Schäferhunde in den Medien

  • Da ich in der Suche keinen Sammel-Thread für alle Medienbeiträge gefunden habe (falls ich nur zu blöd zum Suchen war, gerne verschieben), dachte ich, ich mache mal einen auf, wo gerne jeder die gefundenen Sachen einstellen kann.


    Hab das hier grad gefunden, scheint aber schon älteren Semesters zu sein:


    "DOKU: Deutscher Schäferhund im Championat - Zwischen Zucht, Show und Weltmarkt", colourFIELD tell-a-vision, 27.06.2026, https://youtu.be/3OpQOD_BTuY


    Cool, das "Häufchen-Golf-Cart", mit Saug- und Sprühvorrichtung, um den Rasen zu reinigen :thumbup: :


  • Kimmo bis etwa Minute 20 gehe ich mit der Dame absolut konform.


    Viele Dinge ab Minute 20, wo es dann um die verschiedenen Linien geht, sind allerdings nicht ganz korrekt recherchiert.


    Ich sehe es ihr aber nach, denn Frau Wille als gelernte Bankkauffrau, die auch erst den zweiten Hund besitzt, ist da sicherlich noch nicht so tief im Thema wie viele meiner Züchterkolleginnen und -kollegen.


    Schade ist auch, dass sie das Thema Zusammenhang abfallender Rücken > Hüfte > Hinterhanwinkelungen > Instabilität der gesamten Hinterhand gar nicht wirklich behandelt, sondern einfach nur sagt: so und so ist es, deshalb kauft bloß keine Hochzucht.


    Ich finde das immer sehr problematisch und auch einen Teil weit herablassend gegenüber einem Zuchtverein, der verdammt viel dazu beiträgt Studiendaten zusammenzutragen, die es nicht nur beim DSH ermöglichen in eine züchterisch bessere Zukunft zu gehen.

  • Edit:


    Ich finde es auch problematisch dann im Grunde genommen stumpf dazu zu raten, sich WENN ÜBERHAUPT einen Hund aus LZ zu holen.


    In den gesundheitlichen Aspekten den Bewegungsapparat betreffend unterscheiden sich HZ und LZ mittlerweile meiner Meinung nach nur noch Geringfügig, wenn man die "Extreme" betrachtet.


    Denn niemand schreit in die Weltgeschichte, dass auch "die LZs" mittlerweile anatomisch total inkorrekt aufgebaut sind. Allerdings nicht hintenrum, sondern vornerum 🤡


    Ich sehe oft genug LZs mit viel zu kurzem, steilem Oberarm, aber korrekter Hinterhand.

    Infolgedessen entsteht aber auch ein anatomisches Ungleichgewicht, der Widerrist wird flacher und mancher LZ sieht beim Laufen dauerhaft so aus als hätte er schwer Bauchweh.


    Aber so eine Vorhand führt halt dazu, dass die auf ihren Prüfungen mit noch unnatürlicherer Kopfhaltung und noch stechenderem Stechschritt und noch schnelleren Wendungen etc. aufwarten können.


    Manchmal glaub ich die machen das nur wegen der Optik bei Prüfungen.


    :D :D :D


    Aber einen richtigen Arbeitshund geben glaub ich beide Extreme nicht her.


    Die Ausgewogenheit macht den gesunden Hund (zumindest den Bewegungsapparat betreffend)

  • Mir ist schon klar, das der LZ eher nur gesünder ausschaut.....beim HZ sind die Verkrüppelungen einfach offensichtlicher.

    Würde man einen Menschen solche Beine und Rücken an züchten, wäre er sicherlich kein Model Sieger, sondern eher bemitleidenswert.

  • Wieso schreit dann keiner, dass "der DSH" eine Qualzucht sei, sondern immer nur, "der HZ" sei eine Qualzucht?


    Meines Erachtens nach, implementiert der Begriff Qualzucht, dass der Hund sich körperlich oder seelisch dauerhaft quält.


    Das tut "der Schrägheck-Hochzucht-DSH" aber nicht nur aufgrund seiner Optik.

    Viele dieser Hunde sind vom Bewegungsapparat her gesund und haben schlicht und ergreifend keine Schmerzen.


    Und deshalb finde ich es sehr reißerisch hier aus Prinzip die Qualzucht-Keule zu schwingen.

  • Viel zu viele haben aber heftige Probleme (Schmerzen), nur weil Menschen einen Krüppel schön finden = Qualzucht.

    Offiziell ist er keine Qualzucht, in meinen Augen aber schon, in deinen nicht, kein Problem.

  • Ich finde das immer sehr problematisch und auch einen Teil weit herablassend gegenüber einem Zuchtverein, der verdammt viel dazu beiträgt Studiendaten zusammenzutragen, die es nicht nur beim DSH ermöglichen in eine züchterisch bessere Zukunft zu gehen.

    Was der SV tut und wie intensiv er sich bei dem Thema reinhängt, kann ich nicht beurteilen.
    Aus meinen eigenen Recherchen aber sehe ich, das ein Umdenken bisher nicht aus dem Verband selbst heraus stattfand, sondern ausschließlich auf Grund des Drucks von außen (öffentliche Kritik, wissenschaftliche Erkenntnisse, Tierschutz, verschärfte Anforderungen des VDH und Fédération Cynologique Internationale).

    Wenn Du mich fragst, muss ein Zuchtverein nicht "verdammt viel dazu beitragen" sondern stattdessen dafür sorgen, das es überhaupt nicht so weit kommt.


    2022: Nera du Val d'Anzin auf der SV-Bundessiegerzuchtschau 2022.

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    2021: Usher aus der Brunnenstraße bei der SV-Bundessiegerzuchtschau 2021

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    2010: Ober von Bad Boll VA1

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    Die Züchter züchten doch nach Verbandsvorgaben und nicht nach ihrem persönlichen Geschmack.


    Das tut "der Schrägheck-Hochzucht-DSH" aber nicht nur aufgrund seiner Optik.

    Viele dieser Hunde sind vom Bewegungsapparat her gesund und haben schlicht und ergreifend keine Schmerzen.

    Dein Ernst jetzt? Die "Optik" ist das, woran der Laie schon sieht, das da offensichtlich ein Fehler im System ist.
    Das wäre in etwas so, als würdest Du so etwas über magersüchtige Models auf Pariser Modeschauen sagen.
    Ich muss als Aussenstehender nicht erst das Blutbild eines Models sehen um zu erkennen, das da etwas nicht
    richtig ist.


    Und deshalb finde ich es sehr reißerisch hier aus Prinzip die Qualzucht-Keule zu schwingen.

    Ich halte dies so lange für genau richtig, solange auf auf offiziellen Verbandsveranstaltungen Hunde prämiert werden, die diese Kriterien erfüllen (siehe Videos oben).

    Es ist unbestritten das es Züchter gibt, die verstanden haben. Und ich verstehe auch, das Dich das als Züchterin triggert. Nur vergiss bei all dem bitte nicht, das es hier nicht um Dich als Züchterin persönlich geht.

    Ohne Internas zu kennen bin ich mir ziemlich sicher, das es im SV (wie in jedem anderen Verband auch) zu diesem
    Thema Hardliner gibt, die sich Veränderungen gegenüber verschließen und welche die wissen, das sich die Zeiten
    geändert haben. Das braucht Zeit und weiter Druck von außen, damit es weiter in die richtige Richtung geht.

    DSH - Ein paar Grad weniger Winkelung/weniger abfallende Kruppe = anatomisch richtiges Laufen
    Franz. Bulldogge - ein paar Zentimeter längere Nase = keine Luftnot, besseres Riechen
    Dackel - 3cm längere Beine = keine Dackellähme mehr
    usw.

    Niemand will den Einheits-Hund, aber anatomisch gesund sollte er sein.
    Und was anatomisch gesund bedeutet, da ist sich die Wissenschaft inzwischen ziemlich einig.

  • Wenn Du mich fragst, muss ein Zuchtverein nicht "verdammt viel dazu beitragen" sondern stattdessen dafür sorgen, das es überhaupt nicht so weit kommt.


    Wie soll denn ein Zuchtverein dafür Soege tragen, dass beispielsweise zu HD/ED, DM, LÜW etc gar nicht erst kommt, wenn er der Wissenschaft nicht die entsprechenden Daten zur Verfügung stellt.

    All diese Dinge waren ja irgendwann einmal gar nicht bekannt.

    Was meinst du denn wo die Wissenschaft die Daten her hat?


    Dein Ernst jetzt? Die "Optik" ist das, woran der Laie schon sieht, das da offensichtlich ein Fehler im System ist.


    Da hast du nur grob Recht, denn der Laie schimpft ja immer darüber, dass "der HZ" einen zu stark abfallenden Rücken hätte und deshalb so "komisch" läuft.

    Die Problematik des komischen Laufens rührt aber tatsächlich NICHT vom Rücken her (der übrigens bei den meisten dieser Hunde nichtmal fehlerhaft ist)... oftmals auch NICHT von der Hüfte.


    ... und solange eine Person, egal welche, fachlich nicht verstanden hat wo das Problem liegt, solange bläst diese Person meiner persönlichen Meinung nach ins "selbsternannter Laien-Experte Hetzehorn" 😉


    ... und wir beide wissen ja, dass ich den Typ überwinkelter, instabilen Hund auch nicht leiden mag.


    Ich mags aber auch nicht leiden alle HZs über einen Kamm zu scheren, denn nicht alle HZs sind überwinkelt und instabil.


    Genauso sind nicht alle Dalmatiner oder Merle Hunde taub und/oder krank.


    Es ist einfach absurd über eine Optik als Laie beurteilen zu wollen was krank und was gesund ist.


    Mich als Züchterin triggert das persönlich nicht im Geringsten. Ich züchte keine HZs und besitze aktuell auch keinen.


    Aber WENN man über diese Dinge diskutiert, dann sollte man die Zusammenhänge auch korrekt durchdrungen haben und nicht alle über einen Kamm scheren.

  • Mein Lex, den ich über alles Liebe, gehört wohl auch nicht zu den extrem Fällen, dennoch werde ich so gut wie immer von Menschen angesprochen wie krank der arme Kerl doch ist.....ja es sind Laien, ja sie haben keinen Ahnung ABER sie haben Augen im Kopf und sehen, das etwas im System nicht stimmt.

    Ich sehe Lika und Lex täglich und ich sehe das mein geliebter Hund verkrüppelt ausschaut, das ist nun mal ein Fakt und muss ausgesprochen werden.

    Die Lebenserwartung vom HZ ist etwas geringer als DDR Linie oder LZ, weil sie halt öfter/früher eingeschläfert werden müssen.

    Für mich gibt es folgende Problem Rangliste.

    Der SV steht an Nr. 1, weil er so einen Hund seit vielen Jahrzehnten zulässt. Es geht dem Verein in erster Linie ums Geld, nicht um gesunde Leistungsstarke Hunde.

    An zweiter Stelle kommt der Welpen Käufer, wenn es den nicht gäbe, würde es solche Hunde nicht geben.

    Drittens dann der Züchter, der verkrüppelt ausschauende Hunde für den Markt zur Verfügung stellt.

    Warum ist denn zB ein Kangal in aller Regel gesünder und Lebt länger, genau, weil er nicht auf irgendeine Pseudoschönheit gezüchtet wurde, sondern rein auf Leistung, Robustheit usw.

    So hätte das ein guter Schäferhund Verein auch machen können, haben sie aber nicht und tun sie bis heute nicht.