Gestern Abend habe ich eine interessante Ansicht einer Hundeverhaltensexpertin gehört:
Sie nennt Hunde, die ihre eigenen Menschen verbellen weil sie sie offenbar nicht wiedererkennen, "50 first dates Hunde". ![]()
Eine ganz ganz wichtige Frage, die ich oben vergessen habe:
Wie reagierst du/ihr auf dieses Verhalten von Lexy?
Versuche zu Hause mit deinem Mann ein Spiel abzustimmen. Einer von euch geht raus und ihr stimmt euch per Handy ab wann derjenige zurückkommt. Kurz davor beginnt der bei Lexy gebliebene ein "Such-Futter" Spiel, auf dem Boden verstreutes Futter, das aufgesammelt werden kann und schnüffeln verursacht. Evtl. hast du für sowas schon ein vorinstalliertes Signal/Kommando.
Sie soll dann noch am Futteraufsammeln sein, wenn die Person den Raum wieder betritt.
Falls bei Lexy doch ein Teil des Problems kontrollbedingt (sie will kontrollieren und überwachen) ist und es klingt sehr danach, wäre eine Box oder sehr sehr sehr stabiles Deckentraining schon in Betracht zu ziehen, da es dann darum geht, Lexy in einer Position zu "verankern" in der sie keine Übersicht hat. Um es genau zu sagen, in der sie keine Übersicht haben muss und sie ihrer Kontroll- und Überwachungspflicht nicht nachkommen muss.
Warum denkst du, dass die Hunde ständig mit im gleichen Raum/gleiche Etage sein MÜSSEN? Du beschreibst, dass Lexy jeden der den Raum/die Etage verlässt, bei Rückkehr verbellt. Das deutet darauf hin, dass es für sie grossen Stress bedeutet, wenn einer die Gruppe verlässt und bei Rückkehr entlädt sich der Stress und der Frust, dass sie die Geschehnisse nicht kontrollieren konnte.
Bei Lexy sind anscheinend diese Veränderungen von "da und weg" und "weg und da" mit Stress/Frust und Unruhe/Unsicherheit verknüpft. Wenn sie also nie vernünftig lernt mit diesen Abläufen klar zu kommen, weil sie immer mit dabei ist, kann es nicht besser werden. Leider deutet es auch darauf hin, dass es sich in einer Sensibilisierungsspirale befindet. D.h. anstatt sich an gewisse Abläufe zu gewöhnen, wird die Reaktivität darauf immer grösser.
Du schreibst, wenn du nur kurz aus der Etage raus gehst um etwas zu holen, dann kommen sie nicht mit. Dann gibt es keine Probleme bei deiner Rückkehr oder sind das dann die problematischen Momente?
Ich würde vor allem auch hinsichtlich der kleinen Carma unbedingt euer Gesamtschema ändern. Es auflösen und aufweichen. So dass die Hunde nicht IMMER überall dabei sind und auch ganz konkret mal im Hundezimmer bleiben müssen. Z.B. morgens beim Frühstück oder so. Hunde ins Hundezimmer oder in ein anderes Zimmer oder andere Etage. Das würde ich auf lange Sicht unbedingt anvisieren. Aber erstmal "im Kleinen" and Lexys Problem arbeiten.