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Erlebnisse mit weißer Schäferhündin Ida

  • Ida
  • 18. März 2020 um 12:31
  • FlatHeart1256
    Gast
    • 21. Juli 2020 um 19:49
    • #346
    Zitat von Ida

    Leinenführigkeit heißt im Moment nur, dass ich vorgehe, weil ich die Verantwortung für sie habe. Nicht sie. Meine Aufgabe ist zu führen und mich zu kümmern. Sie soll "nur" folgen und hat hinter mir Freiraum.

    Das kann ich nicht mal machen und mal nicht. Das muss immer so sein. Das meinte ich mit Konsequenzaxiom (Ein Axiom ist weitaus mehr als ein Gesetz oder eine Regel, das ist eine Grundannahme)

    Das gilt es umzustellen, und ja, das strengt uns beide an. Aber wenn ich zulasse, dass sie in meinem Blickfeld ist, fängt sie an, sich um Dinge zu kümmern, um die sie sich nicht kümmern soll. Menschen, Hunde, Verkehr...

    Hinter mir ist es sicherer.

    Ja, in Grenzen. Ich muss auch hinten Augen haben, und vorher sehen, was sie fressen könnte. Und dann reagieren. Und natürlich schmeisst sie sich mit Schwung in die Leine, auf den Boden oder ähnliches. Das frage ich Donnerstag, wie ich darauf reagieren (oder vorher agieren) muss.

    Tatsächlich ist es auch so, dass sie vor mir noch viel mehr gestresst ist als hinter mir. Wenn ich "Gefahren" abblocke, dann hat sie keine Angst mehr und erschrickt auch nicht.

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    und das hinterfrage ich warum kann Ida nicht vorlaufen? Loki ist total Unsicher und ängstlich, aber wenn was ist rennt er zu mir und oder schaut mich an.

  • Ida
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    • 21. Juli 2020 um 20:45
    • #347

    Weil es zum einen um Vertrauen versus Kontrolle geht; und zum anderen darum, dass derjenige der vorne ist, die Verantwortung trägt. Ich will nicht, dass ein 6 Monate alter Hund Entscheidungen trifft, deren Konsequenzen sie schlicht nicht überblicken kann. Außerdem gilt, Verantwortung tragen stresst. Den Freiraum regel ich über die Leinenlänge, es ist momentan die kürzeste Leine dran die ich habe. Bei längerer Leine springt sie mir noch zu sehr rein.

    Aber es braucht natürlich nicht nur mein Vertrauen in sie, es braucht ihr Vertrauen in meine Fähigkeiten, Plan zu haben und richtig zu entscheiden. Das ist die Krux, warum sie nicht hinter mir sein will. Vertrauen erwirbt man nicht mit Gehorsamkeitsübungen. Das ergibt sich hoffentlich durch längeres Beobachten und richtig getroffene Entscheidungen. Wenn sie da zweifelt, jupp, verstehe ich. Die ersten Hunde(besitzer)begegnungen waren echt für die Tonne.

    Wenn was ist, schaut sie mich nicht an, sondern das Ziel. Ohren auf Durchzug. Leine auf Spannung [hier griffe Impulskontrolle beim Kopf hochnehmen, aber hurtig]. Alternativ ist sie zwischen meinen Beinen und guckt sich das an.

    Natürlich ist Gehorsam auch wichtig, damit sie zB nicht alles frisst. Nein und Spuck's aus funktioniert sehr gut, haben wir gestern gerade erst extern auf Besuch mit schon im Maul befindlichem Leckerchen problemlos hinbekommen.

    Vorhin hat sie mit dem Abendessen von alleine gewartet, bis ich ihr guten Appetit gewünscht habe.8| Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

    Nicht vergessen: Insgesamt sind geschätzte 95% der Zeit gut. Sie ist höflich, hört, ist kuschelig, neugierig und interessiert, macht nichts kaputt. Ich glaube auch, dass es mit dem Beissen besser wird. Es gab schon einen erfolgreichen Tag, das lässt sich ausbauen. Dranbleiben, nicht aufgeben. Egal ob sie nun ein noch ein Junghund ist, der bewusster durch die Welt marschiert oder schon ein Mädel in der Pubertät, da müssen wir durch. Es wird mir nur wie eine Ewigkeit vorkommen, fürchte ich.:rolleyes:

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 21. Juli 2020 um 21:44
    • #348

    da sind wir wieder bei der Dominanz Theorie, Loki darf vorlaufen, wenn ich merke es wird komisch kommt er an meine Seite. Er weis das ich die Verantwortung habe.

  • Kimba2001
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    • 21. Juli 2020 um 22:08
    • #349

    Unsere dürfen und durften immer schon Vorlaufen.

    Hauptsache sie hören und kommen sobald wir rufen/pfeifen

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II & Hasso I 1975-1986 <3

    <3🐱Tinka 2014-2025, Mietzi 2007-2026<3

    Einmal editiert, zuletzt von Kimba2001 (21. Juli 2020 um 22:28)

  • Ida
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    • 22. Juli 2020 um 06:14
    • #350

    Wenn das für euch und eure Hunde passt, ist es ja ok. Hier habe ich aber eine Stressbaustelle, bei der es oft zu Übersprungshandlungen kommt. Die gilt es aus reinem Selbstschutz in den Griff zu kriegen, also schirme ich sie ab und habe sie nicht ständig im Blick ("auf dem Kieker"), auch zu Hause. Bin konsequent, planvoll und verlässlich.

    Respekt für den Hund (und sein Verhalten) und Dominanz(theorie) schliessen sich meines Erachtens gegenseitig aus. Was nicht heisst, dass ich gebissen werden will. Aber jedenfalls weiß ich schon, dass ich das Verhalten mit Auspowern, Anbinden, Wegsperren, Alphawurf, häufigen Gehorsamkeitsübungen "mal eben so" etc nicht positiv beeinflusse - und würde auch "verlässlich" sofort in Praxis widerlegen. Also lasse ich das oder stelle es hinten an, wenn es mir wichtig wäre. Ist es aber nicht, im Gegenteil, ich lebe nicht in einer Kaserne. Trotzdem kann sie viel mehr als in der Hundeschule auf dem Plan steht, schlicht weil wir es im Miteinander und im Strassenverkehr brauchen.

    Um zu verstehen wovon ich überhaupt rede und wo ich mit Ida hin will, könnte man Bela Wolf lesen. Ich vermute der Tenor entspricht auch in seinen anderen Büchern dem Buch über hochsensible Hunde. Völlig uninteressant dabei ist, ob Ida hochsensibel ist. Ich werde nicht alles nachmachen, was er seinem Hund zu Liebe tut (im Auto durch die Gegend fahren, damit er aus sicherer Distanz bellen kann gehört dazu). Aber sehr viel ist völlig ok. Kein Hund "muss da durch".

    Im Moment lese ich gerade "Es würde Knochen vom Himmel regnen - Würde das Gebet eines Hundes erhört... Über die Vertiefung unserer Beziehung zu Hunden" von Suzanne Clothier, das geht in eine ähnliche Richtung. Auf jeden Fall stehen beide den üblichen Trainingsmethoden äußerst kritisch gegenüber.

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • Cinja
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    • 22. Juli 2020 um 08:18
    • #351

    Auspowern bedeutet nicht unbedingt nur körperlich auspowern. Nasenarbeit eignet sich hervorragend zum Auspowern. Fährtenarbeit, Zielobjektsuche, damit kann man einen Hund richtig fordern und glücklich machen.

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 22. Juli 2020 um 08:29
    • #352

    ich werfe Loki nicht ständig auf den Rücken, ich glaube das ich auch oft schon gesagt hatte, dass das nicht klappt bei uns, aber ich habe das schon getan. Du musst für dich und Ida das richtige raussuchen. in Beispiel welches mich total nervt ist wenn Loki seine 5 Minuten hat und die Leine zum zergeln benutzt, bleibe ich ruhig, alles andere bringt nichts bei uns. evtl. bringt es Entspannung, wenn du Ida erst mal ins Auto setzt und irgendwo mit ihr läufst wo sie weniger aufregt.

  • Ida
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    • 22. Juli 2020 um 08:33
    • #353

    Machen wir ja, ihr Lieblingsspiel.:D Ellionore beschrieb Auspowern aber anders, mehr körperlich.

    Wobei ich im Moment alles abbreche und unterlasse, was sie überdreht. Wenn es dabei das Suchspiel treffen sollte, dann auch das. Das heißt auch, das meine Tochter Ida nicht mehr in den höchsten Tönen ausgiebig loben darf. Ruhiges Lob reicht, versteht Ida genauso gut, sie ist aber anschliessend nicht so übermotiviert, dass es mich schon wieder trifft. Da ich höchst persönlich die Konsequenzen trage von dem, was ich bei Ida zu viel zulasse, bin ich inzwischen deutlich restriktiver.

    Bei der Schüpfer Hexe war gut beschrieben, wie das so ist mit Adrenalin und dem Gegenspieler (beim Menschen Noradrenalin, aber bei Hunden heißt es anders. Oder ich bin nur nicht auf dem neuesten Stand). Es braucht nicht viel zum Hochpuschen, schwierig ist es wieder zurückzukommen. Da wird ja sogar empfohlen deshalb Welpenrunden -mit in der Regel wilden Rennspielen- zu meiden.

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • Ida
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    • 22. Juli 2020 um 08:42
    • #354

    @Ellionore Ich habe noch keinen Ort gefunden, der sie weniger aufregt. Irgendwas ist immer. Das müssen nicht Menschen, Hunde und Autos sein, das können genauso gut die Beeren sein, die sie nicht fressen soll, die lockere Erde irgendwo, ein Grashüpfer, ein Vogel, Kuhhaufen oder irgendwas anderes sein, was außerhalb meiner Sinne liegt. Wobei man Menschen und Hunden überall begegnet, selbst da wo man glaubt es ist sicher.

    Wahrscheinlich ist man wirklich nur im Gewitter einsam draussen, aber dann möchte ich da auch nicht gerade sein.

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 22. Juli 2020 um 08:43
    • #355
    Zitat von Ida

    Machen wir ja, ihr Lieblingsspiel.:D Ellionore beschrieb Auspowern aber anders, mehr körperlich.

    Wobei ich im Moment alles abbreche und unterlasse, was sie überdreht. Wenn es dabei das Suchspiel treffen sollte, dann auch das. Das heißt auch, das meine Tochter Ida nicht mehr in den höchsten Tönen ausgiebig loben darf. Ruhiges Lob reicht, versteht Ida genauso gut, sie ist aber anschliessend nicht so übermotiviert, dass es mich schon wieder trifft. Da ich höchst persönlich die Konsequenzen trage von dem, was ich bei Ida zu viel zulasse, bin ich inzwischen deutlich restriktiver.

    Bei der Schüpfer Hexe war gut beschrieben, wie das so ist mit Adrenalin und dem Gegenspieler (beim Menschen Noradrenalin, aber bei Hunden heißt es anders. Oder ich bin nur nicht auf dem neuesten Stand). Es braucht nicht viel zum Hochpuschen, schwierig ist es wieder zurückzukommen. Da wird ja sogar empfohlen deshalb Welpenrunden -mit in der Regel wilden Rennspielen- zu meiden.

    ja ich meinte körperliche Auslastung, vor allem im Bezug auf Training. Aber wie gesagt, nur du kennst deinen Hund, bei uns hat es geholfen Druck rauszuholen.

  • Ida
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    • 24. Juli 2020 um 09:50
    • #356

    Das Training gestern hat uns wieder einmal geschafft. :D

    Sie hat dankenswerter Weise ein paar Mal versucht mich zu beissen:P, so dass die Trainerin verschiedene Situationen sehen konnte und ich nun mehrere Strategien habe. :thumbup: Außerdem haben wir an ein paar weiteren Baustellen geübt zB an Fahrradfahrern das Ruhigbleiben und die Spasseinlage: Bleib mit Abruf durch Körperhaltung (Komm, Halt, Komm, Halt...). Viel Input für eine Stunde.:thumbup:

    Das sind ein paar ordentliche Hausaufgaben.:S

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 24. Juli 2020 um 09:53
    • #357

    und welche Strategien hat eure Trainerin dir mitgegeben aus Interresse? Ich kenn das mit einem alternativ Verhalten anbieten.

  • Ida
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    • 24. Juli 2020 um 10:13
    • #358

    Für mich: Von ihr abgewandt meine Wut mit einem Futterbeutel auf die Erde knallen, sie dabei nicht angucken damit sie es nicht mit sich verknüpft, langsam zählen und dann etwas entspannter wieder umdrehen. Ich glaube, in meinem Wurfbeutel sind schon nur noch Krümmel.:D Weshalb ich drinnen dann auch eine Zeitschrift genommen habe, knallt besser.8o Aber ich hatte da auch einen Berg an Wut aufgebaut und musste wirklich mal was loswerden. Sie darf schon sehen, dass ich Energie loswerden muss, aber soll sich das nicht auf sich beziehen.

    Für Sie, wenn es ganz arg wird, das ist in der Regel im Garten: Sehr ernst gemeint Hau ab - und damit nicht nur ignorieren, sondern vorübergehend aus dem Rudel werfen. Das ist wirklich Höchststrafe. Dann einfach umdrehen, weggehen. Wenn sie von hinten weitermacht, kurz halb umdrehen, wieder wegschicken mit aller Wut die man zeigen kann ohne handgreiflich zu werden, zurückdrehen, weitergehen.

    Ist eine sehr körpersprachliche Geschichte. Ich übe mich in Pantomime, aber es muss eben auch in einem drin sein, was man ausdrücken will. Keine Schauspielerei, das merkt sie.

    Bei den Fahrradfahrern (Autos, Joggern) positioniere ich sie bislang hinter mir, Rücken zu ihr, Bauch zur "Gefahr". Sie ist im Sitz oder liegt, wie sie möchte. Neu: in dem Moment wo sie aufsteht, umdrehen, Spass verderben, zurückdrängen.:evil: Bei Autos gar kein Problem, aber in letzter Zeit doch etwas mehr mit Fahrradfahrern und weniger bei Joggern. Am liebsten natürlich, wenn ich gerade abgelenkt bin, weil ich grüße oder mehrere Sachen gleichzeitig passieren, so etwas wie Rad von links, Jogger von rechts, treffen sich vor uns.X/ Aus Platzgründen werde ich sie auch weiterhin hinter mir am Rand positionieren. Oft gibt es keinen Weg, oder einen gemeinsamen Fußgänger- und Radweg.

    Ablenken funktioniert auch sehr gut, Ida geniesst immer gerne einen handgereichten Snack am Wegesrand. Das darf auch sehr gerne das normale TroFu sein.8)

    Ansonsten war ein Vorschlag auf den Spaziergängen Pausen zu machen, damit sie sich Dinge in Ruhe ganz angucken kann. Sie braucht für meine Verhältnisse enorm viel Zeit, aber das ist eben so. Geduld. Beim Training lag sie zB abgelenkt durch ein Flugzeug und wir haben sie gucken lassen bis sie mit der Aufmerksamkeit wieder bei uns war. Beim nächsten Flieger geht's schneller ;)

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 24. Juli 2020 um 10:17
    • #359

    ja ähnliches dachte ich mir. Ich habe Jogger und Radfahrer mit Leckerlis und dem Sitz geübt. Klappt ganz gut. In kritischen Situationen lenke ich gerne auch mit Spielzeug ab. Futterbeutel ist übrigens klassisch Rütterstyle.

  • Asnea
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    • 24. Juli 2020 um 10:21
    • #360

    mit Körpersprache kann man soviel erreichen . Ich arbeite eigentlich sogut wie nur mit Körper und etwas mit stimme. Bin davon echt überzeugt

    Leckerlie gibt es nur beim clickern zos oder fährten

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

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