Alles anzeigen06:30 Uhr Kinder aufwecken, anziehen, wickeln, stillen
07:20 Uhr Langsam zum Kindergarten fahren, auch mit Fahrrad im Winter (gut angezogen, ca. 4 km insgesamt)
08:00 Frühstücken
10:00 Mittagessen machen
11:30 - 12:30 Uhr Zum Kindergarten fahren mit Hund und wieder zurück (4 km)
13:00 - 15:00 Mittagsschlaf
15:30 Erledigungen machen mit Hund (Fahrrad oder Kinderwagen & Laufrad) oder alternativ schöne Unternehmung/schöner Spaziergang mit Kindern und Hund, mindestens 1 Stunde
18:00 Abendessen und bettfertig machen
19:00 Uhr Kinder ins Bett bringen
19:00 - 19:20 Uhr Kuschelzeit mit dem Großen
19:30 Uhr halbe Stunde mit Hund raus, kurzes Training (nur nach Bedarf)
20:00 Uhr - 21:30 Fitnesstraining
21:45 Uhr Viertelstunde mit Hund raus, kurzes Training
22:00 Duschen
22:15 Schlafen oder Paarzeit
naturalfeeling
Hallo und herzlich wollkommen Naturalfeeling ![]()
Zuerst einmal - ich finde es nicht unmöglich, aber es ist sportlich und es muss aus Sicht des zukünftigen Hundes die Sicherheit geben, dass Ihr Euch bewusst dafür entscheidet - egal wie der Hund nachher wird und wie anstrengend es wird ![]()
Es steht mir nicht zu "abzuraten" - aber auf das was kommt kann man ja hinweisen ![]()
Aber der obige Plan funktioniert in der Regel nur Semi gut in der Praxis - den er geht immer vom Optimalfall und dem "funktionierenden" Verhalten von Hund und Kindern aus. Aber weder Hund noch Kinder "funktionieren" reibungslos, sondern beide müssen erzogen werden. Abgesehen davon, enthält Dein Plan weder Hausaufgaben machen mit dem Großen, noch Arztbesuch mit dem Kleinen, noch Kuchen backen für das mitlere Kind weil ein Kindergartenfest ansteht usw. um beliebige Aktivitäten und Verpflichtungen die täglich so dazukommen, aber eigentlich auf keinem Tagesplan stehen, aber trotzdem in der Regel mehrmals die Woche anstehen und die einen Großteil des allgmeinen "Familienstresses" ausmachen.
Ich kopier mal meinen Text den ich vor Jahren mal an ein anderes Forenmitglied gerichtet geschrieben habe:
Alles anzeigenWerde zwar etwas später unterwegs sein als du (Kleine um 6:30 in den Kiga und dann mit Hund den Arbeitsweg als Spazier-Lehr-Gang nutzen) ...
lol, ja das Szenario kenn ich auch gut
Morgens um halb 6 aufstehen mit dem Welpi (bei mir damals 6 Monate alter Junghund) runter auf die Wiese zum Morgenpipi, Hundi denkt aber auch nach einer Viertelstunde hoch und runter laufen nicht dran mal sich hinzuhocken oder das Beinchen zu heben ( weil du nachts um 2 schonmal draussen warst) … also entnervt wieder rein, denn ewig haste nicht Zeit.
Schnell für dich einen Kaffee und die Brotdosen der Kinder gerichtet, dann die Kinder wecken frühstücken und anziehen. Während die 3 jährige quengelt, sie will keine Strumpfhosen anziehen, macht der kleine das Geschäft was der Hund nicht machen wollte in die frische Windel - also noch mal auspacken und neu wickeln. Währenddessen die 3 jährige nun zu quitschen anfängt, dass der Welpi mit ihr um die Strumpfhose kämpft und ihr dabei in den Zeh gezwickt hat :-/ also das kleine Kind auf den Arm das andere Kind beruhigen, während du mit einem Auge noch siehst, das Welpi mit dem Schuh des Kindes im Bad verschwindet und dort genüsslich darauf rumkaut.
Hat man nun endlich schweissgebadet, beide Kinder komplett angezogen fertig da stehen und will den Welpi an die Leine machen, fängt der an zu pullern. Das tut er natürlich nicht auf der Stelle, sondern läuft quer durch die ganze Etage, weil er eigentlich nen Ort sucht wo er hinmachen darf :-/
……
Mit einem Welpen/Junghund und 2 kleinen Kindern ist das Tagesprogramm
der text ist aus diesem Faden: Umgang mit Schäferhund und Kind - Seite 4 - Ausbildung & Hundesport - Das Schäferhund Forum (das-schaeferhund-forum.de)
Ich hatte 2 Kinder (1 und 10) + Selbstständigkeit und den Mann auf dauernder Auswärtstätigkeiten während der Woche. Daher weiss ich was der Wunsch nach einem Hund in Deiner Situation bedeuten kann.
Obige Szenen und Situationen gibt es zu Hauf
Kann lustig sein, kann aber auch echt an den Rand des Wahnsinns treiben.
Und das hört ja nicht auf nur weil der Hund dann irgendwan mal stubenrein ist.
Ich persönlich fand die "Anstrengung und den Stress" eigentlich nicht das schlimmste dabei, sondern mehr so den Punkt: ich zerreisse mich und trotzdem bleibt ein Gefühl das ich irgendwie trotzdem keinem so gerecht werde ich ich wollen würde. Bei 3 Kindern kommst Du täglich in Situationen wo Du deine Zeit auf die 3 aufteilen musst und das eben auch mit komplett nicht vereinbaren Richtungen, Aufgrund des Altersunterschiedes - ein Vorpubertier und ein Trotzkind das ist schon echt eine Zerreisprobe manchmal und dann noch ein weiteres Kind und ein junger Hund - da kann das Gefühl aufkommen das alle an einem zerren und letztlich niemand das bekommt was er braucht.
Na klar wenn man einen Hund hat der eigentlich immer nur mitläuft und sich allem unterordnet dann kann das auch nicht so viel Mehrarbeit sein. Aber da steckt man leider vorher nicht drin :-/
Daher überlegt zusammen mit deinem Mann ganz konkrete Sachen und Verantwortungen - also wer geht jeden morgen im Dunkeln bei Schnee und Eis mit dem Hund raus und wer macht derweile die Kinder fertig und wie gestaltet man das wenn einer mal ins KH muss usw. Also ganz konkrete Situationen des Alltags um die Verantwortung für den Hund ergänzt.
Und das dann im Zusammenspiel mit:
Hund entwickelt eine Abneigung gegen Artgenossen und flippt an der Leine jedes mal aus wenn er einen anderen Hunde trifft - was dazu führt, das Du ggf. mit Kinderwagen + weiterem Kind und nen 30kg Leinenpöbler da stehst
Hund hat eine Ressourcenaggression und die kleinen Kinder können nix fressbares in der Hand haben
Hund entwickelt eine terriotoriale Aggression oder auch eine Angst und jedesmal wenn Besuch kommt gibt es Drama - bei 3 Kindern kommt ja doch mal Besuch vorbei - das Management eines so nicht funktionierenden Hundes ist in Deiner Zeitaufstellung nicht enthalten.
Ich will wie gesagt nicht abraten, sondern nur dazu anregen wirklich das schlimmst anzunehmende Szenario konkret zu besprechen und dann zu überlegen will und kann man das leisten oder fängt man erstmal mit einem gechillten erwachsenen Hund an der nicht direkt auch noch ein eigenes Paket an "Arbeitsanforderung" aufgrund der Rasse mitbringt.
(In schön vorstellen/träumen macht keinen Sinn - denn es kommt meist immer anders als man denkt und wenn man vom schlimmsten ausgeht, kann es ja nur besser werden
)
Ich wünsche Euch eine gute Entscheidungsfindung ![]()