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  3. Überlegungen vor dem Kauf

Wieder einen Dsh? Ist das eine gute Idee?

  • Jacky0815
  • 19. Oktober 2024 um 13:47
  • Jacky0815
    Beiträge
    40
    • 20. Oktober 2024 um 13:54
    • #46
    Zitat von hundemama
    Zitat von Jacky0815
    Zitat von Pinguetta
    Zitat von Jacky0815

    Typmässig liegen mir wahrscheinlich kernigere, weniger sensible und tendenziell führerharte Hunde mehr.

    Also, keine Ahnung wie du "sensibel" definierst, aber mein Schäferhudn war definitiv sehr sensibel, zumindest was mich und meine Einstellung und Gefühle anging.

    Ich für mich meine damit Hunde, die sehr leicht die Stimmung des Halters aufnehmen und sich dann davon "aus der Bahn werfen lassen", die Stimmungen sofort auf sich beziehen und dann eventuell konfus werden.

    Dass Hunde merken, wie man drauf ist, davon gehe ich aus.

    Ich bin ein eher lauter Typ. Wenn ich mich mal aufrege, dann richtig. Ist selten an den Hund adressiert und es wär dann nicht so gut, wenn der Hund dann zusammenfällt.

    Jacky war da sehr bei sich.

    Der war meine Stimmung eher wurscht, solange sie diese nicht auf sich bezogen hat.

    Kann aber auch sein, dass andere das "sensibel" anders verstehen. Aber so aus dem Bauch raus hätte ich Jacky nicht als besonders sensibel bezeichnet. Eher als hart im Nehmen und recht unerschütterlich.

    Aber was mir, glaube ich, in diesem Thread bei der Entscheidung Pro oder Contra Dsh helfen würde, wäre wenn sich hier Dsh- Halter melden, die jetzt explizit keinen Hundesport machen (also mit 2 bis 3x pro Woche Hundeplatz und Prüfungen) und den Hund halt mit und im Alltag auslasten.

    Ob sie eine HZ oder LZ haben und wie sie die Alltagstauglichkeit ihres Dsh einschätzen. Wo ihrer Ansicht nach bei der von mir angedachten Haltung die Probleme liegen.

    Ich bedanke mich schon mal bei allen, die sich die Mühe machen, darauf zu antworten.

    Alles anzeigen

    Ich kann jz nur von mir sprechen , habe ein dsh ohne papiere , dennoch scheinbar lz. Sie ist erst 9 monate und daher kann ich noch nicht allzu viel dazu sagen . Meine läuft nicht einfach nur mit , dies macht hier kein hund. Von anfang an gab es hier klare struckturen . Wir gehen hier spazieren , wobei wir beim spazieren viel mit dem dummy suchen , Grundsignale einüben etc. Ich fahre sie bewusst nicht hoch . [...]

    Ich finde wachsamer bzw voraus schauend muss man beim dsh eher unterwegs sein als beim Retriever. Derzeit haben meine Retriever mehr Power und fordern eher mal die Beschäftigung.

    Alles anzeigen

    Ich bin auch ein totaler Fan von Ruhe im Haus und klaren Strukturen. Den Hund sinnlos hochdrehen, mache ich auch nicht und halte ich für kontraproduktiv. Ich will keinen Hund in Hocherregung. Der Kopf muss an bleiben. Bei meiner jagdlich orientierten Retrieverhündin habe ich über Erregungskontrolle erst den Fuß so richtig in die Tür bekommen. Und bei den Flats heißt es ja auch, die neigen zum Hibbeln und hochdrehen. Da hab ich also auch auf Ruhe geachtet.

    Vorausschauend musste ich bei ihr auch gehen, halt in Bezug auf Wild und dabei auch immer mental beim Hund bleiben, sonst war sie weg. Und sie hat ernst gemacht am Wild.

    Daran bin ich eigentlich gewöhnt.

    Ich denke, ich muss einfach mal ein paar Züchter anfragen, ob ich mal vorbeikommen kann und sehen, ob sich die Vorstellungen in Deckung bringen lassen.

    Manche geben ja eh nur an Hundesportler oder DHF ab, glaube ich.

  • Jacky0815
    Beiträge
    40
    • 20. Oktober 2024 um 14:04
    • #47
    Zitat von KleineMama

    Ich hab einen LZ-Rüden, der nur Familienhund ist.

    Der ist ein toller Hund, liebt Besuch, hier darf jeder rein, Menschen draußen sind ihm wurscht.

    Obwohl wir selber einen Kater haben hab ich es total versch***en, dass Katzen keine Jagdobjekte sind, da haben wir ein Thema, das aber auf meiner Unerfahrenheit begründet ist.

    Ansonsten muss man bei ihm schon sehr aufpassen, dass das Köpfchen ausgelastet ist, weil er sich sonst ganz schnell eine eigene Beschäftigung sucht, die nicht selten dann dazu führt, dass die Alltagstauglichkeit darunter leidet (fahrende Autos jagen, um ein Beispiel zu nennen).

    Also bei meiner Flathündin war es auch so, dass sie jagdlich noch interessierter war, wenn ich weniger anspruchsvolle Beschaftigung gemacht habe ( bei ihr Dummy und Gegenstandsuche im Gelände).

    Aber da haben sie auch nur echte Jagdreize getriggert. Auf Autos, Fahrräder, rennende Kinder ist sie nicht mehr angesprungen. Als Junghund hat sie Vögel und Blätter gejagt und war in 0,5 Sekunden von 0 auf 100.

    Und die Jagerei hat mich wirklich viel Schweiss gekostet und ich wär froh, wenn ich nur einen Sichtjäger hätte. Die Retrieverin ging auf Spur, Witterung und Sicht und war dem Stöbern nicht abgeneigt, wenn sie die Lücke erwischt hat.

    Ein Punkt für den Dsh war auch, dass ich den nicht so als kompletten, ernsthaften Jäger kenne.

  • Pepper
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    • 20. Oktober 2024 um 14:22
    • #48
    Zitat von Jacky0815

    Aber was mir, glaube ich, in diesem Thread bei der Entscheidung Pro oder Contra Dsh helfen würde, wäre wenn sich hier Dsh- Halter melden, die jetzt explizit keinen Hundesport machen (also mit 2 bis 3x pro Woche Hundeplatz und Prüfungen) und den Hund halt mit und im Alltag auslasten.

    Ich glaube, Du meinst so Leute wie mich. :)

    Im Gegensatz zu Dir fehlte mir jegliches professionelle Hundewissen und Pepper ist mein erster DSH.

    Dafür hatte ich ein Idealbild von mir und meinem Schäferhund im Kopf. ^^

    Pepper kam mit 4 Monaten zu mir und meiner damaligen Freundin, da war er stubenrein und konnte Sitz & Platz.
    Er hat keine Papiere und ist das Ergebnis einer Verpaarung "Vater aktiver Polizeihund, Mutter Familien-DSH.
    Man würde wohl sagen, das er ein LZ-DSH ist.


    Ich wollte damals einen DSH, weil ein Hund für mich Stehohren und eine lange Schnauze haben muss.
    Als ich ein Video von Mario Jessat mit seinen 11 Schäferhunden im Rudel gesehen habe, ging nur noch DSH.
    Einen Freund & treuen Begleiter, das wollte ich.
    Um mit den Worten von Mario Jessat zu sprechen: Ich wollte keinen Gehorsam, ich wollte Gefolgschaft.

    Heute, und nach den vielen Erzählungen anderer hier im Forum muss ich echt laut über mich lachen, wie idealistisch

    ich da rangegangen bin. So wie Du schreibst bist Du da viel "wissender", als ich es bin/war.

    Dies nur als Pro-log damit Du weißt, aus welcher Ecke ich komme.

    Zum Thema Auslastung:

    Pepper läuft meist ohne Leine. Halsband hat er nicht um. Wenn Leine, werfe ich ihm ne Retreiver-Leine über.
    Er ist praktisch immer an meiner Seite. Wir gehen joggen, fahren Bus, gehen auf´s Weinfest.
    Ich gehe mit ihm zum Edeka und er liegt davor und wartet auf mich.
    Wir sind praktisch die ersten 24 Monate unendlich viel gegangen.

    Meist durch den Wald, an den Kanal zum Schwimmen, viel mit dem Camper in der Fremde unterwegs gewesen.
    Meine Ex-Freundin hat immer gesagt: Er muss überall mit, nur so lernt er das alles kennen und es wird für ihn das "Normal".

    Heute bin ich froh darüber. Ich fand das anfangs immer mega anstrengend und hätte das so nicht durchgezogen. Er lief durch den ständigen Freilauf nicht gut an der Leine und ich hatte damals keine Tools außer, ihn in den Gehorsam zu nehmen. Das war natürlich auch für mich total anstrengend und ich hatte irgendwann keinen Bock mehr, ihn mitnzunehmen.

    Aber Katharina übernahm dann und regelte das an den Stellen mit viel Geduld und Wohlwollen, wo ich aus der Haut gefahren wäre.

    Trotzdem war ich von Anfang an sein Zentrum. An diesem bedingungslosen Vertrauen bin ich gewachsen und ich lernte, ihn mit mehr Spaß bei gleicher bedingungsloser Konsequenz zu führen.
    So wurden wir ein gutes Team. Inzwischen bin ich konsequenter & geradliniger als Katharina ^^

    Um zum Thema Auslastung zurück zu kommen.
    Das hing damals auch wie ein Damoklesschwert über uns.

    Fragen wie "werden wir einem DSH gerecht?" oder "ein Gebrauchshund muss Hundesport machen, was ist wenn wir das nicht wollen?" machten uns anfangs echt zu schaffen.
    Wir waren auf dem Hundeplatz, aber mein Bauchgefühl sagte mir:"Das ist nicht das, was Du von Deinem Hund willst!".

    Intuitiv hatten wir immer eher Angst vor einem "überdrehten und schwer kontrollierbaren" DSH.

    Wurde er also zu gallig auf ein Spielzeug, gab es ein anderes.

    Impulskontrolle war die Übung No.1, immer und überall.
    Liegen im Park, sitzen am Tennisplatz, Bällchen an seiner Nase vorbeirollen lassen.

    Dinge in Menschenhand sind immer tabu.

    Für alles und jedes Verhalten gab es eine Freigabe. Vorher hat er sich nicht zu bewegen.

    Dann sah ich ein Video von "HundplusHerz" auf Youtube und verstand, Auslastung hat viele Gesichter.
    Ein 30-Minuten Gang durch die Fußgängerzone kann einen Hund mental schon so auslasten, das er danach 2 Tage lang pennt und Ruhe braucht und es wäre falsch, ihn vorher noch 2h durch den Wald zu scheuchen.

    All das hat einen Hund geformt, mit dem ich heute eine totale Freiheit in meinem Alltag genießen kann und wir haben dadurch viel Spaß miteinander.

    Im Rückblick denke ich, hätte man aus ihm auch einen anderen Hund machen können.

    Ich wollte aber immer einen "Begleiter im Alltag".

    Und Alltagstauglich ist er.

    Am Ende ist wohl entscheidend, aus welchem Umfeld Dein DSH kommt.

    Als wir an dem ländlich gelegenen Haus mit Hof in der Nähe von Schwerin ankamen, standen Pepper, seine Oma und seine Mutter einfach nur da und schauten uns an. Wir gingen zum Tor, Anna, die Besitzerin kam raus und wir gingen mit ihr über den Hof zur Terrasse. Keiner der Hund bellte oder lief hinter uns her. Sie schauten uns nur nach.

    Der Umgang und Ton in der Familie war wohlwollend und ruhig.

    Genau so ist Pepper auch heute.


    v.l. Bruder, Pepper, Mutter, Oma

    Aus dem wie Du schreibst, hat Dein Herz die Entscheidung zu einem DSH schon getroffen. ;)
    Ich wünsche Dir das Du den richtigen Partner findest!

  • Waschbär
    Moderator
    Beiträge
    3.785
    Bilder
    1
    • 20. Oktober 2024 um 14:46
    • #49
    Zitat von GeierWally

    Ich kenne nur wesensfeste Shelties. :)

    Entweder definieren wir "wesensfest" sehr unterschiedlich. Oder wir leben in verschiedenen Welten (in der es unterschiedliche Populationen dieser Rasse gibt). 8)

  • IcyMouse1927
    Gast
    • 20. Oktober 2024 um 17:26
    • #50
    Zitat von Jacky0815

    Manche geben ja eh nur an Hundesportler oder DHF ab, glaube ich.

    Kommt auf die Definition von "Sportler" an. Manche Züchter hätten gern dass ihre Welpen nur an IGP-Profis gehen, aber dass das immer so klappt bei mehreren Würfen im Jahr, wage ich zu bezweifeln. Je nach dem was für ein Zuchtziel der Züchter hat, ist es aber gut möglich dass er keine Hunde als reine Familienhunde abgibt, wo er davon ausgeht dass der Hund nicht ausreichend typgerecht ausgelastet wird und nachher Probleme machen könnte.

    Ich denke wenn man hingeht und sagt "ich will keinen Schutz machen, aber BH, Fährte, Mantrailing, Obedience, ...." wird man bestimmt von den meisten Züchtern einen Hund bekommen wenn sonst auch alles passt.

    Zitat von Jacky0815

    Ich denke, ich muss einfach mal ein paar Züchter anfragen, ob ich mal vorbeikommen kann und sehen, ob sich die Vorstellungen in Deckung bringen lassen.

    Das find ich gut, so haben wir's auch gemacht. Einfach mal losgehen und die Züchter Löcher in den Bauch fragen, ihre Zuchtziele anhören - mal die "Szene" kennen lernen :)

    Zitat von Jacky0815

    Ein Punkt für den Dsh war auch, dass ich den nicht so als kompletten, ernsthaften Jäger kenne.

    Das ist auch beim DSH nicht zu unterschätzen, auch da gibt es nicht wenige HF die echt Probleme mit dem Jagdtrieb haben.

  • Jacky0815
    Beiträge
    40
    • 20. Oktober 2024 um 18:12
    • #51
    Zitat von Pepper
    Zitat von Jacky0815

    Aber was mir, glaube ich, in diesem Thread bei der Entscheidung Pro oder Contra Dsh helfen würde, wäre wenn sich hier Dsh- Halter melden, die jetzt explizit keinen Hundesport machen (also mit 2 bis 3x pro Woche Hundeplatz und Prüfungen) und den Hund halt mit und im Alltag auslasten.

    Ich glaube, Du meinst so Leute wie mich. :)

    Im Gegensatz zu Dir fehlte mir jegliches professionelle Hundewissen und Pepper ist mein erster DSH.

    Dafür hatte ich ein Idealbild von mir und meinem Schäferhund im Kopf. ^^

    Pepper kam mit 4 Monaten zu mir und meiner damaligen Freundin, da war er stubenrein und konnte Sitz & Platz.
    Er hat keine Papiere und ist das Ergebnis einer Verpaarung "Vater aktiver Polizeihund, Mutter Familien-DSH.
    Man würde wohl sagen, das er ein LZ-DSH ist.


    Ich wollte damals einen DSH, weil ein Hund für mich Stehohren und eine lange Schnauze haben muss.
    Als ich ein Video von Mario Jessat mit seinen 11 Schäferhunden im Rudel gesehen habe, ging nur noch DSH.
    Einen Freund & treuen Begleiter, das wollte ich.
    Um mit den Worten von Mario Jessat zu sprechen: Ich wollte keinen Gehorsam, ich wollte Gefolgschaft.

    Heute, und nach den vielen Erzählungen anderer hier im Forum muss ich echt laut über mich lachen, wie idealistisch

    ich da rangegangen bin. So wie Du schreibst bist Du da viel "wissender", als ich es bin/war.

    Dies nur als Pro-log damit Du weißt, aus welcher Ecke ich komme.

    Zum Thema Auslastung:

    Pepper läuft meist ohne Leine. Halsband hat er nicht um. Wenn Leine, werfe ich ihm ne Retreiver-Leine über.
    Er ist praktisch immer an meiner Seite. Wir gehen joggen, fahren Bus, gehen auf´s Weinfest.
    Ich gehe mit ihm zum Edeka und er liegt davor und wartet auf mich.
    Wir sind praktisch die ersten 24 Monate unendlich viel gegangen.

    Meist durch den Wald, an den Kanal zum Schwimmen, viel mit dem Camper in der Fremde unterwegs gewesen.
    Meine Ex-Freundin hat immer gesagt: Er muss überall mit, nur so lernt er das alles kennen und es wird für ihn das "Normal".

    Heute bin ich froh darüber. Ich fand das anfangs immer mega anstrengend und hätte das so nicht durchgezogen. Er lief durch den ständigen Freilauf nicht gut an der Leine und ich hatte damals keine Tools außer, ihn in den Gehorsam zu nehmen. Das war natürlich auch für mich total anstrengend und ich hatte irgendwann keinen Bock mehr, ihn mitnzunehmen.

    Aber Katharina übernahm dann und regelte das an den Stellen mit viel Geduld und Wohlwollen, wo ich aus der Haut gefahren wäre.

    Trotzdem war ich von Anfang an sein Zentrum. An diesem bedingungslosen Vertrauen bin ich gewachsen und ich lernte, ihn mit mehr Spaß bei gleicher bedingungsloser Konsequenz zu führen.
    So wurden wir ein gutes Team. Inzwischen bin ich konsequenter & geradliniger als Katharina ^^

    Um zum Thema Auslastung zurück zu kommen.
    Das hing damals auch wie ein Damoklesschwert über uns.

    Fragen wie "werden wir einem DSH gerecht?" oder "ein Gebrauchshund muss Hundesport machen, was ist wenn wir das nicht wollen?" machten uns anfangs echt zu schaffen.
    Wir waren auf dem Hundeplatz, aber mein Bauchgefühl sagte mir:"Das ist nicht das, was Du von Deinem Hund willst!".

    Intuitiv hatten wir immer eher Angst vor einem "überdrehten und schwer kontrollierbaren" DSH.

    Wurde er also zu gallig auf ein Spielzeug, gab es ein anderes.

    Impulskontrolle war die Übung No.1, immer und überall.
    Liegen im Park, sitzen am Tennisplatz, Bällchen an seiner Nase vorbeirollen lassen.

    Dinge in Menschenhand sind immer tabu.

    Für alles und jedes Verhalten gab es eine Freigabe. Vorher hat er sich nicht zu bewegen.

    Dann sah ich ein Video von "HundplusHerz" auf Youtube und verstand, Auslastung hat viele Gesichter.
    Ein 30-Minuten Gang durch die Fußgängerzone kann einen Hund mental schon so auslasten, das er danach 2 Tage lang pennt und Ruhe braucht und es wäre falsch, ihn vorher noch 2h durch den Wald zu scheuchen.

    All das hat einen Hund geformt, mit dem ich heute eine totale Freiheit in meinem Alltag genießen kann und wir haben dadurch viel Spaß miteinander.

    Im Rückblick denke ich, hätte man aus ihm auch einen anderen Hund machen können.

    Ich wollte aber immer einen "Begleiter im Alltag".

    Und Alltagstauglich ist er.

    Am Ende ist wohl entscheidend, aus welchem Umfeld Dein DSH kommt.

    Als wir an dem ländlich gelegenen Haus mit Hof in der Nähe von Schwerin ankamen, standen Pepper, seine Oma und seine Mutter einfach nur da und schauten uns an. Wir gingen zum Tor, Anna, die Besitzerin kam raus und wir gingen mit ihr über den Hof zur Terrasse. Keiner der Hund bellte oder lief hinter uns her. Sie schauten uns nur nach.

    Der Umgang und Ton in der Familie war wohlwollend und ruhig.

    Genau so ist Pepper auch heute.


    v.l. Bruder, Pepper, Mutter, Oma

    Aus dem wie Du schreibst, hat Dein Herz die Entscheidung zu einem DSH schon getroffen. ;)
    Ich wünsche Dir das Du den richtigen Partner findest!

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    Hört sich doch super an, wo du schlussendlich mit Pepper gelandet bist.

    Auf zwei Jahre harte Arbeit (die natürlich auch Spaß macht) muss man sich m.A. n. bei jedem Hund einstellen, der nicht von Haus aus ein Blümchen und eine Schlaftablette ist, bis man einen halbwegs gehorsamen und alltagtauglichen Hund hat. Und in dritten Jahr kommt dann noch das "Feintuning".

    Aber im Ergebnis stelle ich mir das dann auch so vor, wie du das beschreibst.

  • Jacky0815
    Beiträge
    40
    • 20. Oktober 2024 um 18:22
    • #52
    Zitat von GeierWally
    Zitat von Jacky0815

    Manche geben ja eh nur an Hundesportler oder DHF ab, glaube ich.

    Das ist auch beim DSH nicht zu unterschätzen, auch da gibt es nicht wenige HF die echt Probleme mit dem Jagdtrieb haben.

    Verglichen mit meiner Flathündin hätte ich von Jacky behauptet, sie jagt nicht.

    Natürlich ist sie auch erstmal drauf angesprungen, wenn vor ihr ein Hase oder Reh hoch ist, aber sie war abpfeifbar und musste quasi wirklich über Wild stolpern, damit es sie überhaupt interessierte.

    Meine Flathündin hat mit ca. 7 Monaten angefangen aktiv zu stöbern, was ich Honk erstmal gar nicht als Stöbern erkannt habe. Dachte die pest aus Übermut mal durch die Büsche. War ja auch nach 20 Sekunden wieder da. Nö, war der Anfang einer ausgeprägten Jagdpassion. Heute wäre ich schlauer. Aber vom Schäfer kannte ich das so nicht.

  • OldFrog2056
    Gast
    • 20. Oktober 2024 um 18:35
    • #53

    Ich habe jetzt den zweiten BBS beide hatten und haben einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb. Von daher würde ich sagen, dass ich mir das beim dsh sehr wohl vorstellen kann. Hier haben auch einige damit zu kämpfen.

  • Wuesti
    Beiträge
    1.455
    Bilder
    10
    • 20. Oktober 2024 um 18:55
    • #54

    Den DSH, den du suchst, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit eher in den Leistungs- und Hybridlinien finden.

    Dass diese Hunde unbedingt 2-3x in der Woche am Platz arbeiten "müssen" ist meiner Meinung nach ein Gerücht 😉

    Die wenigsten der 250.000 DSH hierzulande werden wohl -wenn überhaupt- so regelmäßig am Platz gearbeitet und werden dennoch nicht auffällig.

    Für die geforderten Attribute würde ich mir einen gewissenhaften Züchter suchen, der seine Welpen top aufzieht und dir damit ein Gerüst schafft, auf dem du aufbauen kannst, denn ein Großteil der letztendlichen Entwicklung liegt nicht unbedingt beim Züchter, sondern hängt von vielen Faktoren ab.

    Jeder Welpe ist zum Teil auch eine Wundertüte.

    Gerade wenn man so klar definierte Wünsche an den Hund hat, empfinde ich persönlich es immer als sinnvoller sich einen bereits ausgewachsenen Hund ins Leben zu holen.

  • Indigo1601
    Beiträge
    105
    • 20. Oktober 2024 um 19:27
    • #55

    Hmm wie mir scheint ist die Entscheidung eh schon gefallen.

    Ich hätte mir an Deiner Stelle noch paar Fragen gestellt (rein für Dich, das brauchst hier ja nicht beantworten):

    Warum ein Gebrauchshund wenn man eigentlich nicht mit ihm arbeiten möchte? Oder geht es "nur um "kein-IGP" sonst aber schon Training?

    Wer kümmert sich um den Hund wenn Du ausfällst? Und sind diese Personen willens und in der Lage sich um einen (jungen) Schäferhund zu kümmern?

    Wie soll das mit dem anderen Junghund und auch den Kindern laufen? Ich sag nur eine Gruppe im Garten (Fußball) spielende Kinder kann für einen jungen Schäferhund eine Herausforderung sein. Ein anderer Junghund an dem man sich hochspulen kann auch.

    Zwei annähernd gleich alte Hundedamen, das kann böse ins Auge gehen - ist man willens und in der Lage die beiden Mädels sollte es erforderlich sein dauerhaft voneinander zu trennen?

    Mein Mädel hatte eine fast gleichaltrige Spielkumpanin. Ging ca 1,5 Jahre gut. Dann gab es mal Zoff und vom dem Tag an war es vorbei, die beiden Mädels miteinander war nicht mehr möglich. War in unserem Fall für uns Menschen doof aber leicht zu handeln weil "nur" erweiterte Nachbarschaft. Im dichten Wohnverhältnis wäre das für mich zu stressig.

    Ein Schäferhund-Welpe ist in der Regel optisch niedlich, vom Verhalten her aber oft ruppig und frech. Erfahrungsgemäß kann das in Familien und Freundschaften manchmal schon für Mißstimmung sorgen (wenn der fünfte Ball der Kinder geschreddert wurde, der andere Junghund im Spiel etwas härter rangenommen wird, die "gute" Jacke beim antackern ein Loch bekommt etc pp). Klar sind das alles Dinge die Hund nicht darf, die auch andere Rassen gern mal machen, aber die ein Schäfer schon auch gern mal etwas vehementer macht (und die Maßregelung dann vielleicht auch noch lustig findet).

    Überleg Dir das einfach mal für Dich (vielleicht ist es ja eh schon alles bedacht, dann umso besser).

    Nur bei einem Hund der etwas mehr Pfeffer, gleichzeitig aber auch mehr Ernst hat, hat man mMn auch eine andere Verantwortung.

  • OldFrog2056
    Gast
    • 20. Oktober 2024 um 19:34
    • #56

    Indigo1601 wie Wuesti schon ausgeführt hatte, arbeiten die meisten Gebrauchshunde in Deutschland nicht.

  • Jacky0815
    Beiträge
    40
    • 20. Oktober 2024 um 19:54
    • #57
    Zitat von Indigo1601

    Hmm wie mir scheint ist die Entscheidung eh schon gefallen.

    Ich hätte mir an Deiner Stelle noch paar Fragen gestellt (rein für Dich, das brauchst hier ja nicht beantworten):

    Warum ein Gebrauchshund wenn man eigentlich nicht mit ihm arbeiten möchte? Oder geht es "nur um "kein-IGP" sonst aber schon Training?

    Wer kümmert sich um den Hund wenn Du ausfällst? Und sind diese Personen willens und in der Lage sich um einen (jungen) Schäferhund zu kümmern?

    Wie soll das mit dem anderen Junghund und auch den Kindern laufen? Ich sag nur eine Gruppe im Garten (Fußball) spielende Kinder kann für einen jungen Schäferhund eine Herausforderung sein. Ein anderer Junghund an dem man sich hochspulen kann auch.

    Zwei annähernd gleich alte Hundedamen, das kann böse ins Auge gehen - ist man willens und in der Lage die beiden Mädels sollte es erforderlich sein dauerhaft voneinander zu trennen?

    Ein Schäferhund-Welpe ist in der Regel optisch niedlich, vom Verhalten her aber oft ruppig und frech. Erfahrungsgemäß kann das in Familien und Freundschaften manchmal schon für Mißstimmung sorgen (wenn der fünfte Ball der Kinder geschreddert wurde, der andere Junghund im Spiel etwas härter rangenommen wird, die "gute" Jacke beim antackern ein Loch bekommt etc pp). Klar sind das alles Dinge die Hund nicht darf, die auch andere Rassen gern mal machen, aber die ein Schäfer schon auch gern mal etwas vehementer macht (und die Maßregelung dann vielleicht auch noch lustig findet).

    Nur bei einem Hund der etwas mehr Pfeffer, gleichzeitig aber auch mehr Ernst hat, hat man mMn auch eine andere VeraVerantwortung.

    Alles anzeigen

    Tatsächlich ist die Entscheidung noch nicht endgültig gefallen.

    Ein Flat wird es aber definitiv nicht mehr.

    Vereinstraining hatte ich nicht vor, nein. Grundgehorsam und Basisunterordnung schon. Natürlich nicht auf Prüfungsniveau, aber so dass es im Alltag zuverlässig sitzt.

    Für einen Retrievermix ist Thora bis jetzt recht kernig. Im Idealfall kommen die gut klar. Sollte es im Reifeprozess Kippen, könnten wir trennen. Abgeschlossene Wohneinheiten. Aber das Risiko einer Hündinnenunverträglichkeit liegt beim Dsh natürlich höher. Danke, muss ich bedenken.

    Dass junge Dsh Raptoren sind, weiß ich noch von Jacky. Auch dass sie da noch deutlich vehementer sind als andere Rassen. Löcher in Klamotten haben mir hier alle Junghunde gemacht, ist halt so. Dafür hat mein Flat mir die 300 Euro Brille im Garten verbuddelt (aber nach drei Monaten netterweise mal wieder ausgegraben). Verluste sind normal am Anfang.

    Tatsächlich macht mir übersteigertes Aggressionsverhalten am meisten Sorgen. Ich habe Dsh nicht so erlebt, aber ich bin auch schon lange raus...

    Ernst macht mir nix, solange der Hund klar im Kopf ist.

    Aber ich sehe schon: ich muss mir live ein Bild machen.

  • Wuesti
    Beiträge
    1.455
    Bilder
    10
    • 20. Oktober 2024 um 19:55
    • #58
    Zitat von Harz2024

    wie Wuesti schon ausgeführt hatte, arbeiten die meisten Gebrauchshunde in Deutschland nicht.

    Sie arbeiten zumindest nicht regelmäßig am Platz 😉

    Aber, dass die TE nach eigenen Schilderungen in der Lage und Willens ist den Hund anderweitig auszulasten, dessen bin ich mir gewiss.

    Die Bedenken vo Indigo1601 bzgl der Kinder teile ich zum Teil (bin ja erst eine leidliche Erfahrung reicher) und rate auch deshalb zum bereits herangewachsenen Hund.

    Klar gibt's auch genug Welpen und Jundhunde, für die Kinder und der damit einhergehende Trubel kein Problem ist (hab mit Chichi selbst so ein Exemplar hier von dem ich in der Hinsicht wirklich erstaunt bin), ABER: man weiß es halt nicht, wenn der Welpe einzieht.

    Bei einem etwas älteren Exemplar kann man diese Dinge halt deutlich besser einschätzen

  • IcyMouse1927
    Gast
    • 20. Oktober 2024 um 19:59
    • #59
    Zitat von Jacky0815

    Vereinstraining hatte ich nicht vor, nein. Grundgehorsam und Basisunterordnung schon. Natürlich nicht auf Prüfungsniveau, aber so dass es im Alltag zuverlässig sitzt.

    ich denke das allein reicht für einen LZ-DSH nicht. Du musst ja nicht Prüfungsmässig im Verein trainieren, aber irgendeinen "Job" brauchts dann schon. Fährten, Mantrailen, Spürhund, ZOS, Obedience - da gibt's ja viele Möglichkeiten. Aber mit "nur Gassi", sitz, platz und bleib wirst Du das Kaliber Hund vermutlich nicht ausreichend beschäftigen.

  • Jacky0815
    Beiträge
    40
    • 20. Oktober 2024 um 20:05
    • #60

    Wie sieht es denn aus mit Rückläufern?

    Ich mein, wenn die dann so mit 9 Monaten an den Züchter zurückgehen, weil man z.B. überfordert war, haben die ja auch nix Gescheites gelernt. So bis ein Jahr fände ich irgendwie okay. Aber dann sind sie ja auch noch in der Reifung und in Punkto Ernsthaftigkeit kommt noch einiges nach.

    Einen vollständig erwachsenen Hund kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

    Ich hatte meine beiden von Welpe an und man ist dann halt so zusammengewachsen.

    Über den Punkt, mir einen erwachsenen Hund zu holen, muss ich noch genauer nachdenken.

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