Aber meistens will sie einfach nicht. Da ist alles andere spannender und muss auch alles beschnüffelt werden, und zwar sofort.
Also - wenn jemand einfach nicht will kriegt der von mir auch mal einen Anschiss.
Glaub mir, ich habe da kein Problem mit und meine hat auch schon oft genug Anschiss gekriegt. Leider bringt das bei ihr draußen reichlich wenig. Drinnen tut sie so, als ob man sie misshandelt wenn sie mal angeschnauzt wird, draußen hört sie das kaum und denkt sich "pff."
Wobei ich mich vielleicht auch nen bisschen schlecht ausgedrückt habe mit dem "sie will nicht." Ich weiß, dass sie neben mir laufen kann, also das Kommando und Prinzip kennt. Ich bin mir aber tatsächlich nicht 100%ig sicher, wie viel bei ihr ein "sie will nicht" und wie viel ein "sie kann in dieser Situation nicht" ist. Als sie 7-8 Monate alt war, war jeder Spaziergang an der Leine (Freilauf ein Traum!) der Horror. Sie ist von links nach rechts gesprungen, ständig in die Leine reingedonnert, jedes Blatt das sich bewegt hat, musste gejagt werden, jede Duftspur verfolgt und wenn sie nicht durfte, hat sie nen mentalen Zusammenbruch bekommen, gequietscht, mich angesprungen, etc. Und da ich natürlich den Hund nicht irgendwo hinziehen lassen und konsequent bleiben wollte, haben wir des öfteren mal für ne 5 Minuten Strecke 30 Minuten gebraucht und sind nicht vom Fleck gekommen.
Mittlerweile hat sich das extrem gebessert wenn man mit damals vergleicht. Ihr Standardmodus draußen ist prinzipiell immer "mit Volldampf voraus!" aber mittlerweise kann sie sich zumindest oft zusammenreißen und ohne zu ziehen neben mir laufen. Wobei da immer noch ein spannender Geruch ausreicht, dass sie sich in nen Schlittenhund verwandelt. Und da bin ich mir nicht sicher, ob sie da einfach keine Lust hat oder ob sie das in dem Moment echt einfach nicht kann. Mittlerweile tendiere ich zu Letzterem, auch wenn es oft wie ein "Kein-Bock" aussieht.