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Andere Länder, andere Sitten? - Trainingsmethoden

  • SaLoDeTo
  • 9. Juni 2021 um 13:39
  • FlatHeart1256
    Gast
    • 13. Juni 2021 um 11:10
    • #76
    Zitat von HSH
    Zitat von Ellionore

    Dann stellt sich die Frage ob Freilauf außer in gewißen sicheren Arealen überhaupt möglich wird.

    Ich schließe so ein Gerät jedenfalls für mich völlig aus.

    Das kannst du ja gern tun. Aber ich zB. sehe es so, das ich einem Hund gern möglichst schnell weitreichende Freiheiten gewähre. Und hätte ich einen richtigen Jäger würde ich durchaus über den temporären Einsatz eines Tele nachdenken.

    und ich würde mir eben einfach keinen richtigen Jäger kaufen. Es sei denn ich jage selber.

    Es ist hier nunmal aus gutem Grund verboten so ein Gerät zu verwenden.

    Ja es wirkt tadellos, seit dem Loki mal in einen Weidezaun gelaufen ist, hat er das nie wieder getan. Aber selber anwenden no way.

  • Micha369
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    27
    • 13. Juni 2021 um 11:22
    • #77

    wenn man die Dinger von geschulten Personen richtig anwenden lässt dann kann man damit wunderbar zuverlässig und schnell Verhaltensweisen verändern wofür man ansonsten ungleich länger (Jahre oder auch nie) benötigt hätte. Diese Dinger haben schon ihre Daseinsberechtigung vor allem im Profi-Bereich. Und auch M. Rütter kann das nicht leugnen.

    Wenn ich manchmal Leute sehe, die ihr ganzes Leben lang irgend welche Einschränkungen im Alltag mit ihrem Hund haben (z.B.: "den Hund kann ich nicht von der Leine lassen, der geht mir sofort jagen").

    Wie gesagt, im Profi-Bereich geht es ja nicht um Tierquälerei sondern um eine oder zwei gezielte und genau auf die Situation abgestimmte Anwendungen mit dem Ergebnis, dass es danach für Herrchen und Hund ein Leben lang besser geht.

  • HSH
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    951
    • 13. Juni 2021 um 11:29
    • #78
    Zitat von Ellionore

    und ich würde mir eben einfach keinen richtigen Jäger kaufen.

    Was hättest du gemacht wenn dein Loki sich zu einem Jäger entwickelt hätte? Ihn wieder abgegeben? Wohl eher nicht, oder. Im Grunde dürftest du dir dann ja keinen Welpen zulegen, schließlich weißt du da ja nie wohin die Reise geht. ;)

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 13. Juni 2021 um 11:33
    • #79
    Zitat von HSH
    Zitat von Ellionore

    und ich würde mir eben einfach keinen richtigen Jäger kaufen.

    Was hättest du gemacht wenn dein Loki sich zu einem Jäger entwickelt hätte? Ihn wieder abgegeben? Wohl eher nicht, oder. Im Grunde dürftest du dir dann ja keinen Welpen zulegen, schließlich weißt du da ja nie wohin die Reise geht. ;)

    Dann bis zum abwinken Antijagdtraining, aber kein EHalsband.

    Und richtigen Jäger da dachte ich an Jagdhunderassen.

    Bei mir wird der nächste Hund aber eher in der Molosser Richtung liegen, sodass ich von weniger Jagdtrieb ausgehe.

  • Ruebchen
    Moderator
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    • 13. Juni 2021 um 11:34
    • #80

    @Ellionore Homer (meine DD) ist immer ganz aus dem Häuschen, wenn er Rehe wittert. :D

    Wenn man ihn dann nicht direkt an die Leine nimmt, würde er glatt im Wald verschwinden und schauen ob er sie nicht vielleicht findet :S^^

    Wenn sie aber unsren Weg kreuzen und weg rennen, steht er da und glotzt nur hinterher. Lustiges Phänomen eigentlich...

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 13. Juni 2021 um 11:37
    • #81

    Und ich bin bestimmt nicht zimperlich und kein Wattebauschwerfer, aber Gründe zu Suchen um eine in Deutschland verbotene Methode einzusetzen stört mich ganz gewaltig. Kein Trainer dürfte dazu raten!

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 13. Juni 2021 um 11:52
    • #82
    Zitat von Ellionore

    Ja es wirkt tadellos, seit dem Loki mal in einen Weidezaun gelaufen ist, hat er das nie wieder getan. Aber selber anwenden no way.

    Und dann ist da mein Brummi, der mittlerweile schon mehrfach in den gleichen Zaun gelatscht ist, jedes Mal schreit als würde man ihn töten und… immer wieder rein läuft :S

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 13. Juni 2021 um 12:01
    • #83
    Zitat von Azemba
    Zitat von Ellionore

    Ja es wirkt tadellos, seit dem Loki mal in einen Weidezaun gelaufen ist, hat er das nie wieder getan. Aber selber anwenden no way.

    Und dann ist da mein Brummi, der mittlerweile schon mehrfach in den gleichen Zaun gelatscht ist, jedes Mal schreit als würde man ihn töten und… immer wieder rein läuft :S

    Dsh halt die brauchen einfach länger um zu lernen :P .

    Aber ja das schreien kenne ich ja auch und auch wenn er selbst Schuld hat mir tut das weh. Und auch wenn der Hund ganz geduckt ängstlich am Zaun vorbei schleicht.

    Ich lehne sowas komplett ab, wenn es sich nicht um einen wirklich gefährlichen Hund handelt und auch da halte ich von solchen Geräten nichts.

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 13. Juni 2021 um 12:06
    • #84
    Zitat von Micha369

    wenn man die Dinger von geschulten Personen richtig anwenden lässt dann kann man damit wunderbar zuverlässig und schnell Verhaltensweisen verändern wofür man ansonsten ungleich länger (Jahre oder auch nie) benötigt hätte. Diese Dinger haben schon ihre Daseinsberechtigung vor allem im Profi-Bereich. Und auch M. Rütter kann das nicht leugnen.

    Wenn ich manchmal Leute sehe, die ihr ganzes Leben lang irgend welche Einschränkungen im Alltag mit ihrem Hund haben….

    Achtung, das ist möglicherweise provokant geschrieben, aber mal überspitzt dargestellt ohne Angriffswillen meinerseits:

    Du hast ja auch schon ziemlich lange Probleme, gewisse Dinge bei deinem Hund korrekt umzusetzen und „willst einfach nicht verstehen“ ;) Sollte man dir vllt auch Elektroschocks verpassen, damit es schneller und zuverlässiger klappt und keine Monate mehr in Anspruch nimmt? Von geschultem Personal angewendet natürlich. Wie wunderbar das doch wäre!

    Genau, da wird gleich geschrien, aber Hunden, die ebenso ein Nervensystem besitzen und zu Emotionen wie Angst fähig sind, denen schnallt man das um. Weils schneller und zuverlässiger geht, als sich dafür Zeit zu nehmen.

    Mein Gott was hätt ich manche Probleme nicht, würd ich den Brummi den ganzen Tag schocken. Bis er irgendwann lernt:

    - Hunde: aua, Angst

    - Menschen: aua, Angst

    - Krähen: aua, Angst

    - Vögelchen, aua: Angst

    Irgendwann hat er grundsätzlich innerlich die Erwartung vor Schmerzen UND deswegen konstant Angst. Zack Angsthund, der dann eventuell aus Panik schnappt oder sonst was beim kleinsten Reiz den er damit verknüpft. Und dann, auch wieder schocken, damit er das sein lässt? Dann hat man bald einen gebrochenen Hund, der völlig apathisch sich dem Alltag übergibt und mit dem nichts mehr anzufangen ist.

    Ich hab da gar kein Verständnis für solche Methoden, denn es gibt 500 andere und das Leben besteht nicht immer aus dem persönlich schnellsten Weg, sondern für den, den man nunmal gegenüber hat bzw erziehen muss, besten Weg und das ist wahrlich keiner mit Elektroschocks. Man würde ja auch nicht sein Kind schocken, weil es dann schneller vom Herd weg bleibt und draußen auf der Straße nicht mehr weg rennt. Aber scheiss doch auf den unwichtigen Köter, geht ja viel schneller. :( und Hunde sind letztlich ebenso unschuldig wie Kinder bzw lernen gar nicht mal so unähnlich.

  • Ruebchen
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    • 13. Juni 2021 um 12:31
    • #85

    Ohne hier jetzt groß eine Lanze FÜR das Tele brechen zu wollen, aber so einfach und primitiv ist die Anwendung eines solchen Gerätes nun ja eben doch nicht. Bzw. unterscheiden sich dann eben hier die Skills des Anwenders.

    Wenn man damit nur "Aua, Angst" machen könnte, wären diese Geräte lange nicht so populär, wie sie nun mal eben sind. Auch hier in unseren Breiten(nur halt eben versteckt) und im Ausland ja sowieso.

    Einem "gut gestromten" (dicke Anführungszeichen!) Hund seht ihr wahrscheinlich nicht mal an, dass der so gearbeitet wurde.

    Da wird ganz viel über negative Belohnungen gemacht, d.h. der unangenehme Stromreiz wird weg genommen, wenn der Hund das gewünschte Verhalten zeigt.

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 13. Juni 2021 um 12:34
    • #86
    Zitat von Ruebchen

    Ohne hier jetzt groß eine Lanze FÜR das Tele brechen zu wollen, aber so einfach und primitiv ist die Anwendung eines solchen Gerätes nun ja eben doch nicht. Bzw. unterscheiden sich dann eben hier die Skills des Anwenders.

    Wenn man damit nur "Aua, Angst" machen könnte, wären diese Geräte lange nicht so populär, wie sie nun mal eben sind. Auch hier in unseren Breiten(nur halt eben versteckt) und im Ausland ja sowieso.

    Einem "gut gestromten" (dicke Anführungszeichen!) Hund seht ihr wahrscheinlich nicht mal an, dass der so gearbeitet wurde.

    Da wird ganz viel über negative Belohnungen gemacht, d.h. der unangenehme Stromreiz wird weg genommen, wenn der Hund das gewünschte Verhalten zeigt.

    Aber das macht es null besser.

  • HSH
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    • 13. Juni 2021 um 12:38
    • #87
    Zitat von Azemba

    Man würde ja auch nicht sein Kind schocken, weil es dann schneller vom Herd weg bleibt und draußen auf der Straße nicht mehr weg rennt.

    Sicher? :) Welches Kind hat nicht, trotz Verbot, auf die heiße Herdplatte gelangt? Und wieviele Kinder haben heute noch Angst vor dem Herd? Und wieviele Eltern würden sich in Sachen "auf die Straße rennen" nicht manchmal insgeheim ein Tele wünschen? :/ Lernen durch Schmerz ist sehr effektiv.

    Und gerade bei selbstbelohnenden Verhaltensweisen, wie dem Jagen, macht es durchaus Sinn diese Kette zu unterbrechen.

    Zumindest ich lehne bei bestimmten Problemen den Einsatz eines Tele nicht kategorisch ab. Was aber nicht auf die alltäglichen "Probleme" auf dem Hundeplatz zutrifft. ;)

  • Ruebchen
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    • 13. Juni 2021 um 12:41
    • #88

    @Ellionore Meiner Meinung nach schon, denn hier gehen irgendwie alle davon aus, dass man dem Hund stupide auf Stufe 100 das Hirn raus knallt.

    Das ist es aber in den wenigsten Fällen (außer vielleicht wirklich in einer akuten Jagdsituation).

    Vielmehr ist es (gerade im Sport) das setzen eines mehr oder minder starken Reizes, der für sich zwar unangenehm, aber nicht schmerzhaft oder gar angsteinflößend ist (sein sollte). Ich finde es macht schon einen Unterschied, ob man einem Hund etwas unangenehmes zufügt, oder etwas unheimlich schmerzahftes, verstörendes.

    Ich benutze selber kein Tele, ich propagiere es auch nicht.

    Aber ich bin dazu in der Lage die Vorgänge nüchtern zu betrachten und den Lernprozess der (beim Hund) dahinter steht zu beobachten und daraus meine Schlüsse zu ziehen...

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 13. Juni 2021 um 12:43
    • #89
    Zitat von HSH
    Zitat von Azemba

    Man würde ja auch nicht sein Kind schocken, weil es dann schneller vom Herd weg bleibt und draußen auf der Straße nicht mehr weg rennt.

    Sicher? :) Welches Kind hat nicht, trotz Verbot, auf die heiße Herdplatte gelangt? Und wieviele Kinder haben heute noch Angst vor dem Herd? Und wieviele Eltern würden sich in Sachen "auf die Straße rennen" nicht manchmal insgeheim ein Tele wünschen? :/ Lernen durch Schmerz ist sehr effektiv.

    Und gerade bei selbstbelohnenden Verhaltensweisen, wie dem Jagen, macht es durchaus Sinn diese Kette zu unterbrechen.

    Zumindest ich lehne bei bestimmten Problemen den Einsatz eines Tele nicht kategorisch ab. Was aber nicht auf die alltäglichen "Probleme" auf dem Hundeplatz zutrifft. ;)

    Würdest du dem Kind also die Hand auf die heisse Herdplatte drücken, wenn es immer wieder zum Herd geht, damit es endlich mal lernt, da weg zu bleiben, weil der Weg über Vernunft zu lange dauert? Genau das macht man mit Elektroschocks beim jagenden Hund.

    Mir ist in meinem kompletten Umfeld keiner bekannt, der je auf die Herdplatte gefasst hat, geschweige denn wurden wir mit Schmerzreizen davon abgehalten und haben es auch gelernt.

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 13. Juni 2021 um 12:56
    • #90
    Zitat von Ruebchen

    @Ellionore Meiner Meinung nach schon, denn hier gehen irgendwie alle davon aus, dass man dem Hund stupide auf Stufe 100 das Hirn raus knallt.

    Das ist es aber in den wenigsten Fällen (außer vielleicht wirklich in einer akuten Jagdsituation).

    Vielmehr ist es (gerade im Sport) das setzen eines mehr oder minder starken Reizes, der für sich zwar unangenehm, aber nicht schmerzhaft oder gar angsteinflößend ist (sein sollte). Ich finde es macht schon einen Unterschied, ob man einem Hund etwas unangenehmes zufügt, oder etwas unheimlich schmerzahftes, verstörendes.

    Ich benutze selber kein Tele, ich propagiere es auch nicht.

    Aber ich bin dazu in der Lage die Vorgänge nüchtern zu betrachten und den Lernprozess der (beim Hund) dahinter steht zu beobachten und daraus meine Schlüsse zu ziehen...

    Nur wenn ich den/ das negative weg nehme muss ich ja vorher dem Hund klar gemacht haben, was das ist! Sonst wäre das ja für die Katz.

    Wie gesagt meines ist es nicht. Ja es mag Gründe geben, aber mir fallen keine wirklichen ein.

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