Natürlich besitzen viele Mitarbeiter in Tierheimen wenig (vor allem praktische) Erfahrung in speziellen Ausbildungsbereichen wie z.B. dem IGP-Sport. Aber heutzutage kann man wirklich nicht mehr behaupten dass Tierheimpersonal üblicherweise keine "Basisahung" von Hundeausbildung und -erziehung besitzt.
Okay. Dann wissen sie wahrscheinlich wie Klickertraining funktioniert. Meine Tierschutzbekannte erzählte mir neulich auch, dass sie weiss wie das geht "ja, meine Hunde kommen immer her wenn ich klicke".
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Ich habe ja erzählt, von dem Malinois den wir abgeholt haben und den meine ehem. Trainingskameradin adoptiert hat. Das hat nur funktioniert, weil es nicht offiziell über den Tierschutz lief. Unkompliziert, der Hund hat jetzt ein traumhaftes Zuhause.
Das Glück des nächsten Malinois, den meine Tierschutzbekannte mir geschickt hat (also Bilder von ihm), damit ich ihn in meinen Kreisen vermitteln kann, ist daran gescheitert, dass die Interessenten ein langes Formular hätten ausfüllen sollen, mit Angaben, die meiner Meinung nach einen Adoptionsinteressenten definitiv davon abhalten einen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen wenn es viel einfacher ist an einen Hund aus dem Internet zu kommen, sogar an Rassehunde.
Das hat mich so geärgert. Der junge Malinois hätte ein Zuhause bei Leuten mit Pferden haben können, die zuvor schon Malinois hatten, ein riesiges eigenes Gelände etc etc und noch dazu Bekannte meiner Trainingskameradin sind, die die schon lange kennt und weiss, dass ein Hund dort in guten Händen gewesen wäre.
Ich habe mit meiner Tierschutzbekannten darüber diskutiert und sie meinte "naja, wir müssen das halt absichern, dass die Leute nicht eine Allergie haben und dann den Hunde abgeben". Ich sagte "Leute kriegen ständig in jedem Alter plötzlich eine Allergie, wie willst du das absichern?"
Sie: "Die müssen einen guten Job haben und gut verdienen, damit sie Tierarztkosten für den Hund zahlen können" . Ich: "Leute verlieren ständig ihren Job unvorhergesehen, sogar an vermeintlich top sicheren Arbeitsplätzen"
Sie: "Die müssen gesund und fit sein, damit sie den Hund regelmässig spazieren führen können und ihn versorgen können". Ich: "Meine Geschichte muss ich dir wohl nicht erzählen, dass ich von heute auf morgen nicht mehr gehen konnte. Jahrelang."
Ich weiterhin: "Leute die ich kenne haben einfach so plötzlich Krebs bekommen oder andere Krankheiten und der Hund von denen stand plötzlich ohne Versorger da. Leute sind plötzlich einfach gestorben!! Wie willst du das absichern?? Das ist doch krampf! Es dient nur dazu um Leute abzuschrecken und sich Hunde von woanders zu besorgen. Man kann Leben nicht absichern, nicht für Erwachsene, nicht für Kinder und schon gar nicht für Tiere! Warum sprichst du nicht mit den Leuten und gehst alle diese Punkte mündlich mit ihnen durch, in einer aufklärenden und informativen Art und Weise? Das wäre viel positiver und würde vielleicht dazu führen, dass sich Leute in komplizierten Situationen wieder an dich als Ansprechpartner wenden!"
So waren meine Worte. Aber nein. Der junge Malinois ist immer noch im Tierheim. Könnt mich so aufregen.