ersten Läufigkeit. Finde ich persönlich kompletten Unsinn und würde ich auch nie machen lassen.

    Ich denke, wenn ein Welpe massiv HD hätte, sodass dieser operative nötig und auch angemessen wäre, würde man dem Tier das am Gangbild anmerken. Viele Sachen, die die TÄ feststellen könnten, haben sehr gute Chancen, sich noch auszuwachsen. Es sei denn, es handelt sich um drastische Gelenksfehlbildungen . Und da denke ich eben, daß man das dem Hund eigentlich ansehen müsste.

    Ich finde das Ganze äußerst fragwürdig. Wenn man sich das so durchliest im Netz hört sich das alles erstmal sehr gut an. Ich kenne aber auch hier einen TA, zu dem ich extra nicht gefahren bin, der so gut wie immer aufgrund des Pennhip röntgens zur OP rät. Als Laie ist man da ja ausgefliefert und kann nicht beurteilen, ob diese OP wirklich nötig ist oder ob der TA sie mal eben macht, weil sie wahrscheinlich auch nicht schadet, aber das Säckel füllt. Ich bin da sehr skeptisch geworden. Vor allem, weil auch unsere Physiotherapeutin klar sagt: nur zu Informationszwecken konventionell röntgen, nicht vor 1,5 Jahren. Nur bei Verdacht nach Pennhip röntgen lassen. Weil man bei diesem Verfahren eben auch eine zu lockere Hüfte bemerken würde. Wenn man sie denn bemerkt....was ja bei uns nicht mal der Fall war.

    Charly wurde auch erst auf Empfehlung meines TA's mit 17 Monaten geröngt. Alles gut. Falls er später doch mal an HD oder ED leiden sollte, dann wird dies im Umgang mit ihm eben berücksichtigt.

    CharlySchaefer *20.07.2016

  • Ich wollte gerade auch schreiben. Ist es bei einem Welpen / Junghund nicht zu früh mit den Zusätzen? Wenn keine Symptome da sind? Also rein präventiv?

    Was sagen die Züchter unter uns?

    Ich füttere Gin auch präventiv die angeführten Sachen, aber ich habe ihn schon erwachsen bekommen.

    Meinen nächsten Hund will ich von Welpen haben. Und werde ihm auch alles bieten mit Zusätzen, präventiv, nur ist nun die Frage ab wann?

    Ich habe wo gelesen das es eben nicht gut ist beim Welpen / Junghund.

  • Einfach irgend etwas zu verfüttern ohne darauf zu achten dass die Aminosäurenzusammensetzung des verfütteren Proteins ausgewogen ist, soll besser sein? Ich verstehe die Logik hinter solchen Gedankengängen nicht.


    Und ich versteh jetzt nicht wirklich was an Kollagenhydrolysat, Ziegenmlich (oder Molke) und natürlichem Vit. C gefährlich sein soll. Entweder der Organismus benötigt die darin enthaltenen Nähr- und Vitalstoffe vollständig, oder er benötigt einen Teil davon nicht und scheidet diesen somit wieder aus. Wichtig ist doch aber dass alles, was der Organismus benötigt, regelmässig in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

  • Ja da gebe ich dir eh Recht Waschbär. Sagte doch, ich habe mich nicht eingelesen, weil ich keinen Welpen hatte.

    Die Dosierung für einen erwachsenen Hund ist meistens angegeben auf der Rückseite des Produktes und daran halte ich mich.

    Werde ich einen Welpen haben, werde mich mit den Mengen ausßeinandersetzten müssen, und wenn du sagst, es ist nicht schädelich ( hast ja viel Erfahrung als Züchter ) ist es so :)

  • Aöso, bei dem Collagile,welches unsere Omi bekam, war klar angegeben, daß man es erst ab 15 Monaten geben darf. Wenn man sich daraufhin mit dem Hersteller in Verbindung setzt oder sich im Netz durchliest, dann erfährt man, daß man in jüngerem Alter das Knorpelwachstum derart beschleunigen würde, daß es beim Hund zu Problemen kommen würde, da ein Zuviel auch nicht gut ist.

    In ein Kleinkind würde man ja auch nicht prophylaktisch alles reinstopfen.

    Auch unsere TÄ und unsere Physiotherapeutin haben ausdrücklich davor gewarnt, egal welche Zusätze, nicht einfach prophylaktisch zu geben, schon gar nicht bei einem Hund, der noch im Wachstum ist. So sind meine Informationen, ich empfinde es als logisch und halte mich auch daran.