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  1. Das Schäferhund Forum
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Veganes Trockenfutter

  • Argos
  • 11. August 2020 um 19:38
  • Luna
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    • 23. August 2020 um 15:28
    • #46

    Danke Waschbär. Ich werde also beim Tierarzt anrufen.

    Und wie bereits beschrieben, mit Josera machte täglich 5-6 x am Tag und nahm kein Gewicht zu. Wir werden jetzt mal abklären, was hier schon wieder los ist, ob die Bauchspeicheldrüse da ein Problem ist.

    Wie wird die denn untersucht? Blut? Oder mit Narkose und Spiegelung?

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 23. August 2020 um 15:30
    • #47

    müsste Blut reichen zur ersten Abklärung.

  • Luna
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    • 23. August 2020 um 15:47
    • #48

    Danke @Ellionore. Vielleicht kann er ja die letzten Blutwerte, die sind ja überhaupt noch nicht alt, nochmal ansehen. Wenn die nichts bringen, dann wird halt nochmal abgezapft. Langsam stehen mir die Haare zu Berge. Echt jetzt.

    Sowas muss man auch erst mal erlebt haben, ständig was anderes. Ich krieg noch nen Vogel:rolleyes:

  • Waschbär
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    • 23. August 2020 um 16:36
    • #49

    Es kann ja verschiedene Bauchspeicheldrüsenerkrankungen geben. Beim DSH muss man, wenn derartige Syptome vorliegen wie Du sie schilderst, immer auch eine Exokrine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz (EPI) im Hinterkopf haben. Hier wird eine Diagnose über eine Blut- und eine Kotuntersuchung erstellt. Die relevanten Werte dafür werden im Rahmen eines sog. Blutbildes nicht immer erfasst. Möglicherweise hat das Dein Tierarzt mit abchecken lassen, möglicherweise aber auch nicht (weil zuerst einmal die Giardien im Vordergrund standen). Ggf. kann Dein Tierarzt den aktuellen Lipasewert über einen Schnelltest in der Praxis bestimmen. Ich würde das aber trotzdem zusätzlich über ein Labor abklären lassen. EPI-Hunde leiden meist unter Abmagerung, obwohl sie gerne und viel fressen (es liegt bei ihnen meist keine Fressunlust vor), sie trinken oft viel (und setzen dementsprechend viel Urin ab), vor allem aber wechselt die Konsistenz ihres Stuhlgang häufig, der ist oft zu dünn, manchmal ist er auch anders gefärbt als normalerweise üblich. Mit der Zeit verändert sich auch das Fell, ist nicht mehr glatt und glänzend.

    Auch bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung haben die Hunde oft eine wechselnde Kotkonsistenz. Im akuten Fall ist diese sehr schmerzhaft, so dass als Symptome oft eine Fressunlust auftritt und die Hunde ihre Schmerzen deutlich äussern. Bei einem chronischen Verlauf sind die Symptome allerdings dann oft nicht mehr so deutlich, so dass die Hunde z.B. in Einzelfällen normal fressen. Hier wäre i.d.R. zusätzliche Untersuchungen notwendig (ggf. Ultraschall und/oder Röntgen).

    In beiden Fällen wäre es wichtig zeitnah eine Diagnose zu erstellen. Gerade bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist es wichtig möglichst bald mit der Behandlung zu beginnen. Aber auch bei EPI sollte man zeitnah eine Diagnose haben um die Ernährung entsprechend umzustellen und bereits entstandene Mangelerscheinungen zu behandeln (z.B. über Vit. B-Gaben).

    Wie bereits geschrieben, als erstes solltest Du Dich bei Deinem Tierarzt erkundigen ob die Bauchspeicheldrüsenwerte mit abgecheckt worden sind. Bzw. diese noch einmal testen lassen...

  • Luna
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    • 23. August 2020 um 18:08
    • #50

    Danke Dir Waschbär. Mir ist schon schlecht. Nachdem Sam bisher noch immer überall "Hier" geschrien hat....

    Mein Mann, dem ich Deinen Bericht ausgedruckt und unter die Nase gelegt habe, meint aber auch, dass wir erst einmal den Weg wählen sollten, den Du als aller erstes beschrieben hast: Ausschlussfutter. Wir haben nämlich vielleicht das falsch gemacht: Trockenfutter morgens "Ente" und abends Nassfutter Rinti "Rind" und das 2 Dosen. 2 verschiedene Futtersorten und Fleischarten. Ab heute werden wir es so machen: abends 1 Dose Rinti "Rind" und ab morgen früh 1 Dose Rinti "Rind" und abends dasselbe. Die Gelatine haben wir heute mal weggelassen, nur um ausschließen zu können. Dann sehen wir ja ab übermorgen schon, ob sich was ändert.

    Klar, beim Tierarzt ruf ich morgen trotzdem nochmal an (wird ja langsam peinlich, ständig was anderes...) und frag nach den Blutwerten, ob da die Bauchspeicheldrüse ok war und sag denen schon mal unser momentanes Vorgehen. Wenn die auch gleich sagen, das muss sofort abgeklärt werden, dann werden die das checken.

  • Waschbär
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    • 24. August 2020 um 00:17
    • #51

    Eine Ausschlussdiät ist eigentlich etwas anderes und sehr langwierig. Vorher würde ich erst mal alle anderen möglichen Ursachen, wie z.B. eine Bauchspeicheldrüsen-Problematik, ausschließen. Bei einer Ausschlussdiät füttert man wochenlang eine einzelne Komponente, die der Hund zuvor noch nie bekommen hat. Im Idealfall ist das bei einem großen Hund Pferd (wegen der Kosten). Sollte der Organismus allerdings schon mal mit Pferdefleisch konfrontiert worden sein (z.B. als Zutat in Trockenfutter) dann fällt das weg. Dann wäre z.B. Strauß oder Känguru eine Option. Und dann wird diese Fleischsorte, die der Hund zuvor noch nie gefressen hat, über einen Zeitraum von mind. 6 Wochen, besser länger, gefüttert. Und zwar nur das! Vorausgesetzt der Hund reagiert dann darauf nicht negativ kommt nach 6 bis 8 Wochen kommt eine zweite Komponente. I.d.R. ist das entweder ein Fettlieferant oder ein Kohlenhydratlieferant. Als Letzteres könnte man z.B. Süßkartoffel verwenden, vorausgesetzt der Hund hat sie vorher noch nie bekommen. Als Fettlieferant verwendet man meist Fett von dem Tier, welches man als erste Komponente verfüttert hat. Und alle 6 bis 8 Wochen kommt eine weitere Komponente hinzu. Die natürlich nur dann im Speiseplan erhalten bleibt wenn der Hund über den besagten Zeitraum von 6 bis 8 Wochen darauf nicht negativ reagiert.

    Wie gesagt, das ist eine seeehr langwierige Geschichte, die man dann auch konsequent durchziehen muss. Es dauerst fast ein Jahr bis man unter idealen Bedingungen wieder einen halbwegs abwechslungsreichen Speiseplan gestalten kann. Von daher würde ich vorher immer erst mal alles ausschließen was über eine Labordiagnostik und andere Untersuchungsverfahren ausgeschlossen werden kann.

  • Luna
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    • 24. August 2020 um 10:24
    • #52

    Dankeschön Waschbär. Was Du alles weißt, da bin ich immer wieder ganz fasziniert. Du bist ja schon ein wandelndes Lexikon:)

  • Luna
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    • 24. August 2020 um 16:56
    • #53

    Waschbär

    Ich habe heute in der Tierarztpraxis angerufen und die Sachlage erklärt, auch dass ein Züchter den evtl. Verdacht wg. der Bauchspeicheldrüse geäußert hat.

    Die letzte Blutprobe stammt von Ende Mai 2020 wo komplett alles gecheckt wurde. Es war da alles in bester Ordnung, absolut grüner Bereich der Bauchspeicheldrüse und es ist so gut wie auszuschließen, dass sich in so kurzer Zeit bei einem jungen Hund etwas entwickeln hätte können. Wir sollen jetzt nur mal bei dem einen Futter bleiben, kein Trockenfutter und Nassfutter im Wechsel geben, sondern jetzt nur rein das Rinti Rind.

    In 2 Wochen muss er dann nochmal entwurmt werden, wg. dem starken Giardien- und Wurmbefall den er hatte, dass sich da nicht nochmal was neues anbahnt....

  • Waschbär
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    • 24. August 2020 um 18:43
    • #54

    Das ist gut dass das mit abgecheckt wurde und dass Du jetzt darüber bescheid weisst. Das ist halt leider auch so ein "Schäferhund-Ding", sprich in manchen Linien gibt es eine genetische Veranlagung. Leider kennt man die diesbezüglichen Sequenzen noch nicht, so dass man da noch nicht so weit ist mit Gen-Tests.

    Dann probier jetzt mal ob eine Besserung eintritt wenn er nur eine Futtersorte bekommt.

  • Argos
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    • 28. August 2020 um 17:32
    • #55

    auch hier ein Update:

    Veganes Futter wird nun nicht mehr angerührt (als Leckerli). Ich habe nun wirklich alles probiert. Mittlerweile habe ich wenigstens geschafft das er morgens und abends frisst... war ja ewig nicht möglich.

    Allerdings auch nur, wenn ich zum Trofu einen Löffel Nassfutter gebe.

    Er hat sogar letztens seine Straußensehne mit Nichtachtung gestraft. Da waren die Schwalben am Himmel wichtiger

    Argos, geb. 16.07.2017, intakter Rüde, 70 cm und 45 kg

  • Luna
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    • 28. August 2020 um 18:33
    • #56

    Argos, Sam hat dann auch nach und nach das Trofu verweigert, ich machte es dann so wie Du mit etwas Nassfutter mischen und am Schluss ging gar nichts mehr.

    War ein trauriger Anblick, da geh ich lieber bevor ich davon fresse und ich bekam ein schlechtes Gewissen. Seit er Nassfutter bekommt, schmeckt das Fressen wieder. Dann fing ich nach ein paar Wochen morgens mit Trofu wieder an und nur abends Nassfutter, das hätte er wieder gemocht. Aber leider verträgt er diese Kombi nicht, er bekommt davon Durchfall. Jetzt also nur noch Nassfutter vom Rind und das passt.

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