Erfahrungsberichte von Schäferhundwelpen - die brauche ich!

  • Und zum 50sten mal: der fiept nicht, weil er muss. Der fiept auch tagsüber nicht wenn der muss, der lässt dann einfach laufen.

    klar, unser Hund hat sich tagsüber auch nicht groß bemerkbar gemacht wenn er raus musste zum Pullern (Außer er war bei uns im Schlafzimmer in seiner Kist, wo er nicht alleine raus kam, da hatte er sich dann mal gemeldet, aber das kam so gut wie nie vor, weil wir immer 23:30 das letzte Mal raus sind)

    Aber tagsüber, wenn er überall in der Wohnung war, da mussten wir schon bisschen aufpassen.

    Der musste IMMER pullern, wenn er seinen Schlaf unterbrochen hatte, wenn er gefressen hatte und wenn er mit Spielen/toben fertig war. Da haben wir ihn immer rausgelassen und er hat prompt immer gleich gepullert.

    Wenn wir das vergessen hatten dann ging es schon mal in die Stube. Das ist uns, wenn es hoch kommt, 5x passiert. Und gekackt hat der bis heute noch nie im Haus.

  • Und zum 50sten mal: der fiept nicht, weil er muss. Der fiept auch tagsüber nicht wenn der muss, der lässt dann einfach laufen.

    klar, unser Hund hat sich auch nicht groß bemerkbar gemacht wenn er raus musste zum Pullern (Außer er war bei uns im Schlafzimmer in seiner Kist, wo er nicht alleine raus kam, da hatte er sich dann mal gemeldet, aber das kam so gut wie nie vor, weil wir immer 23:30 das letzte Mal raus sind)

    Aber tagsüber, wenn er überall in der Wohnung war, da mussten wir schon bisschen aufpassen.

    Der musste IMMER pullern, wenn er seinen Schlaf unterbrochen hatte, wenn er gefressen hatte und wenn er mit Spielen/toben fertig war. Da haben wir ihn immer rausgelassen und er hat prompt immer gleich gepullert.

    Das hab ich jetzt auch schon öfter gehört/gelesen, dass viele Welpen dann müssen. Das haben wir nie gemacht und er macht auch nicht rein, egal ob er 4h geschlafen hat, wir getobt/gespielt haben oder es Futter gab. Wir hätten auch gar nicht so oft mit ihm raus gehen können am Anfang, der wäre völlig durchgedreht.


    In den fast 3 Monaten die er hier ist, gab es 3-4 Tage, das waren einfach „Pipitage“, da hat er dann innerhalb weniger Stunden einfach verdammt oft gemusst und dann auch mal in die Wohnung gemacht, waren wir nicht oft genug draußen bzw. öfter als sonst (er konnte beispielsweise schon lange 3h ohne Probleme einhalten, auf einmal machte er aber stündlich pipi in die Wohnung, ohne viel getrunken/gefressen/gespielt zu haben) - aber woher soll man das auch vorher wissen. So wie letztens, das erste mal seit bestimmt vier Wochen, wo er nach 3h ausgelaufen ist, obwohl er es problemlos 5h tagsüber halten kann. Der macht nach wie vor keine Anstalten dass er muss, er geht dann einfach fröhlich mit mir raus und macht dann auch, er geht sowieso überall fröhlich mit mir hin.


    Deswegen bringt es auch nichts, wenn manche mir hier einreden wollen, er müsse öfter raus. Gehen wir öfter raus, dann macht er kein Pipi. Mittlerweile sind oft 2h nach dem letzten Mal sogar schon zu früh, er schnüffelt dann freudig durchs Gras, steht dann da, guckt mich an, fiept mir einen „können wir jetzt wieder rein? Gras riecht langweilig, können wieder gehen“ entgegen und das war es dann, er macht dann auch nicht. Selbst wenn wir mittags zwei Stunden draußen wären (zb zum Picknick), der würde genau einmal pipi machen: direkt wenn wir raus gehen, beim ersten Tritt auf für ihn passendes Gras. Selbst wenn dann schon 2h rum sind, der macht nicht noch mal Pipi.


    Klar gibt es Welpen die mit 5 Monaten nachts noch alle 4h raus müssen und tagsüber alle 3h, das ist bei uns aber gar nicht der Fall. So unglaublich es für uns ist, dass Welpen mit 5 Monaten nicht 7-8h durchschlafen können, so unglaublich ist es für andere, dass unserer tagsüber schon 5h durchhält. Vllt kann er sogar 6h? Wer weiß? Ich geh mindestens so oft wie er Monate alt ist, derzeit also alle 4-5, eher 5h. Mit 6 Monaten dann alle 6h. Wobei wir das durchaus aber auch flexibel halten - gehen wir mittags wo hin und er war vor 3h erst unten, ja mei, dann warten wir nicht noch 2h bis die fünfe voll sind, wir gehen dann einfach :D gehen wir also zb um 15 Uhr in den Fressnapf, obwohl wir erst um 12 gassi waren, dann ist das halt so und er macht auch Pipi. Die normalen Gassizeiten halten wir dann trotzdem ein, selbst wenn er dann beim gassi kein Pipi mehr macht, weil es zu kurz her ist.

  • nur kurz ich habe nicht gesagt geh mit dem Hund um 7 raus weil er Pippi muss, sondern er wird wach und will mit dir was erleben!

    Bezüglich der Struktur ja die müsst ihr für euch zielgerichtet anpassen, aber Tiefschlaf um 7 geht im Studium oder wenn man Spätdienste arbeitet normalerweise fängt man um 9 Uhr spätestens an. Auch im Homeoffice zu arbeiten.

    Den Tipp mit den Ohropax Shota finde ich nicht gut, denn ob der Hund etwas braucht oder nur Aufmerksamkeit will müsste die TE doch erstmals rausfinden. Und das ein so junger Hund Aufmerksamkeit will finde ich persönlich ok.

    Azemba wenn deine Eltern/ Verwandten auf dem Platz 5 Tage die Woche sind würde ich mir den Hund nehmen und mit demjenigen trainieren.

    Mona ja wenn mich jemand fragen würde welchen Schäferhund er sich holen sollte empfehle ich auch was anderes. Aber hier ist der Hund nun da.

  • Mein Eindruck ist - und ich habe mir jeden Beitrag durchgelesen -, dass das Problem im Kopf der TE verwurzelt ist. Das ist nun auch nicht böse gemeint und ich möchte auch bittebitte gleich vorausschicken, dass ich mich auch häufig in meinem Gedankenkarussel drehe und kaum mehr den Weg hinaus finde.


    Hunde sind in der Regel aber viel feinfühliger und empathischer als Menschen und spüren jede Emotion, Verkrampftheit oder gar Ablehnung ... auch wenn wir uns gar nicht bewusst sind, welche Schwingungen wir in Richtung Hund schicken und das auch nicht bewusst machen. Aber Du schreibst ja selbst, dass der Schlafmangel Dich an Deine nervlichen Grenzen bringt und das kann sicher auch jeder nachvollziehen, der sich schon mal richtig gestresst fühlte und quasi schon mit einem Fuß vor einem Burnout stand, weil die Wellen, die ihn zu überrollen drohten, einfach unbezwingbar wirkten und irgendwann der Punkt kommt, wo man sich ihnen einfach hingibt - auch wenn man droht zu ertrinken.


    Den meisten Menschen kann man etwas vorspielen - dem Hund nicht. Der merkt, dass etwas Ungutes in der Luft liegt und reagiert mit Unsicherheit. Das nervt nun aber den Menschen, weil der Welpe fiept und auf sich aufmerksam macht und so schaukelt sich eine Energie hoch, die weder Mensch noch Hund gut tun.


    Ich habe mich nun aber auch gefragt, warum Dein Hund morgens um sieben zu fiepsen beginnt und meine einzige Erklärung ist, dass die Sorge, dass das Gefiepse wieder losgeht, sich so tief in Deinem Unterbewusstsein verankert hat, dass Du eigentlich schon wach bist und Dein Hund das merkt und darauf reagiert. Ich weiß, dass das eine ziemlich steile These ist, aber ich beschäftige mich als Tierheilpraktikerin nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit der Seele und dem Geist und das Unterbewusstsein ist manchmal ein schier unbezwingbarer Feind, den so gefährlich ist, weil wir es nicht als solchen erkennen.


    Anspannung entsteht, ohne das wir das bewusst steuern - der Hund nimmt das aber wahr und reagiert.


    Es gibt Bücher über die Kraft der Gedanken - wobei ich es dann doch eher die Kraft des unbewussten Denkens nennen würde, weil wir das Denken an sich doch eher als bewussten Akt zu steuern glauben. Als Beispiel möge dienen, dass wir sicher sind, doch positiv zu denken, aber da ist halt das Unbewusstsein, das uns zu fragen scheint, ob wir das in Anbetracht unserer Situation wirklich ernst meinen und schon schleichen sich wieder negative Gefühle mit ein, die sich dann auch noch bestätigen, weil wir schaffen, was wir erwarten - oder esoterisch formuliert: Körper folgt Geist/ Geist formt Materie.


    Wenn also das Unterbewusstsein schon beim Schlafengehen darauf programmiert ist, dass garantiert morgens um sieben das Theater des Hundes mit Gefiepse wieder losgeht, dann verankern wir das in unserem Unterbewusstsein und schaffen damit eine Situation, die den Hund tatsächlich beeinflusst, weil er empathisch und feinfühlig ist und auf die Schwingung reagiert, die ihm Das Unterbewusstsein seines Menschen schickt.


    Nun kannst Du mich mit heißem Quark bewerfen, weil das für einen Analytiker garantiert vollkommener Schwachfug ist, aber würde in Murphys Theorien von der Macht der Gedanken nicht wenigstens ein kleiner (oder großer) Funken Wahrheit stecken, würde niemand ihn kennen. Wer aber auch solche Thesen vertrat und das als Wissenschaftler, war Einstein. Auch er war überzeugt, dass unser Unterbewusstsein viel mehr Kontrolle über unser Handeln und die Richtung hat, in die wir unterwegs sind, als wir das unserem Verstand erlauben zu glauben.


    Wir könnten es natürlich auch steuern und unser Unterbewusstsein beeinflussen, aber das erfordert ein sehr, sehr hohes Maß an Selbstdisziplin, mit der wir uns immer wieder selbst mahnen, uns nicht auf Negatives einzuschießen und es unterbewusst zu erwarten, sondern unser Denken ins Positive lenken. Das ist schwer. Ich weiß das.


    Ich habe vorhin schon in Kobolds Tagebuch geschrieben, dass ich mich innerlich anspanne, wenn ich damit rechnen muss, dass uns fremde Hunde entgegen kommen, weil Chia dann Bamoule macht. Ich kann nur ganz, ganz schwer aus diesem Gedankenkarussell aussteigen, das mich warnt, lieber früher laufen zu gehen, um bloß kein Risiko einzugehen, jemanden zu treffen. Aber ich arbeite täglich daran, mich umzuprogrammieren, weil ich weiß, dass Chia mich spiegelt und lediglich auf meine Verspanntheit reagiert, sie aufnimmt und umsetzt, weil ich ihr unterbewusst vermittle, dass ich unsicher bin und genau sie nun für Sicherheit sorgen muss ... damit ist sie natürlich komplett überfordert und reagiert eher hysterisch, als souverän.


    Es ist aber nicht ihre Schuld, sondern meine und darum muss ich an mir uns meinem Gedankensondermüll arbeiten, um mich auf das Positive einzustellen ... das funktioniert sogar immer häufiger.


    Welchen Rat könnte ich Dir nun aber geben, der Dir hilft, das "sieben-Uhr-Problem" zu lösen?


    Vermutlich würde ich wirklich über einen überschaubaren Zeitraum versuchen, sieben Uhr mit etwas Positivem für mich zu belegen, damit ich mich auf sieben Uhr freue und mich nichtunterbewusst schon im Tiefschlaf davor fürchte, dass es sieben Uhr wird und der Hund Bamboule macht.


    Ich weiß, dass Dir Dein Schlaf heilig ist, aber versuche wie ein Hund zu denken. Die überlegen nicht, was in drei Monaten sein wird und machen sich nicht mal Gedanken, was in drei Minuten passieren könnte. Sie leben im Jetzt und agieren genau so.


    Denke also nicht darüber nach, was in drei Monaten um sieben Uhr sein wird. Chia war mit fünf Monaten auch teilweise sehr anstrengend und meinte, dass wenn sie aufwacht, ich das auch tun müsste. Inzwischen muss ich sie um fünf Uhr wecken, wenn ich aufstehe und ertappe sie dabei, dass während ich im Bad bin, sie sich noch mal in mein schlafwarmes Bett legt und noch ein halbes Stündchen weiterschlummert.


    Manches "verwächst" sich mit zunehmendem Alter und Reife und je entspannter wir mit unangenehmen Situationen umgehen, desto weniger belastend erscheinen sie und plötzlich haben sie sich in Wohlgefallen aufgelöst. Je menr Bedeutung wir aber in ungute Situationen legen und je mehr unsere Gedanken Kopfkarussell fahren, desto eher manifestiert sich das Ungute und wird zum Problem.


    Ich habe Chia als meinen Spiegel erkannt und angenommen und dabei gelernt, mich nicht über sie zu ärgern, sondern ein Umdenken in mir anzustreben, das aus dem Unguten etwas Gutes entstehen lässt. Ich wiederhole mich: Das ist schwer und es gibt auch Dinge und Situationen, die mir heilig sind und die ich ungern ändere oder aufgebe, aber wenn Du beginnst, Dich auf sieben Uhr zu freuen, verliert sieben Uhr seinen Schrecken und Du und Dein Hund können sich wieder entspannen.

  • Ich kann nicht mit meiner Familienangehörigen trainieren - die wohnt 4h weg (einfache Strecke). Die darf momentan auch nicht auf den Platz, die macht das dann im Garten bzw gar nicht, keine Ahnung, wir haben keinen Kontakt, ich wohne schon einige Jahre nicht mehr dort in der Nähe aufgrund des Studiums und werde auch nicht mehr dort hin ziehen. Schon gar nicht nur wegen dem Hund :D


    Neuer Bericht:

    - auf dem Bett ist es noch viel schlimmer als in der Box oder dem Sofa

    - sind gegen 7:30 mit ihm runter (nachdem er zu fiepen begann) plus Futter plus etwas spielen/Belohnung erarbeiten/suchen, danach ruhiges kraulen, da ist er fast bei eingepennt, dann wir wieder ins Bett gelegt

    - von Anfang an Geplärre, reagiert keiner dann fängt er an auf uns rum zu trampeln und meinem Freund mit Schmackes in die Beine zu beißen, allerdings keine Spielaufforderung

    - springt irgendwann von selbst vom Bett und geht in die offene Box, schreit dann dort so richtig rum, wieder in einer Tour, liegt also nicht an der verschlossenen Box, denn er ging von selbst rein und konnte entsprechend von selbst zu jeder Zeit raus


    Feststellungen:

    - es ist egal, ob auf Bett, Sofa oder in der Box, um 7 wird geplärrt

    - waren wir unten, er wurde gefüttert und beschäftigt, wir legen uns wieder hin, geht das Geplärre weiter und seine Begleitaktionen sind dann erst so richtig schlimm

    - sind wir wach(!) dann legt er sich schlafen und schläft mucksmäuschenstill mehrere Stunden bis wir mittags gassi gehen (bisher immer der Fall)

    - legen wir uns hin, dann werden decken/Laken/Kissen zerbissen, Beine gebissen, auf dem Bett bzw an uns gegraben, auf uns rumgetrampelt (nicht das normale über die Beine drüber laufen um neue Schlafposition zu finden), es wird lautstark gefiept/gejault und er geht dann von selbst in die Box zum fiepen, kommt zwischendurch raus und kratzt und beißt am Bett (Dinge die er noch nie gemacht hat, hab ich heute mit ihm auf dem Bett bzw freier Wahl/Bewegungsmöglichkeit im Raum das erste mal erlebt)

    - ich dachte, vllt schmeckt ihm die räumliche Begrenzung nicht, also schlafzimmertür auf, Hundi geht kurz raus, kommt wieder und macht weiter womit er aufgehört hat

    - und das alles wohlgemerkt nachdem alle Bedürfnisse gestillt waren


    Und nein, er hat nicht das Gefühl aufpassen und wach bleiben zu müssen. Der schlägt nicht mal an wenn Leute vor der Tür sind und schläft auch da unbeeindruckt weiter. Er bellt nur wenn’s klingelt.


    🤨🤨🤨🤨🤨


    Konsequenz:

    - Hundi nicht mehr aufs Bett 🙃


    Nein, keine Ahnung was ich jetzt machen werde. Weitermachen wie bisher und aussitzen bis er irgendwann alt genug ist dass es von selbst besser ist, ist wohl das einzige was bleibt (also ihn trotz geplärre ab 7 ignorieren und weiter plärren lassen). Denn es hängt nicht mit irgendwelchen Bedürfnissen zusammen, er will uns einfach wach haben, warum auch immer. Aber eben nicht, damit er gefüttert, bespielt, begassiet, bekuschelt oder sonst was wird oder wir „aufpassen“. Denn haben wir genau das gemacht, geht sein Gemecker weiter. Darf er direkt bei uns liegen, das Gemecker geht weiter. Darf er frei entscheiden wo er sich aufhalten darf: das. Gemecker. Geht. Weiter.


    Das ist auch kein „weinen“ weil das arme Hundi ja so sehr traurig ist, das ist penetrantes Gemecker, weil dem Hundi was nicht passt, was wir aber nicht ändern. Und wie gesagt: wenn ich dann aufstehe, wird er von mir völlig ignoriert und erhält keinerlei Aufmerksamkeit - hält dann aber den Schnabel und legt sich irgendwann dann wieder hin, wenn ich meinen Aktivitäten nachgehe.


    All unsere Hunde und Welpen haben sich immer unserem Tagesablauf angepasst, egal wann wir aufgestanden sind, egal ob wir Wochenends bis 10 oder 11 liegen geblieben sind (besonders wir als Teenies zuhause, wenn die Eltern am Wochenende unterwegs waren früh morgens und wir faul im Bett lagen), auch die haben eine Weile getestet, ob wir nicht doch aufstehen wollen (allerdings sehr subtil und nicht über eine Stunde am Stück). Wieso sollte nun dieser eine Hund das nicht auch können? Wieso bei diesem einen Hund nun voll das Geschiss machen? Versteht ihr meinen Gedankengang? Natürlich hat jeder andere Hund „Bedürfnisse“, aber springe ich so wie der Hund grade Bock hat, passiert genau das, was nicht passieren darf: der Hund führt, ich verliere meinen Wert als Orientierung und Taktgeber, der Hund verfällt dadurch in massiven Stress, da er nun in eine Zwangslage geführt wird, in der er die Entscheidungen treffen muss. Das gibts nicht bei uns. Denn genau dann werden besonders solche Hunde nicht mehr in der Familie tragbar, besonders wenn sie mal beginnen mit 2-3 Jahren mit den Zähnen zu Maßregeln. Alles schon erlebt - zum Glück aber nie bei uns zuhause.


    und er ist nun mal grade in der Flegelphase, die Pubertät beginnt bald, das kann im Endeffekt auch nur ein nerviger Dauertest sein, ob er wirklich nichts zu entscheiden hat, ob ich wirklich nach wie vor den Takt angebe und er dem zu folgen hat und ob ich das auch durchsetze, was ich von ihm verlange. Da braucht er im Prinzip umso mehr halt und Rückversicherung sowie klare Linien und keine „heute springen wir auf dem Bett rum, Frauchen steht dann auf und macht was ich will, Herrchen bleibt liegen, na dann wecken wir den jetzt auch mal weil ich das so will, jetzt ist Party angesagt, bewegt euch!“.


    Deswegen, ja, was bleibt da, richtig: nichts, außer es auszusitzen und zu hoffen, dass es von selbst nachlässt, damit meine ich die Dauerbeschallung morgens. Denn wenn ich zurück denke, so richtig begonnen hat es erst, als die Flegelphase los ging und da suchen sie nunmal ihre Stellung im Familienverband und testen den „Big Boss“ aus, ob dieser Führungsqualitäten besitzt und wirklich der sichere Ankerpunkt ist, auf den immer Verlass ist, weil er immer berechenbar ist und genau darauf lege ich durch immer gleiche und klare Regeln viel wert und der Hund dankt es mir mit riesigem Vertrauen, was ich in den entsprechenden Situation immer wieder erlebe (er rückversichert sich, er meistert mit mir gruselige Dinge, ist für mich alles gut, ist für ihn alles gut, er orientiert sich an mir und akzeptiert und fremden Menschen überhaupt keine Anweisungen, sondern kommt zu mir und guckt mich an und fragt was er dann tun soll und so weiter). Geh ich dann plötzlich von meiner klaren Linie weg, weil jemand das Fiepen als trauriges weinen vermenschlicht, dann ist es möglicherweise auch vielleicht genau das, was mir dann in noch nicht absehbarer Zeit das Genick bricht, auch dem Hund, weil er mich nicht mehr als Orientierung anerkennen kann, da meine Handlungen urplötzlich schwammig wurden.


    Und nein, er wird hier nicht mit boshafter Härte und Kälte erwachsen geprügelt, ganz im Gegenteil. Bringt er mich wirklich auf die Palme, dann mache ich einfach die Tür zu, atme auf dem Balkon durch, was auch immer, ich lasse es aber nie am Hund aus. Einige Minuten später komme ich zurück und kraule ihn und sage ihm in neckischer Stimme, wie sehr er mich doch nervt, dann freut er sich darüber, findet es lustig und ich denke mir nur „jaja, du kleiner Schelm, bei dir ist die Welt in Ordnung gell? Als hättest du niiiiiichts getan“ und mache unbeirrt mein Ding weiter.


    Ich danke euch für eure Ratschläge, aber ich vermute, dass sie nicht die Lösung für das sind, was bei uns grade vonstatten geht. Zum einen, weil es selbst wohl nie erlebt wurde, zum anderen, weil ich die Situationen nur beschreiben kann und nun auch oftmals festgestellt habe, wenn ich für mich augenscheinlich unwichtige Details weglasse, dass andere dann sofort vermuten, der Hund hätte keine Struktur, der Hund hat Angst und kann sich nicht an mir orientieren und andere Dinge, obwohl sie überhaupt nicht der Realität entsprechen. Sollte das Problem weiterhin bestehen, muss wohl ein Trainer bei uns übernachten. Bis das wieder möglich ist, dauert es wohl aber noch einige Zeit.


    Und das ist kein Angriff gegen eure Ideen oder Ratschläge (für die ich wirklich dankbar bin!!), die passen auf die Beschreibungen schon, aber offenbar sind sie nicht die Lösung für das Problem, weil es sich tatsächlich verstärkt und das auch nicht das typische „manches wird erst mal schlimmer, bevor es sich bessert“ ist. Es scheint einfach einen anderen Hintergrund zu haben als von vielen Seiten vermutet und das ist ja kein Drama, nur muss man das eben dann auch feststellen können, dass es so ist :D


    Und bitte: keine weiteren Behauptungen aufstellen, wenn ihr euch nicht über die Hintergründe sicher seid, denn die tragen sich dann seitenweise weiter, selbst wenn ich schon mehrfach versucht habe das Gegenteil zu erklären ❤️

  • eines abschließend von mir noch Hunde sind immer Unterschiedlich. Es gibt Langschläfer und es gibt die morgens Action Hunde.

    Ich fürchte du hast da was anderes als du planst zu Hause.

    Bei so einem Wunsch wäre ich ins Tierheim gefahren und hätte speziell nach einem solchen Hund gesucht!

    Das war es dann aber auch von mir an dieser Stelle.

  • Verbena, danke für deine Worte und dass du dir die Mühe machst, auch so ausführlich zu antworten!


    Ich werde aus meinen Träumen gerissen (auch sehr schöne Träume, dann umso ärgerlicher :D) von dem fiepen und frage mich erst dann, ob 7 Uhr isz, oder ob er mich hat schlafen lassen bis 8. Das weiß ich ja vorher nie und es kommt eben, wenn auch selten, vor, dass es schon 8 Uhr war. Ich gehe auch abends nicht ins Bett mit „Oh Gott, hoffentlich ist er morgen um 7 still!!“. Ich gehe einfach ins Bett und schlafe. Was soll ich sonst auch tun? Es bringt mir nichts, mir den Kopf über hättekönntewaswennaberwarum zu zerbrechen. Zumal es auch immer sein kann, dass das urplötzlich aufhört und ich nicht mehr geweckt werde. Ich nehme jeden Tag und jeden Moment wie er kommt. Das erlaubt mir eine unglaubliche Engelsgeduld in allem, was ich mache. Das erlaubt mir, nicht nachtragend zu sein (selbst wenn der Hund mir an einem Morgen sämtliche Engelsgeduld in Luft zerbeißt, ich kann 10min später den Schwamm drüber ziehen).


    Und klar merken Hunde Schwingungen und Gefühle, aber nicht wenn ich halbtot mit Puls 40/min in meinen schönen Träumen schlummere und er dann meint Gas geben zu müssen. Ich habe eine Uhr, die meinen Puls rund um die Uhr misst (auch aufgrund meiner Vorerkrankung), der hat sich die letzten Monate nicht verändert, schon gar nicht um 7 Uhr. Warum auch? Weil Hundi mich morgens mal zur Weißglut treibt?


    Deine Theorie also in allen Ehren, aber das trifft leider nicht zu. Zumal ich wirklich stark anzweifle, dass Hundi so einen intelligenten Gedsnkenweg einschlagen könnte, selbst wenn er wollte (sie ist gestresst, oh nein wie schlimm, ich fiepe mal lieber um sie drauf aufmerksam zu machen!).


    Ich hoffe halt einfach, dass es mit jedem neuen Tag besser wird. Ob er nun einfach später die Beschallung startet oder ob er einfach weniger lange beschallt, ich nehme was ich bekomme :D Ändern kann ich es ja nicht, er hat keinen Aus-Knopf. Um es ganz zu beseitigen, müsste ich ihn abgeben. Aber egal wie sehr er mich drangsaliert in einem Moment - atme ich kurz durch, ist der Gedanke direkt weg, als hätte es diesen nie gegeben und ich denke mir dann auch „mir egal, ob du das morgen wieder machst, ich könnt dich doch nie mehr her geben, du Nervensägenkind!“. Und ich bin sicher, dass er dieses „egal was du machst, du bist bei mir immer sicher und darfst immer bei mir bleiben“ irgendwie auch wahrnehmen kann. Wenn ich ihn räumlich von mir trenne wenn es völlig eskaliert, dann ist es nicht, weil ich ihn nicht mehr haben will, sondern damit ich durchatmen kann, um für ihn wieder mit aller Kraft und dem größtmöglichen Rückhalt da stehen kann.


    Ich werde nun für mich versuchen, Früher schlafen zu gehen, damit ich im Zweifelsfall nicht mehr so gerädert bin, wenn er mich weckt. Ich werde dann einfach kommentarlos aufstehen, mich gassi-fertig machen, mich um ihn kümmern und danach in meinen Tag starten. Denn was anderes bleibt mir gar nicht übrig.

  • eines abschließend von mir noch Hunde sind immer Unterschiedlich. Es gibt Langschläfer und es gibt die morgens Action Hunde.

    Ich fürchte du hast da was anderes als du planst zu Hause.

    Bei so einem Wunsch wäre ich ins Tierheim gefahren und hätte speziell nach einem solchen Hund gesucht!

    Das war es dann aber auch von mir an dieser Stelle.

    Genau, am besten bringe ich meinen da hin und tausche ihn ein für einen der länger schläft 😂 Weil das ja mein Hauptwunschaspekt an meinen Hund ist den er unbedingt zu erfüllen hat.


    Noch mal: is mir egal wann der wach sein will, so lange er keine Dauerbeschallung hochfährt. Und er ist bei mir und bleibt bei mir, komme was wolle. Da bringt es nichts zu sagen „ja wieso haste den überhaupt geholt???“ oder „warum haste dir keinen selbst gebacken????“. Weil ein Hund immer ein Überraschungspaket ist, egal wo man ihn holt und wie alt er ist, das kann zuhause ganz anders sein und ist es dann meist auch. Ich habe mich für ihn entschieden und genau deswegen versuche ich ja, dass wir alle auf einen Nenner kommen und gut miteinander auskommen, ein Zusammenleben erforder aber nunmal Kompromisse, die sowohl ich, aber auch der Hund eingehen müssen. :)

  • Azemba ich weiß jetzt ehrlich nicht warum du so reagierst.

    Ich hatte nur geschrieben, dass ich hier einen erwachsenen Hund eher bei deinen Vorstellungen sehe. Du kannst natürlich versuchen dir den Hund so hin zu biegen.

    90 % der Hundehalter sind früh morgens mit Ihren Hunden draußen. Das hat seine Gründe.

  • Azemba ich weiß jetzt ehrlich nicht warum du so reagierst.

    Ich hatte nur geschrieben, dass ich hier einen erwachsenen Hund eher bei deinen Vorstellungen sehe. Du kannst natürlich versuchen dir den Hund so hin zu biegen.

    90 % der Hundehalter sind früh morgens mit Ihren Hunden draußen. Das hat seine Gründe.

    Ich reagiere so, weil ich es völlig daneben finde. Was soll ich denn deiner Aussage nach auch tun? Ihn abgeben? Wenn nein, warum dann der Hinweis? Nur um mir reinzudrücken, dass ich ja völlig falsch gehandelt habe und wie ich das nur tun konnte und jetzt ja grade mal selbst dran schuld bin, unterschwellig? So kommt das rüber.


    Funfact: all unsere tierheimhunde waren in der Familie ganz anders als vom Tierheim beschrieben und das ist quasi immer so. Denn in einem Zwinger mit 50 anderen dauerbellenden, gestressten Hunden jeder Art tagtäglich zusammen zu wohnen und mal eben 30min am Tag zur Verhaltensbeurteilung raus geholt zu werden ist was ganz anderes als 24/7 in einer ruhigen Familie zu leben, wo der Hund mehr oder weniger im Mittelpunkt der Bedürfnisorientierung verwurzelt wird.


    Wir hatten bissige Schäfis aufgenommen, deren schlimmstes Verhalten sich darin zeigte, dass sie knurrten, wenn sie ihre Futterschüssel unter der Nase stehen hatten. Bei uns gar nicht. Vorher angeschaffter Maulkorb also direkt mal völlig unnötig gewesen. Der zurückhaltende Hund, der keine Menschen mochte, war immerzu an unserer Seite und wollte immer da sein, wo die Menschen sind. Der Hund, der angeblich Fremde hasste, ließ problemlos Besucher IN SEIN HAUS kommen. Und der Hund, der angeblich stubenrein war, pieselte mit einem Jahr grundsätzlich die erste Zeit auf den Fliesenboden im Bad.


    Gibt auch genug Leute, deren liebevoll aufgezogener Welpe zum Leinenrandalierer wird, zum Futteraggressor, zum Beißer.


    Und dann zu sagen: tja, hättest dir halt Hund xyz von xyz geholt ist nichts anderes als zu sagen: dein Hund ist scheisse, hättest nicht haben müssen, wenn du dein Überraschungspaket woanders geholt hättest, wobei, Moment, da hättest du ja auch nicht gewusst was dich erwartet, so ein Mist! :P


    Lies das mit einem Augenzwinkern, Oki? Denn ich kann auch drüber lachen :) Eben weil der Terrorzwerg hier bleibt und so lange er sich so verhält, nenne ich ihn auch liebevoll Terrorzwerg, Nervensägchen oder Randalierkeks.

  • Azemba ich weiß jetzt ehrlich nicht warum du so reagierst.

    Ich hatte nur geschrieben, dass ich hier einen erwachsenen Hund eher bei deinen Vorstellungen sehe. Du kannst natürlich versuchen dir den Hund so hin zu biegen.

    90 % der Hundehalter sind früh morgens mit Ihren Hunden draußen. Das hat seine Gründe.

    ... und wenn es, wie bei mir, der ist, dass ich dann keine Corona-Spaziergänger treffe, weil die nicht um 5 Uhr aufstehen und durch den Wald rennen :P

  • ok ich bin jetzt wirklich raus hier. Wenn man sowas rausliest wie du das tust brauche ich mir auch keine Mühe mehr zu machen.

    Aber zum Schluss es ist einfach ein Fakt, dass man viele schlaflose Nächte mit Welpe bis Junghund hat. Dies hätte man umgehen können und das ist meine Aussage.

  • ok ich bin jetzt wirklich raus hier. Wenn man sowas rausliest wie du das tust brauche ich mir auch keine Mühe mehr zu machen.

    Aber zum Schluss es ist einfach ein Fakt, dass man viele schlaflose Nächte mit Welpe bis Junghund hat. Dies hätte man umgehen können und das ist meine Aussage.

    Ich glaube fast, du hattest noch nie einen Hund aus dem Tierheim, kann das sein? Denn so wie du redest, passt das einfach gar nicht auf zum Beispiel unsere tierheimhunde, die wir mit 3-7 Jahren holten und uns nachts wach hielten die erste Zeit, weil sie erst mal gar nicht auf die neue umgebung klar kamen oder sonst was hatten. Dann ist es wirklich besser, wenn du hier raus bleibst, wenn das einzige, was du mir mehrmals sagen willst nämlich nur ist, dass es mit einem anderen Hund, was du noch nicht mal wissen kannst, völlig anders gekommen wäre. Und offenbar eben keine Erfahrung mit tierheimhunden hast, denn das was du berichtest, stimmt weder mit unseren tierheimhunden überein noch mit dem, was ich bei anderen Hundehaltern mitbekommen habe und das sage ich nicht, um dir auf den Schlips zu treten, das entspricht einfach nicht der Realität. Und wenn du dir nicht mal die Mühe machen willst darauf zu achten, wie gesagtes bei anderen rüber kommt (da gab es ja auch in anderen threads wohl schon Probleme diesbezüglich), dann kann ich dich nur mit dem Tipp verabschieden, dir das 4-Münder-4-Ohren-Modell anzusehen und mal reinzuschnuppern. Als Lehrer kennst du das vllt sogar schon, das kommt oft in Klasse 8-10 dran, dann hast du auch die Erklärung, wieso jemand aus dem gesagten von dir etwas anderes drin versteht, als du beabsichtigst und was man tun kann, um das zu ändern.

  • Azemba ich weiß jetzt ehrlich nicht warum du so reagierst.

    Ich hatte nur geschrieben, dass ich hier einen erwachsenen Hund eher bei deinen Vorstellungen sehe. Du kannst natürlich versuchen dir den Hund so hin zu biegen.

    90 % der Hundehalter sind früh morgens mit Ihren Hunden draußen. Das hat seine Gründe.

    ... und wenn es, wie bei mir, der ist, dass ich dann keine Corona-Spaziergänger treffe, weil die nicht um 5 Uhr aufstehen und durch den Wald rennen :P

    Wärs nicht so duster draußen und könnte ich deutlich früher ins Bett, dann würd ich das auch machen :D um 7-8 ist hier zb auch schrecklich was gassi angeht, da ist richtig die Hölle los und ich komme mir vor, als wäre ich in die Großstadt zurückversetzt, aber an einem verkaufsoffenen Sonntag im Sommer - ohne das Sommerwetter 😳