Der Hammer - Expertin meint: "Kein Hundekontakt mehr!"

  • Hallo Freunde der Fellnasen,


    ich habe mir oft die Frage gestellt wo jetzt hinfahren um andere Hunde zu treffen. Mein junger Hund soll ja immer schön Kontakt zu anderen haben wegen der ganzen positiven Effekte -Sozialisierung, Toben, Sport, Muskelaufbau. Habe auch eine kleine Welpengruppe organisiert um sich ab und zu mal zu treffen. (ein- bis zweimal die Woche). Wir gehen ja bereits seit den 9. Lebenswoche zu diversen Welpenstunden wo auch immer etwas gespielt werden durfte.

    Heute auf dem Hundeplatz, wir waren ja alle (ca. 10 Hunde) auf dem Platz, standen im Kreis oder Reihe und haben einige kleine Leinenführigkeitsübungen gemacht. Da hatte mein nunmehr 5 Monate alter Hund erstmalig auffällig viel rumgebellt und -gepöbelt.


    Da meinte die eine Trainerin (nach Tierschutzgesetz § 11, Sachkundenachweis des SGSV und Schulhundeführerin):


    "Ich würde meinem Hund mindestens bis er ein Jahr alt ist keinen Hundekontakt mehr ermöglichen!"


    Das war für mich der Hammer! Sie meinte, er käme jetzt in das Alter wo er sich ausprobiert und wenn er mit gleichaltrigen Hunden herumtobt dann würde man das Pöbeln und Raufen fördern. Man könnte ihn evtl. mit ausgewachsenen Hunden laufen lassen. Aber mehr nicht. Ihre eigene Hündin hat derzeit auch so gut wie keinen Hundekontakt mehr.


    Das macht mich ziemlich deprimiert. Ich fand es immer sehr schön all das Gerenne, Getobe, Sport usw.


    Was sagt ihr dazu? Wie habt ihr das gemacht im ersten Jahr? Klar werden die immer härter in der Kommunikation. Und mit dem einen oder anderen Rüden wird es sicher auch bald nicht mehr gehen weil es zu dolle wird.

    Aber nun gar nichts mehr?



    Vielen Dank für Eure Hinweise!


    Gruß,


    Micha

  • Die allermeisten HH können ein wirkliches Spielen unter Hunden nicht erkennen, schon gar nicht wenn es mehr als zwei sind.
    Mit einer Person die die Hundesprache gut versteht und im richtigen Moment eingreift, würde ich mich weiter mit einem oder auch mehreren Hunden treffen.
    Such dir einen guten Kumpel für deinen Hund und lerne wann spielen aufhört und greife ein wenn es nötig ist.

  • Ich habe mit Harras immer versucht ihm möglichst viele positive Hundekontakte zu ermöglichen. Er ist auch i.d.R immer mit allen gut klar gekommen. Dann ging es wegen meiner Gesundheit nicht mehr so oft.

    Im Prinzip möchte er zu jedem Hund, den er sieht, hin. Nur nicht jeder Hund (bzw. deren Halter) möchte das.


    Im Dezember wird Harras 5 Jahre alt.

    Mir haben jetzt zwei Trainerinnen unabhängig voneinander gesagt, dass Harras jetzt nicht mehr Hundekontakte braucht. Er ist eigentlich nie alleine, irgendwer aus der Familie ist immer da.


    Und beide haben auch gemeint, ich habe ihn zwar gut sozialisiert, aber eigentlich schon zu viel des Guten damit getan. So viele Spielkontakte wären nicht nötig gewesen.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Für mich kommt es auf die Situation an, ob ich das zulasse oder nicht. Manchmal kann man das auch gar nicht verhindern, weil jemand seinen Hund einfach laufen lässt. Außerdem sind auch Hunde unterschiedlich im Charakter, der eine freut sich und findet das supi während ein anderer damit nichts anfangen kann und will. Von daher finde ich diese Aussage einfach zu pauschal von dieser Trainerin.

    ]Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019



    Loki mein kleiner Chaot geboren April 2019


  • Meine hat jeden Tag Hundekontakte, von klein auf, und die meisten laufen auch heute noch richtig gut. Sie weiss sich zurück zu nehmen bei den Kleinen und darf auch schon mal Kontra geben bei Hunden die blöd sind. Aggressiv darf das aber nicht sein. Dann gibt es Mecker im Ansatz. Wir kommen sehr gut klar und durch die vielen Kontakte hat sie eine Menge gelernt. Klar treffen wir mal auf richtig ätzende Mensch-Hunde-Teams, aber auch da läuft es. Sie hatte noch nie eine Beißerei :) weil ich es im Vorfeld verhindere.

    Sie vertraut mir total, aber weis auch das Verbote von mir durchgesetzt werden.

    Ich finde Hundekontakte wichtig, nur braucht es wohl dafür auch eine gewisse Erfahrung des Menschen.

    Die Aussage "keine Hundekontakte mehr" bei einem jungen Hund spricht nicht gerade für einen guten Trainer.

    Der oder die sollte lieber zeigen wie der Hundehalter das einzuschätzen lernt. Das kann man nämlich wirklich lernen. Ich sehe meinem Hund an was gerade geht und wenn mal nicht dann nehmen wir eben Abstand oder ich regel das.


    LG Terrortöle

    Dogs leave paw prints on our hearts. :*


    Raven - 21.10.2013 / 58,5 cm, 27 kg (DDR-Leistung)

  • Ich habe mir vor Kurzem mal das Rütter-Programm "Freispruch" angesehen - nicht um was zu lernen, sondern wegen des Unterhaltungswerts.


    Allerdings war ich dann auch irritiert, als Martin Rütter erklärte, dass es sinnvoll sei, einem pubertierenden Junghund jedweden Hundekontaktz zu verbieten. Seine Erklärung dafür war, dass der Hund sich dann mehr an den Menschen bindet, wenn er sonst niemanden zum Spielen und Lernen hat und die Sozialisierung zu dem Zeitpunkt abgeschlossen sei - der Hund also, wenn man ihm im Alter von 12 bis 18 Monaten wieder Hundekontakt erlaubt, kein Problem damit hat, lange keine Artgenossen getroffen zu haben.


    Ich zweifle aber doch sehr an dieser These und unterstütze es sehr gerne, dass mein Pubertier Chia täglich andere Hunde trifft ( und das Benchen findet das auch toll, obwohl die beiden Hunde auch viel zusammen toben und spielen, aber die Freunde, die nicht bei einem wohnen, sind bekanntlich die Wertvollsten)

  • Miriam Das wurde im Fernsehen gezeigt und ich habe es mit dem Festplattenrekorder aufgenommen.


    Aber wie ich schon schrieb: Der Unterhaltungswert ist wirklich hoch - die Erziehungstipps muss man weitgehendst ausblenden. Nicht dass es nicht welche gibt, die man durchaus umsetzen kann, denn Lernen durch positive Bestärkung ist ja nun keine "Rütter-Erfindung", aber mit dieser Ansage, dass er seiner Emma quasi vom 6. Lebensmonat bis zum Erreichen des 1. Lebensjahres keinen Hundekontakt ermöglichte, damit sie sich enger an ihn bindet, hat er mich doch stark zweifeln lassen. Klar mag es sein, dass die Sozialisierung eines Hundes relativ früh abgeschlossen sein mag, aber ich denke trotzdem, dass wenn man einen Hund, der soweit sozialisiert ist, im Alter von 5 Monaten komplett von Artgenossen abschottet, das der späteren Interaktion mit anderen Hunden schaden könnte. Martin Rütters These ist, dass die Sozialisierung des Hundes vergleichbar mit dem Erlernen einer Fremdsprache ist. Hat man sie mal fließend gesprochen, muss man nicht ständig Vokabeln lernen, um sie auch nach einem halben Jahr ohne sie in dieser Zeit zu sprechen, problemlos eine Unterhaltung darin führen zu können.


    Wie ich schon schrieb: Das kann durchaus sein. Und ganz sicher ist es einleuchtend, dass wenn ich täglich tolle Spaziergänge mit meinem Hund unternehme und ihn mental bestens auslaste, indem ich Futter- und Suchspiele, Apportieren und andere - für den Hund spannende - Aktivitäten anbiete, der Hund mich als den besten Spaßfaktor der Welt betrachtet und nichts so spannend für ihn ist, als das Zusammensein mit mir und keine Hundebegegnung das toppen kann.


    Trotzdem frage ich mich, ob es nicht doch irgendwie gegen die Art des Hundes und seiner Entwicklung nicht zuträglich ist, wenn man ihn für 6 - 12 Monate isoliert.


    Ich persönlich würde das gar nicht ausprobieren wollen, denn unseren Hunden wurden immer schon Hundekontakte ermöglicht und jeder Hund, der als Welpe bei uns einzog oder beim Vorbesitzer genauso mit anderen Hunden zusammen sein durfte, war sozial verträglich und anderen Hunden gegenüber aufgeschlossen und freundlich.


    Sicher müssen auch meine Hunde nicht jeden anderen Hund mögen, aber wenn keine Sympathie vorhanden ist, werden die Artgenossen eben ignoriert.


    Ganz gewiss ist es auch entscheidend, dass der Hundebesitzer die "Hundesprache" lesen kann und Situationen richtig einschätzen vermag, aber ob die Isolation von anderen Hunden hilft, dass der eigene Hund nicht mehr pöbelt, glaube ich nicht. Es verändert sich für den Hund in der Zeit ja nichts - sein Verhältnis zu anderen Hunden bleibt das Gleiche.


    Insofern würde ich eher versuchen, einen anderen erzieherischen Weg zu finden.

  • ich habe mehrere Bücher von ihm, schaue mir auch regelmäßig seine Sendung auf Vox an. nirgends taucht das so auf!

    In der Aufzeichnung einer Show auf Netflix auch nicht.

    ]Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019



    Loki mein kleiner Chaot geboren April 2019


  • Wie interpretierst du den *gepöbel* ? Oder war das eine Aussage der Trainerin ?

    Welpen oder Junghunde müssen ja lernen, zu warten, nicht gleich mit allen zu spielen ect. Da ist die Frustationstolleranz ja noch ausbaufähig. Wenn dein Hund natürlich ärgert und nicht richtig spielt, gehe ich da mit. Da kann man daran arbeiten. Wir sehen nicht jeden Tag einen Spielkumpel von ihm. Mitlerweile muss ich auch viel genauer schauen, wann schluss ist und mehr eingreifen. (besteigen ect.)

  • Besteigen ist ein gutes Stichwort. Manchmal zeigt er das. Aber es wird mitunter toleriert von (meist älteren Hunden).


    Ansonsten ist mein Hund eher nicht so aggressiv beim Herumtoben, finde ich. Einmal hat er sich mit einem anderen Rüden bisschen reingesteigert, da haben wir es dann unterbrochen.

    Das Gebelle auf dem Hundeplatz, wo er bei mir an der Leine wie irre in Richtung der anderen gezerrt hatte war wahrscheinlich deshalb, weil er da gleich erstmal hin wollte aber nicht konnte., denke ich zumindest mal.


    Von der Häufigkeit der Hundekontakte: ca. 6 mal die Woche treffen wir jemanden mit dem er frei kommunizieren kann (oft auch nur die 5 Minuten Tobeeinheiten im Rahmen der Welpen / Junghundestunden im HSV oder der Hundeschule.


    Also Do. ist Hundeschule, Sa. ist HSV und So. ist ein anderer HSV, immer so 45 min bis 1 Stunde. OU, Geräte und etwas toben lassen.


    Ansonsten treffen wir noch zwei- oder dreimal die Woche beim Spazierengehen einen Hund oder zwei.

    Mehr ist es nicht. Ich würde mir öfter gemischte Gruppen wünschen. Aber ich finde da nichts passendes.

  • Ich schaue gerne noch mal rein und schreibe Dir dann, bei welcher Stunde und Minute seines Programms "Freispruch" Martin Rütter erklärt, dass er mit seiner Emma jedweden Hundekontakt mied, als die in die Pubertät kam

  • Besteigen ist ein gutes Stichwort. Manchmal zeigt er das. Aber es wird mitunter toleriert von (meist älteren Hunden).

    Wenn ein Hund meint, meinen Hund besteigen zu wollen, dann unterbinde ICH das und pflücke das Kerlchen von meinem Hund.0

    Harras selbst hat bisher noch nie solch ein Verhalten gezeigt.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Besteigen ist ein gutes Stichwort. Manchmal zeigt er das. Aber es wird mitunter toleriert von (meist älteren Hunden).

    Wenn ein Hund meint, meinen Hund besteigen zu wollen, dann unterbinde ICH das und pflücke das Kerlchen von meinem Hund.0

    Harras selbst hat bisher noch nie solch ein Verhalten gezeigt.

    seh ich genauso.
    Besteigen würde ich IMMER unterbinden, unabhängig davon ob mein Hund besteigt oder ob er bestiegen wird. Geht mMn gar nicht.

  • Ein Flegel lernt nix Gutes von einem Flegel.... Bei Jungendlichen, die auf die schiefe Bahn gekommen sind, schiebt man das ja nicht selten einem falschen Freundeskreis zu. Ist bei den Hunden nicht anders... Besser nur EINEN Bengel im Flegelalter, der hauptsächlich mit Erwachsenen zusammen ist. Als mehrere Bengel im Flegelalter unter sich alleine... Wenn sich so eine Horde zusammentut, einer großspuriger als der andere, möchte man denen nicht gerne irgendwo allein im Dunkeln begegnen...


    Bei Hunden ist das nicht anders... Einem während seiner Welpenzeit gut sozialisierten Junghund schadet es nicht wenn er ab Beginn der Vorpubertät nur noch mit souveränden erwachsenen Hunden zu tun hat. Bzw. die Fehlerquellen sind dann deutlich niedriger, in Bezug auf das Aneignen schlechter Gewohnheiten, als wenn der Junghund regelmäßig mit Altersgenossen eine Gang bildet.

  • Wollen Hunde eigentlich mit anderen Hunden herumtoben wenn sie aus der Welpen- und Junghundephase heraus sind? Wir Menschen denken oft dass Hunde spielen wollen. Aber ist dem überhaupt so? War es nicht so, dass in der Natur eigentlich keine Energie verschwendet wird? Klar, im Welpenalter hat das Spielen und Toben großen Sinn, schließlich müssen die kleinen ja mal groß werden und geschickt, müssen lernen mit anderen zu interagieren und kommunizieren. Aber wenn der Hund dann erwachsen ist, will der dann das noch? Oder macht er es einfach aus ganz anderen Gründen als "Spielen" ?

    z.B. weil er ein Rüde ist und sich mit dem anderen messen möchte?


    Wie gesagt, mein junger Hund hatte in den letzten beiden Welpen/Junghundestunden ziemlich an der Leine gezerrt und gebellt. Wenn er von der Leine ist dann macht der nicht so ein Theater. Da rennt er herum und versucht sich mit den anderen zu messen,


    Wenn wir draußen andere Hunde treffen ist er ziemlich normal würde ich sagen.

  • zumindest bei Argos kann ich sagen, das er jetzt nicht mehr spielen möchte. Wenn, dann nur noch mit Mädels. Mit Rüden ist das nur noch gockeln.

    Und er hat jetzt schon über längere Zeit keine Hundekontakte mehr. Sieht nicht so aus als wenn er es vermisst.

    Argos, geb. 16.07.2017, intakter Rüde, 70 cm und 45 kg

  • Rae braucht diese Spielerei auch nicht mehr, aber Kontakte zu anderen Hunden mag sie. Die sind zwar oft kurz, im Vorbeigehen mal schnüffeln, aber ich denke sie braucht das. Wir gehen öfter mal in einer kleinen Gruppe oder verabreden uns zu einem Spaziergang mit anderen. Es ist schön mit an zu sehen wie die Hunde dann in einer Gruppe unterwegs sind, miteinander kommunizieren und teilweise auch mal eine Spieleinlage hinlegen. Das funktioniert sogar mir fremden Hunden wenn man ein Stück den gleichen Weg hat. Dann ist es auch egal wie groß die Hunde sind.

    Bestimmt gibt es Hunde die im erwachsenen Alter gar keinen Kontakt mehr wollen. Unsere kleine Mix-Hündin ist so ein Kandidat, aber trotzdem geht sie oft mit. Dann eben mit Abstand (den fordert sie ein) zu anderen die das auch so akzeptieren.


    LG Terrortöle

    Dogs leave paw prints on our hearts. :*


    Raven - 21.10.2013 / 58,5 cm, 27 kg (DDR-Leistung)

  • Ich komme noch mal rasch auf die Ausgangsfrage zurück, bei der es ja generell um das Vermeiden von jedweden Hundekontakten und nicht speziell um den Kontakt mit anderen pubertierenden Junghunden, denn dass die "jungen Wilden dazu tendieren, ihre Grenzen auszutesten und sich gegenseitig zu Aktionen animieren, die man als Mensch lieber nicht provoziert, steht dabei natürlich nicht in Frage.


    In der Idee, den Kontakt mit gut sozialisierten, souveränen erwachsenen Hunden zu meiden, sehe ich auch eher eine verlorene Chance für den Junghund.


    Ob Hunde Hundekontakte brauchen - darüber kann man sicher diskutieren. Oft wird ja gesagt, dass der Mensch das Rudel ersetzt und der Hund darum nicht mehr braucht, als seinen Menschen.


    Ich denke allerdings, dass jeder Hund diesbezüglich als Individuum betrachtet werden sollte, denn denkt man an die Hunde aus dem Auslandstierschutz, die oft in Staßenhundrudeln zusammen leben, dann bin ich fast überzeugt, dass so ein Hund sich wohler fühlt, wenn er weiterhin Hundegesellschaft haben darf - was im Übrigen sogar in unserem Adoptionsvertrag für Beni stand. Hier ist es Bedingung, dass man dem Hund weiterhin Hundekontakte ermöglicht.


    Ich würde auch behaupten, dass Benis Glück nur dann vollkommen ist, wenn wir in einer größeren Gruppe mit mehreren Hunden laufen gehen. Sie spielt nicht zwingend mit jedem Hund und hat auch "beste Freunde und Freundinnen", an die sie die Art ihres Spiels anpasst. Mit der ängstlichen Wilma spielt sie vorsichtig und leckt ihr immer wieder über die Schnauze. Mit Paulina wird um die Wette gerannt und mit dem Berner Sennenhund Fredy wird über den Waldboden gekullert und um Stöckchen gerungen.


    Der absolute Favorit meiner beiden Schäferhundmädels ist aber der deutsche Doggenrüde Arthus. Den schmachten sie an und der legt sich vor Chia flach auf den Boden, um nicht so groß zu sein. Arthus Herrchen erzählte mir erst vorgestern, dass Arthus andere Hunde sehr liebt. Die Nachbarn haben auch zwei Hunde und wenn Arthus die mal einen Tag nicht gesehen hat, läuft er zum Fenster und zur Tür, um zu schauen, ob die Kumpels endlich zu sehen sind.


    Der Hund meiner Freundin ist hingegen ein totaler "andere Hunde-Ignorant". Er läuft auch immer aus dem Dunstkreis meiner Mädels, wenn wir zusammen unterwegs sind und hat definitiv gar kein Bedürfnis, mit anderen Hunden zu interagieren.


    Beni ist inzwischen 9 1/2 Jahre alt und ich habe oft das Gefühl, dass es vielleicht gerade ihre Freude am Spiel mit anderen Hunden ist und das ich gerne unterstütze, dass sie so aktiv hält.