Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    Ich finde die Diskussion um kastrieren oder nicht kastrieren ist überhaupt nicht emotional. Bzw. sie kann überhaupt nicht emotional sein. Wenn wir sie emotional machen, werden wir dem Hund/den Tieren nicht gerecht.


    Die Entscheidung einen Hund zu kastrieren kann nur absolut pragmatisch sein. Abwägung der Vor- und Nachteile und fertig. Emotion hat hier nichts verloren.


    Zu den Vor- und Nachteilen für den Hund zählen selbstverständlich auch die Lebensumstände in denen er sich befindet, sprich, die Besitzer des Hundes und deren Lebensumstände. Denn es ist nunmal so, dass das Wohlbefinden der Hundehalter die Basis für das Wohlbefinden des Hundes ist.


    Vermenschlichung des Hundes ist beispielsweise, wenn man glaubt, der Hund wisse was ihm durch Kastration wiederfährt. Jedenfalls kommt es mir so vor als würden viele Menschen das glauben. Tatsache ist jedoch, dass kastrierte Hunde genauso glücklich und zufrieden sind wie unkastrierte. Ich möchte nicht den Anschein erwecken, dass ich generell pro Kastration wäre, denn ich bin es nicht, ich bin komplett neutral, für mich zählt einzig und allein ob es einen wichtigen Nutzen/Vorteil für alle Beteiligten gibt oder nicht.


    Ich hatte unkastrierte und kastrierte Hunde, ich konnte keinen Unterschied zwischen ihnen entdecken. Alle wurden entweder alt oder nicht so alt unabhängig davon ob sie kastriert waren oder nicht.


    Zuletzt hatte ich ja auch Axel und Alma, Rüde und Hündin intakt bei mir zuhause. Es hat mir schon wehgetan, zu sehen wie Axel während puh, wie lange war es, 5 oder 7 Tagen, schwer gelitten hat. Die beiden getrennt zu halten war bei mir kein Problem. Hätte ich Alma behalten als ich Ioshy dazunahm, hätte ich Alma definitiv kastrieren lassen.


    Unsere Tierärzte in Spanien zögern nicht wenn es um Kastration geht. Wir waren in Spanien ganz knapp vor einem Gesetz, das Zwangskastration aller Hunde die nicht zur Zucht vorgesehen sind vorschreibt! Da bin ich natürlich absolut und vollkommen total dagegen. Allerdings wenn ich dann viele Nachbarn hier sehe deren Hunde sich fröhlich vermehren und ja, hier ist es eben auch noch so, dass ungewollte Würfe erschlagen oder ersäuft werden........... oder bei ausländischen Nachbarn vor die Tür gesetzt werden........


    Auch die ganze bekloppte Hengsthaltung in Spanien. Alle alleine aufgestallt, nie Kontakt mit Artgenossen, nie Fellkraulen und gegenseitig Fliegen wegwedeln. Vom Boxenfenster aus zusehen wie die (rossigen) Stuten vorbeigeführt werden............ Das ist ja soooo viel besser als dem armen Tier die Eier abzuschneiden! Weil das ist ja so unwürdig, die Eier abschneiden. (okay, jetzt bin ich gerade emotional :D ) Besonders Männer haben oft anscheinend ein tieferliegendes Problem damit.

    Laut meiner Tierärzte kann man das nur auf MRT Bildern sehen. Ob z.B. eine Verengung des Wirbelkanals mit Quetschung der Nervenbahnen besteht und/oder Bandscheibenveränderungen.


    In Axels Fall war es so, dass sie mir gesagt hatten OP nur wenn Lähmungen bestehen. Solange keine Lähmungen bestehen behandelt man es symptomatisch, sagten sie. Wenn grössere Beinträchtigung vorhanden wäre, würden sie erst noch eine lokale Infiltrierung von Cortison vornehmen aber eine OP nur bei Lähmung.


    Ich war mit Axel ja auch beim Physio der Klinik, der sagte mir aber, dass Axel Physio nicht wirklich was bringen würde, er solle sich kontrolliert bewegen, spazieren gehen, nicht springen oder rennen etc.


    Bei mir in Spanien hat das MRT 650 Euro gekostet. Für 2000 Euro kannst du vielleicht ein Taxi hier runter nehmen und dann wäre das MRT immer noch im Budget ^^ Hey nein, ohne Schmarrn, das ist ja happig....


    Ich hatte damals zusätzlich zu meinen spanischen TÄ eine Spezialistin an der LMU München kontaktiert, hatte ihr alle Bilder geschickt uns sie hat mir eine Drittmeinung gegeben. Das funktionierte sehr gut telefonisch, sehr nett und war nicht teuer.


    Die TÄ von der LMU hatte die Diagnosen meiner hiesigen TÄ bestätigt.

    Also.

    Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Heute morgen dachte ich, gibste der Sache noch einen Versuch mit Beute und Leine.


    Ja sch.... doch die Wand an, der Hund macht es perfekt! Ich glaubs ja einfach nicht. Meine Güte. Mal sehen ob das ein Zufallstreffer war. Heute nachmittag filme ich es sonst glaube ich es selber nicht.


    Ich habe den Griff von dem Beisstellerchen nach hinten rausstehen lassen (unter dem Arm). Das hatte ich zwar vorher auch schon mal gemacht....... Als "Aufwärmen" hatte ich kurz eine Grundstellung und einige Schritte komplett ohne irgenein Triebziel gemacht, das klappt auch, also er hat schon ein etwas fortgeschritteneres Verständnis der Übung an sich.

    Es klingt sehr ähnlich wie bei meinem Hund und der hat durch einen Übergangswirbel Bandscheibendegeneration in der Gegend der Cauda Equina.


    Der Arzt hat mir damals erklärt, dass man zwar die Wirbelgeschichte über CT Aufnahmen erkennen kann aber nicht die Wirbelkanalveränderungen, Bandscheibe etc. Dafür mussten wir ein MRT machen lassen.


    Mein Hund hat dann auch eine Zeitlang Gabapentin genommen wodurch die Schmerzsymptomatik wegging.


    Hinterpfoten knabbern ist ganz typisch, das schwammige Gangbild und komische Haltung des Schwanzes.


    Mein Hund hat gerade zur Zeit eine Verschlechterung, das ist die erste seit Sommer 2024.


    Anscheinend kommt das schubweise.

    Eine Freigabe zu geben ist gar kein Problem. Ich habe da bei Mila grundsätzlich auch eine Freigabe drauf, aber wenn man das eine Weile macht und die Hunde das Spiel kennen gewöhnen sie sich ganz schnell dran, dass in diesen spezifischen Aufbau die Freigabe inklusive ist - war zumindest bei uns so.

    Dann ist es vielleicht tatsächlich eine gute Idee ein "Fake-Markerwort" kurz einzuführen so dass man vorhandene Marker nicht verwischt. Den "Topf" oder so, Marker kann man ja dann wieder vergessen oder halt für so Gelegenheiten benutzen wo man einen "formlosen" Marker braucht.


    Ich habe verschiedene Kommandos die ich nicht so pingelig handhabe wie z.B. "Tumba" für hinlegen anstatt Platz. Bei Tumba ist es nicht dramatisch ob man schief liegt, schnell abliegt, mal ohne Freigabe aufsteht oder so und damit verwasche ich nicht so sehr das heilige Platz Kommando.


    Interessant finde ich, dass Ioshy das Kommando Tumba komplett von Axel abgeguckt hat. Ich habe es nie mit Ioshy geübt und er kann es richtig gut, weil für Tumba gibts auch keine Belohnung. Tadaaa, keine operante Konditionierung :D

    Danke Cinja , ja, was du beschreibst funktioniert sehr gut mit Ioshy. Ich habe grosse Wurststücke von Wienerwürstchen verwendet, Hundewurst gibt es bei uns nicht, zumindest keine die nicht auseinanderbröckelt.


    Aber da habe ich halt genau das Problem, dass er nicht schön gerade bleibt und ausserdem seine Gangart flach wird. Das ist ein weiterer Punkt, den ich oben nicht beschrieben habe. Prinzipiell würde es mit Futter funktionieren aber seine Bewegung verliert an Intensität und der Kopf fällt und wird mehr seitlich anstatt nach oben und gerade. Er fängt es auch sehr gut.


    Ich hatte einfach ein bestimmtes Bild im Kopf wie ich wollte dass das Fuss bei Ioshy aussieht. Irgendwie bin ich nicht bereit jetzt Kompromisse einzugehen, zumal Ioshy ja körperlich voll in der Lage ist das Bild zu erfüllen, das ich habe.

    Dann auch darauf achten, dass du ohne Marker den Arm anhebst und das Futter fallen lässt. Also es muss schon überraschend für den Hund kommen. Auch darauf achten, den Arm in der Bewegung nur seitwärts zu heben (wie gesagt, wenn das rechte Bein vorne ist) und mit dem Arm nicht noch eine Bewegung dahingehend machen, dass das Futter nach vorne fliegt.


    Bei Crazy haben wir so, auch mit ein bisschen Unterstützung von Leinenkorrektur, eine schöne Position und gute Aufmerksamkeit hinbekommen. Sie dreht nicht mehr nach vorne und hält die Position am Bein.

    Ich habe es 1 zu 1 genau so gemacht, bis auf den letzten Absatz, mit Leinenkorrektur habe ich nicht gearbeitet. Nicht dass ich was dagegen hätte aber ich bräuchte dann auch einen Helfer dafür, den habe ich maximal 2x pro Woche.


    Auf dem Seminar hatten wir auch mit Linkswendung und Rückwärtsschritt gearbeitet. Das hilft im Prinzip. Ioshy macht das und kann das aber irgendwie finde ich es auch körperlich belastend für so einen jungen Hund. Bin nicht sicher. Ich brauche davon halt Unmengen von Wiederholungen.


    Es ist einfach verdammt verfuchst.


    Ioshy hat einerseits ein gute Impulskontrolle (gelernt) andererseits ist er so verdammt impulsiv und was hinzukommt, er hat so lange Beine, er gewinnt so viel Boden bei der Vorwärtsbewegung und ich glaube er kann sich einfach schlecht "versammeln"


    Ich sehe den Malinois-Rüden einer Freundin, etwa im gleichen Alter, ähnliche Probleme aber der kleine Kerl macht so stopsel Schrittchen, alleine daher ist es schon leichter für ihn sich in Position zu halten. Ioshy bleibt super in Position wenn ich mich sehr schnell bewege oder Rechtskreise mache.


    Beim hier Schreiben kommen mir schon wieder Ideen. :/

    Ich hänge fest.

    Ich komme verdammt noch mal nicht über die nächste Hürde.


    Bis vor kurzem war ich sehr zufrieden mit der Entwicklung von Ioshy im Fuss. Wir hatten eine gute Position, guten Rythmus und super Bewegung von Ioshy erarbeitet.


    Beim Abbau der Führungshand mit dem Futter, gelingt mir der Schritt nicht, wo ich das Futter unter der Achsel plazieren will.


    Erstens: Ioshy kommt mir dadurch zu eng an mein Bein und bleibt nicht so schön gerade wie ich eigentlich erarbeitet hatte. Das hat mir erstmal einen gewaltigen Dämpfer verpasst. Er bleibt mit dem Hinterteil gerade, das schon also er schwenkt nicht nach aussen aber er biegt den Hals/Kopf einwärts.


    Zweitens: Ich finde es furchtbar schwierig und fummelig ein scheiss Futterstück unter den Arm zu klemmen und mich damit trotzdem noch wie ein Mensch fortzubewegen. Zumal mit einer dicken Winterjacke. Es fällt mir dann manchmal einfach irgendwann raus oder mit dünnerer Kleidung und Weste ist es mir auch schon in die Weste reingefallen. Insgesamt einfach kacke. Ich bin offenbar zu blöd.


    Der Versuch mit Beute hat mich nicht vor mindere Problem gestellt. Ich habe sogar winzige Beute, Minibeisswurst (5 oder 6 cm gross) benutzt aber Ioshy schafft es ums verrecken nicht so darunter zu bleiben wie ich eigentlich auch ganz viel trainiert und aufgebaut hatte.


    Ich habe verschiedene Platzierungen getestet. Unter dem Arm (kacke wie mit Futter unter dem Arm nur schlimmer), unter dem Schulterteil der Weste (najaaaaa, manchmal klappts und dann wieder üüüberhaupt nicht). Das einzige was klappt ist, wenn ich das Beutechen in meiner linken Hand an eine Stelle im Oberarmbereich meines linken Armes halte.


    Dann aber Positionen machen mit Beute ist wieder kacke. Aaaahrrr, ich bin an einem Punkt wo ich das Gefühl habe, dass alles klemmt in der UO.


    Musste mich mal ausheulen......

    Tag 2. Enzo rennt jetzt begeistert los, fressen für nichts tun, das gefällt ihm ^^ Altersbedingt ist er mittlerweile etwas ballrig und schmeißt die Pylone schon mal um.

    Quinto ist einfach zu streng erzogen, er ist ohne Freigabe noch immer stark verunsichert, läuft aber tapfer bis zum Teller :huh:

    Gib doch einfach einen Freigabemarker. Darf man das nicht? Mach doch nen neuen Marker, wie "Schüssel" oder "Topf" :)


    Ich denke das Problem ist auch, dass viele Züchter mittlerweile so sehr am "sozialisieren" sind, dass die dabei vergessen dass dieser Welpe hinterher auch im Alltag Struktur und Ruhe finden muss. Es macht doch eigentlich viel mehr Sinn mit vernünftigen Hunden zu züchten und zu schauen dass die Zwerge direkt die Struktur eines Berufstätigen kennenlernen, damit der Umbruch da möglichst problemlos verläuft.

    Grade bei Züchtern die ganz selten Welpen haben wird so ein Wurf ja regelrecht zum happening und ich denke nicht, dass das der richtige Weg ist. Auch wenn es nach außen sehr bemüht und toll wirkt.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Druck auf den Züchtern lastet, vor allem auf denen von Gebrauchsrassen, weil in der öffentlichen Meinung "in der Familie aufgezogen" im Gegensatz zu "im Zwinger" so eine grosse Gewichtung hat.


    Zwinger steht generell für böse. "In der Familie" oder "im Haus" kann sicherlich auch aus Marketinggründen gut verwendet werden.


    In der heutigen Zeit gucken die Leute generell nicht mehr 2x hin oder betrachten etwas von einem anderen Winkel. Wenn es auf der Oberfläche schön aussieht und sich hübsch anhört ist es "das Beste".