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Basco geht weg

  • Matt
  • 10. September 2020 um 21:10
  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 11. September 2020 um 19:24
    • #46
    Zitat von Waschbär

    Was ein "vernünftiger Welpe" ist, das ist aber abhängig von dem was Du haben möchtest. Wenn ich einen kerngesunden Hund züchte, Du bei mir dann einen Welpen kaufst mit dem Du auf der Bundessiegerzuchtschau ganz vorne laufen willst, dann wirst Du von dem Hund, den Du bei mir gekauft hast, schwer enttäuscht sein. Wenn Du Schafe hüten möchtest mit Deinem Hund, der keinerlei Hüteinstinkt besitzt, dann wird das für Dich kein "vernünftiger Welpe" sein, den Du erworben hast. Wenn Du Diensthundeführer bist, dann wird ein Hund, der nicht die Fähigkeit besitzt im richtigen Moment offensiv zu entscheiden, für Dich kein "vernünftiger Welpe" gewesen sein beim Kauf.

    Natürlich muß ein Welpenkäufer sich über die Rasse und Hundehaltung informieren.

    Dazu gehören auch die Krankheiten einer Rasse, Hochzucht und Leistungszucht, wo für man die Rasse einsetzen kann, Eigenschaften der Rasse usw.

    Von einem Otto-Normal-Welpenkäufer sollte man meiner Meinung nach aber nicht verlangen, daß er die einzelnen Linien verfolgt, ob bei der Verpaarung ein erhöhtes Risiko, in Bezug auf Krankheiten und negative Auffälligkeiten, eingegangen wurde.

    Darüber muß ihm der Züchter informieren.

    VG
    Klaus und die Bea

    Einmal editiert, zuletzt von ostholstein (11. September 2020 um 20:54)

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 11. September 2020 um 19:57
    • #47
    Zitat von Waschbär

    Mal zu Deinem Beispiel mit dem Auto: Du gehst also völlig unbedarft, ohne überhaupt darüber nachzudenken was Du haben möchtest und was Du tatsächlich brauchst, ins nächste Autohaus und sagst dort: "Ich will ein Auto der Marke XYZ und das dann in der Farbe Rot!". Und dann fährst Du wirklich mit dem nach Hause was Dir der Autohändler auf's Auge drückt und bist damit die nächsten 10 bis 15 Jahre glücklich??? Sorry, das kann und will ich nicht glauben.... Völlig egal ob der Dich in einen Smart setzt, in einen Van, ob mit Diesel- oder Elektroantrieb??? Ganz geal ob Du da beim Einkaufen keine Colakiste rein bekommst? Oder Du 2 x im Monat an der Tankstelle 150 Tacken in den Tank blasen musst? Oder Du mit einmal Aufladen an der Steckdose nicht bis zu Oma Hilde kommst?


    Das hört sich für mich doch verdammt blauäugig an...

    Ich wusste, was ich mit dem Auto machen wollte.

    Ich wollte von A nach B fahren.

    Es sollten zwei Flugboxen reinpassen.

    Es sollte nicht so sehr teuer im Unterhalt und Anschaffungspreis sein und dann bin ich zwangsläufig auf eine bestimmte Marke gestossen.

    Noch ein paar Videos auf You Tube angeschaut, Probefahrt und dann Angebote von mehreren Kaufhäusern eingeholt.

    Was ist daran blauäugig?

    Keine renommierte Automarke kann es sich erlauben Autos zu produzieren, mit denen man dauernd irgendwo stehen bleibt.

    VG
    Klaus und die Bea

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 11. September 2020 um 20:00
    • #48
    Zitat von ostholstein
    Zitat von Waschbär

    Mal zu Deinem Beispiel mit dem Auto: Du gehst also völlig unbedarft, ohne überhaupt darüber nachzudenken was Du haben möchtest und was Du tatsächlich brauchst, ins nächste Autohaus und sagst dort: "Ich will ein Auto der Marke XYZ und das dann in der Farbe Rot!". Und dann fährst Du wirklich mit dem nach Hause was Dir der Autohändler auf's Auge drückt und bist damit die nächsten 10 bis 15 Jahre glücklich??? Sorry, das kann und will ich nicht glauben.... Völlig egal ob der Dich in einen Smart setzt, in einen Van, ob mit Diesel- oder Elektroantrieb??? Ganz geal ob Du da beim Einkaufen keine Colakiste rein bekommst? Oder Du 2 x im Monat an der Tankstelle 150 Tacken in den Tank blasen musst? Oder Du mit einmal Aufladen an der Steckdose nicht bis zu Oma Hilde kommst?


    Das hört sich für mich doch verdammt blauäugig an...

    Ich wusste, was ich mit dem Auto machen wollte.

    Ich wollte von A nach B fahren.

    Es sollten zwei Flugboxen reinpassen.

    Es sollte nicht so sehr teuer im Unterhalt und Anschaffungspreis sein und dann bin ich zwangsläufig auf eine bestimmte Marke gestossen.

    Noch ein paar Videos auf You Tube angeschaut, Probefahrt und dann Angebote von mehreren Kaufhäusern eingeholt.

    Was ist daran blauäugig?

    Keine renommierte Automarke kann es sich erlauben Autos zu produzieren, mit denen man dauernd irgendwo stehen bleibt.

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    aber sie kann sich Leisten Software einzubauen die die Abgaswerte verfälscht um nur mal ein Beispiel zu nennen. Und es gab immer mal Chargen, die einfach absolute Montagsautos waren.

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 11. September 2020 um 20:41
    • #49
    Zitat von Ellionore

    aber sie kann sich Leisten Software einzubauen die die Abgaswerte verfälscht um nur mal ein Beispiel zu nennen. Und es gab immer mal Chargen, die einfach absolute Montagsautos waren.

    Tja, das liebe Restrisiko.

    Ist wie mit der HD beim Schäferhund.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Matt
    Beiträge
    88
    • 11. September 2020 um 20:58
    • #50

    Der Verkäufer ist kein Vermehrer, sondern jemand der seine Hunde erstmals gepaart hat. Beide Elterntiere besitzen rote Ahnentafeln vom Verein für Deutsche Schäferhunde, sind lt. Bestätigung HD/ED frei und kommen von (unterschiedlichen) professionellen Züchtern aus Brandenburg. Ich dachte eigentlich, dass das Sicherheit genug sei.

  • Kimmo
    Beiträge
    1.585
    Bilder
    6
    • 11. September 2020 um 22:00
    • #51

    Sicherheit genug?....was bedeutet das, 100%, 80% usw.?

    Und wenn man dann doch Pech hatte, ja dann kommt er halt weg, weil er zu viel wiegt?

    So was kann man auch Wegwerfgesellschaft nennen.

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • Matt
    Beiträge
    88
    • 11. September 2020 um 22:29
    • #52

    Ich wusste ja in etwa, welche Art von Reaktionen ich mit diesem Thread provozieren würde. Trotzdem war es mir wichtig, eure Meinungen dazu zu hören, und zumindest habe ich aus der ganzen Angelegenheit gelernt.

    Knickohr

    Ich habe die Röntgenaufnahmen in einer auf Chirurgie spezialisierten Praxis machen lassen, zu der Dr. Rosin in Berlin seine Patienten überweist. Der Eingriff, den du meinst, heißt "juvenile pubische Symphysiodese" (JPS) und wird in der Praxis auch durchgeführt, aber nur bis zur 16. Woche und da war Basco schon drüber. Das nächste wäre die "Dreifach Beckenosteotomie" - die geht wohl bis zum Alter von 9 Monaten.

    @Ellionore

    Deine unfreundliche Art werde ich nicht vermissen. Die war auch der Grund dafür, dass ich in diesem Forum schon seit geraumer Zeit nicht mehr aktiv gewesen bin.

    Könnte ein Mod bitte meinen Account löschen? Ich habe hier nichts mehr zu schreiben.

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 12. September 2020 um 01:58
    • #53
    Zitat von Ellionore

    aber zu sagen ich eh zu einem renommierten Züchter und dann bekomme ich ein Topprodukt ist doch einfach absurd. Wir reden hier von Lebewesen.

    Natürlich reden wir von Lebewesen.

    Jeder Welpenkäufer weiß, daß ca. 20% der DSH HD haben, wenn er sich über die Rasse informiert hat.

    Von einem renommierten Züchter erwarte ich, daß er kein erhöhtes Risiko bei den Verpaarungen eingeht und nicht gezielt Deckpartner einsetzt, wo HD in den Linien vorgekommen ist.

    Deine Ansichten sind manchmal einwenig absurd.

    VG
    Klaus und die Bea

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 12. September 2020 um 06:43
    • #54
    Zitat von ostholstein
    Zitat von Ellionore

    aber zu sagen ich eh zu einem renommierten Züchter und dann bekomme ich ein Topprodukt ist doch einfach absurd. Wir reden hier von Lebewesen.

    Natürlich reden wir von Lebewesen.

    Jeder Welpenkäufer weiß, daß ca. 20% der DSH HD haben, wenn er sich über die Rasse informiert hat.

    Von einem renommierten Züchter erwarte ich, daß er kein erhöhtes Risiko bei den Verpaarungen eingeht und nicht gezielt Deckpartner einsetzt, wo HD in den Linien vorgekommen ist.

    Deine Ansichten sind manchmal einwenig absurd.

    ach weist du das geht mir bei deinen Ansichten auch mit unter so.

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 12. September 2020 um 07:50
    • #55
    Zitat von Matt

    Ich wusste ja in etwa, welche Art von Reaktionen ich mit diesem Thread provozieren würde. Trotzdem war es mir wichtig, eure Meinungen dazu zu hören, und zumindest habe ich aus der ganzen Angelegenheit gelernt.

    Knickohr

    Ich habe die Röntgenaufnahmen in einer auf Chirurgie spezialisierten Praxis machen lassen, zu der Dr. Rosin in Berlin seine Patienten überweist. Der Eingriff, den du meinst, heißt "juvenile pubische Symphysiodese" (JPS) und wird in der Praxis auch durchgeführt, aber nur bis zur 16. Woche und da war Basco schon drüber. Das nächste wäre die "Dreifach Beckenosteotomie" - die geht wohl bis zum Alter von 9 Monaten.

    @Ellionore

    Deine unfreundliche Art werde ich nicht vermissen. Die war auch der Grund dafür, dass ich in diesem Forum schon seit geraumer Zeit nicht mehr aktiv gewesen bin.

    Könnte ein Mod bitte meinen Account löschen? Ich habe hier nichts mehr zu schreiben.

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    Ich werde jetzt noch ein mal zum letzten Mal nachtreten.

    1. wäre es schon ganz gut solche Behauptungen auch mit Argumenten oder Zitaten zu belegen, wo ich denn überall unfreundlich schreibe.

    Aber lass mal passt zu deinem ganzen auftreten.

    2. wenn jemand wie du mich unfreundlich findet, der einen Hund weggibt weil er nicht mehr in seinen Lifestyle passt juckt mich das nicht die Bohne.

    3. wenn so jemand mich unfreundlich findet, der seinen Hund ohne wirklich klare Diagnose weggibt, weil er krank werden könnte/krank ist juckt mich das null.

    4. wenn so jemand der schreibt Basco geht weg einen Faden nennt, in dem es um die Abgabe seines Hundes nennt Stichwort Wegwerfgesellschaft juckt mich das null wie so jemand mich findet.

    5. wenn so jemand pseudomäßig nach Argumenten fragt nur um eine Absolution für sein Verhalten zu bekommen juckt mich das null wie dieser Mensch mich findet.

    6. wenn so jemand dann auf unbequeme Antworten dann wie ein kleines Kind reagiert interessiert mich deine Meinung über mich null.


    Was ich über solche Leute wie dich denke schreibe ich hier lieber nicht hin.

  • Cinja
    Beiträge
    6.183
    Bilder
    50
    • 12. September 2020 um 08:20
    • #56

    Ich finde es auch wichtig, im Sinne des Hundes zu entscheiden.

    Für mich wäre es auch unvorstellbar, mir einen Schäferhund ins Leben zu holen, wenn ich im 6. Stock eines Mehrfamilienhaus wohnen würde. Ich finde es zwar generell nicht schlimm, einen Hund auch in einer kleinen Wohnung zu halten, wenn der Auslauf und die Beschäftigung gegeben sind, aber darum geht es hier auch nicht.

    Matt hat damit vielleicht einen Fehler gemacht. Und er (oder sie?) stellt jetzt fest, dass das doch nicht alles so passt, gerade wenn der Hund gesundheitliche Probleme hat. Es sind schon Hunde aus nichtigeren Gründen wieder abgegeben worden. Ich könnte es mir auch nicht vorstellen, aber ich urteile auch nicht über andere, in deren Schuhen ich nicht gegangen bin.

    Ich finde es gut, dass sich Gedanken gemacht wird, wie dem Hund jetzt geholfen werden kann und was das beste für ihn ist. Klar ist doof, wenn die gesundheitliche Prognose nicht gut ist und man diese Probleme letztendlich jemand anderem aufs Auge drückt.

    @Ellionore Ich finde dich da schon sehr hart. Niemand ist davor sicher, Fehler zu machen. Und natürlich mache ich mir vor Anschaffung eines Hundes Gedanken, ob ich alles wuppen kann. Aber manchmal driftet die Realitit in eine andere Richtung. Und dann finde ich es besser, sich Gedanken zur Schadensbegrenzung zu machen, als den Hund abzugeben und sich zu denken, nach mir die Sinnflut. DAS fände ich unverantwortlich. Es ist schön, wenn du so perfekt bist, dass dir so was nie passiert, aber andere sind es halt nicht.

    Wie gesagt, für mich käme es auch nicht in Frage, meinen Hund abzugeben, aber meine Lebensumstände sind auch anders.

    Deshalb schließe ich mich den anderen an: Erkundige dich gut, ob die Angaben des Züchters so stimmen, vielleicht kannst du dich im Vorfeld mit der Familie auch treffen und vielleicht könnt ihr sogar in Kontakt bleiben. Daneben würde ich mich aber auch schlau machen bezüglich einer OP und deren Aussichten.

    Egal, wie es ausgeht, ich wünsche Basko alles erdenklich Gute.

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 12. September 2020 um 08:27
    • #57

    Cinja natürlich kann und mache ich Fehler. Ich bin bei weitem nicht perfekt, nur habe ich extra mir damals eine Wohnung im EG gesucht, als das Thema Hundehaltung anstand.

    Und zum Thema Fehler, ich hätte oder würde weniger hart urteilen wenn man denn auch wirklich erst Mal eine vernünftige Diagnose sich holt. renommierte Tierklinik aufsucht/ die Bilder zu diesem Dr. Tellhelm schickt etc.

  • Verbena
    Beiträge
    3.646
    Bilder
    2
    • 12. September 2020 um 08:34
    • #58

    Auch wenn eigentlich schon alles geschrieben wurde, was es zu diesem Thema zu schreiben gibt, möchte ich meine Meinung als vermutlich sehr, sehr blauäugiger Hundekäufer formulieren.

    Und ich bin ein durchaus wirtschaftlich denkender Mensch, der seine Autos niemals nach Gefühl, sondern nach dem Profil aussucht, in das es passen muss. Aber wenn das Auto sich - trotz aller Recherche und wochenlanger Abwägungen, Rücksprächen mit meinem Werkstattmokel und Preisvergleichen, als nicht geeignet herausstellt, verkaufe ich es eben wieder. Gut - ich riskiere einen finanziellen Verlust, aber es würde mir nicht das Herz brechen, mich von meinem Auto zu trennen, wenn ich damit nicht glücklich werden kann.

    Auch das Thema Zucht ist mir nicht fremd. Nicht als Hundezüchter (obwohl in unserer Familie auch Leonberger und Schäferhunde gezüchtet wurde), aber als Pferdezüchter. Als solcher habe ich jeden Hengst, jede Stutenfamilie gekannt und die Stut- und Hengstbücher, sowie die FN-Jahrbücher Zucht und Sport waren meine Bibeln. Ich war bei jeder Körung, jeder Hengstleistungsprüfung, bei Fohlenschauen und Stutenschauen steter Gast und ging den Weg der Ausbildung zur Zuchtrichterin. Man darf mir also zutrauen, eine Pferdezüchterin gewesen zu sein, die sehr gezielt verpaarte und sehr offensichtliche Risiken gut zu umschiffen wusste, denn Züchten heißt, in Generationen zu denken und nicht nur Vater und Mutter zu bewerten - oder wie ich es gerne formulierte: "Züchten ist wie ein Bus voller Verwandtschaft. Man weiß nie, wer als Erster aussteigt."

    Ich habe tatsächlich auch oft junge Pferde verkauft, die mir als Fohlen noch als vielversprechende Zuchtpferde erschienen, aber sich dann doch nicht in die Richtung entwickelten, die ich erhoffte. Das war schon sehr viel schmerzhafter, als die Entscheidung, sich von einem nicht zu mir passenden Auto zu trennen. Trotzdem musste ich als Züchter und Hengsthalter wirtschaftlich denken und durfte nicht nur emotional handeln - was nicht bedeutet, dass wir uns die Pferdekäufer nicht dennoch genau anschauten.

    Wenn ich ein Pferd kaufte, geschah das in der Regel auch sehr verstandsbetont, denn es musste - genau wie das Auto - in das Profil passen, das ich anstrebte und somit mit meinen sportlichen und züchterischen Vorgaben weitgehend übereinstimmen, denn auch wenn der Hengst mit der kleinen Verstellung im Vorderbein vielleicht mein Herz berührte, wäre er doch niemals gekört worden und hätte meiner Hengststation keinen Nutzen gebracht. Genau wie die Stute, die mich durchaus zu verzaubern wusste, aber deren Rittigkeitsnoten in der Stutenleistungsprüfung einfach nicht reichten, um zu hoffen, dass ihre Fohlen die Turnierplätze als Sieger verlassen könnten.

    Und was das mit diesem Thema zu tun hat, verrate ich nun auch, denn: Ich bin als Hundekäufer ein rein emotional denkender Mensch. Ich betreibe längst keinen Hundesport mehr und mein Hund soll nichts anderes sein, als mein Freund und unser Familienmitglied. Ich habe kein züchterisches oder sportliches Profil, in das der Hund passen muss und insofern treffe ich meinen Entscheid für oder gegen einen Hund rein mit dem Herzen und nidht mit dem Verstand.

    Wenn mir also ein Hundezüchter vorwerfen würde, dass ich mich ja im Vorfeld hätte besser informieren können, um zu wissen, dass in vierter Generation ein Hund mit gesundheitlichen Problemen in den Papieren steht, würde ich wohl auch die Meinung vertreten, dass ich als Käufer keinen Kurs in Sachen Schäferhundzucht besuchen muss, um das Risiko zu minimieren, einen kranken Hund zu kaufen, sondern dass ich mich darauf verlasse, dass wenn ich zu einem seriösen Züchter gehe, der sich in der Pflicht sieht, in der ich mich als Pferdezüchter sah: Nämlich im Interesse der Tiere das Beste zu züchten, das möglich ist. Ich weiß, dass die Natur auch immer ein Wortchen mitspricht und der top-gesunde und korrekte Superrüde mit der HD- und ED-freien VDH-Championhündin nicht zwingend nur gesunde und korrekte Welpen zeugen muss, deren Leistungsbereitschaft jedes Hundesportlerherz höher schlagen lässt. Aber der Anspruch eines Züchters sollte schon der sein, das Risiko von eventuell kranken oder aus anderen Gründen zucht- oder sportuntauglichen Hunden zu vermeiden, indem er sich genügend Fachwissen aneignet. Das ist - aus meiner Sicht seine Pflicht und micht meine, denn ich kaufe als Laie und nicht als Profi. Bei Pferden wäre das etwas ganz anderes, denn die müssen in mein Anforderungsprofil des Sport- und Zuchtpferdes passen und ich kaufe als Profi mit entsprechendem Fachwissen und geschultem Verstand.

    Für meine Hunde habe ich mich immer mit dem Herzen entschieden ... und auch wenn meine Leos viel zu früh über die Regenbogenbrücke gingen, würde ich keinen von ihnen missen wollen oder hätte mich nicht gegen einen von ihnen entschieden, hätte ich gewusst, dass keiner seinen 7. Geburtstag mit uns feiern darf. Tatsächlich habe ich mich sogar für Elvis entschieden, obwohl ich schon Symptome für eine LPN1 (Leonberger Polyneuropathie) erkennen könnte, nachdem ich sie schon von Müsli gekannt hatte.

    Aber soviel Vernunft wohnte dann doch in meinem Kopf, dass ich mich beim Aussuchen des Welpen diesmal gegen einen Leo entschied, weil zum einen die Polyneuropathie weiter mutiert und inzwischen nicht nur LPN1 getestet wird, sondern auch LPN2 und zum anderen die Rasse aufgrund von einer überschaubaren Anzahl Zuchthunden genetisch so eng gezüchtet wurde, dass Krankheiten aufgrund von Inzuchtdepressionen nie auszuschließen sein werden und Riesenrassen einfach eine Disposition für die Entwicklung von Osteosarkomen haben.

    Nachdem klar war, dass es also wieder mal ein Langhaarschäferhund werden sollte, suchten wir zwar einen Züchter aus, der die Leistungsbereitschaft und die Gesundheit der Hunde in den Fokus seiner Zucht stellt und nicht die Schönheit seiner Hunde, aber beim Welpenaussuchen nahmen wir klassisch die Hündin mit, die uns gleich nachlief, ohne dass wir sie mit ihren Geschistern verglichen hätten, ob sie eventuelle Mankos birgt, die ihre Geschwister nicht haben. Wir entschieden rein mit dem Herzen.

    Und genau dieses Recht nehme ich mir als Nichtprofi ... und das Recht, dem seriösen Züchter zu vertrauen, dass er die Ahnung hat, die ich mir gar nicht aneignen will, bevor ich mir einen Hund aussuche.

    Wie ich schon schrieb: ich bin aber auch durchaus bereit, das Risiko zu tragen, vielleicht doch einen kranken Hund mit nach Hause genommen zu haben, denn ich lade kein Sportgerät oder Zuchttier zu mir ein, das ich unter wirtschaftlichen oder sportlichen Prämissen erwerbe, sondern ein neues Familienmitglied ... und das liebe ich bis zu seinem Ende mit allen Mankos.

    Und ich setze noch einen drauf: Als wir uns für Bene entschieden hatten, erfuhren wir - eher ganz zufällig - eine Woche, bevor wir sie abholen durften, dass sie mit Herzwürmern infiziert ist. Ich fragte also unseren Tierarzt nach Behandlungsmöglichkeiten und erhielt statt dessen den Rat: "Lass den Hund, da wo er ist und such Dir einen anderen. Du hattest jetzt drei kranke Hunde. Noch einen brauchst Du doch wirklich nicht!"

    Wir hatten uns aber bereits für Bene entschieden und wir haben es noch nie bereut. Sie ist mein Sechser im Lotto!

    Aaaaaber - nun muss ich auch gleich einräumen, dass ich als Tierheilpraktikerin auch ein umfangreiches Wissen zum Thema Heilung habe und mir zutrauen kann, diese Aufgabe anzunehmen, denn ich bin Profi.

    Ich weiß nicht, ob ich als Laie in Sachen Krankheiten so bedingungslos ja zu Bene hätte sagen können, aber in jedem Fall weiß ich, dass ein Ja zu einem Hund eben ein Ja zu einer Zeit ist, deren Ende allein der Hund bestimmt.

    Und an dieser Stelle muss ich als Supernaiver Hundekäufer dann auch einräumen, dass ich kein Hundezuchtprofi werden muss oder will, um einem Hund die Sicherheit zu geben, dass er sein ganzes Leben mit mir verbringen werden darf, aber selbstverständlich sollte man sich über die Rasse und deren Ansprüche, über die monatlichen Kosten und den Zeitaufwand, der mit diesem Hund verbunden ist, vorab informieren. Mein Profil (wieviel Zeit habe ich täglich für den Hund, wie ist meine Wohnsituation und meine finanzielle Basis, welche körperliche Konstitution habe ich und welche Basis habe ich, um einen Hund zu erziehen, welche Hygieneansprüche habe ich im Bezug auf meine Wohnung und wie ist meine Familiensituation) sollte unbedingt mit dem des Hundes übereinstimmen, denn der Hundeanfänger, der den süßen Herdenschutzhund kauft und mit drei Kindern und einem Halbtagsjob im 6. Stock eines Mehrfamilienhauses wohnt, begeht vermutlich einen Fehler.

    Sich also vorab zu informieren, ob ich dem Hund körperlich und aufgrund meiner Fähigkeiten im Bereich Erziehung gewachsen bin und seine Ansprüche an meine Wohn- und Familiensituation, meine Zeit und mein Bankkonto erfüllen kann, sehe ich als Pflich vor dem Hundekauf ... mich fachlich auf den Stand eines Züchters zu bringen aber nicht, denn ich bin und bleibe Laie und ich will kein Profi werden sondern ein Familienmitglied aufnehmen.

    Und ich schließe mich den Meinungen an, die dafür plädieren, den Welpen abzugeben. Ich würde das niemals tun und vermutlich einfach alle Möglichkeiten ausloten, die das Hundekind für ein gesundes Leben haben kann, umziehen in eine ebenerdige Wohnung, Rampe fürs Auto kaufen und prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, um das Tragen des Hundes zu unterstützen, wenn es nötig ist, aber wenn sich jemand mit einem gesundheitlich vermutlich angeschlagenen Welpen so überfordert fühlt, dass er ihn lieber wieder abgeben möchte, dann besser mit vier Monaten, als später mit zwei Jahren, wenn der Hund eine enge Bindung zu seinem Mensch hat und man ihm das Herz bricht, wenn man ihn fortschickt.

    Ich vertrete aber auch die Fraktion derer, die davon ausgehen, dass sich Probleme im Bewegungsapparat durchaus noch verwachsen können. Nicht das ich das Problem runterspielen möchte, aber es gibt durchaus Möglichkeiten, Futter, Ergänzungsfutter und Bewegung auf die Bedürfnisse des Hundes abzustimmen um seine Gesundheit zu unterstützen und wenn nötig, gibt es vermutlich auch Behandlungen, die dem Hund Lebensqualität geben.

    Aber wenn die Bedenken des Hundehalters so groß sind, dass er sich überfordert fühlt und das Ändern seiner Lebenssituation nicht in Frage kommt, ist es vermutlich für den Hund besser, man sucht ein neues Zuhause für ihn.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

    Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Cinja
    Beiträge
    6.183
    Bilder
    50
    • 12. September 2020 um 08:43
    • #59

    Aber er/sie war doch offenbar in einer renommierten Klinik, die auf solche Sachen spezialisiert sind.

    Und ich würde mir ja auch eine zweite Meinung einholen, trotz renommierter Klinik.

    Für mich steht mein Hund auch an erster Stelle, für den ich nahezu alles möglich machen würde.

    Aber ich urteile nicht so hart darüber, dass jetzt für die beste Lösung für Basco gesucht wird. Ja, es ist schon ein bisschen so, dass sich vor der Verantwortung für ein Lebewen gedrückt wird, dass eventuell gesundheitliche Probleme bekommen wird. Es ist aber auch gut, dass sich jetzt Gedanken gemacht wird, wie es Basko besser gehen kann.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass Matt Basko leichtfertig abgeben will. Ich hoffe einfach, dass ich mich da nicht täusche.

    Denn für mich ist es auch Verantwortung, wenn ich einsehe, dass ich meinem Hund nicht gerecht werden kann. Auch wenn ich mir im Vorfeld darüber mehr Gedanken hätte machen müssen. Aber das Kind ist in den Brunnen gefallen und es nützt nichts, den jetzt zuzuschütten. Stattdessen sollte alles getan werden, um die beste Lösung für Basko zu finden.

    Und da hilft es in meinen Augen wenig, so über Matt herzufallen.

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 12. September 2020 um 08:52
    • #60
    Zitat von Cinja

    Aber er/sie war doch offenbar in einer renommierten Klinik, die auf solche Sachen spezialisiert sind.

    Und ich würde mir ja auch eine zweite Meinung einholen, trotz renommierter Klinik.

    Für mich steht mein Hund auch an erster Stelle, für den ich nahezu alles möglich machen würde.

    Aber ich urteile nicht so hart darüber, dass jetzt für die beste Lösung für Basco gesucht wird. Ja, es ist schon ein bisschen so, dass sich vor der Verantwortung für ein Lebewen gedrückt wird, dass eventuell gesundheitliche Probleme bekommen wird. Es ist aber auch gut, dass sich jetzt Gedanken gemacht wird, wie es Basko besser gehen kann.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass Matt Basko leichtfertig abgeben will. Ich hoffe einfach, dass ich mich da nicht täusche.

    Denn für mich ist es auch Verantwortung, wenn ich einsehe, dass ich meinem Hund nicht gerecht werden kann. Auch wenn ich mir im Vorfeld darüber mehr Gedanken hätte machen müssen. Aber das Kind ist in den Brunnen gefallen und es nützt nichts, den jetzt zuzuschütten. Stattdessen sollte alles getan werden, um die beste Lösung für Basko zu finden.

    Und da hilft es in meinen Augen wenig, so über Matt herzufallen.

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    Ich bin erst wirklich zum Schluss über ihn hergefallen.

    Wenn ich das mit Mona und Boss vergleiche habe ich nun einmal nicht das Gefühl das sich wirklich gekümmert wurde.

    Jemand der wirklich sich kümmert hätte evtl. bei Waschbär mal nachgefragt, hätte zusätzlich ein MRT statt einem Röntgenbild gemacht, hätte die Bilder zum SV geschickt etc. al das sehe ich hier nicht wirklich. Es besteht die Möglichkeit eines Hundes mit kaputter Hüfte. Ich bin da wie gesagt wegen meiner Elli auch sehr hart das weiß ich auch, aber Cinja wenn du mit deinem Hund in der TIHO stehst und du gefragt wirst ob der Hund schon mal Welpen hatte weil das Gesäuge darauf schließen lassen würde, und dann diese Tumor Diagnose rauskommt, der auch schon eine ganze Weile aktiv sein musste kann man schon skeptisch werden. Ich weiß nicht ob die Geschichte mit dem Tod des Halters und Ehefrau im Rollstuhl die Wahrheit war oder ob sie es wussten und deswegen meine Elli abgeschoben haben. Deswegen kotzt mich sowas auch ziemlich an.

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