Wir haben heute unseren Schäferhundwelpen abgeholt. Wir haben bereits einen neunjährigen Schäferhund; beides sind Rüden. Das Problem ist, dass der ältere Hund ohne ersichtlichen Grund aggressiv auf den Welpen reagiert. Ich achte sehr darauf, dass es nicht zu Konflikten wegen Ressourcen kommt. Außerhalb des Hauses verhält sich der ältere Hund Welpen gegenüber freundlich. Hat jemand Erfahrung damit?
Älterer Hund verhält sich aggressiv gegenüber dem neuen Welpen.
-
-
Der ältere Schäferhund betrachtet das Haus als sein Revier. Der Welpe hat seiner Meinung da drin nichts zu suchen, und zumindest hat er sich an seine Regeln zu halten. Wie verhält der ältere sich denn bei Besuch? Meint der irgendwas regeln zu müssen?
Meine hat auch versucht zu bestimmen wer hier rein kommt und wer nicht und wie derjenige sich verhalten darf und wie nicht. Musste sie dann lernen, dass das nicht ihr Job ist.
Wie habt ihr die Zusammenführung gemacht?
-
Huhu,
Mein älterer Hund ist nicht glücklich darüber, dass sich noch andere Hunde im Haus aufhalten; ich muss die Situation entsprechend managen. Ich hatte gehofft, dass es mit einem Welpen anders laufen würde – dem ist aber offenbar nicht so. Heute läuft es besser als gestern: Anstatt den Welpen anzuknurren, ignoriert er ihn einfach nur. Er wirkt allerdings deutlich entspannter und nicht mehr so steif. Ich habe die beiden außerhalb von Haus und Garten zusammengebracht; dabei zeigte er kein Interesse an dem Welpen. Die Probleme begannen erst im Garten und im Haus. Mit menschliche Besuch ist er aufgeregt aber nicht aggressiv.
-
Meine Meinung.
Wenn der Adulte keinen kompletten Schaden hat und davon gehe ich aus, wird er den kleinen nicht verletzten, er wird ihm zeigen, lass mich in ruhe, komm mir nicht zu nah usw. und das Recht hat er auch.
Hunde untereinander können in der Regel alles besser als Menschen.....der Mensch sollte das im Auge haben aber nicht einschreiten, bzw. nur wenn klare Warnungen vom Adulten zum Welpe, vom Welpe komplett ignoriert wird, aber das wird sicherlich nicht passieren.
Richtig einschätzen kann man das nur, wenn man es sieht.
-
Danke für deine Antwort Ich glaube auch nicht, dass er dem Welpen wehtun würde; es ist einfach nicht schön für den Welpen. Aber bei einer ungerechten Korrektur greife ich ein und korrigiere meinen erwachsenen Hund. Bei einer fairen Korrektur hast du recht – das können sie besser untereinander regeln. Ich hoffe, dass sich die Situation in den nächsten Wochen bessert, sodass ich den Kontakt nicht weiter einschränken muss.
-
Wenn ich mir sicher wäre, das der kleine nicht verletzt wird, würde ich mich null komma null einmischen.....der Adulte wird bei mir 100% respektiert und wenn der keinen Bock auf den kleinen hat, dann ist das so und er wird es überleben, lernen und akzeptieren und sicherlich werden dann auch andere Zeiten kommen.
-
Ich habe es beide Male, als ein Welpe zu einem erwachsenen Hund eingezogen ist, so gehalten, dass der Alte immer wieder die Bestätigung bekam, dass er die Nummer eins ist. Gerade da der Kleine ja noch nicht so viel machen kann/ darf bin ich große Gassirunden nur mit ihm gegangen. Auf dem Hundeplatz war der Alte so ehrgeizig wie noch nie, es war unsere beste Turniersaison. Ich hoffe du kannst es so einrichten und hast in der Zeit einen Welpenaufpasser.
Dann habe ich versucht mit beiden zeitgleich etwas zu machen: der Alte hat als erstes ein Intelligenzspiel gemacht, während der Welpe etwas zurück gehalten wurde ( durchaus auch mit Leckerli) dann wurde gewechselt und der Kleine war mit nur einem Miniteil des Spiels am üben, während der Alte daneben lag. So als Beispiel.
Dann hat der Alte es auch ausgehalten mal in einem anderen Zimmer zu sein während ich mich nur um Welpen gekümmert habe. Die Trennung musste dann einfach mal sein, sonst hat sich der Alte zu sehr dazwischen gedrängelt.
Quinto war seinem großen Onkel teilweise schon ziemlich aufdringlich zugetan und bekam regelmäßig aber aggressionslos einen auf die Mütze.
Enzo ist mittlerweile 15 Jahre und Quinto 5 Jahre, trotzdem geht der jüngere sehr respektvoll mit dem etwas schwächelnden Senior um.
-
Vielen Dank. Nachdem ich die beiden zwei Tage lang voneinander ferngehalten hatte, bemerkte ich, dass der Welpe anfing, sich sehr respektlos zu verhalten. Ich hatte ihn zwar an der Leine, aber er versuchte, dem älteren Hund in den Schwanz zu beißen, und bellte ihn immer wieder an. Diesmal ließ ich den älteren Hund ihn zurechtweisen. Der Welpe schrie wie am Spieß, aber mein älterer Hund tat ihm nicht weh; er machte ihm lediglich klar: „Nicht mit mir, kleiner Mann.“ Ich glaube, das ist der richtige Weg für die beiden. Mein älterer Hund geht weiterhin dreimal täglich separat spazieren, dazu kommt ein kurzer gemeinsamer Spaziergang mit dem Welpen. Mein Mann kümmert sich um den Welpen. Ich versuche, Konflikte zu vermeiden, indem ich sie getrennt füttere. Ich achte darauf, dass der Welpe nicht mit dem Spielzeug des älteren Hundes spielt, und schenke dem älteren Hund so viel Aufmerksamkeit wie möglich. Ich war wohl etwas naiv zu glauben, dass sie schon nach wenigen Stunden friedlich gemeinsam auf einem Hundebett liegen würden.
-
Noch mal, ich würde sie einfach zusammen lassen, dein Rüde erzieht ihn innerhalb von Sekunden und Fertig ist das Thema.
Wenn du sie ständig trennst, kann der kleine nichts lernen, sozialverhalten muss erlernt werden, auf deine Art wird das verhindert und kann später zu Problemen führen.
-
Ja. Wie geschrieben, Ich glaube auch das ist der richtige Weg. Ich lass das jetzt laufen. Danke für deine Hilfe. Mein erster Welpe. Ich freue mich, dass es dieses Forum gibt, um sich Rat zu holen.
-
Gesunde Hunde im Hirn sind und bleiben die besten Trainer/Erzieher und wir Menschen sollten das Beobachten und Lernen.