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  1. Das Schäferhund Forum
  2. Themen rund um den Hund
  3. Überlegungen vor dem Kauf

Muss es ein Gebrauchshund sein?

  • FlatHeart1256
  • 2. Mai 2021 um 19:43
  • Micha369
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    27
    • 1. Oktober 2021 um 19:47
    • #151
    Zitat von Azemba

    Du bist in einem GEBRAUCHShundeforum - spezifisch auf Schäferhunde fokussiert...

    ... da kannste nix gegen machen, außer das so hinnehmen und wenn es dir missfällt: aus diversen threads raus bleiben.

    @Azemba die hinreichende Essenz aus Deinem -wieder mal - sehr langen und ausführlichen Beitrag :)

    Danke, sehe ich genau so wie Du. :thumbup:

    Auch ständig diese provokativen Themen, die Du, @Ellionore :) gerne startest - hier im Forum gibt es nur verantwortungsvolle Hundehalter, die brauchen so etwas meistens nicht.

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 1. Oktober 2021 um 20:00
    • #152
    Zitat von Micha369
    Zitat von Azemba

    Du bist in einem GEBRAUCHShundeforum - spezifisch auf Schäferhunde fokussiert...

    ... da kannste nix gegen machen, außer das so hinnehmen und wenn es dir missfällt: aus diversen threads raus bleiben.

    @Azemba die hinreichende Essenz aus Deinem -wieder mal - sehr langen und ausführlichen Beitrag :)

    Danke, sehe ich genau so wie Du. :thumbup:

    Auch ständig diese provokativen Themen, die Du, @Ellionore :) gerne startest - hier im Forum gibt es nur verantwortungsvolle Hundehalter, die brauchen so etwas meistens nicht.

    Ach weißt du provokativ war da eigentlich gar nix. Naja ich spare mir was ich mir bei deinen ständigen Fragen so denke.

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 1. Oktober 2021 um 20:18
    • #153
    Zitat von Ellionore
    Zitat von Oskar&Nika
    Zitat von Ellionore

    Und wenn meine eigentlich normalen Worte von Oskar&Nika recht hart aufgefasst wurden, war ursprünglich nicht die Intention.

    War das deine Entschuldigung? Ich lese, dass ICH deine "normalen" Worte hart aufgefasst habe. Also quasi meine "Schuld".

    Aber ist ok, wir kommen einfach nicht auf einen Nenner und ich denke, dass es mit der fehlenden Mimik und Gestik und dem fehlenden "Ton" zu tun haben kann.

    Nein sondern, dass ich wohl zu harsch war.

    Ich habe hier einen Hund der dann ordentlich Randale machten daher mein Kommentar. Der war zu hart oder einfach unangebracht das war meine Intention eben.

    Aber schau mal, das ist gerade ein sehr gutes Beispiel dafür.

    Ellionore schreibt „meine(!) normalen Worte“ und „zu hart aufgefasst“. Oskar&Nika(!) hat also deine normalen(!) Worte zu hart aufgefasst(!).

    Dann wird revidiert und es steht da, es wäre gemeint gewesen: „ich war zu harsch/hart/unangebracht“. Also steht da dann Ellionore(!) hat sich entsprechend ausgedrückt(!) und Oskar&Nika es deswegen soundso wahrgenommen(!) und die Wahrnehmung war korrekt.

    Das sind zwei gaaaaaaanz verschiedene Aussagen mit einem kompletten Wechsel der Kernaussagen und natürlich fasst man das entsprechend völlig verschieden auf, das ist ganz oft in solchen hitzigen Diskussionen (nicht ganz oft tagtäglich in normalen Gesprächen, aber auch hier: schau, wie man das falsch verstehen könnte?) und darum meinte ich, als Tipp damals: kurz mal checken, wie man es formuliert hat, bevor man es abschickt und überlegen, wie es in der Situation ankommt. Denn natürlich ist es nicht fein, wenn jemand sagt „ich hab meinen Hund gepackt und auf den Rücken geworfen und nun fühle ich mich grauslig deswegen“ und jemand sagt „ich würde meinen eigenen Hund nicht wegen meiner eigenen Dummheit (auf den Rücken packen und) strafen“. Natürlich nimmt man so einen Satz in dem Kontext einfach auf eine gewisse Art wahr. Und grade weil wir hier ja nicht miteinander persönlich und gegenübersitzend reden, kommt das sehr, sehr fies rüber und ich denke nicht, dass man sich das persönlich so ins Gesicht sagen würde, da sind die Reaktionen darauf durchaus krasser, als hier im Forum. Das sind dann auch keine wilden Interpretationen und Zusammendichterei, wie ich finde und auch kein angiften, wenn man auf so was aufmerksam macht.

    Ich mache auf so was zb aufmerksam, nicht, weil ich grade Lust auf Fetzenrupfen habe, sondern weil ich denke: hey, vielleicht war das einfach schlecht gewählt formuliert, vielleicht war das einfach ein Versehen, vielleicht war da einfach, ja, nicht nachgedacht, ohne was Böses zu wollen. Und grade wenn jemand so geknickt ist, sind solche harten Worte (auch wenn man freilaufende, nicht hörende Hunde wie die Pest(? welche Formulierung war das, bevor ich was falsches zitiere?) hasst), jedenfalls, dann sind solche harten Worte einfach sehr… bitter und man kann doch kurz in sich gehen und wahrnehmen, hey, da sitzt jemand, dem geht’s grade schlecht, die hat was doofes gemacht bzw findet, dass sie was doofes gemacht hat und will dafür gar keine Entschuldigungen, denn sie straft sich schon selbst genug damit und bereut es so schwer, dass sie sich riesige Sorgen macht wegen der Beziehung zum Hund, da muss man nicht noch nachtreten, wenn da schon jemand getreten am Boden liegt, sondern man sollte sich gegenseitig unter die Arme greifen, die andere Person wieder aufrichten und einfach unterstützend da sein.

    Und da ist es egal, ob das nun um Oskar&Nika geht oder irgendwen anders in einem anderen Kontext. Denn wie ich sagte: wir sollten uns gegenseitig die Hand reichen und uns nicht die Hände wegschlagen oder nachtreten.

    Aber dann macht man drauf aufmerksam und es beginnen Diskussionen, dass das sehr wohl ganz korrekt so gewählt war, dass das sehr wohl angemessen ist, dass man das gefälligst zu ertragen hat und dass das lächerlich/lachhaft sei und dass man auf persönliche Angriffe reagiert und so weiter und JA - kann man natürlich machen bzw. sagen aber nein - damit ist keinem gut getan und es hinterlässt ein ganz schlechtes Bild über einen und das ist doch nicht das, wie man wahrgenommen werden möchte. :( Also, denke ich zumindest nicht, denn sonst biste doch auch ein korrekter Mann, der auch mir schon gute Worte dagelassen hat, als es mir schlecht ging, weil meine Terrornachbarin mir blöd kam, weißte noch? Deswegen finde ich das so schade, weil wir sind doch alle Menschen, wir erleben alle Gefühle, gute und schlechte und da ist es doch umso wichtiger, dass wir alle an einem Seil packen und gemeinsam dran ziehen und nicht gegeneinander arbeiten…

    Ich freu mich übrigens sehr, dass ich dich kontaktieren darf und das werde ich auch machen, sobald ich kann. Mir steht grade auch alles Kopf - mein Gebrauchshundjammerlappen geht mir tierisch auf den Senkel. 🙃

    Ich meine das auch grade nicht als persönlichen Angriff gegen dich, ich versuche nur in Worte zu fassen, was ich und viele andere wohl so denken, dass man verstehen kann, was man meint, ohne deftigen Schlagabtausch mit diesen Worten, denn das hilft eben keinem… das Beispiel war grade einfach super, um es daran darstellen zu können, wie verschieden Dinge formuliert werden und wie verschieden sie dann aufgenommen werden. :)

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 1. Oktober 2021 um 20:26
    • #154

    Azemba schau mal ich hatte gesagt damals: ich würde mich für meine Dummheit entschuldigen.

    Für mich war das völlig klar. Die Frage war wie oder was hättet ihr gemacht. Genau darauf hatte ich geantwortet. Nämlich damit was Ich getan hätte. Da war nix mit boah bist du Dumm oder sonst was. Und das es wohl zu hart oder falsch verstanden wurde ist mir klar. Hatte dann ja auch explizit nachgelegt. So und genau dafür hatte ich nun um des Friedens Willen eine Entschuldigung angeboten. Thats it. Mehr nicht. Bei Kommentaren wie von Micha 369 werde ich dann halt wohl weiterhin reagieren wie auch immer ich mag.

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 1. Oktober 2021 um 20:32
    • #155
    Zitat von Ellionore

    Da es mich wieder ärgert, bzw. frustriert. Warum muss ich mir als Hundeanfänger einen Gebrauchshund holen?

    Bzw. sind Dobermann/Rottweiler dsh/ Mali wirklich wie der Labbi von nebenan?

    und dann zum Beispiel diese Beispiele die mich richtig frustrieren.

    329_A_19 Roska - Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (hamburger-tierschutzverein.de)

    Kairo | Tierheim Uhlenkrog Kiel (tierheim-kiel.de)

    Diesel (mit Video) | Tierheim Uhlenkrog Kiel (tierheim-kiel.de)

    Zeus – Tierschutz Lübeck und Umgebung e.V. (tierschutz-luebeck.de)

    Babe vom Sulzerland (Gina) – Tierschutz Lübeck und Umgebung e.V. (tierschutz-luebeck.de)

    Hui-Buh - Tierheim Hannover (tierheim-hannover.de)

    Apollo - Tierheim Hannover (tierheim-hannover.de)

    ttps://http://www.tierheim-hannover.de/tiervermittlung/hunde/earl/

    Das sind lediglich ein paar Beispiele.

    Also was sollte an mitbringen für einen Gebrauchshund?

    Alles anzeigen

    Was ist an diesem Post eine Provokation. Das war das oder der Eröffungspost.

  • Schafring
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    • 2. Oktober 2021 um 06:48
    • #156

    Sind wir hier bei PSYCHO und RHETORIK -Workshop oder im Muss es ein Gebrauchshund sein-Thread??? ||

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. “

  • Boss
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    • 2. Oktober 2021 um 08:31
    • #157
    Zitat von Schafring

    Sind wir hier bei PSYCHO und RHETORIK -Workshop oder im Muss es ein Gebrauchshund sein-Thread??? ||

    Weder noch, du bist in der Kindergartengruppe: Die um den Hund streiten❣️

    🤪🤪🤪🤪🤪

  • nette
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    • 2. Oktober 2021 um 08:42
    • #158

    Ich wäre dafür das ein Teil der Beiträge verschoben würden und nur noch die welche sich mit der Eingangsfrage beschäftigen drin bleiben.

    Grundsätzlich finde ich die eigentliche Fragestellung nämlich durchaus wichtig, gerade wenn man sich einen Hund in die Familie holen will und man Hundeneuling ist. Leider driftet der Faden schon auf den ersten Seiten so ab, dass hier kein Interessierter weiter lesen wird :(

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • Verbena
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    • 2. Oktober 2021 um 09:04
    • #159

    nette

    Ich finde, dass das eine super gute Idee ist, denn wie Du, finde ich die Eingangsfrage sehr interessant und wenn man sich bemüht, nicht zwischen den Zeilen irgendwelche negativen Intentionen zu suchen, dann kann das Thema vielleicht tatsächlich dazu beitragen, einem zukünftigen Ersthundebesitzer ein paar nachdenkliche Überlegungen nahe zu bringen und ihm den Entscheid leichter machen, ob es zwingend ein Gebrauchshund sein muss, der züchterisch gezielt auf Eigenschaften selektiert wurde, die dem Hundesportler, dem beruflichen Hundeführer oder dem sportlichen Menschen ein toller, motivierter und leistungsbereiter Begleiter sein kann, aber den "Hundespaziergänger", der eine Stunde täglich gemütlich durch den Wald laufen will (mit Smartphone in der Hand :evil: ) vor Herausforderungen stellt, mit denen er überfordert sein könnte.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

    Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Micha369
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    • 2. Oktober 2021 um 09:09
    • #160

    Diesen Faden, im Schäferhundeforum, finde ich etwas sinnlos.

    Geht doch einfach auf einen SV-Hundeplatz und fragt die Hundesportler dort ob es nicht besser wäre sich einen Pudel zu kaufen.

  • nette
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    • 2. Oktober 2021 um 09:45
    • #161
    Zitat von Micha369

    Diesen Faden, im Schäferhundeforum, finde ich etwas sinnlos.

    Geht doch einfach auf einen SV-Hundeplatz und fragt die Hundesportler dort ob es nicht besser wäre sich einen Pudel zu kaufen.

    Wieso sinnlos?

    Warum macht es keinen Sinn sich in einem Schäferhundforum über Vor- und Nachteile bei der Anschaffung eines Schäferhundes - welcher ja ein Gebrauchshund ist - zu informieren? Und der Fragen nachzugehen warum es ein Gebrauchshund sein muss?

    Was ist hier anders als auf einem SV-Hundeplatz ? Und warum soll ich nur Hundesportler fragen und nicht auch andere mit Gebrauchshund die keinen Hundesport machen?

    Ich finde das gerade in diesem Forum mit einer der grundlegendsten Fragen in Bezug auf Hundeanfänger.

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 2. Oktober 2021 um 09:59
    • #162

    Vielleicht sollten wir einen Faden eröffnen, in dem jeder von seinen persönlichen Pro- und Kontra-Erfahrungen berichten kann und nicht unbedingt die Frage beantworten, was man dafür mitbringen muss, denn ich finde, das lässt sich gar nicht beantworten.

    Die einen sagen nämlich: körperlich völlig fit. Ich weis von Menschen unter uns, die nicht ganz so fit sind - und es ist gar kein Problem.

    Oder psychisch fit - ich kenne Menschen, die nutzen ihren Schäferhund als PTBS-Therapiehund und wegen ihrer Depressionen.

    Oder fünf Stunden Hundeplatz am Tag - wieso gibt es so viele Schäfis, die dann nur in der Familie glücklich sind?

    Aber so kann zb Verbena von ihrem Hüteschäfi berichten, ich von meinem absolut nervenschwachen Übersprungschaoten, Rübchen von ihrem Schutzdiensthundi und Ellionore von seinem Wanderprofi.

    Jeder Hund hat seine ganz eigenen Vor- und Nachteile, die im Endeffekt oft auf die Rasse und Züchtung zum Gebrauchshund zurück zu führen sind.

    Denn das pauschale „Ultra fit, Ultra stabil, Ultra Hundeplatz, Ultra garten, Ultra sonstwas“, ja, das trifft halt einfach nur ganz selten zu, man muss einfach ein Mensch sein, der bereit ist, sich dem Hund voll und ganz anzupassen, den er in die Familie holt, egal welcher Hund das ist, meiner Meinung nach :D

  • Verbena
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    • 2. Oktober 2021 um 10:19
    • #163

    Ich bin auf der einen Seite ganz bei nette, weil ich eben wirklich glaube, dass sich viele Leute mehr Gedanken bei der Anschaffung eines Fernsehapparates machen und sich besser informieren, was sie wollen und was die Geräte bieten und was dann schlussendlich passt, als bei der Anschaffung eines Hundes.

    Viele Leute suchen sich ihren Traumhund ja zunachst mal nach einem Profil aus, bei dem die Optik, die Größe und die Fellbeschaffenheit des Hundes erst mal im Vordergrund stehen und informieren sich erst dann, ob das auch vom Wesen passt ... oder informieren sich dann eben doch nicht, weil sie sich schon in einen Welpen oder einen Tierheimhund verliebt haben.

    Wo könnte sich also der Ersthundeinteressent besser über den Schäferhund informieren, als hier, wo teilweise längjährige Schäferhundhalter, Hundesportler und Schäferhundzüchter ihre Erfahrungen gerne teilen?

    Und abgesehen davon fragte @Ellionore ja nicht nur nach dem DSH, sondern nach dem Gebrauchshund im Allgemeinen und ich persönlich finde es auch interessant, wenn jemand, der auch andere Rassen kennt, seine Erfahrung mit uns teilt.

    Ich gebe aber auch @Azemba Recht: Man kann nicht von dem DSH oder sonstigem Gebrauchshund auf alle Hunde der gleichen Rasse schließen. Zu pauschalisieren wäre also sicher auch nicht zielführend oder hilfreich, um jemandem einen fundierten Rat zu geben, ob ein Gebrauchshund die beste Wahl für ihn ist.

    Ich glaube aber trotzdem, dass auch wenn beispielsweise der DSH auf seine Leistungsbereitschaft züchterisch selektiert wurde, wie das beim LZ und dem HGH definitiv der Fall ist, man sich vorsichtshalber auf den "worst case" einstellen und besser nicht davon ausgehen sollte, dass der Hund ein fauler Couchpotatoe sein wird, dem eine Stunde Gassi am Tag vollkommen ausreicht.

    Ganz gewiss spielt die Art und Weise, wie wir die Hunde von Welpe an beschäftigen, auch eine Rolle, ob ein Hund aktiver oder ruhiger ist - je mehr ich fordere, desto mehr fordert der Hund.

    Aber ist nicht auch das ganz wichtig zu wissen, wenn jemand vor dem Entscheid steht, ob es ein DSH oder ein anderer Gebrauchshund sein muss?

    Wenn eine Rasse über lange Zeit züchterisch auf ihre Arbeitseigenschaften selektiert wurde, dann ist die Wahrscheinlichkeit eben auch groß, dass der Hund auch etwas mehr körperliche und geistige Auslastung einfordert, als beispielsweise meine Leonberger das taten, die mir stets die Mittelkralle zeigten, wenn ich solche Ideen wie Apportiertraining umzusetzen versuchte. "Du hast es weggeworfen. Warum sollte ich es jetzt holen? Hol es doch selber, wenn Du es wiederhaben willst!" Das war die Einstellung. Werfe ich Chia einen Dummy, kann man so schnell gar nicht schauen, wie die losflitzt, um die "Beute" zu holen ... und meistens auch zu mir zurück zu bringen.

    Und nein, ich behaupte nicht, dass alle DSH so sind oder alle DSH und Gebrauchshunderassen den unstillbaren Trieb nach Beschäftigung in sich tragen, aber wer über die Anschaffung eines solchen Hundes nachdenkt, tut eben gut daran, das mit einzuplanen. Wenn es dann anders kommt und der Hund ein buddhistisches Wesen hat, dann ist das wahrscheinlich super (oder auch nicht, wenn Hundesport geplant war) und die Chance, dass der Hundehalter seinen Gebrauchshund ins Tierheim bringt, weil er damit überfordert ist, wird deutlich geringer.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

    Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 2. Oktober 2021 um 11:17
    • #164
    Zitat von Verbena

    und die Chance, dass der Hundehalter seinen Gebrauchshund ins Tierheim bringt, weil er damit überfordert ist, wird deutlich geringer.

    Das glaube ich wiederum nicht, ganz oft sind es auch die Leute, die hochmotiviert sind, die viel machen wollen, auf alles vorbereitet sind - aber dann ist das Zusammenleben einfach so knifflig, dass es einfach nicht mehr geht. Überforderung also trotz Wissen - nicht Überforderung weil blinder Kauf.

    Mein Hund ist extrem freundlich - so extrem, dass er dabei trotzdem Menschen verletzt. Ich kann derzeit keine Kinder im Haus empfangen, das Risiko ist mir viel zu hoch, obwohl er von sich aus niemals jemandem etwas antun wollen würde.

    Oder ein Schäfi, der einfach auf Reize viel zu stark reagiert - erst war alles gut und plötzlich wird aber die Katze gejagt - nicht um sie zu töten, sondern weil es animiert und lustig ist und das arme Kätzchen sitzt nun nur noch völlig terrorisiert unter der Ecke.

    Oder der Arbeitnehmer, der eine 50h-Woche hat, seinen Hund aber seit drei Jahren immer dabei hatte - der reagiert nun aber so verstört, nachdem auf der Arbeit eine Tonne aus Metall laut neben ihm krachend zu Boden fiel, dass er nonstop bellt und sich nicht mehr beruhigen lässt, sobald er im Büro ist, 12h täglich alleine daheim gehen aber auch nicht.

    Oder die Familie, die „plötzlich“ allergisch reagiert, weil der Hund im Sommer die Pollen ins Haus trägt, was man aber erst nach 9 Monaten im nächsten Sommer merkt und vorher nie Thema war.

    Oder der Mali, der neben dem Hundesport zuhause einfach auch eine Flitzrakete mit unbändiger Energie ist und trotz Beschäftigung den kompletten Garten schick neu dekoriert hat und sich nun an das Haus rantastet.

    Oder der Schäfi, der mit keinem ein Problem hat, außer Schwiegermuttern, die wird konsequent „attackiert“, aber die muss leider mindesten drei mal die Woche kommen, weil die Kinder gehütet werden müssen.

    Bis auf das mit der Allergie durchaus durch die Rasse geförderte Eigenschaften, niemand wollte den Hund abgeben, macht wirklich sehr viel mit ihm und ist dennoch am Ende überfordert. Ich glaube, das gibt es viel öfter, als das blinde „oh schicker Schäfi, ob hoppla der will ja Aufmerksamkeit“. 🤔

    Nehmen wir allen voran doch mal mich als Beispiel, vom typischen Griff ins Klo hänge ich grade mitsamt Schulter in der Schüssel und wühle irgendwo in der Kanalisation rum. Damit beschreibe ich nicht Brummi, aber:

    Ich, relativ sportlich-fit, mental und körperlich aktiv und gesund - gesund genug für einen anspruchsvollen Hund definitiv. Wir sind sogar zu zweit, wenn’s mal nicht so ist wegen akuter Beeinträchtigung. Toll!

    Ambitioniert, den Hund sportlich zu führen, dennoch offen für alles, auch wenn er nur rumlungert. Hundeerfahren, mit Hunden aufgewachsen - auch mit einem Schäfi -, Erfahrung mit Angsthunden, Hunden mit Beschädigungsabsicht, traumatisierten Hunden, körperlich schwer kranken/eingeschränkten Hunden, „Kampfhunden“, Ressourcenaggression, Fremdhundeaggression, Menschenaggression und so weiter.

    So, nun hatte ich den typischen Welpenblues, weil mein kleiner Welpe nicht schlafen konnte, um sich biss und schrie wie am Spieß, wo auch immer man ihn mit hin nahm und Verständnis gabs dafür: absolut keins, im Gegenteil, man wird noch Platz gemacht, ganz oft mit „ja das hättest du vorher wissen können“. Ja ich weiß auch vorher, dass ich mich bei einem Autounfall schwer verletzen kann, rechnet man nun damit? Nein. Ist das toll, wenn es passiert? Nein. Bracht man dann Leute, die einem noch Vorwürfe machen? NEIN! HILFE!

    Dann schlief der endlich und das getacker hörte auf, das schreien wurde besser oder wir nahmen ihn nicht mehr mit (zb in den Fressnapf). Dann gabs Probleme mit Hundebegegnungen - unlösbare, für mich, die doch eigentlich damit klar kommt. Das führte zur Anzeige und schließlich psychischem Terror durch die Nachbarn. Einige Monate später auch zu diversen körperlichen Verletzungen. Junghundeblues? Oder einfach nur Pech? Oder gar verdient?

    Egal, hilft ja nix - aber ich stand ganz oft am Abgrund und blickte in die Tiefe und wurde von hinten immer weiter angeschubst. Spannendes Gefühl!

    So, dann sitzt man da:

    - Hund kann nicht auf den Sportplatz

    - Hund ist auf der Straße kaum zu führen

    - Hund ist in der Wohnung nur „okay“, wenn es nie klingelt, nie jemand vorbei kommt

    - Hund hat mich psychisch und körperlich stark lädiert

    - auf dem Zahnfleisch gehen? Ich krabble auf meinen Knochen rum

    - Hund genießt es trotzdem, körperlich und geistig beschäftigt zu werden, ebenso ich mag das

    - HORMONE!!!

    - finanzieller Aspekt: IMMENS!

    So viel Zubehör, das angeschafft werden musste, weil der Hund so viele Probleme macht oder zb nicht in normale Geschirre passt. Wer rechnet damit, mal eben um die 1500€ (habe völlig den Überblick verloren, sehe aber ungefähr was fehlt und nicht auf andere Dinge wie Auto anzurechnen ist etc) und weiter deutlich und rasant ansteigend (Trainerin, Kastration, Bauchgurt…) in einen „eigentlich“ gesunden jungen Hund zu investieren, um sich selbst zu schützen und sich weitere Dramen fern halten zu können?

    Nun hab ich den absoluten Luxus: ich studiere und bin zeitlich extrem flexibel und das wusste ich vor der Anschaffung, mein Freund verdient sehr gut und wir wohnen im Eigentum - wenn auch in einer Wohnung. Ich hatte sogar das Glück, mein Studium durchaus wegen dem Hund ein Semester mal eben verlängern zu können - ich habe also Zeit, bis der Hund 15-16 Monate Zeit ist, mich ihm voll und ganz zu widmen. Und mein Umfeld ist komplett hundeerfahren und hundefreundlich - die haut es - wortwörtlich - nicht um, wenn sie unsere Wohnung betreten, jammern nicht, wenn da mal die Haut etwas angeschubbert ist durch eine Kralle und motzen nicht, wenn der Hund vor Stress jammert.

    Mit zwei Wochen Urlaub zu Beginn wäre das nicht zu wuppen gewesen - aber weiß man ja vorher nicht, als wir ihn angucken, waren alle Hunde freundlich, lieb, verspielt, extrem zutraulich - und dank meiner Recherche weiß ich: solche Exemplare gibts auch aus anerkannten Zuchtstätten und für seine Hormone kann er zum Beispiel auch nichts. Ja und jetzt? Wie wuppt das eine normal existierende Familie oder gar Einzelperson?

    Ich würde also sagen: wir hatten die besten Voraussetzungen und die besten Ambitionen - wäre ein Faktor davon nicht gegeben (Finanzen, Zeit, Psyche, Körper, irgendwelche anderen Ressourcen), ja dann…

    … ja dann hätte er ausziehen müssen. Das wäre gar nicht umzusetzen, nicht tragbar, nicht durchführbar, nicht finanzierbar und damit rechnet man einfach nicht, selbst wenn man schon „alles gesehen hat“ und mit sind eben Leute bekannt, die Schäferhund aus einer Zucht mit ähnlichen oder gleichen Macken haben. Irgendwann findet man sich und tauscht sich aus. Also rasseabhängig?

    Was muss man also mitbringen, um das, ein solches, absolutes worst case, abfedern zu können?

    Wer kann mal eben über ein Jahr zuhause bleiben - für den Hund?

    Wer kann mal eben das Konto ohne Aussicht auf Ende plündern - für den Hund?

    Wer kann mal eben das komplette Leben so derart umkrempeln - für den Hund?

    Wer kann und muss das leisten und mitbringen? Der Ottonormalhundehaltermensch? Kann man so was überhaupt einfach so mitbringen und leisten? MUSS das jeder, der sich einen Gebrauchshund holt, leisten können, weil ist ja ein Genrauchshund und es gibt ja zig worst cases? Kann und muss man für alles gewappnet sein?

    Oder gibt man den Hund eben doch ins Tierheim, weil man merkt: hey, ich hab alles getan, es geht einfach nicht mehr, sowohl dem Hund als auch mir/uns geht’s schlecht, wir passen nicht in das Leben des jeweils anderen?

    Und ist man dann ein schlechter Mensch, weil man sich übernommen hat - das aber feststellt und den Hund lieber abgibt, statt alle Beteiligten darunter leiden zu lassen? Hat man es denn dann automatisch nicht verdient, weil das ja typischerweise jedem passieren kann, der so ein Exemplar noch nicht hat/te? Wie oft hat man die Möglichkeit, mit so einem Exemplar arbeiten zu müssen, um zu wissen, was man tut, wenn viele verschiedene worst-cases aufeinander kommen? Hat es ein Mensch, der schon seit 20 Jahren Hunde verschiedener Rassen hält und die im agility ausgebildet hat so viel leichter als jemand, der das noch gar nicht kennt, nur weil er weiß, wie man Hunde versorgt und das Zusammenleben einigermaßen mit ein paar Individuen erlebt hat, die aber gar nicht das sind, was man nun zuhause hat? Bringt einem das Wissen um Thema x etwas, wenn ein worstcase im Thema Y einen überrollt?

    Und ich bin ganz extrem sicher: wäre das ein Labbi, hätte ich die ganzen Schwierigkeiten nicht in der Art. Wäre das ein misshandelter Jack Russel aus dem Tierheim, hätte ich die Probleme sicher auch nicht.

    Ich hab ein Individuum einer Gebrauchshunderasse, die für ihre Rasse typische „worst cases“ mitbringt und zeigt. Und noch rasseunabhängige „worst cases“ allmählich nachlegt.

    Meiner Meinung nach kann und muss man sich auf all das nicht vorbereiten und ich bin auch der Meinung, dass man seinen Hund abgeben darf und sogar soll, wenn es einem zu viel wird. Ein Tierheim ist keine Todeszone, die Hunde werden auch dort gut versorgt und durchaus auch von Trainern beschäftigt.

    Was wäre die Alternative? Behalten, obwohl man kein Geld mehr hat und dann kommt ne teure Notfall-OP und er muss deswegen eingeschläfert werden? Behalten, obwohl er die eigenen Kinder aus der Freude heraus verletzt? Behalten, obwohl man das als alleinerziehender Vater mit Hund, der deutlich mehr Aufmerksamkeit braucht als eh schon stark aufmerksamkeitsbedürftige Vertreter, die man noch hätte wuppen können, so aber nicht?

    Man sieht im Tierheim immer nur den Gebrauchshund und Texte wie: Halter war überfordert, der Hund hat sehr viel Energie.

    Für Ellionore und für mich sind 15km Spaziergang mal eben kein Ding - jemand anders schafft das einfach nicht, weder zeitlich noch körperlich. Und dann rennt der Hund einem durch die Bude und man würde so gerne - KANN aber nichts tun.

    Muss man also 3h am Stück zügig laufen können, um einen Gebrauchshund kaufen zu dürfen? Na dann möge mal bitte jeder seinen abgeben, der das nicht schafft. Muss man 10000€ mal eben auf der hohen Kante haben können für den Hund, falls der wie unserer mal eben in einem Jahr an die 2500€ kostet, morgen noch eine magendrehung hat die 2000€ kostet, übermorgen sich das Bein bricht und außerdem durch einen Unfall behandelt werden muss? Na dann möge bitte jeder, der nur 2000€ für seinen Hund auf hoher Kante hat, den bitte abgeben. Sportunfälle - auch so was, bei sportlich geführten Gebrauchshunden nicht mal selten und dazu noch die teure Physio.

    Ihr seht, ich könnte ewig so weiter machen, denn es gibt, in meinen Augen, einfach kein „du musst dies das jenes Können haben wollen“. Man muss aber gewillt sein, sich dem Hund völlig anzupassen und sich auch eingestehen können, wenn es eben doch nicht klappt.

    Überlegt mal: den Partner lernt man über Wochen und Monate kennen, bevor man ihn sich ins Haus holt. Der zieht nicht direkt ein, wenn er grade frisch geschlüpft ist. Aber einen Hund - da wissen wir gar nichts davon, egal ob 8 wöchiger Welpe vom Vorzeigezüchter oder dreijähriger Verstoßener aus dem Heim, wie der Hund bei uns zuhause ist, das lernt man auch nicht in zwei Probewochen, das zeigt sich über Monate.

    Das kann immer schief gehen, das kann immer problematisch werden, das kann immer Schwierigkeiten machen.

    Die viel wichtigere Frage ist doch also: wie gehe ich damit um, wenn es eben jene Probleme gibt, kann und will ich das stemmen und habe ich dafür die Ressourcen? Und muss ich die überhaupt alle haben?

    Einmal editiert, zuletzt von FlatSnow1639 (2. Oktober 2021 um 11:24)

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 2. Oktober 2021 um 11:32
    • #165

    Dazu fällt mir noch ein: was, wenn die Nachbarn sich beschweren, weil der Hund bellt, wenn man auch nur 2-4h auf Arbeit ist und das trotz Training einfach nichts wird? Kann man mal eben weg vom Job in die Pampa ziehen und hat man dafür mal eben mehrere hunderttausend Euro bzw kann man die finanzieren?

    Und wer weiß, ob das eben nur Ersthundehalter sind, hätte ich jetzt den absolut pflegeleichtesten Vertreter zuhause, der nur chillen will und bekomme in 10 Jahren dann so eine Granate, wenn ich nicht die jetzigen Ressourcen habe, ja dann kann ich das auch nicht stemmen und bin geschockt, aber dann ist man ja „rasseerfahren“ und gibt man so einen dann ab, ja dann ist der Hund ewig gebrandmarkt. Dann wird aus einem „Halter war überfordert, Hund hat viel energie“-Hund plötzlich ein „rasseerfahrener Halter konnte das Zusammenleben trotz größter Bemühung nicht in Bahnen lenken“-Hund. Bei ersterem denken die Leute „genial, ich gehe 6x die Woche 2h joggen, genau mein Hund, blöder Halter davor!“ und bei zweitem Hund - selbst wenn es genau der selbe ist, denkt man sich „oh Gott, also wenn ein Schäfimensch mit dem nicht klar kommt, wie soll das denn ich, obwohl ich dreitausend Voraussetzungen deutlich überdurchschnittlich bei weitem übertreffe, kenne die Rasse ja nicht“.

    Also ja. Was muss man mitbringen, für so einen „Gebrauchshund“, damit der niemals im Tierheim landet.

    Übermenschliche Fähigkeiten. ;) Ums kurz zu machen. Sonst kann man gar nicht alle Eventualitäten abdecken.

    Selbst wir haben nicht mal einen Garten. :D Und auch ich bin derzeit - seit Monaten - „überfordert“ und am Limit. Das heißt aber nicht, dass er nun ins Heim muss. Eher baue ich noch einen Indoorzwinger, aber auch hier: muss man das denn leisten können?

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