Hundetrainer Vol. II

  • Wir anderen (die diese "natzürliche Autorität" in geringerem Maß haben) müssen uns diesen Status in gewisser Weise "erarbeiten". Und das tun wir durch unser tägliches Handeln. Und das tun wir dadurch, dass wir uns so verhalten, als hätten wir den Status schon.


    Ich weiß, was du meinst - aber das siehst du falsch.

    Deine ganzen Erklärungen zur Hundeerziehung basieren auf dem Fauser-System.


    Da du immer Videos und Texte von ihm eingestellt hast, habe ich mich vor einiger Zeit mal eingelesen in seinem Online-Buch.

    Ich halte Fauser für gefährlich, wenn man seiner Erziehungsmethode folgt.

    Er hat natürlich ein paar gute Denkansätze (vielleicht angelesen) - aber er hat keine Ahnung von Hunden.

    Auch Cesar Millan hat gute Ansätze (Hunde brauchen körperliche Auslastung) - aber was er mit den Hunden macht, ist Tierquälerei.

    Er hat von Hunden keine Ahnung und ist brandgefährlich.


    Fauser redet viel, aber er versteht seine eigenen Worte nicht.

    Er redet wortreich darüber, dass ein Hundehalter die Eltern für den Hund ersetzt und erzieht Hunde dann mit Unterwerfung und Angstmache.


    In einem natürlichen Rudel gibt es keinen Machtstatus.

    Die natürliche Autorität der Eltern basiert auf Erfahrung und ihrem Wohlwollen dem Rudel gegenüber.

    Die Elterntiere sind sehr tolerant, ausgeglichen, souverän und sehr liebevoll mit ihrem Nachwuchs.


    Ich hatte in 40 Jahren Hundehaltung meistens mehrere Hunde gleichzeitig.

    In der letzten größeren Konstellation, die ich hier hatte, war die "Rudelchefin" eine kleine, sehr sanfte, ausgeglichene Hündin.

    NIEMAND von außen hätte gedacht, dass sie Chefin ist.

    Ihr Sohn wurde bei mir geboren und ist auch bei mir geblieben (heute 18 Jahre alt).


    Er ist doppelt so groß geworden wie seine Mama und ein richtiger Terrier-Rabauke, mit einem sehr eigenwilligen Charakter.

    Die Mutter hat ihn ausschließlich liebevoll erzogen, es gab niemals einen heftigen Rüffel oder eine geforderte Unterwerfung.

    Obwohl er den Eigensinn eines Terriers hat, ist er sehr sanft mit Mensch und Tier.


    Die Mutter hat ihren Status nie demonstriert. Trotzdem reichte ein Stirnrunzeln oder ein leises Knurren, um ihrem Sohn oder den anderen Hunden deutlich zu machen, dass sie Grenzen überschritten haben.

    Sie war bis zu ihrem Tod unangefochtene Chefin. Das hat sie nie eingefordert, sondern freiwillig bekommen.


    Du bekommst ja demnächst deinen zweiten Welpen.

    Ich kann dir nur raten, nicht alles umzusetzen, was Fauser empfiehlt und diese blöde Dominanz- und Statussache in die Tonne zu knicken. Befasse dich lieber mit der modernen Verhaltensforschung über Hunde.


    PS: Man kann nicht so tun, als hätte man einen Chef-Status.

    Selbst Welpen merken ziemlich bald, ob der echt ist oder nicht.

    Spätestens in der Pubertät machen sie, was sie wollen, wenn man ständig den Chef raushängen lässt.


    Solche Probleme kenne ich mit meinen Hunden nicht.

    Ich setze darauf, dass sie mir freiwillig folgen. Wenn sie es nicht tun, habe ich etwas falsch gemacht.

    Ein souveräner Mensch hat es nicht nötig, Gehorsam und Respekt einzufordern.

  • aber ich glaube fest daran, dass es nicht die einzig wahre Erziehungsmethode gibt.

    Das Beibringen von Kommandos kann man mit verschiedenen Methoden machen, das sehe ich auch so.

    Erziehung bedeutet im geläufigen Sinn: Das geplante Formen eines Welpen, damit er irgendwann einen Sollzustand erreicht.

    Man braucht dafür auch eine Methode, die sehr unterschiedlich sein kann.

    Entweder arbeitet man mit Lob und Strafe oder anderen Methoden.


    Ich hingegen schreibe eher von der Brutpflege, die Fürsorge, mit der man einen jungen Hund aufzieht und mit der man ihn lebenstauglich macht. Dazu können Kommandos gehören, aber sie müssen nicht dazu gehören.


    Ich habe in den vergangenen Jahren sehr viele Hundehalter zu Erziehungsfragen beraten, in Hundeforen und auch in meinem realen Umfeld.

    Was mir aufgefallen ist:

    Die Welpen, die schon früh "Sitz, Platz, Fuß und Rolle rückwärts gelernt haben und noch andere Kommandos und Tricks, sind im Alltag schwierige Hunde mit vielen "Baustellen".


    Die meisten Hundehalter sind von Anfang an in einer Hundeschule und bleiben oft auch über Jahre.

    Trotzdem haben sie keine gut erzogenen Hunde.

    Das ist auch unabhängig von der Trainingsmethode. Die Hunde befolgen die Befehle auf dem Hundeplatz, aber sind sehr oft nicht alltagstauglich.


    Ich lege bei meinen Hunden mehr Wert darauf, dass sie umgängliche und problemlose Alltagsbegleiter sind.

    Das ist vielleicht vergleichbar mit den Hunden von vielen Obdachlosen und Punks, die nie eine Hundeschule gesehen haben und von Anfang an problemlos ihrem Hundehalter folgen - meistens ohne Leine und ohne Befehle.

    Es wurde schon viel geforscht und viele Obdachlose gefragt, wie sie ihre Hunde erzogen haben.

    Die Antwort lautet immer: Gar nicht.


    Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn man Hunden Kommandos beibringt, weil man mit ihnen auf dem Hundeplatz arbeiten will.

    Aber einen folgsamen Begleiter hat man damit nicht automatisch.


    Ich habe mein ganzes Leben lang meine Hunde ziemlich frei "erzogen" und bedürfnisorientiert - genauso wie meine Kinder.

    Vor über 40 Jahren gab es kein Internet, nur sehr wenige Hundebücher und keine Hundeschulen (nur für Arbeitshunde gab es ein paar). Demnach gab es für Familienhunde auch keine Erziehungsmethoden.

    Wir haben die Hunde intuitiv erzogen.


    Wenn man heute die moderne Verhaltensforschung liest, gibt es den einen richtigen Umgang mit dem Hund oder auch mit Kindern.

    Man kann heute den Stresspegel bei Kindern und Welpen messen durch Blutuntersuchungen. Man kennt die Stresshormone wie z. B. Cortisol und die Glücks- und Bindungshormone.


    Man weiß heute, wie sich die Gehirne im Wachstum entwickeln.

    Welpen/Kinder, die sich frei entfalten können und eine stabile Bindung haben, haben mehr Gehirnkapazität zur Verfügung.

    Das beeinflusst das ganze weitere Wesen und die Fähigkeit zum Lernen.

    Wenn diese kurzen Zeitfenster der Entwicklung nicht positiv genutzt werden, geht viel Potenzial verloren.

    Das kann mit dieser Leichtigkeit nicht mehr aufgeholt werden.


    Darum ist die bedürfnisorientierte und möglichst freie Erziehung optimal für die Entwicklung junger Lebewesen.

    Der Unterschied zu der üblichen Erziehung besteht darin, dass man Welpen oder Kinder von Geburt an als kompetente Wesen ansieht und ihnen viel Vertrauen entgegenbringt.

    Man hat nicht den Druck ihnen etwas beibringen zu müssen, sondern vertraut darauf, dass sie das Wichtige von allein lernen.

    Nach meiner Erfahrung funktioniert das ausgezeichnet.

  • Naja bei Kindern gehe ich definitiv nicht mit, Kinder müssen regeln lernen und die Eltern müssen diese umsetzen und überwachen.

    Das stimmt nicht.

    Ich habe damals in einer Hausgemeinschaft gewohnt, in der im Durchschnitt 10 Kinder gelebt haben.

    Die Eltern haben zusammengefunden durch den Wunsch, eine alternative Lebensform zu leben.

    Unsere Kinder wurden alle frei erzogen. Das darf man nicht verwechseln mit einer Laissez-faire Erziehung, in der die Kinder sich selbst überlassen sind.

    Wir waren auch mit anderen Wohnprojekten befreundet, wo circa 20 Kinder gelebt haben. Alle Kinder waren überdurchschnittlich sozial, hilfsbereit und angenehm im Umgang. Das haben auch die Lehrer und Kindergartenmitarbeiter immer wieder erstaunt festgestellt. Wir konnten die Kinder überall ohne Probleme mitnehmen, sie sind nie unangenehm aufgefallen.

  • Naja bei Kindern gehe ich definitiv nicht mit, Kinder müssen regeln lernen und die Eltern müssen diese umsetzen und überwachen.

    Das stimmt nicht.

    Ich habe damals in einer Hausgemeinschaft gewohnt, in der im Durchschnitt 10 Kinder gelebt haben.

    Die Eltern haben zusammengefunden durch den Wunsch, eine alternative Lebensform zu leben.

    Unsere Kinder wurden alle frei erzogen. Das darf man nicht verwechseln mit einer Laissez-faire Erziehung, in der die Kinder sich selbst überlassen sind.

    Wir waren auch mit anderen Wohnprojekten befreundet, wo circa 20 Kinder gelebt haben. Alle Kinder waren überdurchschnittlich sozial, hilfsbereit und angenehm im Umgang. Das haben auch die Lehrer und Kindergartenmitarbeiter immer wieder erstaunt festgestellt. Wir konnten die Kinder überall ohne Probleme mitnehmen, sie sind nie unangenehm aufgefallen.

    Es geht nicht nur darum sozial und hilfsbereit zu sein. Eltern müssen ihren Kindern das Rüstzeug für die Welt beibringen. Mal davon abgesehen, dass ich hoffe das alle Eltern so von ihren Kindern reden.

    Ich arbeite an einer Berufsschule mit schwachen Schülern aus überwiegend schlechteren Elternhäusern. Meine Mutter war Grundschullehrerin, mein Bruder ist Haupt und Realschullehrer in Marxloh. Nur mal so ich unterrichte in 10 Klassen jede Woche mit mindestens 20 Schülern.

    Man merkt die Unterschiede im Elternhaus und damit auch die Möglichkeit mitzuarbeiten/ zu lernen etc. Deshalb es kommt in unserem System ganz stark darauf an welchen Beruf die Eltern haben. Um wieder zum Welpen zurück zu kommen wie waren die Eltern. Kinder von Akademikern werden auch Akademiker, Kinder von Hartz 4 Empfängern werden überdurchschnittlich oft auch Hartz 4 bekommen.

    Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019

  • Mal davon abgesehen, dass ich hoffe das alle Eltern so von ihren Kindern reden.

    Wir haben aber auch viel Feedback von außen bekommen.

    Unser Nachbar war ein junger Gutsbesitzer, ein konservativer Landwirt.

    Als er seine Frau kennengelernt hat, haben die beiden uns immer wieder interessiert auf unsere Erziehung angesprochen.

    Ihnen ist aufgefallen, wie selbstbewusst und gelassen unsere Kinder waren.


    Sie haben dann zwei Kinder bekommen und die Kinder genauso frei erzogen wie wir.

    Einfach weil sie überzeugt waren.


    Ja, unsere Kinder haben ein gutes Rüstzeug für das Leben mitbekommen.

    Sie sind inzwischen Anfang bis Mitte 30 und habe alle einen guten Beruf, teilweise eine Familie und Kinder.

    Sehr angenehme Menschen. Ich treffe sie noch regelmäßig, wenn meine erwachsenen Kinder Geburtstag haben.

  • Hi,


    die Fauserkritik interessiert mich, da ich auch das anders sehe. Kanns Du das konkret an Worten festmachen, vor allem das mit der "Unterwerfung und Angstmache"?


    Muss jetzt los, später mehr:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Muriel ich finde deinen Ansatz super... genau das ist es, worum es in der Hundeschule auch bei uns geht...das Beispiel mit den Panks nannte sie auch 😉...und wir verzichten auch auf jegliches Platz, Rolle usw...unseren 1. Hund haben wir anders erzogen und er hört heute noch nicht auf komm her... gut, mittlerweile ist er taub, und er hat Narrenfreiheit...er läuft nicht mehr weg😂...Unseren Oscar rufen wir beim Namen und er kommt freiwillig...ich kann immer nur staunen wie viel man mit mehr liebevoller Erziehung erreichen als mit den ganzen Lehrbüchern 🤔

  • Natürlich haben wir auch öfters nein sagen müssen, und ihm Sachen aus dem Mund nehmen müssen...aber ich habe auch eine 1 1/2 Jahre alte Tochter, daher liegt da nicht viel rum...sie ist ja genau so wie Oscar...alles in den Mund stecken wollen...

    Und diese ganzen Kommandos macht der Hund nur fürs Essen, nicht weil er es für dich tut...ich will ja kein Zirkus-Pferd...😂...die Hundeschule besuchen wir natürlich auch um die Sozialfähigkeit zu unterstützen...da sind immer so 30 Leute...und zwischendurch werden die Hunde abgeleint zum Toben...ist kein spielen in dem Sinne...Hunde spielen nicht...sie testen an jedem Hund ihren Rang...aber es macht ihm Spaß...und ich hätte nie gedacht das wir jemals so einen tollen treuen Begleiter haben werden...

  • Du willst jedes Wort auf die Goldwaage legen, oder?


    Ich habe kein Wort davon geschrieben, dass ich das Verhalten als ärgern und herausfordern definiere

    Vielleicht hast du den Begriff "das würde ich nicht durchgehen lassen" anders gemeint.

    Aber es ist eine ziemlich negativ gefärbte Ausdrucksweise, die man auch als "zurechtweisen" auslegen kann.


    https://www.openthesaurus.de/s…9+nicht+durchgehen+lassen



  • die Fauserkritik interessiert mich, da ich auch das anders sehe. Kanns Du das konkret an Worten festmachen, vor allem das mit der "Unterwerfung und Angstmache"?

    Du kennst sein Buch doch sicher besser als ich.

    Wenn der Hund ein Kommando nicht ausgeführt hat und sich auch gegen das "Herbeiführen" wehrt (was immer das sein mag), dann wird der Hund unterworfen. Man zieht ihm die Beine weg, bis er auf den Bauch plumst und dreht ihn auf die Seite.

    Natürlich versteht der Hund so eine Behandlung nicht und wird sich wehren. Dann wird er vom Fauser immer wieder und wieder umgeschubst oder er zieht dem Hund die Beine wieder lang und fixiert ihn notfalls mit Gewalt, bis der Hund sich nicht mehr wehrt.


    Dann betont er auch noch "Falls sich Angst oder gar Panik im Hund entwickelt, macht man etwas falsch."

    Natürlich hat ein Hund Angst, wenn man ihn in so eine hilflose Lage bringt!!!! Das erzeugt auch keinen Respekt, sondern zerstört das Vertrauen. Die ganze Behandlung ist falsch und gewaltsam.

    Ich wundere mich wirklich, dass bei dir kein gesundes Bauchgefühl rebelliert, wenn du so etwas liest.


    Man muss sich doch nur mal seinen Hund anschauen in den Videos.

    Achte mal nicht auf Fauser, sondern nur auf das Gesicht und die Augen des Hundes.

    Das ist ein trauriger, verunsicherter Hund, der ständig beschwichtigt. Er hat richtig Angst davor, dass er immer wieder einen Klopfer auf die Nase bekommt.

  • die Fauserkritik interessiert mich, da ich auch das anders sehe. Kanns Du das konkret an Worten festmachen, vor allem das mit der "Unterwerfung und Angstmache"?

    Wenn der Hund ein Kommando nicht ausgeführt hat und sich auch gegen das "Herbeiführen" wehrt (was immer das sein mag), dann wird der Hund unterworfen. Man zieht ihm die Beine weg, bis er auf den Bauch plumst und dreht ihn auf die Seite.

    Natürlich versteht der Hund so eine Behandlung nicht und wird sich wehren. Dann wird er vom Fauser immer wieder und wieder umgeschubst oder er zieht dem Hund die Beine wieder lang und fixiert ihn notfalls mit Gewalt, bis der Hund sich nicht mehr wehrt.

    Das es sowas heutzutage noch gibt finde ich erschreckend 8|


    Und noch schlimmer das es sicherlich Leute gibt die so etwas anwenden.

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • ...Unseren Oscar rufen wir beim Namen und er kommt freiwillig...ich kann immer nur staunen wie viel man mit mehr liebevoller Erziehung erreichen als mit den ganzen Lehrbüchern 🤔

    Welpen kommen eigentlich immer freudig angedackelt, wenn man sie ruft.

    Das machen sie schon mit 5-6 Wochen. Ich wüsste gar nicht, was man da trainieren soll.

    Wenn ich gerufen habe "Welpenpack, wo seid ihr?" dann kamen sie aus allen Ecken angerannt. ^^

  • Muriel ich bin zwar nicht Lupus,


    aber magst du das bitte auch mit genauen Angaben belegen. Also wo im Buch finde ich diese Vorgehensweise. Ich halte im übrigen nichts von gewaltsamen Methoden. Zu Fauser habe ich bislang lediglich überflogen. Wie ich aber schon geschrieben habe würde ich sowieso kein Erziehungssystem 1 zu 1 direkt übernehmen.

    Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019

  • Ein unsympathischer Typ muss ich sagen, nachdem ich mir nun das ein und andere Video angeschaut habe.

    Der Blick und das Verhalten von seinem Hund sprechen bände :|


    Nein danke, diese ganze Dominanz schiene hängt mir zum Halse raus

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • Lupus hier siehst du noch deutlicher, wie man Hunde mit dem Alphawurf zu Tode ängstigen kann:



    Stell dir das Video auf Vollbildmodus, damit du das Gesicht des Hundes sehen kannst, die Todesangst in seinen Augen.

    Millan faselt genauso wie Fauser immer von "sanfter Unterwerfung".


    Ganz sanft wird hier brutale Gewalt angewendet, ganz sanft drückt er mit der Leine die Halsschlagader des Hundes ab, bis seine Zunge blau wird und er Todesängste bekommt.

    Wenn er dann halb bewusstlos still liegen bleibt, nennt Millan es "Entspannung". "Der Hund hat sich ergeben".



    Guck Dir genau an, wo Millan seine Finger hin hält. Er drückt dem Dackel die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn ab.

    Der Hund erleidet Todesängste und schreit um sein Leben.


    Diese Quälerei wird den Hunden immer wieder zugefügt, um "den Status zu klären".

    Das ist finsterstes Mittelalter.





  • Der Millan ist für mich so ziemlich der schlimmste bekannte Hundetrainer den es gibt. Ich werde es nie verstehen wie Leute ihn gut finden können.


    Pfui Teufel, ich mag mir die Videos gar nicht ansehen, die armen Hunde :cursing:


    ich denke und hoffe!! das die meisten Hundebesitzer mittlerweile solche Methoden verteufeln.

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • ich denke und hoffe!! das die meisten Hundebesitzer mittlerweile solche Methoden verteufeln.

    Millan hat hier in Deutschland immer noch sehr viele Fans, die ihre Hunde nach den Videos erziehen.

    Gewalt wird allgemein noch in Hundeschulen angewendet, das liest man immer wieder in Hundeforen.

    Gerade Ersthundehaltern kann man viel erzählen. Man muss seine Methode nur plausibel machen.

    Sogar Millan macht den Hundehaltern plausibel, dass er genau das Richtige macht und die Hundehalter sitzen oft noch dumm grinsend daneben, während ihr Hund gequält wird.

  • https://de.scribd.com/document…rziehung-Am-Beispiel-Hund


    Das mit dem Alphawurf fängt irgendwo auf Seite 203 an und zieht sich sehr in die Länge, weil der Fauser ein unheimlicher Laberfritze ist.

    Hi,


    interessant, auf der DVD, die unsere Grundlage war und IST, ist davon keine Rede.


    Und auch im Buch wird das doch sehr differenziert dargestellt. Er empfiehlt den Wurf nicht, sondern sagt, dass es zu solche Situationen überhaupt nur kommen kann, wenn es an Grundrespekt fehlt - das ist sein Ansatz.
    Dann sagt er, dass es immer noch viele HH gibt, die diesen Wurf falsch anwenden, um daraufhin eine konkrete Situaiton zu beschreiben, in der er den Wurf anwenden würde, aber eben auf eine Art, die er als richtig empfindet (nicht runterdrücken, ohne Schmerzen, ohne Aggression, ohne Angst, etc.).

    Klar, man kann jetzt "Alphawurf" lesen und sich drüber aufregen. Dann aber sollte die Aufregung wenigstens ähnlich differenziert sein wie Fausers Äußerungen dazu. Das kommt mir hier ein wenig zu kurz, zumal auch gleich der Milan noch mit ausgepackt wird, wobei, liest man halt weiter, sofort klar wird, dass Fauser genau diese Art Wurf nicht meint.... Sorry, aber das Ausdemhutzaubern von Milan in diesem Zusammenhang klingt für mich nach "Schubladendenken".


    Ich habe heute oft den Eindruck (das gilt nicht für dich, Muriel , da ich finde, dass man allein an deinen Worten merkt, dass Du gut mit Hunden kannst), dass ein gesundes Mittelmaß fehlt. Da sind die einen, die ihren Hund nicht erziehen, sondern konditionieren und diesen alten Hut dann als moderne wissenschaftliche Theorie verkaufen. Hören diese HH nur die Begriffe "Status" oä wird man gleich in eine Schublade gepackt im Sinne von man würde seinen Hund ja quälen. Das sind auch diejenigen, deren Hund nie wirklich hört, so meine Erfahrung, der aber zum Bettler gemacht wurde und der permanent bestraft wird durch die Konditionierei.

    Und dann gibts die Dominatoren alter Schule, die gezielt Schmerzen einsetzen, um den Hund zu unterwerfen, was noch schlimmer ist. Oder diejenigen, die zB keine Problem damit haben, den Hund (durch Box oder in ein anderes Zimmer sperren) sozial zu isolieren und dann plötzlich ihr Gewissen entdecken, wenns um Alphawürfe geht. Nur, dann wirds halt echt unseriös....


    Wir waren und sind froh über Leute wie Fauser, die einen Mittelweg anbieten. Für uns war er eine Hilfe, weil, und auch das habe ich gesagt, er eine Haltung anbietet, mit der man Hunden begegnen kann. Ich würde keinen Alphawurf machen, liegt mir nicht. Überhaupt soltle man keinenm anderen blind folgen.


    Klar, ich kann die ersten 200 Seite ignorieren und mich dann auf diesen Punkt stürzen (und den dann auch noch falsch, bzw nur teilweise korrekt wiedergeben "Angstmache" vs Fauser, der genau das als Ausschlusskriterium angibt). Aber wem nutzt das?


    Ich bleib dabei: Uns hat der Fauser geholfen, die Haltung, die wir ohnehin zu Hunden hatten, auch bewusster zu leben. Daher empfehle ich auch den Fauser bezüglich dieser Einstellung.


    Edit: Erst alles lesen, dann antworten, Lupus: Grad erst gesehen, dass Du einen Teil ja erklärt hattest in einem anderen post. Also: Natürlich rebelliert mein Bauchgefühl bei Alphawürfen. Ich mag schon das Wort "Alpha" nicht. Klingt zu sehr nach der "schönen neuen Welt".

    Aber wir haben eben die DVD von Fauser, in der er das mit keinem Wort erwähnt, obwohl er fünf Stunden lang redet. Ich sehe in dem Hund übrigens auch keinen, der permanent nur beschwichtigt, sondern in vielen Szenen auf der DVD einen Hund, der die Ruhe weg hat und absolut positiv auf seinen HH reagiert, auch wenn es Beschwichtungssignale gibt (die aber gibts bei Hunden untereinander ja auch permanent).

    Im Buch steht es, aber eben differenziert. Ich kann einen anderen auf diese Art dazu zwingen, mich nicht aktiv zu ignorieren. Das habe ich auch schon mit Gaius gemacht, einfach intuitiv mich auf ihn gelegt, nicht als Methode, sondern weil ich in dem Moment einfach stinksauer war. Da war aber keine Angst in seinem Blick, eher Erstaunen. Empfehl ich das als Methode? Sicher nicht. Aber ists schlimm, wenns mal passiert? Ich denke eben "nein".

    Mich ärgert, dass Du über alles Positive, was Fauser sagst, hinweggehst und dich auf diese eine Sache stürzt.

    Ich kann nur sagen, wenn wir nicht auf ihn gestoßen wären, hätte Gaius seine ersten Nächte in einer Box verbracht und nicht mit mir auf der Matratze, wäre mir nicht in den Sinn gekommen, das Fauser- Mantra "ohne Schmerz, ohne Hektik, ohne Aggression" so zu verinnerlichen, wie ich es getan habe, hätte ich weiter brav konditioniert und auch die Sache mit dem Ignorieren hätte ich so deutlich nicht gesehen.

    Ich habe hier das Video über den Welpen gepostet, weil ich nach wie vor finde, dass da eine Sicht auf Hunde (als Kinder) aufgemacht wird, die ich sehr gut finde und für die man ja sonst überall kritisiert wird.


    Liebe Grüße

    Lupus

    Einmal editiert, zuletzt von Lupus ()