Was ist für euch Gewalt in der Hundeerziehung?
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Mona, im Grunde findet auch mein Training eher zuhause statt, als unterwegs. Darum sicherte ich Chia bei unseren Ausflügen auch längere Zeit über die Schleppleine, um kein Risiko einzugehen.
Das Problem bei der einmaligen, etwas deutlicheren Korrektur ist aus meiner Sicht ihre Nachhaltigkeit - kein wirklich effizientes Training funktioniert mit einer einmaligen Anwendung.
Chia ist mir ja öfter mal von der Fahne gegangen, weil sie Kaninchen und Rehe viel spannender fand, als mich. Zum Glück funktionierte der Rückruf zumindest so gut, dass sie immer sehr,sehr schnell wieder zu mir zurückkam.
Sie bekam dann auch Ärger - also einedeutliche Korrektur - aber das hielt nicht mal 30 Minuten an, denn beim nächsten Kaninchen, das ihr vor die Füße sprang, rannte sie wieder los. Da war der Reiz einfach größer, als die Sorge vor der Sanktion.
Sie wusste aber definitiv, dass die sich unerwünscht verhalten hatte, denn sie schlich nach so einer Aktion sehr devot auf mich zu und das gefiel mir auch nicht,denn es bestärkte meine Sorge, dass unsere Bindung darunter leidet, sie mich nicht als ihren Fels in der Brandung betrachtet, sondern eher als wankelmütiges Frauchen, auf das man sich besser nicht verlässt.
Das wollte ich ändern, denn wohin das führt, wenn der Hund sein eigenes Ding macht, sehe ich bei einigen von unseren Gassifreunden: Die Hunde rennen davon und die Frauchen rufen.Der Hund stellt auf Durchzug und rennt weiter. Frauchen fängt an zu schreien und der Hund ignoriert aus das. Irgendwann bequemt sich der Hund dann doch,malwieder zu kommen. Es gibt einen Satz heiße Ohren, begleitet vom Gemecker des Frauchens und der Hund wird an der Leine befestigt.
Was lernt der Hund da?
Natürlich kann das bei einem Sensibelchen funktionieren, das sich sagt: "Ich ärgere das Frauchen lieber nicht, weil sie dann böse wird." Allerdings gibt es Reize, die stärker sind, als die Sorge vor der Sanktion.
Ein Beispiel in menschliche übertragen: Meine Schwester und ich waren mal auf einer Partyund solltenum 23 Uhr zuhause sein. Wir schauten natürlich nicht auf die Uhr und kürz vor 11 Uhr stellteich entsetzt fest, dass wir schon auf dem Heimweg sein sollten. Also suchte ich meine Schwester und wisst Ihr, was die sagte? "Ob wir nun 10 Minuten zu spät nach Hause kommen oder zwei Stunden -Ärger gibt es so oder so. Da genieße ich es hier lieber noch eine Stunde länger und dann lohnt sich der Ärger wenigstens, den es für das Zuspätkommen gibt.
Ich rannte nach Hause und bekamwegen 20 Minuten Verpätung Zoff.Meine Schwester kam gegen 2 Uhr in der Frühheim und da waren meine Eltern froh, dass ihr nichts passiert war und der Ärger,den es fü rsie tags drauf gab, war wirklich nicht schlimmer, als für meine 20 Minuten -wir durften Beide am nächsten Wochenende nicht weg. Eigentlich bekam sie sogar weniger Zoff als ich, weil meine Mutter nachts um zwei froh war, meineSchwester zu sehen und zu müde, um sichzu ärgern und am nächsten Morgen war der Ärger schon abgeflaut.
Ich unterstelle keinem Hund menschlich-logisches, berechnendes Denken, aber wenn ich manchmal Hunde sehe, die den Rückruf ignorieren und so ganz ohne Anzeichen von schlechtem Gewissen lustig weiterhüpfen, während das Frauchen ruft, dann erinnern die mich sehr an meine Schwester: "Ärger gibt es jetzt sowieso, da kann ich auch meine Freiheit noch genießen und nach einer Stunde ist dasFrauchen froh, mich überhaupt wieder wohlbehalten bei sich zu haben!"
Da nutzt die heftige Korrektur nichts und von der Leine lassen kann ich so einen Kandidaten auch nie mit gutem Gewissen, weil der die Kopfnuss als annehmbaren Tribut für seinen Ungehorsam akzeptiert -der Spaß ist einfach die Kopfnuss wert!
Bevor ich mich darauf einlasse, nehme ich mir lieber die 2 x 15 Minuten täglich für das Training mit der kontingenten Verstärkung und kann dann entspannt mit meinem Hund ohne Leine Gassi gehen,weil er gelernt hat, nicht einfach abzuzwitschern, sondern immer meinen Blick zu suchen, um nachzufragen und sicher sein zu dürfen, dass Frauchen vielleicht nicht alles erlaubt, aber es sich lohnt, nachzufragen, weil es dafür eine Belohnung und ein alternatives Spiel gibt.
Ich sparemir damit nicht nur die heftige Massregelung, sondern stärkeso auch noch dieBindung meines Hundes zu mir und verunsichere ihn nicht mit meiner Wankelmütigkeit.
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immer meinen Blick zu suchen, um nachzufragen und sicher sein zu dürfen, dass Frauchen vielleicht nicht alles erlaubt, aber es sich lohnt, nachzufragen, weil es dafür eine Belohnung und ein alternatives Spiel gibt.
Wenn es sich für den Hund lohnt, für den Spaß des Hasenjagens die Kopfnuss in kauf zu nehmen, lohnt es sich für den Hund doch genauso für denselben Spaß auf eine winkende Belohnung zu verzichten (und somit trotzdem abzuzischen)?

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tja Verbena, jeder hund ist verschieden. Als sam noch ein richtiger jungspund war, habe ich ihm bei kälte nicht erlaubt in den tieferen bach zu springen. Meine drohenden worte, trau dich, hat er dann auch ignoriert und drinnen war er. Hätte ich ihm dann ein leckerchen gegeben, dass er wieder zu mir kommt, hätte er beides gehabt. Aber ich hab das problem endgültig gelöst und bin so wie ich war ihm hinterher ins wasser und hab mit einem deutlich "nein" ihn am halsband gepackt und rausgezogen. Seither ist das thema erledigt. Er fragt immer mit einem blick nach freigabe und wenn ich nein sage, dann läuft er einfach weiter, ohne beleidigt oder sonst was zu sein.
Es war ein einziges mal für uns beide unangenehm, aber das thema war durch. So etwas würde und wollte ich auch nicht täglich trainieren, das muss sitzen und zwar ab sofort und sitzt auch.
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Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es auch diese Sorte Hund gibt, die auf das Leckerchen pfeifen und trotzdem abzischen.
Ich bin aber auch kein Hundetrainer und was ich mache, ist lediglich eine Trainingsform umzusetzen, die über positive Bestärkung funktioniert - oder bei meiner Chaosfürstin funktioniert.
Chia interessiert allerdings das Leckerchen auch nicht immer, aber sie hat die Verknüpfung gelernt: Reh gesichtet - Sabine anschauen! Damit ist der Reiz des Jagens schon abgeschwächt. Um nun aber keinen "Mangel" (in dem Fall die entgangene Jagd) aufkommen zu lassen, biete ich die "alternative Jagd" nach dem Ball, dem Futterbeutel, dem Keks an und damit erlaube ich dem Hund das Jagen quasi trotzdem und belohne sogar noch dafür.
Ich lehne mich nun vielleicht weit aus dem Fenster, aber ich behaupte, dass meine Chaosfürstin intelligent genug ist, zu begreifen, dass die Jagd nach dem Reh zwar attraktiv ist, aber nicht erwünscht (wird nicht positiv bestärkt), während das Nachfragen eine alternative Jagd erlaubt, die nicht nur Spaß macht, sondern auch noch belohnt wird und somit dem Hund keinen Mangel verusacht (Jagd fiel ja nicht aus, sondern gestaltete sich nur anders).
Aber ich schrieb es auch schon: Der Aufbau des Trainings birgt den Erfolg.Timing und Konsequenz (der Hund muss sich darauf verlassen können, dass der Blick zu mir belohnt und nicht ignoriert oder zu spät gemarkert wird, sodass der Hund ihn nicht mehr mit seiner Reaktion in Verbindung bringt) sind wichtig. Die richtige Körpersprache spielt auch eine Rolle, denn vor dem Nachfragen steht das Erlernen des Begrenzens und Blockierens. Der Hund muss erst einmal verstehen, wie weit er gehen darf und wo ich die (körpersprachliche) Grenze ziehe - das ist das Training zuhause, aus dem dann auch das Sitz, Platz, Stop aus der Entfernung geübt wird und das Bleib.
Es ist das Zusammenspiel aus Begrenzen/ Blockieren, Einladen und Auflösen (letzteres ist dann das Werfen des Spielzeugs oder des Kekses, damit die durch das Adrenalin aufgestaute Energie durch das alternative Jagen abgebaut werden kann), die dazu führt, dass der Hund die Verknüpfung findet: Nachfragen ist erwünscht und lohnt sich - nicht nachfragen ist unerwünscht und wird (körpersprachlich) blockiert.
Klar- die Hasenjagd ist selbstbelohnend. Lohnt sich also in jedem Fall - auch um den Preis der Kopfnuss.
Aber im Grunde strebt doch jedes Lebewesen nach positiver Zuwendung und so wird eben auch der Hund irgendwann merken, dass ihm kein Mangel entsteht (entgangene Jagd) wenn er den Hasennicht jagt, sondern nachfragt und Alternativen geboten bekommt und er als Kirsche auf der Sahne auch noch durch Lob, Futter oder Streicheln positiv bestärkt wird, statt die Kopfnuss für das Jagen zu riskieren.
Und am Ende ist doch jedes Training Arbeit, die Zeit und Energie kostet, die Rückschritte hinnehmen muss,aber irgendwann Erfolge feiern darf. Die Kopfnuss wirkt kurzfristig korrigierend - vielleicht. Aber das Training, das Mensch und Hund Freude macht, wirkt nachhaltig und Kopfnüsse werden im Idealfall überflüssig.
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tja Verbena, jeder hund ist verschieden. Als sam noch ein richtiger jungspund war, habe ich ihm bei kälte nicht erlaubt in den tieferen bach zu springen. Meine drohenden worte, trau dich, hat er dann auch ignoriert und drinnen war er. Hätte ich ihm dann ein leckerchen gegeben, dass er wieder zu mir kommt, hätte er beides gehabt. Aber ich hab das problem endgültig gelöst und bin so wie ich war ihm hinterher ins wasser und hab mit einem deutlich "nein" ihn am halsband gepackt und rausgezogen. Seither ist das thema erledigt. Er fragt immer mit einem blick nach freigabe und wenn ich nein sage, dann läuft er einfach weiter, ohne beleidigt oder sonst was zu sein.
Es war ein einziges mal für uns beide unangenehm, aber das thema war durch. So etwas würde und wollte ich auch nicht täglich trainieren, das muss sitzen und zwar ab sofort und sitzt auch.
Mona, es geht nicht darum, den Hund zu belohnen, damit er zu mir kommt, sondern ihn in seinem richtigen Verhalten positiv zu bestärken.
Du hättest Sam nicht hinterherspringen müssen, hätte er gelernt nachzufragen, bevor er ins Wasser hüpft. Dann hättest Du durch sein Innehalten seinen Sprung durch Deine Körpersprache blockieren und ihn begrenzen können und wenn er Dir dann durch klares Meideverhalten gezeigt hätte, dass er es verstanden hat, was Du willst, hättest Du ihn belohnt und keine nasse Hose riskiert.
Aber ja - das ist zum einen Theorie und ja, jeder Hund ist anders.
Dein Handeln hat bei Sam einen nachhaltigen Erfolg erzielt und das zählt.
Ich kenne aber auch Hunde, die wären bei nächster Gelegenheit wieder in den Bach gesprungen und bei denen müsstest Du dann entweder den Weg ändern, damit Du an keinem Bach vorbeikommst oder immer trockene Kleidung zum Wechseln mitnehmen, um den Hund jedes Mal aus dem Wasser zu holen, ohne auf Dauer eine Erkältung zu riskieren.
Ich denke darum trotzdem, dass ein zielorientiertes Training sinnvoller ist, als immer wieder unerwünschtes Verhalten mit Kopfnüssen bestrafen zu müssen
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tja Verbena, jeder hund ist verschieden. Als sam noch ein richtiger jungspund war, habe ich ihm bei kälte nicht erlaubt in den tieferen bach zu springen. Meine drohenden worte, trau dich, hat er dann auch ignoriert und drinnen war er. Hätte ich ihm dann ein leckerchen gegeben, dass er wieder zu mir kommt, hätte er beides gehabt. Aber ich hab das problem endgültig gelöst und bin so wie ich war ihm hinterher ins wasser und hab mit einem deutlich "nein" ihn am halsband gepackt und rausgezogen. Seither ist das thema erledigt. Er fragt immer mit einem blick nach freigabe und wenn ich nein sage, dann läuft er einfach weiter, ohne beleidigt oder sonst was zu sein.
Es war ein einziges mal für uns beide unangenehm, aber das thema war durch. So etwas würde und wollte ich auch nicht täglich trainieren, das muss sitzen und zwar ab sofort und sitzt auch.
Das ist ja eher masochistisch

Das würde ich eher konsequentes Verhalten nennen. Du besteht auf das Einhalten von Regeln.
Gewalt wäre dann für mich den Hund dabei zu würgen beim rausziehen.
Aber ich hätte das zu gerngesehen, vermute das sah witzig aus.
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Weil das wohl vermischt positive Erziehung setzt genauso auf das einhalten von Regeln, nur eben ist der Ansatz ein anderer. Das wird in der Regel länger dauern, ist für mich aber der bessere Weg.
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@ellionlre, sah witzig aus und mein mann der dabei war, war ziemlich baff, dass ich das tun werde, wenn sam auf mein nein nicht reagieren wird. Er ist aber nach wie vor platt, was es nachhaltig bewirkt hat.
Verbena, vielleicht würdest du anders denken wenn du einen dsh rüden aus der lz hättest? Bei manchen muss einfach was kommen, sonst nehmen sie dich nicht für voll. Hündinnen sind vll sensibler und verständiger, aber auch nicht alle.
Konsequentes umsetzen ist keine gewalt, sondern konsequent und das bietet auch halt und sicherheit.
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Mona, das war nicht, was ich meinte - konsequentes Umsetzen von Regeln sehe ich auch nicht als Gewalt an,sondernals wichtigstes Element einer zielführenden Erziehung.
Ich hatte ja mit Balto einen ziemlich renitenten Mali-Mix-Rüden als Pflegehund und ich denke heute, dass ich sein respektloses Verhalten mit derheutigen Erfahrung anders und besser hätte korrigieren können.
Wobei meine Leorüden mich vermutlich auch nicht so ganz für voll nahmen - auch da würde ich heute ein ganz anderes Training aufbauen, denn gerade Elvis war auch von der Sorte: Wer bremst ist feige - und ich bin lieber tot, als feige!
Bei dem habe ich nach dicken Bäumstämmen geschaut, wenn mir jemand mit Hund entgegen kam oder wir einem Jogger oder Fahrradfahrer begegnet sind.
Ich will auch absolut nicht klugsch**ssern, denn meine aktuellen Erfahrungen beruhen auf meiner wirklich sehr sensiblen Chaosfürstin und wir waren eben wieder mit Fredy und Frauchen laufen und da danke ich dann Gott auf Knien, dass meine Hunde mich nicht ignorieren und Chia so wunderbar auf das Training reagiert. Selbst eine Gruppe von Stockschwingern war uninteressant, obwohl wir die erst im letzten Moment bemerkten (die marschierten hinter uns her).
DaswärevoreinemhalbenJahr noch schief gegangen. Da wäre Chia ungebremst hingerannt und hätte die Leute angebellt.
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Chia ist mir ja öfter mal von der Fahne gegangen, weil sie Kaninchen und Rehe viel spannender fand, als mich. Zum Glück funktionierte der Rückruf zumindest so gut, dass sie immer sehr,sehr schnell wieder zu mir zurückkam.
Sie bekam dann auch Ärger - also einedeutliche Korrektur -Grottenfalsches Timing. DANACH braucht es keine Korrektur mehr. Denn der Hund bezieht die Korrektur dann nicht mehr auf die Jagd, sondern auf das zurückkommen.
Hier fliegt dem Hund etwas hinterher und trifft idealerweise auch. Das zurückkommen wird dann eher weniger gefeiert, aber zumindest noch positiv bestätigt.
Sie wusste aber definitiv, dass die sich unerwünscht verhalten hatte, denn sie schlich nach so einer Aktion sehr devot auf mich zu
Siehe oben.
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Chia ist mir ja öfter mal von der Fahne gegangen, weil sie Kaninchen und Rehe viel spannender fand, als mich. Zum Glück funktionierte der Rückruf zumindest so gut, dass sie immer sehr,sehr schnell wieder zu mir zurückkam.
Sie bekam dann auch Ärger - also einedeutliche Korrektur -Grottenfalsches Timing. DANACH braucht es keine Korrektur mehr. Denn der Hund bezieht die Korrektur dann nicht mehr auf die Jagd, sondern auf das zurückkommen.
Hier fliegt dem Hund etwas hinterher und trifft idealerweise auch. Das zurückkommen wird dann eher weniger gefeiert, aber zumindest noch positiv bestätigt.
Sie wusste aber definitiv, dass die sich unerwünscht verhalten hatte, denn sie schlich nach so einer Aktion sehr devot auf mich zu
Siehe oben.
Danke für DeinenBeitrag, aber inzwischen bin ich auch schlauer.
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Ich glaube einfach Verbena, dass man mit jedem Hund der bei uns als Hundebesitzer einzieht, eigene Erfahrungen sammelt.
Ich kann meine Erfahrungen von früher nur zum Teil bei Sam anwenden, da er obwohl auch DSH, ein ganz anderer Typ ist. Sam ist/war von rotzfrech bis hochsensibel und so war keiner meiner früheren DSH.
Aber die früheren hatten sich auch jeweils unterschieden. Ein jeder war anders und das ist auch gut so. Nicht die Ausbildung, sondern der Weg dorthin verlangt vom Hundebesitzer bzw. Ausbilder enorme Flexibilität. Was bei dem einen funktioniert hat, muss bei dem anderen noch lange nicht so gut oder so schnell klappen. Einer begreift schneller über Leckerlis, der andere über den Spieltrieb usw.... Aber was sie alle brauchen ist Ruhe, Konsequenz, Halt und Sicherheit.
Es freut mich von ganzem Herzen, dass Du mit Deiner Chia nun den optimalen Weg gefunden hast. Ob dieser Weg aber auch bei ihren Vorgängern funktioniert hätte, das kannst Du heute nur mutmaßen, weil eben ein jeder Hund eine eigene Persönlichkeit hat.
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Ja, das werde ich leider nicht mehr rausfinden können, ob das funktioniert hätte
Wobei ich bei den beiden Leo-Rüden und bei Balto, dem Mali-Mix auch vor der Problematik stand, dass da im Vorfeld schon vielverbockt wurde. Die waren alle schon zwei-, respektive drei Jahre alt und da gebe ich Dir durch aus Recht: Wenn man dann so einen gewichtigen oder total überdrehten jungen Wilden an der Leine hat, greift man vermutlich zu kurzfristigen Lösungen, die sofort funktionieren.Chia steht zwar auch kurz vor ihrem zweiten Geburtstag, aber sie ist eben auch viel feinfühliger und weder stur, noch respektlos.
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Verbena Von Leckerchen war nicht die Rede, auf die sche*** die meisten erwachsenen Hunde doch, wenn es nicht grade Labradore sind.

Nehmen wir einfach Bestätigung im Allgemeinen her, egal ob das Futter, Spiel, soziale Interaktion oder sonst was ist.
Das was du da mit dem Ballspiel als Belohnung für die nicht stattgefundene Hasenjagd beschreibst, nennt sich "bedürfnisorientiertes Bestätigen", so arbeite und bestätige ich auch nach Möglichkeit IMMER.
Will der Hund ein gefundenes Wurstbrot fressen, und reagiert brav auf mein "pfui" bekommt er zur Belohnung Futter von mir. Will er jagen und reagiert auf mein "Nein" und kommt zurück, wird ein Stock oder Ball geschmissen, will er zu einem anderen Hund laufen um mit dem zu spielen und lässt sich aber abrufen, spiele ich kurz körperlich mit ihm.Aber was machst du, wenn dein Hund zb. einen fremden Hund schreddern will?
Also ich spreche nicht von einem Hund der aus Unsicherheit heraus pöbelt, sondern wirklich ein Arsch, der einfach ab und zu auf ein bisschen Krawall steht.
Willst du dich da mit ihm zoffen, damit ihm da auch kein Mangel entsteht?

Oder ein Hund, der massiv aus der Autobox raus pöbelt.
Wollt ihr euch gegenseitig durch das Boxengitter ins Gesicht bellen, damit du ihn nicht um die Bellerei gebracht hast?
Bei solchen Sachen kannst du ja nur abbrechen, und dann eine Bestätigung anbieten nach der der Hund aber grade ja gar kein Bedürfnis hat (er will nichts fressen, nicht jagen, nicht spielen). Und wenn das öfter der Fall ist, wird er sein Verhalten vermutlich auch nichtmehr einfach so abbrechen lassen, da er ja genau weiß, dass du eh nichts hast was seine Bedürfnisse gerade befriedigt.

Versteh mich nicht falsch, 90% der Sachen die man mit seinem Hund im Alltag so trainiert erarbeite ich mir auch über positive Verstärkung und negative Korrektur (also was schönes vorenthalten). Aber ein paar Sachen gibt es, die kann man m.M. nach nicht anders als mit einer positiven Korrektur lösen. Wie die Aussieht, hängt vom Hund ab. Beim einen reicht ein lautes Wort, dem anderen muss man halt mal ins Fell packen. Und ob man dann in dem Rahmen von einem gewalttätigen Umgang mit dem Hund sprechen kann, bezweifle ich. Für manch' einen ist es Sonnenklar, @Azemba ist auch Verfechterin dieser Ansicht, das darf sie auch. Aber ich sehe das große ganze und deshalb sehe ich den gelegentlichen Einsatz einer dem Hund und der Situation angepassten positiven Korrektur als legitim und nicht gewalttätig an. -