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  1. Das Schäferhund Forum
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Videoreihe über Aggression - Thomas Baumann

  • Axman
  • 25. Dezember 2024 um 10:45
  • Luna
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    • 13. April 2025 um 13:37
    • #31

    @axmann, dank deines damaligen tipps, hatte ich mir die videoserie von t baumann auch abonniert. Die sind alle echt gut.

    Auch dieses video hier, ist für manche, die meinen mit pos verstärkung (leckerlis etc) etwas ausrichten zu können, bei solchen hunden, haben durch die worte von tb gelegenheit darüber nachzudenken.

    Seine erklärungen sind echt gut.

  • Bass23
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    • 13. April 2025 um 14:27
    • #32

    Ja, sehr gut erklärt und solche Hunde erlebe ich auch je länger je mehr..

    Es muss nicht jeder Hund mit dem anderen klar kommen, aber er darf nicht lernen, einfach so nach vorne zu gehen, sonst endet es leider oft in so abnormal aggressivem Verhalten.

    Ich hatte Just genau, aber exakt so einen Hund vor 2 Wochen bei mir.

    Und leider war der Besitzerin nicht bewusst, dass der Hund die normale Aggressionsschwelle schon längst überschritten hat, sie beschrieb ihn einfach als giftig, aber nicht, wie vehement.

    Ergo ließen wir unsere beiden zusammen, da meiner sich null provozieren lässt und auch Gegiftel ignoriert.

    Was sich dann zeigte, war, dass das eigentliche Problem nicht Giften war, sondern, dass ihr Hund genau wie der Hund im Video, absolut unkontrolliert und stakkatoartig das Gegenüber attackiert.. Also jenseits von Gut und Böse was normales Hundeverhalten angeht. Und auch absolut unüberlegt, da ihr Hund etwa 15 kg leichter ist als meiner.

    Interessant war dann das Verhalten von meinem. Meiner hat in 18 Monaten noch nie einen Hund angegriffen, steckt gerechtfertigte Zurechtweisungen anderer Hunde ohne mit der Wimper zu zucken weg und ignoriert auch massive Anpöbeleien, Bellen usw von Fremdhunden.

    Diesen aber hat er nach der ersten Angriffswelle absolut gnadenlos und blitzschnell und massiv gepackt und zu Boden gedrückt und da auch nicht losgelassen. Ich habe dann die beiden getrennt und es ist auch nichts passiert ( der andere war sowieso mit Maulkorb gesichert).

    Soweit muss es aber wirklich nicht kommen und ist auch eine massive Gefahr für den Hund und Riesenstress für den Besitzer. Und da geb ich Baumann Recht, das lässt sich nicht mit positiven Korrekturen abstellen.

    Und leider ist es so, dass je länger so ein Verhalten existiert, umso stärker muss in der Regel die Korrektur sein.

    Und genau so massiv hat auch mein Hund darauf reagiert.

    Eine Woche später sind wir dann von einem recht frechen freilaufenden Hund beim Spaziergang überrascht worden. Kein Besitzer weit und breit.

    Ich schickte meinen Hund ins Platz und der andere wusste nichts besseres, als noch auf meinen rauf zu springen, allerdings nicht in Spielabsicht. Da hab ich meinen frei gegeben und der hat den anderen kurz erzieherisch geschüttelt, so dass er von ihm abliess und gut war.

    Es ist sehr interessant zu sehen, wie normal sozialisierte Hunde das untereinander regeln und das eben nicht nur mit positiver Verstärkung aber auch nicht mit abnormaler Aggression

  • Luna
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    • 13. April 2025 um 14:57
    • #33

    @bass da ist dein hund ein echter gewinn für solche hunde. So einer wäre genau der richtige für meinen gewesen. Aber woher nehmen..

    So einen wie meinen jetzigen, hatte ich vorher noch nie und er ist mein dritter dsh.

    Ein hund der das irgendwie in die wiege gelegt bekam oder was auch immer vorgefallen ist im welpenalter, fordert einen hh wirklich heraus, auch erfahrene (oder doch unerfahren, wenn sie so einen noch nie hatten).

    Ich gebe tb auf jeden fall recht, dass diese hunde wirklich glasklare ansagen bekommen müssen und jede art von zweifel an der strenge, hier komplett fehl am platz sind.

  • Maline
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    • 13. April 2025 um 21:10
    • #34

    Dankeschön. Ganz ein toll erklärtes Video. Hoffentlich gibt es einen Teil 2 davon. Ich war schon erschrocken, wie er sich auf ein Stofftier stürzt und nicht ablässt.

    Wobei ich mir tatsächlich nicht vorstellen kann, dass dieser Hund jemals frei mit Artgenossen laufen kann. Das Trainingsziel wurde nicht genau definiert oder habe ich etwas überhört?

  • Axman
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    • 14. April 2025 um 08:01
    • #35

    Mich interessiert tatsächlich auch wie die extrem aggressive Hunde auf lange Sicht einschätzen. In den USA hört man sehr viel, dass es, zumindest bei Tierheimhunden für Aggression in einer gewissen Ausprägung keine Verhaltenstherapie mehr geben sollte, sondern nur noch den Weg in den Hundehimmel.

    Starke Beschädigungsabsicht aus geringem Anlass ist der Nummer 1 Grund für die Entscheidung einen Hund nicht mehr zu therapieren, da die Erfolge nicht sicher seien, solche Hunde immer eine Gefahr für die Umwelt darstellten, auch nach Verhaltenstherapie.

    Da war neulich der Fall, wo ein Social Media Star (ehemaliger Bachelor TV Sendung Promi) von seinem Boxer aus dem Tierheim mehrmals massiv angegriffen und schwer verletzt wurde. Aus unerklärlichen Gründen. Irgendwas hat den Hund getriggert und er hat rot gesehen. Da gibt es Videos von Überwachungskameras, heilige 💩 das ist echt nicht spassig anzusehen.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Maline
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    • 14. April 2025 um 08:21
    • #36
    Zitat von Axman

    zumindest bei Tierheimhunden für Aggression in einer gewissen Ausprägung keine Verhaltenstherapie mehr geben sollte, sondern nur noch den Weg in den Hundehimmel.

    Ich bin ja sonst auch eher ein Weichei, aber das halte ich für nachvollziehbar. Genau wie ich es nie verstehen werde, warum gerade vom Auslandstierschutz so unglaublich viel Geld in schwerstverletzte und dann lebenslang behinderte Tiere gesteckt wird. In beiden Fällen wären dann Kapazitäten für deutlich mehr normale Tiere frei.

  • Bass23
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    • 15. April 2025 um 07:09
    • #37

    Ich denke schon, dass man den einen oder anderen korrigieren kann. Hängt ja von den Gründen, den Begleitumständen und davon ab, wie lange das Problem schon existiert. Der Mali in dem Video ist ja erst 15 Monate alt. Der hat entwicklungstechnisch noch einiges offen und da stehen die Chancen recht gut. Beim Rest bin ich bei euch: braucht kein Mensch, ist saugefährlich und es warten doch so viele nette Hunde auch auf einen Platz

  • Le<Li
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    • 31. Januar 2026 um 09:54
    • #38

    Und wieder ein Tolles Video von Baumann.

    „Moderne“ Hundeerziehung zum Scheitern verurteilt! – Erklär-Video

    Ich benutze Leckerlis und Co tatsächlich ausschließlich für die Dressur.

    Ich "Erziehe" meine Hunde komplett alleine, weil alle Trainer komplett versagt haben, entweder zu Brutal oder den Hund zum Futter oder Ball Junkie machen.

    Wie sieht es bei euch aus mit dem Alltagsleben, fernab vom HP?

    Bis auf das Jagen (Hetzen, Greifen, Töten, Fressen) läuft es bei uns nahezu Perfekt und Baumann hat mir klar gemacht, das sich das auch nicht mehr ändern wird, nicht ohne Tierschutz relevante Brutalität.

  • maike
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    • 31. Januar 2026 um 11:59
    • #39

    Für mich eigtl gerade nochmal eine interessante Frage. Früher (bis vor so +/- einem Jahr), habe ich ganz instinktiv auch viel so körpersprchlich gemacht, also körpersprachlich eingeschränkt, wenn der Hund den zugewisenen Platz verlassen hat.

    Klassisches beipiel: Mila soll neben mir an lockerer Leine laufen, kommt vor mich ich drehe mich zu ihr ein, sie weicht wieder an ihren Platz zurück, geht weiter. Ich würde behaupten, dass das bei uns auch recht ruhig umgesetzt wurde. Es hat allerdings dazu geführt, dass ich teilweise an der Straße nur meinen Kopfgedreht habe, um mich nach Autos umzuschauen und Mila neben mir schon leicht ins meiden ging.

    Also gerade in meiner direkten Nähe verzichte ich auf körpersprachliche Begrenzung, im Sinne von den Hund irgendwie zurückdrängen komplett. Auch dieser Klassiker, auf den Baumann immerwieder verweist, mit in den Hund reinlaufen (also Drehung zum Hund, statt vom Hund weg) habe ich jetzt ewig gar nicht mehr gemacht.

    Ich denke nicht, dass das für die Mehrheit der Hundehalter auch so zutrifft. Für die meisten ist es vermutlich, eine gute und eindeutige Weise dem Hund etwas verständlich zu machen.

  • Le<Li
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    • 31. Januar 2026 um 13:57
    • #40

    Gerade mit Malis hat Baumann sehr viel Erfahrung und für die Leinenführigkeit nutzt er das eindrehen gerade nicht.

    Die letzten 3 Videos, vor Heute, geht es um Leinenführigkeit bei Leinenaggression.

    Malis sind Extrem sensibel, ich hatte auch mal einen, der DSH liegt mir besser, denn ich bin nicht so sensibel :) .

  • Axman
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    • 31. Januar 2026 um 14:14
    • #41

    Meine kriegen lange Zeit Leckerli für alles. Ich baue auf die Gewohnheit, dann klappt es nach einiger Zeit perfekt ohne Leckerli.

    Ich lehne marketingorientierte Terminologie ab. "Dressur" ist eines der typischen Schlagwörter das aufgrund von manipulativen Strategien von Influenzern etc. automatisch ein negatives Gefühl bei Hundehaltern und -trainern auslöst. (Meine Absicht ist nicht zu behaupten, dass Le<Li das Wort in irgendeiner bestimmten Weise verwendet hat! <3 )

    Bei mir heisst alles gleich, nämlich Training. Erziehung ist Training, Beziehung ist Training, Spielen ist Training und alles im Alltag ist ebenfalls Training. 8o Futter- und Balljunkies sind sie von Natur aus, man muss das einfach nur vernünftig nutzen.

    Beziehung trainieren? Jap. Liebe geht durch den Magen...... Beim Mann und ganz besonders beim Hund :D

    Zitat von Le<Li

    Bis auf das Jagen (Hetzen, Greifen, Töten, Fressen) läuft es bei uns nahezu Perfekt und Baumann hat mir klar gemacht, das sich das auch nicht mehr ändern wird, nicht ohne Tierschutz relevante Brutalität.

    Tierschutzrelevante "Brutalität" oder wäre es eher unmissverständliche Härte (auch tierschutzrelevant :rolleyes: ), nicht zu verwechseln mit Brutalität.....?

    ---------------------------------------------------

    Deine Erfahrung mit Mila, maike bringt es ziemlich auf den Punkt. Das Ein- und Abschätzen von Einwirkungen und Verwenden der verschiedenen Hilfsmittel (Futter, Spielzeug, Leine, Körper....) ist entscheidend.

    Ich müsste z.B. den Ioshy mehr oder weniger rammen damit er Körpersprachliche Begrenzung auch als solche empfinden würde.

    Sogar einfache Spiele mit Futter können eine aversive Wirkung auf manche Hunde haben. Gerade wieder gesehen bei einem Seminarteilnehmer.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Le<Li
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    • 31. Januar 2026 um 16:56
    • #42

    Axman, wir sind nicht einer Meinung aber das ist doch absolut OK.

    Dressur ist nur ein (1) Wort dafür, im Zirkus oder auf dem HP ist für mich kein Unterschied aber beides ist doch Okay.

    Wenn du Lust hast, lass mal durchblicken, wie du Jagen mit Tötungsabsicht abtrainierst.

  • Axman
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    • 31. Januar 2026 um 16:57
    • #43

    Le<Li Ich habe mir das Baumann Video angeschaut, das du genannt hast. Er spricht mir in vielem aus der Seele. Ich glaube ich verstehe jetzt auch, was mit "konditionieren" gemeint ist.

    Baumann: "Konditionierte, dressierte Vierbeiner an unserer Seite die ihre eigenen Entscheidungen treffen". Ich denke er meint Hunde die zum sehr grossen Teil über Lerntechniken wie Klickertraining "dressiert" werden, denn er sagt auch: "Die einen materiellen Fokus haben und den Menschen als Sozialpartner gar nicht mehr wahrnehmen". Das klingt nach den Nebenwirkungen von Klickertraining, welches leider sehr trocken und unemotional und bar jeder sozialen Komponente ist.

    Es geht weiter um das typische "der Hund interessiert sich für seinen Menschen nur wenn er Leckerli oder sonstige Belohnung in der Hand hält" . Das passiert tatsächlich ganz ganz vielen Leuten.

    Oder auf dem Hundeplatz, sämtliche Hundehalter die nur alltags-ambitioniert sind haben Hunde die sich für sie überhaupt nicht interessieren und an allem in der Umwelt interessiert sind anstatt an ihrem Halter. Sogar wenn die Leckerli oder Spielzeug in der Hand halten!!

    Standardproblem Nummer Eins: Das Timing. Es fängt schon an das quasi jeder den Hund auf das Rascheln einer Futtertüte, das Rascheln der Jacke oder den Griff in die Hosentasche konditioniert hat. Kein Abwarten auf Aktivität des Hundes, dem Hund hinterherlaufen etc........

    Die abschliessenden Worte von TB gefallen mir sehr, da finde ich mich wieder.

    Sehr erfrischend auch seine Einstellung zu rein positivem Training.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Le<Li
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    • 31. Januar 2026 um 17:01
    • #44

    Na da sind wir doch wieder auf der selben Spur :)

    Klar sollte man sich die Videos vorher anschauen, damit man weis worüber wir reden ;)

  • Axman
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    • 31. Januar 2026 um 17:19
    • #45
    Zitat von Le<Li

    Axman, wir sind nicht einer Meinung aber das ist doch absolut OK.

    Dressur ist nur ein (1) Wort dafür, im Zirkus oder auf dem HP ist für mich kein Unterschied aber beides ist doch Okay.

    Wenn du Lust hast, lass mal durchblicken, wie du Jagen mit Tötungsabsicht abtrainierst.

    Doch, ich glaube wir sind schon einer Meinung (sag Bescheid falls ich mich täusche). Ich habe eigentlich gar nichts gegen das Wort Dressur. Schliesslich habe ich Pferde geritten und ihnen Dinge aus der Dressur beigebracht und ja, Dressur steht einfach nur für etwas was man vielleicht etwas geringschätzig als "das Beibringen von Tricks" umschreiben könnte. Das einzige was mich stört, ist dass man das Wort heutzutage als Bezeichnung oder Label für schlechtes Training benutzt. Evtl. verstehe ich dich nicht ganz, sag Bescheid! :)

    ICH würde ein extremes Jagdverhalten nicht abtrainieren da ich nicht über genügend Kenntnis in der Materie verfüge. Ich würde es an einen Fachmann/frau für Jagdverhalten abgeben. Der müsste in diesen extremen Fällen ein E-Halsband benutzen aber selbst damit wäre es je nach Schwere des Falles evtl. nicht zu 100% korrigierbar wahrscheinlich aber gut verbesserbar. Das könnte man natürlich nur theoretisch weil bei uns ist es verboten. D.h. solche Hunde müssen lebenslang an der Leine gehen.

    Leichtere Formen von Jagdverhalten können aber durchaus auch auf andere Weise verbessert werden. Kommt immer auf den Einzelfall und die Ausprägung an, denke ich.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

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