Maicas plüschige E´s

  • Heute ist Elysia 12 Wochen alt und wiegt nun genau 9 kg - sie nimmt also auch sehr gleichmäßig jede Woche ein Kilo zu. Beim Messen versuchen wir mit Leckerchen, Wasserwaage, Bleistift und dem obligatorischen Strich am Büroschrank so ungefähr ihre Größe festzustellen. Wie genau das ist, weiß ich natürlich nicht, aber der Zollstock zeigte heute 38 cm und somit wäre sie in einer Woche zwei Zentimeter gewachsen. Ich denke, das ist im normalen Wachstumsrahmen.


    Momentan versuchen wir einen Hundesportverein zu finden, in dem auch eine Welpengruppe angeboten wird.


    Der erste Kontakt war allerdings eher ernüchternd, denn es gibt nur eine Erziehungsgruppe in der alle Hunde von 16 Wochen bis nach oben offen jeweils am Samstag Nachmittag zusammen trainieren. Das wäre nun schon problematisch, weil ich dann mit zwei Hunden gleichzeitig auf dem Platz stehen würde.


    Was mich aber auch stört ist, dass mir gerade auch gesagt wurde, dass die Hunde keinen Kontakt zueinander haben sollen und Ziel der Hundeführerschein ist. Das ist nicht wirklich mein Ziel und dafür dann pro Hund im Vierteljahr 300 € zu bezahlen, finde ich auch ein bisschen teuer nur für Platz, Sitz, Fuß.


    Es handelt sich zwar um einen Hundesportverein, aber weitere Mitglieder werden nicht aufgenommen - das finde ich gerade unter dem Argument, dass für andere Hundesportaktivitäten zu wenig Leute da wären, ungewöhnlich - aber wenn ich nun böse denken würden, bringt ein Kursteilnehmer, der für ein Vierteljahr 600 € bezahlt, halt mehr Geld in die Kasse, als ein Mitglied, das lediglich einen Beitrag entrichtet.


    Die SV-OG, die noch gut erreichbar wäre, ist leider auch eher ein eingeschlafener Verein, wo jeder für sich trainiert und auch kein IGP-Training oder eine Welpengruppe angeboten wird.


    Ich werde also vermutlich ein bisschen weiter fahren müssen, aber zumindest klingt der Hundesportverein, für den ich dann 20 Kilometer fahre, nach einer sinnvolleren Variante, weil es eine Welpengruppe gibt und eine BH-Gruppe, eine Agility-Gruppe und auch sonst mehr angeboten wird. Es wird auch kein Kursgeld verlangt, sondern man wird Mitglied, zahlt 80 € Jahresbeitrag und darf dafür an allen geführten Trainings teilnehmen.


    Mir geht es eigentlich nun auch gar nicht primär um die Kosten, aber der erste Verein klingt eher "planlos" und ob ich mit Elysia zusammen mit erwachsenen Hunden trainieren möchte, glaube ich definitiv nicht.


    Meine Frage, ob es auch ein Einzeltraining gibt, weil ich gerne an Chias Frusttoleranz arbeiten würde, wurde mit "nein" beantwortet und ich müsse halt auch zuhause was machen. Ja, das tue ich, aber zuhause ist sie ja auch vollkommen unproblematisch bei jedweder Hundebegegnung. Das Problem besteht ja nur draußen, wenn uns ein fremder Hund entgegenkommt und sie nicht zu ihm darf - dann brüllt sie ihren Frust raus und sieht dabei nicht so aus, wie ein Hund, mit dem ich meinen spielen lassen möchte ... obwohl sie wirklich ein herzensgutes Hundemädchen ist, das sich mit jedem verträgt.


    Wir hatten vor einem halben Jahr auch noch das Problem, dass sie auch Fahrradfahrer und Jogger anbrüllte. Das ist mittlerweile aber so entspannt, dass ich zuversichtlich bin, dass es irgendwann auch mit den Hundebegegnungen entspannter wird.


    Allerdings denke ich, dass Chia aktuell die Aufmerksamkeit einfordert, die sie glaubt, an Elysia abgegeben zu haben. Sonst war sie im Bezug auf Training meine Nummer 1 und stand immer direkt in meinem Fokus. Nun fordert aber auch Elysia meine Aufmerksamkeit und Chia fängt an, sich irgendwelche Dummheiten auszudenken.


    Sie hat innerhalb von einer Woche gleich zwei mal einen Hasen gejagt - wobei sie immer nur ein paar Meter hinterherrennt und dann auch sofort zurückkommt, aber bislang war sie zwar an den Waldtieren interessiert, akzeptierte aber, dass das Hinterherrennen gänzlich unerwünscht ist.


    Mein Gefühl ist, dass sie das nur macht, damit es mal wieder um sie geht und da ist ihr jedes Mittel recht - selbst geschimpft zu werden verschafft ihr ja meine - von ihr gewünschte - Aufmerksamkeit.


    Darum werde ich nun einfach auch wieder alleine mit ihr trainieren und sie dann in den Mittelpunkt stellen ... denn auch wenn ihre Jagerei sehr halbherzig ausgeführt wird und vermutlich nicht mit dem Ziel, wirklich Wild zu erlegen, geht dabei jedes mal ein Ball verloren, der im Dickicht unauffindbar bleibt.


    Zu meinem Erstaunen können ihr aber die Rehe und Hasen über die Pfoten rennen, ohne dass sie Interesse an ihnen zeigt, wenn andere Hunde mit uns zusammen laufen.


    Die letzten Abende waren wir immer mit Fredy und Frauchen unterwegs und Chia ist jeweils so gehorsam, dass ich mich frage, ob ich dann einfach entspannter bin und nicht ständig ein wachsames Auge auf Chia werfe und sie dann einfach auch gelassener ist. Selbst wenn Fredy von der Fahne geht, weil er Wild wittert, bleibt Chia bei mir und hört aufs Wort.


    Hat es also nichts mit Elysia zu tun?


    Ich werde wohl schlauer sein, wenn ich das Hundetraining wieder einzeln abhalte und jede der Damen ihre eigene Zeit bekommt, in der nur sie im Mittelpunkt steht.


    Elysia ist übrigens inzwischen tatsächlich stubenrein und meldet sich, wenn sie raus muss.


    Ihr Versteckspiel behält sie aber bei und heute fand ich sie in der Duschtasse im Kräuterparadies, wo sie tief und fest schlief.


    Nachts kriecht sie manchmal zu mir ins Bett, aber meistens wird es ihr dann auch rasch zu warm, während Chia ein Fan von weichen Kissen ist und oft die ganze Nacht auf meinen Füßen liegt, wo sie sich in ihre Kissen und Decken einkuschelt.


    Ein Foto habe ich auch noch vom gestrigen Besuch von Fredy, bevor wir zu einer kleinen Abendrunde aufgebrochen sind:


    ... ein Öhrchen steht jetzt auch immer öfter und länger ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Verbena ()

  • Deine Mädels sind soooo lieb! <3

    Ich bin ganz hin und weg - aber ich muss sagen, dass das keine Wasserschüsseln sind, das sind eindeutig metallerne Badewannen :D


    Meine Frage, ob es auch ein Einzeltraining gibt, weil ich gerne an Chias Frusttoleranz arbeiten würde, wurde mit "nein" beantwortet und ich müsse halt auch zuhause was machen.

    Tatsächlich gibts das in unserem Verein auch nicht, denn als ich fragte, was mich die Einzelstunden kosten, da hieß es nur "wir sind ein gemeinnütziger Verein, wir geben keine Einzelstunden". Also hat der Trainer das von sich aus gemacht, sich privat mit mir getroffen und dafür Zeit aufgewendet... Natürlich muss ich sagen: ich bin da mittlerweile bei allen Leuten voll inkludiert nach kürzester Zeit und hab da direkt Kontakte aufgebaut und "Beziehungen geknüpft" - deswegen bin ich umso glücklicher, in einem kleinen Verein gelandet zu sein, als in irgendeiner oberflächlichen Hundeschule und würde auch nur das empfehlen, da sich da einfach zwischenmenschlich viel mehr entwickeln kann und man sich gegenseitig hilft und unterstützt und auch füreinander da ist. Was man gibt, bekommt man auch zurück und was man bekommt, das gibt man auch wieder zurück.


    Das Problem besteht ja nur draußen, wenn uns ein fremder Hund entgegenkommt und sie nicht zu ihm darf - dann brüllt sie ihren Frust raus und sieht dabei nicht so aus, wie ein Hund, mit dem ich meinen spielen lassen möchte ... obwohl sie wirklich ein herzensgutes Hundemädchen ist, das sich mit jedem verträgt.

    Hach, mein Brummi... ah halt, es geht ja um Chia! Die zwei sind sich ja aber sehr, sehr ähnlich und nachdem ich so gute Erfahrungen gemacht habe mit dem Schnuller, würde ich dir genau das natürlich auch empfehlen wollen. Mit ihr zergeln oder gemeinsam den Schnuller tragen, wenn ein Hund kommt. In dem Falle eben ein Ball mit Schnur dran, Chia liebt ja ihre Bälle. :)

  • Verbena einen guten Hundesportverein zu finden, ist ja echt nicht einfach.

    Aber Du wirst garantiert den richtigen Verein für euch finden! :) Dein Auswahlverfahren liest sich auf jeden Fall echt gut.


    Und Deine Mädels sind so was von Zucker, die kleine Elysia ist ein richtiger kleiner Wonneproppen. Die entwickelt sich so richtig toll. Ach wie mich das zurück an den damals kleinen Sam erinnert, ein Öhrchen steht und das nächste bald auch... :saint:

  • @Azemba


    Ja, der Brummi und meine Chichi sind sich sehr, sehr ähnlich und weil ich im Brummi-Fanclub bin, finde ich das ja auch schön. Das Problem ist nur, dass sie sich mit dem Ball von Rehen, Hasen und anderem Wild ablenken lässt und ihren Stress quasi hineinkaut, aber wenn sie andere Hunde sieht, ist nichts anderes mehr interessant. Da unterscheidet sie sich leider vom Brummi.


    Ich versuche es momentan mit der Bärenumarmung und das funktioniert einigermaßen. Allerdings ist es schwierig, Chia zu umarmen und gleichzeitig Bene und Elysia zu halten, die auch gerne mal den Kollegen Hallo sagen.


    Bei Chia ist es ja auch Frust und wenn sie frei läuft und uns ein Hund entgegenkommt, den wir kennen und der auch frei läuft, dann geht sie kurz hin und dann ist der Kumpel auch meistens wieder uninteressant.


    Vielleicht fühlt sie sich auch sicherer, wenn sie entscheiden kann, wie sie reagiert und nicht von mir festgehalten wird, aber das Problem ist halt, dass die Halter der entgegenkommen Hunde, die an der Leine laufen, das nur semiwitzig fänden, wenn Chia alle kontrolliert - auch wenn sie ihnen nichts tun würde.


    Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch das Problem lösen werden, denn es gab schon Zeiten, in denen sie auch Jogger und Radfahrer anbrüllte und da reagiert sie inzwischen so souverän. Selbst als Fredy am Sonntag eine Radfahrerin anbölkte und hinterher wollte, blieb Chia gelassen und ich war sehr stolz auf sie.


    Auch heute hätte ich sie wieder knutschen können (ja, ich habe es auch getan).


    Wir sind heute erst um sechs losgelaufen, weil es um vier Uhr so regnete, dass Elysia nicht mal zum Pipimachen vor die Tür wollte und ich dann mit Schirm und dem Welpen unter dem Arm zum Rasen lief, Elysia absetzte, den Schirm über sie hielt (was macht es schon, dass ich pitschnass wurde 8o ), damit sie Pipi machen konnte, ohne nass zu werden. Ergo dachte ich mir: "Wenn die nicht mal zum Pieschern raus wollen (Bene und Chia warteten in der Haustür), dann brauchen wir auch nicht loslaufen, bevor es nicht weniger regnet."


    Gegen sechs Uhr hatte es dann fast aufgehört zu regnen und so liefen wir mit einer Stunde Verspätung los. Unterwegs hörte der Regen sogar kurzzeitig ganz auf und die Hunde genossen die frische Kühle ... die anscheinend auch die Rehe und Hasen nutzten, um sich die Füße zu vertreten, denn plötzlich krachte es neben uns im Unterholz und direkt neben uns schoß ein Rehbock auf den Weg und vor uns her. Chia schaute erst verdutzt, dann überlegte sie, ob sie den noch eingefangen bekommt, aber als ich "Lass es!" in ihre Richtung zischte, blieb sie stehen, schaute mich an und kam direkt zu mir. Manchmal frage ich mich, warum sie nicht immer solche Sternstunden ihres Gehorsams haben kann und einem damit zu Höhenflügen verhilft.


    Aber wir feiern die kleinen Erfolge und so gab es eine Runde Kekse für alle.


    Bene war heute auch extrem gut gelaunt. Sie spielte sogar mit Elysia und forderte ihr Bällchen, wollte, dass ich es ihr werfe und verlor es nicht unterwegs.


    Elysia ist sowieso meistens ein Gutelaunehund.


    Sie akzeptiert inzwischen tapfer, dass Pferdeäppel, tote Blindschleichen und andere Leichen nicht mitgenommen werden dürfen und hört auf mein Pfui. Heute Früh lag ein toter Maulwurf auf dem Weg. Bene beroch ihn, lief dann aber daran vorbei, Chia überlegte, ob sich dafür eine Verwendung finden lässt und entschied dann, dass es kein toter Maulwurf wert ist, mit der Muddi Ärger zu bekommen und Elysia schaute kurz hin, fand dann aber, dass Ignoranz die beste Form ist, toten Maulwürfen zu begegnen.


    Wann immer man sie anspricht, platziert sie sich auf ihren dicken Fellpopo und schaut einen interessiert an - ihre Aufmerksamkeit ist fast immer bei mir. Außer, wenn sie mit Chia spielt oder der Meinung ist, dass Bene ihre Gesellschaft wünscht und sie ihr zur Seite stehen muss. Dann ist sie auch mal taub für meine Ansprache.


    Einziges Laster, das sie derzeit pflegt, ist das Zerkauen von watte- oder schaumstoffgefüllten Gegenständen.


    Gestern fand ich zuerst eine Menge Watte, dann einen Plastikquietscher und dann die Hülle eines Bällchens, das Elysia wohl irgendwo in einem von Chias Verstecken gefunden hat. Dann hatte ich mich gestern Nachmittag für ein Stündchen hingelegt, weil ich Kopfschmerzen hatte und als ich aufwachte, hatte Elysia ein Stück aus meiner Matrazenkante herausgefressen. Gut - wir wollten sowieso neue Matratzen kaufen, aber ich denke, damit warten wir, bis Elysia ihre kauintensive Phase hinter sich gelassen hat.


    Dabei tritt man hier ständig auf angelullerte Kauknochen und glitschig gekaute Rinderfellstücke, an denen sie ihre Zähnchen erproben könnte. Aber die sind halt nicht mit Watte oder Schaumstoff gefüllt.


    Ich bin ein bisschen bange, dass das neue Hundebett, dass ich fürs Kräuterparadies gekauft habe, eventuell auch ein Opfer ihres Welpengebisses werden könnte, aber Bene tat mir so leid, weil sie immer auf den kalten, harten Fliesen liegt und das angefressene Hundesofa lud Chia und Elysia zu weiteren zerstörerischen Aktionen ein.


    ... und das Thema Hundesport wird hoffentlich nicht zu einem Problem ausufern. Ich habe ja wirklich gleich an Dich liebe Luna gedacht, als ich mit dem 1. Vorsitzenden des ersten Hundesportvereins telefonierte, bei denen ich pro Quartal 600 € für beide Hunde zahlen sollte, damit ich einmal in der Woche an einem Erziehungstraining teilnehmen darf.


    Ich würde schon gerne mehr machen, als nur mit Bassets, Beagels, Labradoren und Co. und deren ältlichen Hausfrauenfrauchen im Kreis zu laufen. Bitte missversteht mich nicht. Ich gehe selbst stramm auf die 60 zu und habe 25 Jahre keinen Hundesport im Verein mehr gemacht. Chia hört auf Sitz, Platz, Fuß und Aus. "Bleib" ist schon manchmal eine Herausforderung für sie, aber meistens funktioniert das auch noch. "Hier" ist bei ihr tagesformabhängig, aber all das funktioniert bei ihr wahrscheinlich nicht mehr unter Ablenkung und bei ihrem Frustproblem, wenn sie die anderen Hunde nicht begrüssen darf.


    Das Chaos und die Probleme wären vorprogrammiert, wenn ich mit den Damen und ihren Hündchen ständig aneinandergerate, weil sie meine Chia für den hundgewordenen Leibhaftigen halten und um das Leben ihrer Lieblinge fürchten würden, kaum dass Chia am Horizont erscheint.


    Also brauche ich einen Verein, wo Schäferhunde keine Vorurteile erfahren und es nicht um das Erlangen des Hundeführerscheins geht oder die BH schon ein unerreichbares Ziel darstellt, weil es gar nicht angestrebt ist.


    Ich muss auch nicht zwingend Prüfungen ablegen, aber ich möchte, dass Chia sich wohlfühlt und das tut sie, wenn man sie fordert und sie dafür gelobt und belohnt wird. Gestern habe ich 20 Minuiten mit Chia ein bisschen Unterordnung mit Hilfe vom Clicker geübt und sie war so in ihrem Element und glücklich, weil es mal nur um sie ging und sie ausgiebig gelobt wurde. Sie hätte mir vor lauter Begeisterung fast den Clicker aus der Hand gefressen, weil sie dachte, das wäre das Leckerchen :D


    Das zeigt mir, dass sie eben im Grunde gerne gehorsam sein möchte, aber ihr fehlt meine ungeteilte Aufmerksamkeit und die muss sie nun irgendwie bekommen, ohne dass die beiden anderen zu kurz kommen, weil sie eben unkomplizierter und weniger anspruchsvoll sind.


    Wir bekommen aber auch das irgendwie hin :thumbup:

  • Verbena , ich glaube, sich um die ganze Umstände bewusst zu sein, ist schon die "Hälfte der Miete".

    Du weißt, welche deiner Damen wo ihre Problemchen und Wünsche haben und handelst entsprechend.

    Es scheint mir, du bist eine ähnliche Helikopter-Hundmutti wie ich. ;)

  • Verbena , ich glaube, sich um die ganze Umstände bewusst zu sein, ist schon die "Hälfte der Miete".

    Du weißt, welche deiner Damen wo ihre Problemchen und Wünsche haben und handelst entsprechend.

    Es scheint mir, du bist eine ähnliche Helikopter-Hundmutti wie ich. ;)

    Ich fürchte, ich bin tatsächlich durch die Hunde zur Helikopter-Mutti mutiert, denn ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bei unserer Tochter irgendwie gelassener und weniger besorgt war und mich heute wundere, wie extrem die heutigen Mamis ihre Kinder behüten ... aber das letzte Kind hat bekanntlich Fell ;)


    Eigentlich standen eben beide Öhrchen ... bis ich mit dem Fotoknipsapparat kam und abdrückte ... da schwächelte das Knicköhrchen wieder. Aber selbst wenn die Ohren niemals beide stehen würde, habe ich diesen Fellfloh in den letzten dreieinhalb Wochen so sehr in mein Herz geschlossen, dass sie grünkariert werden könnte und es täte meiner Liebe keinen Abbruch.


    Nun gibt es halt wieder einstehohr-Bilder:

  • Das liest sich doch so schön Verbena und weißt Du, von den Hundevereinen oder Hundeschulen bin ich nach meinen letzten Erfahrungen einfach kuriert. Zum einen kann ich ja selbst vieles durch meine früheren Hundesporterfahrungen (UO und Fährte im Gelände gehen ja überall) und zum anderen ist eh keiner auf meine Wünsche eingegangen, worum es mir überhaupt gegangen ist, nämlich Begegnungen zu üben. Die Angsthasen vor DSH und ihre ganzen Ratschläge mit Kastration usw.. haben mich nun davon überzeugt, dass ich mir lieber ein Buch nach dem anderen kaufe über das Thema Aggression ggü anderen Hunden und dadurch eigentlich wirklich gute Tipps rauslese, außerdem dadurch für mich selbst den Horizont erweitern kann.


    Was ich damit sagen will, ob Du überhaupt einen Hundesportverein benötigst. Denn die Kommandos die sitzen ja bei Bene und Chia und Auffrischung kannst Du ja jederzeit selbst mit einer kleinen UO mit jedem einzelnen machen. Die eine könntest Du ablegen, während Du mit der anderen ein bisschen arbeitest. Und Fährten könntest Du ja auch.

    Klar, für Elysia wäre es schon schön, wenn sie in eine Welpenschule könnte und die ist ja dafür da, dass sie mit Gleichaltrigen spielen und sich messen kann. Ich glaube ich würde mir das nicht antun, mit Elysia und Chia auf den HP zu fahren. Der Altersunterschied ist einfach in diesem Fall zu groß. Denn Elysia benötigt die Welpenschule, während dieser Zeit Chia im Auto sitzen bleiben müsste und später müsste dann Elysia im Auto bleiben, während Du irgendwann mit Chia am HP arbeiten kannst.


    Aber natürlich kann es auch sein, dass Du einen Verein findest, der das ganz gut organisiert hat, aber da glaube ich musst Du schon ganz schön suchen, bis Du den findest. Wenn Elysia dann so 6-7 Monate alt ist, dann kann sie ja schon besser länger im Auto warten, bis Chia fertig ist und Du sie dann holst. Aber hast Du denn soviel Zeit?


    Ich bin jedoch überzeugt, dass Du mit Deinen Mädels auf jeden Fall einen guten Weg gehst. Egal wo, im Wald, beim Gassi oder in einem Verein. Viel Glück beim Suchen und Finden. :)

  • Ach Mona ... im Grunde schreibst Du mir ja wirklich aus dem Herzen. Ich schrieb ja schon, dass ich genau die Bilder im Kopf hatte, die Du beschrieben hast, als Du mit Sam Deinen Weg durch die Hundesportvereine suchtest und definitiv kommt kein Hundesportverein in Frage, bei dem ich am gleichen Nachmittag mit beiden Hunden antreten müsste, denn dann wäre ich im Kopf immer bei dem Hund im Auto und nicht bei dem Hund, mit dem ich gerade arbeite.


    Das Problem ist halt manchmal, dass wenn man einen Trainingstermin hat, man den auch wahrnimmt. Wenn ich alleine vor mich hinpusele, dann schwänze ich meine Vorhaben schon eher mal, weil mir dann die Motivation fehlt ... ja, ich weiß: Meine Motivation sollten meine Hunde sein, aber ich weiß aus meiner Turnierreitererfahrung, dass ich - als ich noch regelmäßig mit meinen Pferden zum Training fuhr, auch motiviert war und den Erfolg im Blick behielt. Als ich dann irgendwann nicht mehr zum Training fuhr, erlosch auch meine Turnierambition und der Wunsch nach Erfolg ... und irgendwann hatte ich dann gar keine Lust mehr auf irgendwelche dressürliche Fortschritte und dann ritt ich mein Pferd nur noch im Gelände spazieren ... momentan habe ich noch nicht mal große Lust darauf und dabei habe ich mir ein ganzes Dualgassen und Equikinetik-Equipment bestellt, habe das Glück, eine eigene Reithalle zu haben, in die Micha im Frühling extra einen neuen Bodenbelag hat einfahren lassen und trotzdem fehlt mir der Anschub und der Ehrgeiz, mich wieder ein bisschen mehr zu bemühen.


    Bei den Hunden ist es ähnlich. Es macht Spaß, wenn jemand mit mir zusammen ein bisschen Agility übt und dann "lohnt" es sich auch, den Parcours aufzubauen. Aber 20 Minuten Abschreiten, Abmessen, Agilitygedöns raustragen für 20 Minuten des Übens und danach alles wieder aufräumen ... da lasse ich das lieber gleich. Ich ärgere mich da auch über mich selbst, weil ich so unmotiviert bin und mir der Ansporn fehlt, wenn ich alleine rumwusele.


    Aber gestern habe ich gemerkt, wie genial Chia mitmacht und heute Früh war sie so bei mir und sowas von gehorsam, dass mir schon klar ist, an wem es liegt, wenn sie meine Aufmerksamkeit vermisst und sich Dummheiten ausdenkt, weil ihr das profane Spazierengehen einfach zu langweilig ist.


    Darum wäre meine Hoffnung, dass ein Training im Verein meinen Ehrgeiz weckt und mich motiviert, das Potential meiner Hunde, speziell von Chia, nicht brach liegen zu lassen - oder in dem Fall in die richtige Richtung zu lenken.


    Für Elysia wäre es natürlich auch schön, mit Gleichaltrigen zusammen zu sein. Sie hat ja viel Kontakt zu Gassifreunden und freut sich auch über Hundebesuch, aber das Spiel mit erwachsenen Hunden bereitet mir meistens eher Sorgen, als dass ich mich darüber freue, weil sie im Vergleich zu Chia, Fredy, Caya, Odin oder Bene einfach noch viel fragiler und empfindlicher ist und ich keinen Schaden an ihrem Bewegungsapparat riskieren möchte, damit sie soziale Kontakte hat.


    Sie ist unkomplizierter als Chia es ist und wenn wir ihren kleinen Dickkopf noch dazu bekommen, nicht immer dem größten - von ihr bestimmten - Spaßfaktor zu folgen, ist sie so leicht zu führen, dass ich mir bei ihr gar keine Sorgen mache, dass ich sie unterfordere - da ist ihr Anspruch einfach ein anderer.


    Ich versuche auch durch Lesen zu Inspirationen zu finden, um für Chia den besten Weg zu erkennen und suche in der Quintessenz der Informationen das Passende für uns herauszufiltern ... aber manchmal fehlt mir dann doch wieder der Ansporn zur Umsetzung. Den ich habe, wenn ich nicht alleine vor mich hinwusele.


    ... und trotzdem frage ich mich natürlich: "Was sollen meine Hunde im Verein lernen, was ich ihnen nicht auch ohne Gruppentraining beibringen könnte?" Das soll keinesfalls eine Selbstüberschätzung meiner Fähigkeiten sein, sondern einfach die Feststellung, dass ich vielleicht wirklich keinen so hohen Anspruch habe, zig Prüfungen abzulegen, aber ich weiß, wie meine Hunde ticken und was sie gerne machen und wann man bei ihnen auf Granit beisst.


    Ich habe mit Lieschen und Joe so viele Jahre im Hundesportverein trainiert und das hat Spaß gemacht, weil die Leute super nett waren und es einen tollen Zusammenhalt gab und sogar Freundschaften entstanden. Ich habe damals viel gelernt. Meine Hunde haben viel gelernt.


    Aber das, was das Lieschen und Joe dort lernten, kann ich mit Chia auch alleine üben und wäre ihr Frustfaktor nicht so niedrig angesetzt, würde ich vermutlich weiterhin ganz entspannt vor mich hinwuseln, denn für den normalen Alltag mit den Hunden reicht das, was ich ihnen vermitteln kann.


    Aber ich schicke auch nochmals voraus, dass ich mich nicht für einen besonders guten Hundeführer halte - dazu fehlt mir einfach der Ehrgeiz. Aber wenn ich höre, was der Hundesportverein anbietet, dann weiß ich, dass Chia dort auch nicht unbedingt in dem Rahmen gefordert wird, wie sie das bräuchte, um sich ausgelastet und entspannt zu fühlen.


    Bleibt also die Frage, ob ich für Elysias Welpengruppe hinfahre und mit Chia weiterhin nach Gefühl trainiere oder ob ich im Verein die Motivation finde, die mir fehlt.


    Aber Deine Zeilen stimmen mich sehr nachdenklich liebe Mona und ich frage mich, ob ich Deinem Beispiel einfach folgen sollte.


    So - aber das Fotos hochladen klappt nach wie vor nicht und es gehen auch keine Bilder, die ich schon hier eingestellt hatte.

  • Ich kann jetzt nur von mir reden Verbena und da bin ich jetzt sehr ehrlich. Als ich mit Sam bei der OG war und sich rausstellte, dass er die HD hat, hatte ich also gekündigt und weißt Du was? Ich war einfach zusätzlich leider froh, die Verpflichtung Mi und Sa am HP um eine bestimmte Uhrzeit aufkreuzen zu müssen, nicht mehr zu haben. So erging es mir dann auch bei dem letzten Hundeverein. Immer Do um eine bestimmte Uhrzeit dort sein müssen. Dieser HP war von uns auch 25 Min. entfernt, aber durch etliche Baustellen brauchte ich einmal eine ganze Stunde und das abends. Als sich das zerschlagen hatte, war ich wieder eher erleichtert, dass ich da nicht mehr hinfahren "muss".


    Du weißt es ja selbst mit den Pferden und dennoch muss ich Dir aus meiner Geschichte raus erzählen, dass als ich vor knapp 10 Jahren mein le. Pferd über die Regenbogenbrücke geschickt habe, gleichzeitig auch wusste, ich kaufe mir nie mehr eines. Täglich waren einfach 3-4 Stunden weg (mein Pferd war jedoch wo eingestellt), sicher waren sie sehr schön, aber auch ungemein verpflichtend. Und das spüre ich immer mehr, dass ich mich niemandem gegenüber mehr verpflichten will. Die Hunde leben bei und mit uns und ich kann mein Zeitmanagement selbst steuern. Ich bestimme, wann ich jetzt was mache. Bis auf meine Arbeit, in der ich um 07.00 Uhr früh erscheinen muss.


    Wenn ich Dich mit mir vergleiche, dann denke ich, dass es auch etwas mit dem Alter zu tun hat. Man wird einfach ruhiger und gelassener und manches wird einem halt auch eher zu viel. Wäre mir ehrlich auch zu blöd, das ganze Agiltyzeugs aufzubauen, für 20 Minuten und dann wieder wegzuräumen.


    Aber es gibt ja auch die schönen Seiten der Gelassenheit und des Alters. Wenn Du jetzt nicht mehr dressurmäßig reiten möchtest, dann ist das doch auch schön einfach mit den Pferden im Gelände zu bummeln. Schöne Ausritte zu unternehmen. Kannst Du da Chia nicht mal mitnehmen? Meinen Xorro hatte ich früher bei meinen Ausritten mit Muskat immer dabei. Das war so toll, weil Muskat immer Xorro brauchte, wenn es im Gelände schwieriger wurde, dass der vor geht und wenn Xorro das machte, dann war es natürlich kein Problem mehr.


    Ich würde jetzt da nicht so denken, dass Chia das oder jenes erreichen könnte, wenn Du sie mehr fordern würdest. Sie haben alle bei Dir ein super tolles Leben und Du nimmst ja wirklich sehr viel Rücksicht auf sie. Manch ein DSH vom HP würde gerne mit Chia, Bene und Elysia tauschen. Weil so mancher gedrillt wird, nur weil Herrchen o Frauchen meinen, dass sie das gerne möchten. Bei manchen ist es einfach offensichtlich, dass sie eben nicht gerne am HP arbeiten, nicht diesen Ehrgeiz haben und im übrigen reihe ich da Sam auch ein, der findet den HP einfach langweilig.


    Da streunt er wie heute mit mir lieber am Baggersee umeinander, geht toll zum schwimmen (man stelle sich vor, keine Menschen!!!) und anschließend machten wir auf einer freien Wiese noch eine kleine UO. Beide sind wir jetzt glücklich und zufrieden wieder zuhause.

    Wenn das Wetter passt, dann gehen wir vielleicht morgen mal auf die Fährte, rein zur Gaudi und zur Kopfauslastung und weil wir beide da so unsere Freuden erleben. Aber braucht es mehr?


    Leider bekomme ich jetzt gleich Besuch, ich hätte gerne noch bessere Worte für Dich gefunden. Aber Du machst alles wirklich so toll und wenn Du keine Motivation hast, na und? Wer treibt Dich denn? Vielleicht findest Du aber auch einen tollen Verein, die Dich wieder etwas mehr motivieren.


    Mit Elysia würde ich auf jeden Fall in eine Welpenschule gehen. Das war für Sam auch sehr wichtig. Sie müssen unter Gleichaltrige und auch mal gewinnen können und da hat sie bei Deinen erwachsenen Mädels oder auch den anderen Hunden in Deinem Umfeld einfach keine Chance, mal eine niederzubügeln und drüberzustehen und dann passiert gleich wieder alles umgekehrt. Diese Freude würde ich ihr auf jeden Fall schenken. :)

  • Ich versuche es momentan mit der Bärenumarmung und das funktioniert einigermaßen. Allerdings ist es schwierig, Chia zu umarmen und gleichzeitig Bene und Elysia zu halten, die auch gerne mal den Kollegen Hallo sagen.

    Dafür würde ich einen Bauchgurt empfehlen, an dem man zwei Hunde fest machen kann (die gibt es tatsächlich, ich weiß nur grade nicht, wie die heissen, hatte ich aber schon auf Amazon entdeckt). Oder einen „Doppelführer“, also eine Leinenverlängerung, an die man zwei Hunde karabinern kann.




    Und jemand muss mir mal erklären, was eine Bärenumarmung ist :D

  • Ich war einfach zusätzlich leider froh, die Verpflichtung Mi und Sa am HP um eine bestimmte Uhrzeit aufkreuzen zu müssen, nicht mehr zu haben. So erging es mir dann auch bei dem letzten Hundeverein. Immer Do um eine bestimmte Uhrzeit dort sein müssen.

    Das problem habe ich grade… gestern ist zum Beispiel der Kurs ausgefallen und wurde auf heute verschoben und natürlich, jeder „Kurs“ ist zu bestimmten Uhrzeiten. Aber ich vermute nach wie vor, dass Brummi evtl eine ED haben könnte bzw sah es ja schon das letzte mal danach aus und wenn das zu sehr ausgeprägt ist, gehen wir nur noch in den basiskurs. Der ist zwei mal die Woche. Aber ich werde sehr froh sein, wenn ich nicht mehr mehrere Stunden die Woche dort sein muss, es mal ausfällt oder verschoben wird. Spätestens wenn ich nächstes Frühjahr dann entsprechend arbeiten gehe, habe ich diese Flexibilität gar nicht mehr und auch nicht die Zeit, mal eben hier und da 3h abzuzwacken und diese spontan auf andere Tage umzulegen, denke ich.


    Da wäre ich fast schon „froh“, wenn Brummi aufgrund einer ED o.ä. nicht mehr aktiv im Hundesportverein sein kann und ich dann selbst zuhause bestimmen kann, wie oft ich was und wann mache…