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Longieren, Cavaletti und Hoopers - Hundesport, den man auch alleine machen kann

  • Indigo1601
  • 11. Oktober 2024 um 14:03
  • Indigo1601
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    • 11. Oktober 2024 um 14:03
    • #1

    Schonmal dran gedacht mit ihm zu longieren? Ist gleichmäßige Bewegung, kann man mit ausreichend großem Garten daheim und man kann da durchaus auch das Köpfchen fordern mit Aufgaben zwischendrin. Müsste man klar langsam aufbauen und auf manche Teilbereiche (voller Stopp/schnelle Wendungen) verzichten aber ich hab meine Oldies (das ist Dein Axel ja nicht, aber er muss sich aus anderen Gründen schonen) immer so bewegt/fit gehalten.

  • Waschbär
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    • 11. Oktober 2024 um 14:29
    • #2

    Das mit dem Longieren wollte ich auch gerade schreiben. Wobei ich den Fokus darauf legen würde den Hund anfangs wirklich bis zum Erbrechen dabei im Schritt gehen zu lassen. Gerade das Laufen im Schritt gymnastiziert sehr gut und ist anstengender für den Hund als das Laufen im lockeren Trab. Wenn es im Schritt gut klappt würde ich den Trab dazu nehmen, aber auch da den Fokus darauf legen das Tempo dabei vorgeben zu können. D.h. dass der Hund dieses nicht selbst bestimmt (sie fangen relativ schnell an zu Rennen, weil ihnen das Spaß macht). Im Schritt und Trab kann man schon relativ viel machen. Immer wieder Tempiwechsel zwischen den Gangarten und im Trab, Anhalten, auf die andere Hand wechseln.

    Wenn man einen Zirkel aufbaut mit Anfangs 10 m Durchmesser (dann kann man den Hund, wenn er sich noch nicht im Freilauf vom Rennen abhalten lässt, von der Zirkelmitte an einer 5 m-Leine führen), und den Hund zweimal je 5 Runden linksherum und 5 Runden rechtsherum im flüssigen Schritt gehen lässt, ist das für ihn anstrengender als 15 Minuten lockerer Trab am Fahrrad. Und baut auch gut Muskulatur auf bzw. erhält diese. Zudem ist er (im Gegensatz zum Laufen neben dem Fahrrad) vom Kopf her beschäftigt, muss er sich ja auf Dich und Deine Körperhaltung genau so konzentrieren wie in der Unterordnung (Du gibst mit Deiner Körperhaltung ja an wie schnell er laufen darf/muss).

    Wenn sich der Hund freilaufend gut im Tempo regulieren lässt kann man den Zirkel vergrößern.

    Zusätzlich tut ein Laufband gute Dienste. D.h. ab und zu mal für ein paar Minuten drauf. Und auch da vorwiegend für die Schrittarbeit. Physiotherapeuthisch kann man mit einem Laufband aber noch sehr viel mehr machen. Das sollte man sich aber von einem guten Physiotherapeuten zeigen lassen.

  • Axman
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    • 11. Oktober 2024 um 20:01
    • #3

    Danke für die tollen Tips und Zustimmung!!

    Das Longieren ist wirklich eine super Idee! Probier ich aus!!

    :love:

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • nette
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    • 12. Oktober 2024 um 06:01
    • #4

    lexy mag longieren auch sehr sehr gerne und nach so einer Trainingseinheit ist sie auch meistens recht müde

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • Maline
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    • 12. Oktober 2024 um 11:48
    • #5

    Letztes Jahr habe ich ein Longierseminar für Fortgeschrittene mitgemacht. Als Neuigkeit und weg vom Kreis wurden 6 Tonnen aufgestellt und markierten wie eine Reitbahn zwei lange Seiten und zwei kurze Seiten. Man lässt den Hund die gleichen Strecken wie im Reitsport laufen: Ganze Bahn, halbe Bahn, durch die ganze Bahn wechseln, aus der Ecke kehrt, Zirkel etc. Der Hund läuft meist Trab, muss sich unglaublich konzentrieren da der Mensch sich relativ wenig mit bewegt.

    Das jetzt nur mal um zu zeigen, was alles noch geht. Macht unheimlich Spaß meinem jungen wie auch dem Senioren.

    Zitat von Boss

    Wenn ich zuhause den geeigneten Platz hätte

    Ich nehme mir immer Pylonen mit und stelle die auf abgemähte Wiesen oder Felder.

  • Axman
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    • 12. Oktober 2024 um 12:10
    • #6
    Zitat von Maline

    Letztes Jahr habe ich ein Longierseminar für Fortgeschrittene mitgemacht. Als Neuigkeit und weg vom Kreis wurden 6 Tonnen aufgestellt und markierten wie eine Reitbahn zwei lange Seiten und zwei kurze Seiten. Man lässt den Hund die gleichen Strecken wie im Reitsport laufen: Ganze Bahn, halbe Bahn, durch die ganze Bahn wechseln, aus der Ecke kehrt, Zirkel etc. Der Hund läuft meist Trab, muss sich unglaublich konzentrieren da der Mensch sich relativ wenig mit bewegt.

    Das jetzt nur mal um zu zeigen, was alles noch geht. Macht unheimlich Spaß meinem jungen wie auch dem Senioren.

    Zitat von Boss

    Wenn ich zuhause den geeigneten Platz hätte

    Ich nehme mir immer Pylonen mit und stelle die auf abgemähte Wiesen oder Felder.

    Das klingt wirklich spannend! Ich hab ja sogar nen original Reitplatz :D Darf man eigentlich eine Longierpeitsche hernehmen, beim Hund? ^^ Ich würde ihm wie meinen Pferden beibringen, diese als optische Hilfe zu betrachten.

    Ich habe damals mit den Pferden ausgefeilte Longiertechniken genutzt, habe ihnen beigebracht ohne Ausbinder korrekt auf der Kreislinie gebogen in Selbsthaltung mit aufgewölbtem Rücken und vorwärts-abwärts zu laufen. Mal schauen was mit einem Hund möglich ist :/

    Nee, Spass beiseite, die Idee mit den Tonnen bzw. Pylonen als Markierungen für Umlaufen und Wenden etc. ist wirklich super. Die Herausforderung bei Axel wird sein, das Tempo auf gemächlich zu halten ^^

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Waschbär
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    • 12. Oktober 2024 um 13:23
    • #7
    Zitat von Axman
    Zitat von Maline

    Letztes Jahr habe ich ein Longierseminar für Fortgeschrittene mitgemacht. Als Neuigkeit und weg vom Kreis wurden 6 Tonnen aufgestellt und markierten wie eine Reitbahn zwei lange Seiten und zwei kurze Seiten. Man lässt den Hund die gleichen Strecken wie im Reitsport laufen: Ganze Bahn, halbe Bahn, durch die ganze Bahn wechseln, aus der Ecke kehrt, Zirkel etc. Der Hund läuft meist Trab, muss sich unglaublich konzentrieren da der Mensch sich relativ wenig mit bewegt.

    Das jetzt nur mal um zu zeigen, was alles noch geht. Macht unheimlich Spaß meinem jungen wie auch dem Senioren.

    Nee, Spass beiseite, die Idee mit den Tonnen bzw. Pylonen als Markierungen für Umlaufen und Wenden etc. ist wirklich super. Die Herausforderung bei Axel wird sein, das Tempo auf gemächlich zu halten ^^

    DAS ist aber wirklich etwas für sehr viel später... Erfahrungsgemäß werden die Hunde auf einem Viereck automatisch nach jeder Ecke schneller.

    Letztendlich kannst Du alles als Markierung zum Umlaufen nehmen. Und die "Hohe Schule" wäre dann das "Frei-Longieren" = ganz ohne jegliche Begrenzung. D.h. der frei laufende Hund hält nicht nur das vorgegebene Tempo, sondern auch den vorgegebenen Abstand zu Dir ohne irgendwelche Hilfsmittel ein.

  • Pinguetta
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    • 12. Oktober 2024 um 13:35
    • #8

    Und was wäre mit Hoopers? Da kannst du dir entsprechende deinen gegebenen Möglichkeiten eigene Parcours aufbauen. Der Hund muss dan Parcour alleine durchlaufen, du gibts aus einem festen Bereich, in dem du bleiben solltest, deine Kommandos.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Axman
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    • 12. Oktober 2024 um 13:48
    • #9
    Zitat von Waschbär

    DAS ist aber wirklich etwas für sehr viel später... Erfahrungsgemäß werden die Hunde auf einem Viereck automatisch nach jeder Ecke schneller.


    Letztendlich kannst Du alles als Markierung zum Umlaufen nehmen. Und die "Hohe Schule" wäre dann das "Frei-Longieren" = ganz ohne jegliche Begrenzung. D.h. der frei laufende Hund hält nicht nur das vorgegebene Tempo, sondern auch den vorgegebenen Abstand zu Dir ohne irgendwelche Hilfsmittel ein.

    Danke für das Zügelannehmen hier!! Ich war gedanklich tatsächlich schon bei der Hohen Schule :D <3

    Zitat von Pinguetta

    Und was wäre mit Hoopers? Da kannst du dir entsprechende deinen gegebenen Möglichkeiten eigene Parcours aufbauen. Der Hund muss dan Parcour alleine durchlaufen, du gibts aus einem festen Bereich, in dem du bleiben solltest, deine Kommandos.

    Ich dachte Hoopers sei eine sehr dynamische Sportart aber du hast Recht, es könnte jedenfalls auch zum Aufbau eines Longierens genutzt werden, einziger Nachteil für mich, ich müsste erst etliche Füsse für die Bögen beim Schmied herstellen lassen, weil ich bei mir nichts in den Boden stecken kann.

    Longieren für Hunde ist prinzipiell ohne Longe, verstehe ich das richtig? Also quasi Freiheitsdressur?

    Bei meinen Pferde habe ich oft in einer Ecke des Reitplatzes angefangen, kann ist die äussere Begrenzung schon mal da, quasi der Weg, hach, ich geht jetzt mal mit Axel raus und teste was, dann kann ich besser darúber nachdenken was für uns gut funktionieren würde.

    Vielleicht sollte man einen Faden aufmachen? Oder gibt es schon einen Longierfaden? :) :)

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Indigo1601
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    • 12. Oktober 2024 um 13:49
    • #10

    Ja frei longieren haben wir dann auch gemacht-als erste Orientierung für den Radius hab ich gern einen Baum verwendet, Hund raus geschickt und dann musste die Distanz gehalten werden. Aber vielleicht sollte man einen eigenen Longierthread aufmachen 🤔

  • Pinguetta
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    • 12. Oktober 2024 um 13:55
    • #11
    Zitat von Axman

    Ich dachte Hoopers sei eine sehr dynamische Sportart aber du hast Recht, es könnte jedenfalls auch zum Aufbau eines Longierens genutzt werden, einziger Nachteil für mich, ich müsste erst etliche Füsse für die Bögen beim Schmied herstellen lassen, weil ich bei mir nichts in den Boden stecken kann.

    Naja, je nachdem, wie dynamisch der Hund ist. Wenn er eher gemächlich durch die Tore etc. geht, dann ist es nicht so dynamisch ^^ .

    Ich hatte mir meine eigenen Tore aus Hula-Hoop-Reifen und Leerrohren (Elektrobereich) gebastelt. Und einfach Pylonen reichen auch schon. Der Hund wird durch den Parcour geschickt/geleitet. Keine Sprünge, nur durchlaufen bzw. drum herum laufen.

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  • Pinguetta
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    • 12. Oktober 2024 um 13:58
    • #12

    Ich mache hier mal einen neuen Faden auf. Einen passenden habe ich nicht gefunden.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
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    • 12. Oktober 2024 um 14:32
    • #13
    Zitat von Maline
    Zitat von Boss

    Wenn ich zuhause den geeigneten Platz hätte

    Ich nehme mir immer Pylonen mit und stelle die auf abgemähte Wiesen oder Felder.

    ich nehme zum longieren Zeltheringe und Absperrband und bastle dann im Dorfpark damit einen Kreis :D

    gestern war ich auf einem anderen Hundeplatz als dem eigenen Vereinsplatz und dort wurde der Longierkreis aus so gelben Schlauchstücken aus dem Baumarkt gelegt - fand ich auch eine interessante Variante - Lexy hat das auch sofort annehmen können

    Annett mit Lexy und Carma

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    • 12. Oktober 2024 um 14:38
    • #14

    Longieren heisst vermutlich nur deshalb longieren weil es quasi optisch dem Longieren bei Pferden ähnlich ist - also dieses im Abstand Umkreisens von jemandem in der Mitte - aber der Hund wird dabei ohne Leine nur mir der Körpersprache und ggf. Signalen geführt.

    Man kann erweitern auf 2 Kreise nebeneinander und dann z.B. auch eine 8 laufen lassen und von aussen führen usw.

    ich persönlich finde schön, dass man wirklich auch das Tempo beim longieren variieren kann

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  • Waschbär
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    • 12. Oktober 2024 um 14:40
    • #15
    Zitat von Axman



    Longieren für Hunde ist prinzipiell ohne Longe, verstehe ich das richtig? Also quasi Freiheitsdressur?


    Ich baue das Longieren anfangs mit Leine auf. Weil ich zuerst einmal Wert darauf lege dass der Hund dabei nicht schnell wird.

    Anfangs verwende ich niedrige Weidezaunpfosten aus Kunststoff (es gibt so "halbhohe", mit denen Landwirte oft ihre Maisfelder einzäunen, gegen Windschweine), mit denen ich einen Kreis abstecke. An die werden zwei Reihen Absperrband angebracht. Das ist dann eine relativ hohe Abtrennung, die der Hund nicht so ohne weiteres übertreten kann oder drunter durch. An der führt man den angeleinten Hund entlang, der Hund läuft außen am Absperrband entlang und der HF innen. Anfangs auf Kniehöhe, also wie beim Fußlaufen.

    Zuerst muss man dem Hund ja verständlich machen dass er außerhalb des Absperrbandes bleiben soll. Das funktioniert recht schnell mit dem Clicker und indem man anschließend ein Leckerchen so wirft dass der Hund sich vom Absperrband "nach außen" abwenden muss. Ich nehme da relativ großflächige Leckerchen, die der Hund relativ schnell findet (z.B. dünne Fleischwurstscheiben, in Stücke gebrochene "Schmackos" ( = diese breiten dünnen Streifen) o.ä.). Die Hunde lernen es sehr schnell das Absperrband als Abgrenzung zu akzeptieren, wenn sie konsequent nur außerhalb des Zirkels bestätigt werden. Man kann deswegen auch relativ schnell dazu über gehen den Zirkel nur noch mit einer Reihe Absperrband zu markieren. Ab da verwende ich dann nur noch Zeltheringe aus Kunststoff. Das hat den Vorteil dass man daran mit der Leine nicht mehr hängen bleiben kann. Prinzipiell kann man dann mit einer 5 m-Leine auf einem Zirkel mit 10 m Durchmesser von der Zirkelmitte aus den angeleinten Hund longieren. Das kann von Vorteil sein wenn der Hund z.B. wegen einer Verletzung nicht rennen sollte, weil man dann den Hund besser kontrollieren kann als wenn dieser frei läuft.

    Und rennen tun sie leider sehr gerne, spätestens dann wenn man als Bestätigung Beute ins Spiel bringt. Deswegen arbeite ich überwiegend mit Futter, vor allem am Anfang gebe ich gar kein Beuteobjekt als Bestätigung. Weil, wie schon gesagt, Tempo in die Sache rein zu bekommen ist überhaupt kein Problem. Dass der Hund langsam am Zirkel läuft aber schon...

    Im Aufbau des Longierens entfernt man sich immer weiter vom Absperrband weg hin zur Zirkelmitte. D.h. anfangs läuft man noch relativ viel mit, mit der Zeit werden die eigenen Kreise kleiner. Bis man in der Mitte des Zirkels angelangt ist. Ab wann man den Hund frei laufen lässt hängt immer vom jeweiligen Hund ab, in wie weit der sich kontrollieren lässt. Fängt er an zu rennen geht man einen Schritt zurück und leint ihn erst einmal wieder an die nächsten Male. Oder man macht die ersten Runden an der Leine, und wenn die erste Power draussen ist longiert man frei.

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