Hallo von Amy und Claudia

  • All das hat ja grundsätzlich mit Energien zutun.


    Mensch will was am Hund machen, weiß aber schon das das schwierig wird.

    Hund ist möglicherweise im Grundsatz schon nicht kooperativ und so entsteht schnell eine Spirale aus Druck und Gegendruck.


    Mir treibt es heute, nach über 4 Jahren, immer noch die Tränen in die Augen wenn ich an das erste Mal Augentropfen denke, die ich Pepper verabreichen musste.


    Es waren diese kleinen Plastikampullen, wo man den Kopf abdreht.

    Einmal offen, mussten sie rein ins Auge.

    Also Junghund sitzen lassen, Kopf mit einer Hand festgehalten und zack: weggezogen

    Ich war so wütend...


    Am Ende saß ich auf dem Hund und versuchte, mit einer Hand den Kopf auf dem Teppichboden zu fixieren. Was soll ich sagen, keine Chance!

    Der hatte da schon soviel Kraft und ich so gar keine Ahnung.


    Ich saß dann völlig entnervt im Flur auf der Treppe und hab überlegt.

    Am Ende war ich so traurig über die ganze Situation und wie ich mit meinem Hund ungegangen bin. Dann hab ich ihn gerufen, lieb mit ihm gesprochen und ihn einfach nur gebeten.


    Das war so eine friedlich und sanfte Stimmung plötzlich, und er hat mir einfach sein Auge hingehalten.


    Ob bürsten, Nägel schneiden oder Ohren säubern. Wir machen das seitdem immer so.

    Er muss nur verstehen was da passiert, dann geht alles.

    Dazu lasse ich das "das Teil", womit man da an ihm rummacht, vorher mal beschnuppern.

    Manchmal gebe ich ihm die Bürste auch ins Maul...dann trägt er sie ein wenig herum, ich rufen ihn wieder zu mir lasse mir die Bürste wiedergeben und fange einfach wie selbstverständlich an.

    Keine schnellen Bewegungen, kein "hinterher greifen".


    Wenn er sich weg bewegt höre ich auf, rufe ihn wieder zu mir, und erst dann fange ich langsam wieder an.


    Ich würde das Bürsten langsamer aufbauen, die Bürste zum normalen Alltagsgegenstand machen.

    Beim ersten Mal z.B. gar nicht bürsten... Bürste zeigen, vielleicht mal beschnuppern lassen und alles wieder auflösen.


    Dann, wenn der Geruch bekannt ist, dem Hund im vorbeilaufen die Bürste über den Rücken gleiten lassen und schauen, wie er reagiert.

    So wird das Gefühl, das die Bürste erzeigt, bekannt gemacht und immer normaler. Es entsteht keine direkter Fokus auf das Objekt Bürste und auch keine Konfrontation.


    Beiläufigkeit ist wohl der passende Begriff.

  • Am Ende saß ich auf dem Hund und versuchte, mit einer Hand den Kopf auf dem Teppichboden zu fixieren.

    Das hätte ich ja nie von dir vermutet :huh:

    All das hat ja grundsätzlich mit Energien zutun.

    Das stimmt schon und mit Selbstverständlichkeit. Bei Enzo konnte ich alles machen von A wie Augentropfen bis Z wie Zahnsteinentfernen alles ganz ruhig und selbstverständlich. Hatte er jedoch etwas unklares und ich versuchte ihn zu untersuchen war Schluss mit lustig, dann wurde er steif und fing an zu knurren.

    Quinto ließ sich auch immer alles gefallen. Nachdem ich neulich bei Enzo beim Krallen schneiden blutigen Mist gebaut habe und dementsprechend unsicher bin, fängt er das Zappeln an. Ich habe jetzt so eine Angst ihn zu verletzen, das merkt er.


    Und zum Bürsten: vielleicht so einen Bürstenhandschuh nutzen und dann von der Bürste die glatte Rückseite nur über den Körper streichen und dann nur mal einen Strich mit der richtigen Seite?

  • So ist es bei Amy auch. Sobald sie merkt da ist was unklar, sucht sie das Weite und lässt sich nicht anfassen. Angeknurrt hat sie mich zum Glück bisher noch nicht. Überhaupt hat sie noch nie geknurrt, dafür kann sie aber lautstark jammern und bellen. ^^

    An einen Bürstenhandschuh habe ich auch schon gedacht :thumbup: , werde morgen einen besorgen und mal sehen wie sie reagiert.

  • Sie hat ein wirklich hübsches Gesicht! 🥰

    Aufs Sofa kommt unsere auch, war von Anfang an so, aber Bett nein (gab mal 1-2 Ausnahmen, aber auch wirklich nur!) - wobei wir das mit dem Sofa manchmal sehr bereuen 😂

    Das mit dem Bürsten habe ich auch verpennt zu üben und nu wo sie so abartig haart, geht's los. Aber das erste mal jetzt am Wochenende hat sie ganz gut mit gemacht, war nur sehr aufgekratzt und ist dann erstmal 10 Runden im Garten im Kreis rum gerannt wie so ne Irre nachdem ich sie endlich befreit hatte.🤪😂

    Ich finde dass mit dem Bett auch nicht so toll, alleine weil ich es nun jeden 2. Tag neu beziehen kann. :rolleyes: Amy hat auch ab und an ihre irren 5 Minuten, manchmal habe ich wirklich Angst, dass sie nicht früh genug bremsen kann. Einmal ist sie mir schon vor der Glastür gelaufen, weil sie nicht gemerkt hat dass sie zu war. =O

  • Das größte Problem was wir im Moment haben, ist das Bürsten. :rolleyes: Ich habe es schon mit allen möglichen Tricks probiert, aber es klappt nur ganz kurz und dann ist sie durch nichts mehr abzulenken und konzentriert sich nur auf die Bürste.

    Was bedeutet "konzentriert sich nur auf die Bürste" ? Will sie aus übermut rein beißen?


    Mit so nem Handschuh bekommst halt nix aus einem Schäferpelz raus.... Außer bisschen Deckhaar und das ist ja nicht das Problem. Sondern die Massen an Unterwolle... :rolleyes:


    Hast du schon mal versucht, die Bürste mit auf den Spaziergang zu nehmen?

    Ich mach das eigentlch immer, da wird der Hund dann, in ganz kurzen Sequenzen gebürstet. Wenn er es gut macht, ist das Weiterlaufen, die Belohnung. Am Anfang sind es nur 1-2 mal mit der Bürste über den Rücken und weiter geht's. So wird gesteigert...

    Achtung, hier sollte man, anders als früher gesagt wurde, die Haare nicht "für sie Vögel" liegen lassen. Wenn man draußen kämmt, sollte man die Haare einsammeln und über den Müll entsorgen. ;)

    Die Situation draußen ist aber für viele Hunde einfacher, da sich selbst, durch gucken in der Umwelt besser ablenken können.

  • Ja, sie will sofort reinbeißen und wehe wenn sie schneller ist als ich. ^^ Da macht sie sich natürlich einen Spass draus. Es ist aber eine super Idee das Bürsten beim Spaziergang mit einzubauen. :thumbup: Da ist die Erwartungshaltung ja eine ganz andere und wahrscheinlich ist der Fokus auf die Bürste nicht so hoch wie Zuhause. :)

  • Ja, sie will sofort reinbeißen und wehe wenn sie schneller ist als ich. ^^ Da macht sie sich natürlich einen Spass draus.

    Wenn du das Spiel schon erkannt hast, weshalb lässt du dich dann drauf ein?

    "... Wehe wenn ich nicht schnell genug wegziehe..." Finde den Fehler! ;)

    Du hast eine Leistungszucht, die lieben schnelle Bewegungen... Du machst sie damit heiß auf die Bürste.

    Dein Ziel sollte nicht Ablenkung (also noch mehr Aktion) sein, sondern Ruhe. Könnt ihr Zwei, du und Amy denn gemeinsam kuscheln? Also du, mit einem komplett entspannten Hund? Wenn ja, könntest du hier versuchen die Bürste, an Stellen an denen sie sie mag von dir gestreichelt zu werden, als wohlfühl Massage mit einzusetzen...


    Hast du bei Amy ein funktionierendes Abbruchsignal? Sowas wie "Nein!" oder "Lass es!"? Wenn nicht, baue eines auf, dann kannst du ihr auch klar sagen, dass dieses Verhalten nicht gewünscht ist.

    Aber vorher musst du aufhören dem Hund dieses Spiel überhaupt beizubringen. ;)

    Viel Erfolg 🍀

  • Das größte Problem was wir im Moment haben, ist das Bürsten. :rolleyes: Ich habe es schon mit allen möglichen Tricks probiert, aber es klappt nur ganz kurz und dann ist sie durch nichts mehr abzulenken und konzentriert sich nur auf die Bürste. Und im Moment haart sie sehr viel. Wie habt ihr das hinbekommen? :/

    Ioshy hat auch von Anfang an so ein Misstrauen gegenüber "komischen" Geräten die man in der Hand hält. Vor allem kleinere Sachen. Staubsauger oder Bohrmaschine ist kein Problem. Unerklärlich.


    Bürste fand er auch immer echt doof, dafür klappte aber Krallenschneiden. Macht echt keinen Sinn :D


    Ich hab ihm einfach gesagt, nee, du bleibst jetzt hier und hältst es aus. Dann hab ich am Anfang halt 3 oder 4 Mal drüber gebürstet und dann wieder gelassen und einige Zeit später nochmal. Aber dann habe ich recht schnell darauf bestanden und gesagt, nope, das kannst du jetzt ertragen, es tut dir nichts weil ich entschieden habe dass es keine Gefahr ist. Ich bringe ihn mit meinen Händen in die Position die ich will, erwarte dann aber, dass er selber stehenbleibt. Wenn er weggeht verhindere ich es oder schiebe ihn wieder in die Position die ich wollte. Dabei sage ich nichts ich mache es nur, mit Ruhe und Unnachgiebigkeit. Sanft aber bestimmt.


    Wie mit kleinen Kindern halt. Was gemacht werden muss muss gemacht werden. Mund auf zum Zähneputzen auch unter Protest. Medizin schlucken: runter damit und fertig. Fiebermessen uvm.


    Ausser für Krallenschneiden gebe ich dafür auch keine Belohnung ausser ein ausgiebiges "Na suuper gemacht haste das!!"

  • Ich glaube, ich muss uns Beide dieses Spiel abgewöhnen. ;) Natürlich hast du Recht und wir werden jetzt komplett neu starten. Und ja, wir können super zusammen entspannen und kuscheln und sie weiß auch genau was Nein heißt. Ich habe es am Anfang wahrscheinlich nicht so Ernst genommen, oder es war mir nicht so wichtig wie andere Dinge. ZB. Krallen schneiden, Zecken ziehen, Augen und Ohrenpflege. Das hat auch nach anfänglichen Problemen gut geklappt. Vielleicht steigere ich mich im Moment ein wenig zuviel da rein. :rolleyes: Ich werde jetzt versuchen, es entspannter und lockerer anzugehen. :) Danke für die vielen Tipps :)