Waschbär , Du hast der mit der Epigenetik einen sehr interessanten Aspekt in die Diskussion mit eingebracht. Aus eigener Betroffenheit haben wir in meiner Familie diesen Aspekt gerade vor einiger Zeit auch diskutiert. Denn dieser Aspekt betrifft ja nicht nur die Tierwelt sondern auch uns Menschen. Die Erfahrungen unsere Eltern und Großeltern z.B. während der beiden Weltkriege, sind quasi in unserem Erbgut mit "eingebrannt" und bewirken so vieles (i.d.R. leider nichts Gutes
). Aber ich möchte diesen Faden nun damit nicht sprengen. Es war mir nur wichtig, einmal noch explizit daraufhin zu weisen.
Sollte man Hunderassen ihre Besonderheiten "wegzüchten"?
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Gerade entdeckt! Ein neues Podcast mit Michael Ellis über Genetik von Sporthunden etc !!!
Habs noch nicht angehört aber kanns kaum erwarten!!!
Er weiss einfach so viel und kann unheimlich gut erklären. Top!Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Wie meinst du das, kann gerade den Zusammenhang nicht erkennen
Das man einsehen muss, dass man eine Rasse einfach nicht haben kann.
Man kann noch so schmollen und bockig mit dem Fuß aufstampfen, ein Gebrauchshund wird ein Gebrauchshund bleiben und nicht zum anspruchslosen Selbstläufer in der Hochhauswohnung mit 50 Minuten Auslauf am tag mutieren, nur weil man es eben grad will, weil die Optik so schick ist.
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Also sollte man das wegzüchten oder beibehalten und lernen wie man damit umgeht
Ich möchte kurz klarstellen dass ich hier von 2 verschiedenen Dingen geredet habe: Der DSH an sich, so wie er ist und sein soll, soll es natürlich weiterhin geben, da braucht man nix wegzüchten und auch dass es verschiedene Ausprägungen in den Triebverablagungen gibt ist gut so. So kann sich innerhalb einer Rasse jeder das rauspicken was er braucht.
Diese extremen Hunde braucht es meiner Meinung nach ebenfalls. ABER: Manche Hundler wollen so einen extremen Hund, aber ihr eigener Ausbildungsstand ist dem halt nicht gewachsen. Dann kommt es zu unschönen Bildern, die kein Mensch braucht.
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Gerade entdeckt! Ein neues Podcast mit Michael Ellis über Genetik von Sporthunden etc !!!
Habs noch nicht angehört aber kanns kaum erwarten!!!
Er weiss einfach so viel und kann unheimlich gut erklären. Top!Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Ab Minute 07:20 beschreibt er, wie überrascht er über die Eigenschaft des Malonois war und dann kommt eine Beschreibung der Ausbildung "von früher". Super interessant!
Ergänzung: Das ganze Video ist mega

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Waschbär wenn es für jemanden der auf Hundesuche ist, schon nicht möglich ist anhand der Working-Dog oder SV-Docx-Profile etwas herauszulesen, das für ihn relevant sein könnte, wie soll derjenige dann auch noch auf Epigenetik Rücksicht nehmen können?
Es ist schlicht unmöglich die Lebensumstände aller Eltern und Grosseltern zu kennen oder herauszufinden. Das wird vielleicht mal in einem Einzelfall gehen wo ein Züchter nur das verpaart was er am Hof oder in unmittelbarer Nähe hat. Aber dann hört's auch schon auf. Und jetzt erzähl mir nix von wegen "muss man sich halt Mühe geben". Die Väter und Grosseltern stehen zum Teil (und nicht zum unerheblichen Teil) in Tschechien, Polen, der Slowakei, Dänemark, Schweden oder Belgien. Da gurkt kaum ein Privatmensch oder auch kaum ein Hundesportler durch ganz Europa um zu gucken wie der Urgrossvater von einem potentiellen Welpen an 2 Tagen in denen man es sieht, lebt. Du wirst mir ja nicht erzählen wollen, dass Du als Züchterin Dir die Lebensgewohnheiten des Rüden, dessen Eltern und dessen Grosseltern genauestens angesehen hast.Also was nützt uns das dann? Nix, ausser dass man halt weiss dass die Epigenetik auch eine Rolle spielen kann und wenn man einen Hund hat der Gitter hasst, könnte der einen Vorfahren gehabt haben der permanent hinter Gittern war und da seinen Frust abgelassen hat.
Aber für die Auswahl eines Wurfes/Welpen kann das keine Rolle spielen denn das ist einfach nicht nachzuvollziehen. Ausser man ist vor 50 Jahren ins Geschäft eingestiegen und kennt seither alles und jeden. Und das wird wohl bei niemandem der Fall sein. -
@GeierWally, ich habe Waschbär s Beitrag nicht so verstanden, dass nun jeder Welpenkäufer epigenetische Aspekte berücksichtigen MUSS, sondern einfach mal als Hinweis, dass man das in seine Überlegungen beim Kauf eines Welpens mit einbeziehen kann.
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@GeierWally, ich habe Waschbär s Beitrag nicht so verstanden, dass nun jeder Welpenkäufer epigenetische Aspekte berücksichtigen MUSS, sondern einfach mal als Hinweis, dass man das in seine Überlegungen beim Kauf eines Welpens mit einbeziehen kann.
Ja, ich auch. Ich denke es war ein Hinweis darauf, dass eben noch mehr Einflüsse hinzukommen als die tatsächlich genetischen und dass man eben auch bei noch so pingeliger Auswahl der Zuchttiere nicht 100% alle Aspekte wissen kann, WENN man aber solche Umstände bei einem Muttertier KENNT, dann hat man die Möglichkeit das mit in Betracht zu ziehen.
Da kommt allerdings noch hinzu, dass gewisse Ausseneinflüsse auf unterschiedliche Hunde auch unterschiedliche Wirkung haben. Der eine steckt es besser weg als der andere. Was der eine kaum verkraftet, rührt den anderen kaum. Der eine Hund kann mit Starkzwang ausgebildet sein und das nervlich gut weggesteckt haben, während der andere Hund ständig nervlich ausgerastet ist, jedesmal wenn der Postbote und häufige Besuche kamen, obwohl er im Haus leben durfte.
Von daher sind auch diese Aspekte sehr schwer zu beurteilen oder in Betracht zu ziehen.
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In solchen Diskussionen geht manchmal einfach unter, dass es sich bei Hunden schlicht um Lebewesen handelt.
So sehr ich mich bemühe, ich kann mir da nichts konfigurieren und bestellen.
Wie sorgsam ich auch auswähle und mich informiere, ich bekomme ein INDIVIDUUM, das auf Grund seiner Abstammung vielleicht eine gewisse Disposition für dieses oder jenes mitbringt, aber eine Garantie, dass das tatsächlich durchkommt, gibt es nicht.
Wie ähnlich seid ihr euren Vollgeschwistern?! Habt ihr die selben Krankheiten? Seht ihr gleich aus? Habt ihr exakt den gleichen Charakter (ihr habt ja die selben Eltern und seid gleich aufgewachsen, also selbe Genetik UND Epigenetik!)?
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Der eine Hund kann mit Starkzwang ausgebildet sein und das nervlich gut weggesteckt haben, während der andere Hund ständig nervlich ausgerastet ist, jedesmal wenn der Postbote und häufige Besuche kamen, obwohl er im Haus leben durfte.
Der eine Hund kann mit Starkzwang UND HIRN ausgebildet sein und der andere kann den halben Tag auf dem Sofa gelegen haben und dann wieder ohne Sinn und Verstand die Zeitung über die Rübe gezogen bekommen haben.
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Der eine Hund kann mit Starkzwang ausgebildet sein und das nervlich gut weggesteckt haben, während der andere Hund ständig nervlich ausgerastet ist, jedesmal wenn der Postbote und häufige Besuche kamen, obwohl er im Haus leben durfte.
Der eine Hund kann mit Starkzwang UND HIRN ausgebildet sein und der andere kann den halben Tag auf dem Sofa gelegen haben und dann wieder ohne Sinn und Verstand die Zeitung über die Rübe gezogen bekommen haben.
Ja, genau!!
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Der eine Hund kann mit Starkzwang ausgebildet sein und das nervlich gut weggesteckt haben, während der andere Hund ständig nervlich ausgerastet ist, jedesmal wenn der Postbote und häufige Besuche kamen, obwohl er im Haus leben durfte.
Der eine Hund kann mit Starkzwang UND HIRN ausgebildet sein und der andere kann den halben Tag auf dem Sofa gelegen haben und dann wieder ohne Sinn und Verstand die Zeitung über die Rübe gezogen bekommen haben.
Ja, genau!!
Ja, das sagt aber eigentlich nix über sein Nervenkostüm aus
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In solchen Diskussionen geht manchmal einfach unter, dass es sich bei Hunden schlicht um Lebewesen handelt.
So sehr ich mich bemühe, ich kann mir da nichts konfigurieren und bestellen.
Wie sorgsam ich auch auswähle und mich informiere, ich bekomme ein INDIVIDUUM, das auf Grund seiner Abstammung vielleicht eine gewisse Disposition für dieses oder jenes mitbringt, aber eine Garantie, dass das tatsächlich durchkommt, gibt es nicht.
Wie ähnlich seid ihr euren Vollgeschwistern?! Habt ihr die selben Krankheiten? Seht ihr gleich aus? Habt ihr exakt den gleichen Charakter (ihr habt ja die selben Eltern und seid gleich aufgewachsen, also selbe Genetik UND Epigenetik!)?
Genau. Bei mir und meiner Schwester glaubt niemand das wir überhaupt verwandt sind.
Meine beiden Malinois habe ich vom gleichen Züchter und sie sind unglaublich verschieden.
Bei Quinto wurde eine Wurfwiederholung gemacht und er ist von beiden Würfen der einzige, der so ganz anders ist.
Ich denke auch, so ganz technisch sollte man diese Lebewesen also nicht sehen.
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Waschbär wenn es für jemanden der auf Hundesuche ist, schon nicht möglich ist anhand der Working-Dog oder SV-Docx-Profile etwas herauszulesen, das für ihn relevant sein könnte, wie soll derjenige dann auch noch auf Epigenetik Rücksicht nehmen können?
Es ist schlicht unmöglich die Lebensumstände aller Eltern und Grosseltern zu kennen oder herauszufinden. Das wird vielleicht mal in einem Einzelfall gehen wo ein Züchter nur das verpaart was er am Hof oder in unmittelbarer Nähe hat. Aber dann hört's auch schon auf. Und jetzt erzähl mir nix von wegen "muss man sich halt Mühe geben". Die Väter und Grosseltern stehen zum Teil (und nicht zum unerheblichen Teil) in Tschechien, Polen, der Slowakei, Dänemark, Schweden oder Belgien. Da gurkt kaum ein Privatmensch oder auch kaum ein Hundesportler durch ganz Europa um zu gucken wie der Urgrossvater von einem potentiellen Welpen an 2 Tagen in denen man es sieht, lebt. Du wirst mir ja nicht erzählen wollen, dass Du als Züchterin Dir die Lebensgewohnheiten des Rüden, dessen Eltern und dessen Grosseltern genauestens angesehen hast.Also was nützt uns das dann? Nix, ausser dass man halt weiss dass die Epigenetik auch eine Rolle spielen kann und wenn man einen Hund hat der Gitter hasst, könnte der einen Vorfahren gehabt haben der permanent hinter Gittern war und da seinen Frust abgelassen hat.
Aber für die Auswahl eines Wurfes/Welpen kann das keine Rolle spielen denn das ist einfach nicht nachzuvollziehen. Ausser man ist vor 50 Jahren ins Geschäft eingestiegen und kennt seither alles und jeden. Und das wird wohl bei niemandem der Fall sein.Pinguetta und Axman haben es richtig verstanden. Und für mich gibt es in der Tat auch Hunde die ich in der Zucht außen vor lasse, weil ich weiß was die erlebt haben bzw. erlebt haben werden (aufgrund anderweitiger Erfahrungen) bei ihren Ausbildern.
Das Thema warum ein Hund mental "geworden ist wie er ist" ist sehr komplex. Und neben der "08/15-Genetik" frei nach Gregor Mendel spielen da nun mal noch manch andere Faktoren mit rein. Die Herabilität von Merkmalen, welche die Leistungsveranlagungen und das Wesen betreffen, ist signifikant niedriger als die Heratibilität von Körpermerkmalen. Was bedeutet dass die "Genetik" keineswegs egal ist in Bezug auf Leistungsveranlagungen und Wesen. Aber Umwelteinflüssen nehmen direkt und indirekt (Letzteres z.B. über die Epigenetik) einen stärkeren Einfluss auf das Wesen und die Arbeitsanlagen als bei den Körpermerkmalen. Weswegen z.B. das Grundwesen eines Hundes, z.B. wie aktiv oder reaktiv er ist, dann auch schon mal mehr epigenetischen Einflüssen und/oder seiner Prägung geschuldet sein kann als dass er ein Enkel von Hund X oder ein Urenkel von Hund Y ist.
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Axels Züchter hat mir erzählt, dass Axels Geschwister z.B. beim Fahren zum Tierzarzt um Welpenimpfung zu machen ganz brav in der Box mitfuhren, der einzige der Randale gemacht hat, war Axel.
Zu Fütterungszeiten haben alle seine Geschwister gefressen, Axel als einziger hat "es eingesaugt, absorbiert, eingeatmet" wie ein Bekloppter.
Alle seine Geschwister sind Besuchern zur Begrüssung entgegengerannt, Axel hat sich nicht interessiert.
...... ich denke heute, er war vielleicht ein Adoptivkind

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