Orientierung am Halter

  • .. ich hab versucht etwas zum Thema zu finden, so richtig bin ich aber nicht fündig geworden. Es gibt einen Strang "das Fauser System" ... aber das "reicht" als Erklärung für mich irgendwie noch nicht, daher mach ich mal einen neuen auf


    Durch was baut sich konkret die Orientierung des Hundes am Halter auf? Gerade ausserhalb des Hauses und bei Ablenkung?

    Einerseits Vertrauen und Aktzeptanz der Führungsrolle des Halters, andererseits dadurch das der Halter interessanter als alles andere ist.


    Es gibt diverse Videos, wie z.B. auch von Fauser, da orientieren sich die Hunde auch in "Stressituationen" am Halter, aber keiner erklärt den Weg dahin. Oder ich versteh es einfach nicht. Auch das hier: Nicole Rößner geht in die Richtung, erklärt aber nix.


    Aktuell merke ich, wie der Fokus von Lexy von mir weggeht und es mir gerade in für sie spannenden Momenten schwerer fällt sie kopfmäßig "bei mir" zu behalten. ( Pubertät )

    Aber ich würde dem gern ein bischen entgegen steuern. Nur weiss ich nicht so richtig WIE?

    Ich versuche es mit Kontrolle, aber irgendwie weiss ich nicht so richtig ob das zielführend ist, dass das ganze irgendwann von alleine funktioniert.

    (bei den Hunden davor war das Thema Orientierung keins worüber ich mir Gedanken gemacht habe)


    Wie handhabt ihr das bzw. wie habt ihr die Orientierung zu Euch hin aufrecht erhalten?

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

  • Wie handhabt ihr das bzw. wie habt ihr die Orientierung zu Euch hin aufrecht erhalten?

    Das Problem habe ich auch :(. Wenn ich mit Harras in "unserem Revier" spazieren gehe, ist seiner Nase alles andere wichtiger als ich. Daher verstecke ich mich immer wieder einmal, wenn er etwas weiter vorgelaufen ist. Er merkt das dann auch recht rasche und kommt mich suchen. Dann ist er eine Weile wieder etwas aufmerksamer bei mir. Aber auf Dauer ist das auch nicht so.


    Allerdings muss ich auch sagen, dass er mein zweiter Schatten ist. Wenn ich in der Firma aus dem Büro gehe, kommt er hinterher. Wenn ich aufs Klo gehe, wartet er vor der Tür. Wenn ich ins Lager gehe, kommt er mit. Soooo uninteressant bin ich dann wohl doch nicht.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • ich habe es bei meinen immer so gemacht, daß ich mich möglichst interessant mache. Heisst: beim Spaziergang "jage" ich mit ihnen gemeinsam, ich zeige ihnen Mauslöcher und sonstwie interessante Dinge, wie suchen gemeinsam Stöckchen, die sie als Beute tragen, spielen zwischendurch oder ich lasse sie Spielzeug oder Leckerlis suchen oder ich mache kleine Übungen zwischendurch: sie müssen sich ablegen und bleiben während ich ein Stück weiter gehe...usw. Das führt dazu, daß ich für sie interessant bin und sie mich im Auge halten, weil sie wissen, es könnte etwas Spannendes passieren oder ich finde etwas Interessantes. dadurch klappt auch der Rückruf super, denn ich verbinde das immer mit verbalem Lob oder mal einem Leckerli oder einem kurzem Spiel, auch wenn ich sie nur kurz durch meine Beine laufen lasse. Manchmal reichen einfache Dinge absolut aus. ZB zeige ich ihnen einen Baumstamm, auf den sie klettern können oder drüber springen können usw.

  • also mein Schatten ist Lexy eigentlich auch, aber aktuell wird sie was das angeht auch entspannter und es fällt ihr leichter mal wo zu bleiben wo ich nicht bin


    unterwegs beim spazieren gehen machen wir es auch so wie knickohr und auch das mit dem verstecken mache ich ab und an

    wir gehen kaum irgendwo einfach so spazieren, meist ist es mit irgendwas spielerischem verknüpft - (gerade eben der dorfrundgang wurde zum balanciertraining)

    mir fehlt aber noch ein bischen mehr der blick von lexy auf mich - ohne das ich den hampelmann mache


    ich will nicht dauernd auf den hund schauen müssen um dann zu reagieren auf das was der hund tut, sondern ich möchte gern das der hund sich an mir orientiert und schaut was mache ich...

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

  • Hi, da mein Trainer uns ein zwei Sachen üben lies neulich zur Orientierung, kann ich hoffentlich was beisteuern.

    Wir sollen uns einfach irgendwo hinstellen, und wenn der Hund uns anschaut loben/ Belohnen.

    Ähnlich gehen an der Leine, wann immer der Hund uns anschaut gibt es ein Lob.

    Und last but not least lange Leine/Schleppleine und Richtungswechsel spontan durchführen, auch dabei wieder Hund loben wenn er nicht geradeaus weiter dackelt.

    Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019

  • Dina hat auch beim Spaziergang oft die Nase auf der Erde, aber zum Glück kommt sie sofort wenn man ihr ruft.


    hab aber daletzt mal ausprobiert, was in einem Video (hatte glaub ich Lupus gepostet) und zwar:

    beim Spaziergang sie eigentlich ignoriert und mich mit meiner Mutter unterhalten.

    Und siehe da, Fräulein Hund konnte plötzlich immer öfter von alleine nach uns schauen


    Video im Thread Hundskompetent


    Dina 08.03.2017

    Aiko 20.04.2008

    :love:

  • Hi,


    da das bei uns auch (immer noch) Thema ist, meine Perspektive:

    Ich denke, auch wenn wir das nicht gerne hören, dass sich daran zeigt, welchen Status der Hund aus seiner Sicht heraus im Verband hat. Orientiert er sich an uns, weil er uns als statushöher anerkannt hat? Ist das der Fall, tut er das immer, ganz gleich, um welche Situation es sich handelt. Tut er es nicht, zeigt er damit, dass er meint, dass er derjenige ist, der im Endeffekt die Entscheidungen trifft. Das erklärt auch, warum zB zuhause alles super klappt, aber eben weniger, wenn Ablenkung da ist. So kann zB auch das "Schattensein" eine Form von Orientierung sein, oder aber eben eine Form von Kontrolle seitens des Hundes...


    Wenn dem so ist, wovon ich fest ausgehe, muss man also (immer wieder, beim einen Hund mehr, beim andern weniger) an der Statusklärung arbeiten. Und diese Arbeit teilt sich auf, einerseits in Situationen zuhause, andererseits in Situationen, in denen große Ablenkung herrscht.


    Zuhause: Fauser (hatte den Faden eröffnet, weil wir unendlich viel von ihm gelernt haben) setzt da zuhause an. Er nennt es "Grundreschpekt" - die Kapitel solltest Du mal lesen - sehr erhellend, finde ich. Ich verlinke unten noch mal den Text dazu von ihm. Ein Beispiel für mangelnden Grundrespekt ist zB, wenn der Hund nicht aus dem Weg geht, wenn man auf ihn zukommt. Wir konnten an Gaius beobachten: Je mehr er das tut, desto mehr orientiert er sich auch grundsätzlich an uns. Heute klappt das schon sehr gut: Schon, wenn er uns kommen sieht, steht er auf und geht zur Seite. Entsprechend war zB eben grad die Begegnung mit einem Jogger: Er ist im "Hier" gewesen, und selbst als der Jogger direkt an uns vorbei ist, hat er nichtmal mit nem Ohr gezuckt. Das war mal ganz anders;)

    Weitere "Methoden", Respekt herzustellen, sind zB das aktive und passive Ignorieren. Auch dazu schreibt Fauser in dem erwähnten Text was. Vor allem aber, und auch das wurde oben ja schon erwähnt, muss der Hund einem auch vertrauen. Und das kann er nur, wenn wir uns selbst vertrauen...


    Draußen: Ich bemerke, dass es klappt, wenn man sich interessant macht. Wir machen das zB so, dass wir eine Ressource in der Hand halten (zB ein Stöckchen, das er gefunden hat). Das macht ihn schon ganz wuschig, weil er ja nie weiß, wann wir was mit der machen. Ist er mal zu lange geistig abwesend, machen wir was damit und sind sofort interessant. Oder, wie oben schon erwähnt wurde, mal n Mauseloch ausbuddeln o.ä.

    Aber irgendwie ist es mir zuwider für einen Hund den Unterhalter spielen zu sollen. Dass wir das, grad jetzt im Wald bei dem vielen Wild, noch tun, zeigt, dass wir diese Baustelle auch noch haben. Abgesehen davon: Ob es wirklich immer klappt? Ob wir als HH wirklich immer interessanter sind als die Ablenkung? Ich glaub daran noch nicht, auch wenns bisher so aussieht, als würde das funktionieren. Mach trotzdem nicht gern den Hampelmann...

    Ähnlich wie der Test mit dem Aufstehen, gibts auch einen für draußen: Wie oft schaut der Hund nach uns? Fauser sagt, das sollte nicht länger als 10 Sekunden-Intervalle sein. Also in dem Zeitraum sollte der Hund, ganz egal, was er macht, immer mal wieder rüberschaun, ein Ohr zu einem drehn, etc.

    Man selbst sollte das wiederum tunlichst vermeiden, also andauernd nach dem Hund zu schaun, weil der sich dann natürlich vorkommt wie "Mr. Wichtig" und sich entsprechend verhält.


    Kurz:

    - Grundrespekt.

    - Dann, was wir grad mehr und mehr bemerken: Körpersprache ist besser als Verbalsprache.

    - Nie aufregen, wenn man will, dass der Hund einen ernst nimmt. Das muss ich besonders üben;)


    Ich persönlich halte nichts von Leckerli zur Erzeugung von Orientierung. Der Hund soll sich ja an mir als Mensch orientieren und nicht an nem Leckerli..


    Der Fauser-Text: https://www.scribd.com/documen…rziehung-Am-Beispiel-Hund


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Was den Respekt angeht Lupus bin ich mir unsicher ob ich da so mit dakor gehen kann. Elli beansprucht keine Ressource. Das sie vor mir/ davon läuft bzw. aufsteht nur weil ich durchwill keine Ahnung sehe ich nicht so eng, vermutlich weil sie es schon teilweise von alleine tut. Kurz zur Erklärung wenn sie auf dem Teppich schläft, werde ich sie nicht wecken, nur um 50 cm. Weg zu sparen.

    Vertrauen bin ich hundertprozentig bei dir Lupus . Allerdings arbeite ich mit Leckerlis und auch da kann man geteilter Meinung zu sein, allerdings habe ich ein Geräusch einkonditioniert wo der Hund Leckerli bekommt, und zwar dann wenn er mich anschaut und zu mir rennt. Das hilft evtl. auch schon.

    Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019

  • Ich glaube, es ist sehr schwer ein allgemeingültiges Rezept zu finden, jeder Hund ist anders ,hat andere Vorlieben.

    Harte Arbeit, die wir tun müssen, um uns Respekt zu verschaffen, bleibt uns nicht erspart...

    Wir üben immer wieder beim Spaziergang,wenn genug geschnüffelt wurde, bei Fuß zu gehen.Dann gehe ich ein Stückchen zurück und fordere

    Aufmerksamkeit ein. Die Leine sollte dabei ganz lang und locker sein. Klappt nicht immer,aber wir werden besser und die Nase ist nicht nur am Boden...Das ist dann kurze Momente ein ganz ruhiges Gehen, miteinander, ich sag dann immer zu Basko: jetzt gehen wir zusammen...

  • Was den Respekt angeht Lupus bin ich mir unsicher ob ich da so mit dakor gehen kann. Elli beansprucht keine Ressource. Das sie vor mir/ davon läuft bzw. aufsteht nur weil ich durchwill keine Ahnung sehe ich nicht so eng, vermutlich weil sie es schon teilweise von alleine tut. Kurz zur Erklärung wenn sie auf dem Teppich schläft, werde ich sie nicht wecken, nur um 50 cm. Weg zu sparen.

    Vertrauen bin ich hundertprozentig bei dir Lupus . Allerdings arbeite ich mit Leckerlis und auch da kann man geteilter Meinung zu sein, allerdings habe ich ein Geräusch einkonditioniert wo der Hund Leckerli bekommt, und zwar dann wenn er mich anschaut und zu mir rennt. Das hilft evtl. auch schon.

    Hi,


    mit "Respekt" meinte ich die Anerkennung der Statusdifferenz und das Verhalten, das sich daraus ergibt. Das kann sich ja sehr unterschiedlich äußern. Und es zeigt sich daran, ob der Hund Entscheidungen trifft. Wenn er immer gut hört, nur manchmal nicht, bedeutet das, dass er im Endeffekt entscheidet, wann er hört und wann nicht. So ist es mE auch mit dem Orientieren.

    Und wenn ein Hund einfach im Weg rumliegt (was Gaius gerne tut, da er oft im Türbreich liegt) und nicht aufsteht, zeugt das schon von mangelndem Respekt. Ich renn ja auch nicht hin, um ihn zu ärgern. Aber ich gehe eben auch keinen Umweg, weil der Herr meint, er müsse da im Weg rumliegen.

    Edit: Siehs mal so: Wenn Du den Umweg machst, weil Du, was natürlich von einem guten Herz zeugt, aber darum gehts ja jetzt nicht, denkst Du an den Hund und orientierst dein Handeln an ihm. Der Hund muss dann gar nix machen, weil Du dich ja orientierst. Ists umgekehrt und könnte der Hund "denken": "Hey, da kommt Herrchen - da mach ich mal Platz, damit er keinen Umweg laufen muss!". So würde er sich an uns orientieren, nicht wir an ihm. Ich denke, das mit dem Aufstehen ist eine gute Möglichkeit, das mit dem Orientieren im Alltag zu üben. Man sollte es natürlich auch nicht übertreiben und so ein Dominanz-Ding draus machen!


    Leckerli - das alte Thema:)

    Ist aber mE ähnlich: Wenn der Hund für sein Verhalten Leckerli bekommt, steuert er, wann er es bekommt. Es liegt also in seiner Kontrolle, was auch wieder Auswirkungen auf den Status hat. Bekommt er also sein Leckerli wie erwartet, übt er Kontrolle aus. Bekommt ers nicht, weil man zB die Abstände verlängert, in denen belohnt wird, verliert er Vertrauen in uns, weil er ja nicht versteht, warum wir er auf einmal seltener Leckerli bekommt.

    Kann man anders sehen, das weiß ich. Aber, auch wenn der Vergleich hinkt: Mama und Papa Hund belohnen ihre Kinder ja auch nicht mit Leckerli, sondern machen sehr klare Ansagen bei Fehlverhalten.


    So würde ich mir zB wünschen, dass der Hund nach mir schaut, weil er sich an mir orientiert, nicht, weil er opportunistisch hofft, gleich was zu essen zu bekommen.

    Hört sich alles ein wenig nazimäßig an, aber ich denke, wir fahren als HH dann am besten, wenn wir versuchen, so "natürlich" wie möglich mit dem Hund zu kommunizieren.:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Einmal editiert, zuletzt von Lupus ()

  • Hi,


    mir ist aufgefallen, dass Du ja vor allem nach dem "wie" gefragt hattest. Also auch nach konkreten Übungen. Einen Teil dazu findest Du in den angesprochenen Kapiteln im Buch.


    Was mir noch einfällt: Der Fauer hat ja zwei Videos zum "Kontrollschritt im Daseinskommando". Das ist echt eine super Sache, wir machen das immer so und es funktioniert. Bringt dem Hund das Kommando "hier" bei. Immer, wenn er nahe bei dir ist, wird er belohnt. Also in Armlänge um einen herum, ganz gleich, ob er links läuft,rechts, auch mal sitzt oder liegt. Aber er muss mim Körper UND mim Kopf immer bei dir sein. Entfernt er sich zu weit, gibts einen Hinweis, einen freundlichen, wenn er sich aus Unsicherheit entfernt (zB, wenn ein Auto vorbei fährt), einen weniger freundlichen, wenn er einfach ablegenkt ist (und zB schnüffelt). Mit der Zeit gewöhnt der Hund sich daran und bleibt stumpf in deiner Nähe. Hatte vor ein paar Tagen zB abends die Taschenlampe vergessen. Wir waren schon draußen, da musst ich wieder rein. Und Gaius blieb dabei die ganze Zeit brav im "Hier", ging mit bis zum Regal und dann wieder mit raus, weil er sich einfach schon so dran gewöhnt hat. Das gibt einem auch als HH Sicherheit.

    Das mit dem Kontrollschritt ist eine Art Überprüfung bei gleichzeitiger Erinnerung, also auch immer wieder eine Übung. Du siehst ja in dem Video, dass Fauser sofort, wenn er den Eindruck hat, dass der Hund im Kopf nicht bei ihm ist, diesen Kontrollschritt macht. Der ist echt sinnvoll!!! ZB wenn Gaius von weitem schon nen anderen Hund sieht, ruf ich ihn ins "Hier". Und immer, wenn er nur noch zum andern Hund schaut, oder einfach abgelenkt ist, mach ich den Kontrollschirtt. Ruhig auch mal nen Schritt vor oder zur Seite, mal ein paar Schritte schnell gehen, dann wieder langsam. Der Hund sollte abei an einem "kleben".

    Zu Beginn ists sinnvoll, nicht gleich direkt an anderen vorbeizulaufen, zB Hunden, wenn die Ablenkung noch zu groß ist. Dann kann man dasselbe Prinzip einfach mit etwas mehr Abstand anwenden. Also zB n Stück ins Feld, parallel zum Weg.


    Nomma der Link zum Video:



    Liebe Grüße

    Lupus

  • lupus, danke für deine ausführlichen antworten :thumbup:

    hab alles gelesen, kann nur grad nicht ausführlich antworten, mache ich später!

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

  • vielen Dank erstmal an Euch für Eure Antworten :)


    ich versuche mal auf einiges einzugehen

    Wir sollen uns einfach irgendwo hinstellen, und wenn der Hund uns anschaut loben/ Belohnen.

    Ähnlich gehen an der Leine, wann immer der Hund uns anschaut gibt es ein Lob.

    Und last but not least lange Leine/Schleppleine und Richtungswechsel spontan durchführen, auch dabei wieder Hund loben wenn er nicht geradeaus weiter dackelt.

    das haben wir auch gemacht und hatte dann zur Folge, dass Lexy uns anschaut wenn sie ein Lob/Leckerlie will, aber nicht um zu schauen ob wir noch da sind :-(

    sie schaut schon, aber die Intensität mit der sie schaut ist mir noch zu oberflächlich - nämlich erst nach gefühlten 20m und erst wenn eben nix interessantes auf dem Weg liegt und das Richtungswechseln machen wir auch, allerdings hab ich da recht schnell einen Flatterhund an der Leine ... wenn sie merkt ich wechsle öfters die Richtung, dann stellt die sich superschnell darauf ein und spielt dann "Biene fliegt von Blume zu Blume" sprich wechsel ich die Richtung in dem Moment wo was Interessantes ihr Augenmerk hat (was ja eigentlich immer ist) dann wechsetl sie (notgedrungen durch die leine) die Richtung mit und hat sofort was neues was sie interessiert und ich seh ein bischen aus als studiere ich eine ganz tolle Choreographie ein um mich bei Lets dance zu bewerben 8o

    Ich weiss hier noch nicht so richtig wie ich sie dazu bekomme alleine auf mich aufzupassen und nicht sie jedesmal aufzufordern mit mir die Richtung zu wechseln.


    Das geht bei uns zum Beispiel gar nicht. Wenn ich oder mein Mann allein mit ihr unterwegs ist, dann läuft sie viel besser bei einem als wenn wir zu zweit unterwegs sind. Zu zweit ist eigentlich von Anfang an ehern anstrengend mit ihr (was aber an uns beiden liegt und nicht am Hund, Lösung hab ich dazu noch keine)


    Ich denke, auch wenn wir das nicht gerne hören, dass sich daran zeigt, welchen Status der Hund aus seiner Sicht heraus im Verband hat. Orientiert er sich an uns, weil er uns als statushöher anerkannt hat? Ist das der Fall, tut er das immer, ganz gleich, um welche Situation es sich handelt. Tut er es nicht, zeigt er damit, dass er meint, dass er derjenige ist, der im Endeffekt die Entscheidungen trifft. Das erklärt auch, warum zB zuhause alles super klappt, aber eben weniger, wenn Ablenkung da ist. So kann zB auch das "Schattensein" eine Form von Orientierung sein, oder aber eben eine Form von Kontrolle seitens des Hundes...


    Wenn dem so ist, wovon ich fest ausgehe, muss man also (immer wieder, beim einen Hund mehr, beim andern weniger) an der Statusklärung arbeiten. Und diese Arbeit teilt sich auf, einerseits in Situationen zuhause, andererseits in Situationen, in denen große Ablenkung herrscht.

    das beschreibt mE die klassische Dominanztheorie in der jeder Hund nach der Weltherrschaft strebt :-)

    ich bin da zwiegespalten, denn wenn es so wäre müsste man den Status nur einmal in einer Situation klären und der Hund könnte es auf alle anderen Situationen übertragen und dem ist ja nicht so


    Zuhause: Fauser (hatte den Faden eröffnet, weil wir unendlich viel von ihm gelernt haben) setzt da zuhause an. Er nennt es "Grundreschpekt" - die Kapitel solltest Du mal lesen - sehr erhellend, finde ich. Ich verlinke unten noch mal den Text dazu von ihm. Ein Beispiel für mangelnden Grundrespekt ist zB, wenn der Hund nicht aus dem Weg geht, wenn man auf ihn zukommt. Wir konnten an Gaius beobachten: Je mehr er das tut, desto mehr orientiert er sich auch grundsätzlich an uns. Heute klappt das schon sehr gut: Schon, wenn er uns kommen sieht, steht er auf und geht zur Seite. Entsprechend war zB eben grad die Begegnung mit einem Jogger: Er ist im "Hier" gewesen, und selbst als der Jogger direkt an uns vorbei ist, hat er nichtmal mit nem Ohr gezuckt. Das war mal ganz anders;)

    Weitere "Methoden", Respekt herzustellen, sind zB das aktive und passive Ignorieren. Auch dazu schreibt Fauser in dem erwähnten Text was. Vor allem aber, und auch das wurde oben ja schon erwähnt, muss der Hund einem auch vertrauen. Und das kann er nur, wenn wir uns selbst vertrauen...


    das handhaben wir größtenteils schon immer so ... einfach weil ich z.B. nicht die Treppen runterfallen will weil der Hund mich umrennt

    das gehört für mich in den Bereich grundsätzliche Erziehung


    Draußen: Ich bemerke, dass es klappt, wenn man sich interessant macht. Wir machen das zB so, dass wir eine Ressource in der Hand halten (zB ein Stöckchen, das er gefunden hat). Das macht ihn schon ganz wuschig, weil er ja nie weiß, wann wir was mit der machen. Ist er mal zu lange geistig abwesend, machen wir was damit und sind sofort interessant. Oder, wie oben schon erwähnt wurde, mal n Mauseloch ausbuddeln o.ä.

    Aber irgendwie ist es mir zuwider für einen Hund den Unterhalter spielen zu sollen. Dass wir das, grad jetzt im Wald bei dem vielen Wild, noch tun, zeigt, dass wir diese Baustelle auch noch haben. Abgesehen davon: Ob es wirklich immer klappt? Ob wir als HH wirklich immer interessanter sind als die Ablenkung? Ich glaub daran noch nicht, auch wenns bisher so aussieht, als würde das funktionieren. Mach trotzdem nicht gern den Hampelmann...

    Ähnlich wie der Test mit dem Aufstehen, gibts auch einen für draußen: Wie oft schaut der Hund nach uns? Fauser sagt, das sollte nicht länger als 10 Sekunden-Intervalle sein. Also in dem Zeitraum sollte der Hund, ganz egal, was er macht, immer mal wieder rüberschaun, ein Ohr zu einem drehn, etc.

    Man selbst sollte das wiederum tunlichst vermeiden, also andauernd nach dem Hund zu schaun, weil der sich dann natürlich vorkommt wie "Mr. Wichtig" und sich entsprechend verhält.


    das mit dem Stöckchen/Spielzeug bei mir tragen funktioniert bei uns auch prima, aber dann hab ich einen "geiernden" Hund neben mir und das ist auch nicht das Ziel

    je nachdem was dem Hund mit welcher Motivation interessant erscheint ist dann auch völlig egal was ich in der Hand hab

    bei Lexy funktioniert das "noch" super, bei meinem früheren Hund war das ganz anders


    Draussen wird das mit der Orientierung auch sehr deutlich. Ich will kein Hilfsmittel benutzen, sondern ich hätte gern das der Hund sich ohne Hilfsmittel an mir orientiert. (drinnen tut er das ja auch)

    Es gab dazu auch mal eine Methode des kompletten Ignorierens im Haus und erst draussen wird der Hund beachtet.

    Aber egal welche Methode gewählt wird, es geht immer um "aktive Interaktion um den Hund bei Laune (sprich bei mir) zu halten".


    Die Ergebnisse sehen aber immer anders aus (in diversen Videos und auch bei Fauser), daher zweifel ich an dem Weg "des Hampelmanns".



    ...

    Harte Arbeit, die wir tun müssen, um uns Respekt zu verschaffen, bleibt uns nicht erspart...

    ...

    Ja das glaube ich in der Zwischenzeit auch, je nachdem was man für einen Hund hat mal mehr mal weniger.

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

  • die Erfahrung haben wir auch gemacht, was aber sicherlich an mir liegt, falsches Timing und/oder falsche Herangehensweise gepaart mit Ungeduld oder Teils Inkonsequenz in der Ausführung. Richtig gemacht haben Leckerlis in der Hundeerziehung durchaus ihre Berechtigung. Der Vergleich mit den Kindern hinkt, da ich z.B. ganz gern mal ohne Essen ins Bett geschickt wurde wenn ich mich als Kind falsch verhalten habe und demzufolge logisch gab es dann bei bravem Verhalten auch mal ein Eis 8o


    Was mir noch einfällt: Der Fauer hat ja zwei Videos zum "Kontrollschritt im Daseinskommando". Das ist echt eine super Sache, wir machen das immer so und es funktioniert. Bringt dem Hund das Kommando "hier" bei. Immer, wenn er nahe bei dir ist, wird er belohnt. Also in Armlänge um einen herum, ganz gleich, ob er links läuft,rechts, auch mal sitzt oder liegt. Aber er muss mim Körper UND mim Kopf immer bei dir sein. Entfernt er sich zu weit, gibts einen Hinweis, einen freundlichen, wenn er sich aus Unsicherheit entfernt (zB, wenn ein Auto vorbei fährt), einen weniger freundlichen, wenn er einfach ablegenkt ist (und zB schnüffelt). Mit der Zeit gewöhnt der Hund sich daran und bleibt stumpf in deiner Nähe. Hatte vor ein paar Tagen zB abends die Taschenlampe vergessen. Wir waren schon draußen, da musst ich wieder rein. Und Gaius blieb dabei die ganze Zeit brav im "Hier", ging mit bis zum Regal und dann wieder mit raus, weil er sich einfach schon so dran gewöhnt hat. Das gibt einem auch als HH Sicherheit.

    Das mit dem Kontrollschritt ist eine Art Überprüfung bei gleichzeitiger Erinnerung, also auch immer wieder eine Übung. Du siehst ja in dem Video, dass Fauser sofort, wenn er den Eindruck hat, dass der Hund im Kopf nicht bei ihm ist, diesen Kontrollschritt macht. Der ist echt sinnvoll!!! ZB wenn Gaius von weitem schon nen anderen Hund sieht, ruf ich ihn ins "Hier". Und immer, wenn er nur noch zum andern Hund schaut, oder einfach abgelenkt ist, mach ich den Kontrollschirtt. Ruhig auch mal nen Schritt vor oder zur Seite, mal ein paar Schritte schnell gehen, dann wieder langsam. Der Hund sollte abei an einem "kleben".

    Zu Beginn ists sinnvoll, nicht gleich direkt an anderen vorbeizulaufen, zB Hunden, wenn die Ablenkung noch zu groß ist. Dann kann man dasselbe Prinzip einfach mit etwas mehr Abstand anwenden. Also zB n Stück ins Feld, parallel zum Weg.


    demzufolge wäre die Orientierung nichts anderes als ein Kommando " bei mir" (oder wie bei euch "hier") mit Aufnahmefähigkeit für mich ( z.B. mit dem Kontrollschritt weil Blickkontakt nicht erforderlich ist)

    welches so oft geübt wird, bis der hund eigentlich von alleine immer bei mir bleibt ?

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

  • Jetzt bin ich mal wieder etwas ketzerisch: was ist so schlimm darann, wenn der Hund einfach mal seinen Interessen nachgeht, also herumschnuppert z.B., wenn er ansonsten gehorcht und hört und abrufbar ist?

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • nix :D


    das darf/soll der Hund gerne tun !

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

  • ..

    Aktuell merke ich, wie der Fokus von Lexy von mir weggeht und es mir gerade in für sie spannenden Momenten schwerer fällt sie kopfmäßig "bei mir" zu behalten. ( Pubertät )

    Aber ich würde dem gern ein bischen entgegen steuern.


    Jetzt bin ich mal wieder etwas ketzerisch: was ist so schlimm darann, wenn der Hund einfach mal seinen Interessen nachgeht, also herumschnuppert z.B., wenn er ansonsten gehorcht und hört und abrufbar ist?


    sind wir etwa so schnell schon beim Fazit? :/

    Könnte man ja fast sagen, die Orientierung am Halter ist gegeben, wenn der Hund in jeder Situation gehorcht und abrufbar ist?

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

  • Hi,


    bezüglich des Hilfsmittels und des "Hampelmanns" sind wir uns einig, auch, was das Aufstehen angeht.

    Was meinst Du unten mit "Ergebnisse sehen anders aus"?


    Uneinig im Punkt "Dominanztheorie". Sagte ja, dass das "nazimäßig" rüberkommt und nichts ist mir mehr zuwider als das. Ich musste da viel dazu lernen. Aber heute sehs ichs recht klar, denke ich.


    Der beste Weg, mit Hunden umzugehen, ist immer der natürlichste. Also müssen wir uns ja dran orientieren, wie Hunde lernen, wie sie Beziehungen aufbauen, wie sie kommunizieren. Und wenn man das anerkennt, ist man meilenweit weg von der bloßen Konditioniererei, Leckerlistopferei. Es wird oft so getan, als sei der Ansatz der operanten Konditionierung ein wissenschaftlicher. Ist er auch. Aber erstens ist er uralt, längst abgelöst von guten pädagogischen Konzepten und zweitens basiert er auf Untersuchungen, die in keiner Weise dem entsprechen, was wir im Alltag mit Hunden erleben. Da werden Hunde isoliert konditioniert, aber Hunde wie Menschen lernen vor allem sozial. Und das negiert die Theorie der op. Konditionierung vollkommen. Daher sind die Ergebnisse (innerhalb von 2 Sekunden sanktionieren, positiv verstärken, zig Wiederholungen, Generalisierung, etc.) auch nicht übertragbar auf die alltägliche Hundeerziehung. Sie sind geeignet für Hundetraining, aber nicht für Erziehung. Und das wird immer wieder verwechselt und überall praktiziert. Und schau dir die Erziehung der Masse der Hunde an, obwohl sie alle in die HuSchu rennen. Haben das selbst ja auch durch....


    Kein Hampelmann sein, da man sich selbst zum Depp macht, kein Futterautomat, da das den Hund zum Bettler macht, sondern Familienoberhaupt. Ja, da steckt "Oberhaupt" drin. Aber für Hunde ist das eben natürlich. Die sind keine Demokraten, können mit Mitbestimmung nicht viel anfangen. Je mehr man Autorität in diesem Sinne ist, desto weniger muss man dominant sein. Dominanzegbahren hat eine echte Autorität doch nicht nötig. Daher gehts mir, auch wenn mir das Thema sehr wichtig ist, weshalb ich auch so viel schreib dazu, nicht darum, die "guten alten Zeiten" der Hundeerziehung zu beleben. Die waren nämlich nicht gut. Aber das lag auch mit an der Generation, die damals eben die Hunde hatte. Da war "Oberhaupt" = "Führer" und so haben viele sich auch Hunden gegenüber aufgespielt, mit all den furtchbaren Methoden, etc.


    Familienoberhaupt wird man so, wies die Eltern im Rudel auch werden. Man verwaltet die Ressourcen, trifft die (auch aus Sicht des Hundes richtigen) Letztentscheidungen, versorgt die Hunde, zeigt ihnen die Welt, hat sie lieb, lässt sich nicht respektlos behandeln und tut das selbst auch nicht, passt auf sie auf, auch dadurch, dass man die Hunde erzieht, was auch durch Nachahmung geschieht.

    Hat alles mit Dominanz ja nix zu tun. Aber man hat eben das Sagen. Und das IMMER, nicht manchmal. Denn sonst hat mans eigentlich ja nie. Daher würd ich schon sagen: Wenn der Status einmal geklärt ist, gilt das auch für alle Situationen. Ein Hund im Rudel oder auch ein Wolf, würden, so sie nicht die Entscheidungsträger sind, im Leben zB nicht auf die Idee kommen, einfach man selbstständig zu verschwinden und jagen zu gehen. Und täten sies doch, würden sie eine entsprechende Reaktion ernten. Hunde sind da kompromisslos untereinander. Und das müssen wir mE auch sein. Aber eben liebevoll, nicht als dominantes Ar...lo....

    Da wir das nicht so gut hinkriegen wie die Eltern der Hunde, haben wir die Probleme. So müssen wir zB den Status immer öfter mal neu aushandeln. Ähnlich, wie es bei Hunden ist, die nicht verwandt sind und sich draußen begegnen. Da gibts auch oft Neuverhandlungen.

    Je mehr wir das aber hinbekommen, es endgültig zu klären, desto mehr wirkt sich das auch auf alle Bereiche aus. "Klären" im oben erwähnten Sinn ist aber eben nicht "Unterwerfen" - und das macht die Sache einerseits total einfach, weil wir ja selbst Natur sind, wenn wir es zulassen, andererseits aber auch sehr schwer, weil man das eben nicht so einfach üben kann wie die Konditionierung.


    Man kanns auch kurz sagen: Alles, was man "an dem Hund macht", ist eigentlich der falsche Weg. Geht eigentlich nie um Hundeerziehung, sondern immer einzig und allein um unser Verhalten. Und da schließt sich dann der Kreis zur Orientierung. Denn auch da liegts an unserem Verhalten, ob sich der Hund an uns orientiert oder nicht. "Leckerli" und "Hampelmann" führen daher mE genau aus diesem Grund in die falsche Richtung.


    Oder noch anders: Wenn wirs hinbekommen, ganz bei uns zu sein, wenn wir mim Hund draußen sind und gar nicht an den Hund denken, nicht den Hauch eines Gedankens oder Gefühls hätten, dass der Hund weglaufen oder sonstwas falsches machen könnte - dann würde der das auch nicht tun, sondern uns folgen wie ein kleiner Wolfswelpe seiner Mutter.:)



    Liebe Grüße

    Lupus

  • Hi,


    ich hoffe doch nicht;)


    Ernsthaft: Denke zu einem Teil schon. Aber nicht vollkommen. Beispiel: Hund setzt zur Jagd an, verfolgt ein Reh, ist aber abrufbar. In diesem Sinn hat er sich an einem, genauer, am Kommando orientiert.


    Ich will mehr8) Echte Orientierung wäre, dass er gar nicht ansetzt zum Jagen, weil er weiß, dass das nicht sein Job ist, weil es nicht seinem Status entspricht zu entscheiden, ob er jagt oder nicht. Aber sollte je der Tag kommen, da Herrchen mal nem Reh hinterherrennt- dann soll mein Hund das auch tun:)


    Liebe Grüße

    Lupus